Der jüdische Handwerker
- Journal
- Der jüdische Handwerker
- Volume
- 26 (1934)
- Issue
- 8 (10.1934)
- Date
- 1934-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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I nscre Ortsgruppe Krunkfuri u.'Mj kuim noch in diesem J.ihr .ml ihr 2 5 j ii Ii r i g es Best eben zurückblicken. Aulnfüicli dieses Jubiläums findet am Sonntag, den IM. November l ') '■< 4. e i In e leier statt, zu der wir im Viiftrage unserer'Frnii'kfjirter freunde alle uns angeschlossenen Vcrbandsvereiiic nüs Handwerk uild Mittelstand .ml diesem Wege einladen. Diese fcinhiduitg wird \<m der Ortsgruppe Irunklurt u.M. direkt nochmals wiederholt Berlin Juiftiiäea Am 8. Oktober konnte der Kollege, Klempnermeister Wilhelm Alexander, Wagnilzstr. 7, sein 25 jähriges Geschäftsjubiläum begehen. Weit über zwanzig Jahre unserem Verein als Mitglied angehörend, hat Kollege Alexander dank ausgezeichneter fachlicher Leistungen für den jüdischen' Handwerkerstand Ehre und Anerkennung geworben. Ein Doppeljubiläum leierte unser altbewährtes Mitglied, der Bäckermeister Moritz Schaul, /." ullerstr. 90 a Gleichzeitig mit der Silberhochzeit konnte er am 7. Oktober das Fest seines 25 jährigen Berufsjubiläums begehen. Auch Kollege Schaul gehört zu dem alten Stamm, der bereits über zwanzig Jahre unserer Organisation treue Gefolgschaft leistet. Unser Kollege Leo Kaplan, in Firma Ballo & Schoepe, W15, Kaiserallee 215, und Gattin begingen am 13. Oktober ihre Silberhochzeil. Kollege Kaplan verl - seine bestens bekannte Dachdeckungs¬ und Asphaltierungsfin.ia vor einer Reihe von Jahren von Posen nach Berlin. Er suchte und (and solort Anschluß in unserem Verein, dessen Bestrebungen er jederzeit mit warmem Herzen förderte. Am 22. September feierte unser Kollege, der Dentist Paul Loewenthal, W 30, Hohenslaufenstr. 35, das 25jährige Berufsjubiläum. Er konnte sich durch seine fachlichen Qualitäten und persönlichen Eigenschaften eine ausgedehnte Zahnpraxis schaffen. Unsere den Jubilaren bereits zum Ausdruck gebrachten Glückwünsche möchten wir an dieser Stelle auf das herzlichste wiederholen. Damit verbinden wir unseren Dank für die jederzeit bewiesene Vereinstreue und das grofje Interesse, das die Jubilare unseren Bestrebungen entgegengebracht haben. Möge ihnen eine Reihe glücklicher Jahre im Kreise der Angehörigen beschieden sein, mögen aber auch ihre Unternehmungen weiter blühen und gedeihen. Unsec Sank Anläßlich des letzten Rosch-haschonoh-Festes ist uns für die Louis-Wolff-Stiftung zur Unterstützung notleidender Kollegen eine Reihe von Spenden überwiesen worden. Allen Kollegen, die damit dieses wahre Werk der Z e d o k o unterstützt haben, sagen wir an dieser Stelle, zugleich im Namen der Unterstützungsbedürftigen, unseren herzlichsten Dank. Die Not eines Teiles unserer Mitglieder, die durch ho|hes Alter oder verminderter Schaffenskraft nicht mehr in der sind, das zum Leben Notwendige aufzubringen, ist aber so dafj die uns tür diesen Zweck zur Verfügung stehenden Mittel nicht ausreichen. Wir appellieren deshalb nochmals an jenigen Mitglieder, die durch unsere Arbeit Besch gung und Verdienstmöglichkeiten gefunden haben, sich selbstverständlichen Pflicht zu unterziehen, ihr Scherflein .für ses gute Werk beizutragen. Hierfür bestimmte Spenden sind das Postscheck-Konto des Vereins selbständiger Handwerker jjd Glaubens e. V., Berlin Nr. 11 SO 57 einzuzahlen. \ clie- Tlider c ieauf Hamburg •Uli I. 4 - . . Sepie ruf I nel Alien judi Die ordentliche MitgliciK'rVcrsiimmfung her I*»i4 .im (ieiueindeliuiise Johuniiesallee ">-t begrüßt der , \or-ut/ende den Relei enn-u dt Iden Vorsitzenden, des Hei filier /cnt ra I\cihandes |ii<IimI< Handwerker Deutschlands und. de« Rtdebsveidiumlcs > jüdischen Mittelsiuiule^ Herrn Wilhelm Marcus,, u l.inki ihm lin die Bereitwilligkeit, in unserer Mine id las Thema ..Aktuelle I ngcsl'ragen fitr den jüdischen; verblieben Mittelstand"' /,» referieren. Weiler begrüßt i l ui sii/ende den (iemeinde\oi ~tehei. Ileiin KechtsailW Bernhard David sowie.die erschienenen VorstamUiH ^lieder der Ortsgruppe ( ■ rol!-l latnhii rg des Rciclis\W ha uc des Jüdischen .Mittelstandes, Vneli die erstmalig ^rs'ch neuen neuen Mitglieder begrüße der \ ur-it/ende und fordt sie zur eifrigen Mitarbeit in unseren Reihen au I Inend gedachte Kollege llcjiricmunu der versteh llenen tlattiu unseres langjährigen Vorstandsmitgliedes u Repräsentanten Roberl fsuacsen, I ran Martha U.mi sc iiml würdigte die Verdienste; weh he die Verbliebene ~i durch ihre Intigkeit in unserer I raiiengruppe erworhen Ii Unsere Geschäftsstelle erfreut sieh eines regen \< kchrs. Im Bcrichtmonut konnten wir in 54 füllen li.itu Hilfesuchenden nr Seite sieben. Auf Veranlassung der lachgi uppe iler Lebe, ri I e I iiml h ii n s ii in w a r e u h ii u d I e r Ukcrsu.nd Vorstand der Deutsch-Israelitisch« die ebenfalls lin die Y.o'rstundi und Verwalter derselben eesun in i die \ercinsleitung dem 'Gemeinde eine Kingnlx j üdisclicti I nstitutioiicn <\ u nie. . i In gegebener Veranlassung führte der Vorsitzende.'« ,dafl es unbedingt erste Pflicht eines jeden Mitgliedes s( in ui!. nur Ii a n d wc r k s g e r e e Ii t e (JJ Ii a I i t.ä t sai rb.c zil liefern. Ks li.il keinen Sinn und schadet nur dem gl samten jüdischen llanijwerksstnnd, wenn die Preise n hosten der Qualität der Leistung unterboten werden; und! sieh jedes Mitglied /um <imihI-üt/ machen, preiswer Angebote bei bundwerksgerethter Qualitätsarbeit zu stellen. Als Obmann der Fachgnippe [japcz;ie r.e r b«r Kollege Streit über die bisher stattgef andciien Sit/u Bezüglich unseres diesjährigen S t i f l u Ii g s f e st e s. hesi Idol! die Versammlung der Feskkomlnissioii Auftrag Ai 'r- 11 i I richtete rungew, geben, w egen die A erarbeiten Beschaffung sreeii hierfür /u rnefer Räum« leisten. insbeSAnd /u uiiterlianileli Nunmehr erteilte der Vorsitzende dem Berliner \ hunds\orsit/enden Wilhelm Marcus das Wort /u sein« Referat. Der Vortrag des Kollegen Marcus, der vom Ai lang Bis /um Ende spannend war »und mit großem Inn esse verfolgt Wurde, wurde mit starkem Beifall nnfgl nominell. . Der Vorsitzende dankte Herrn Mari us her lullst für das glänzende Referat. Gemeindevorsteher, Herr Rechtsanwalt l)a\ rd._wiii digte die Verdienste des Reichsverbandcs und beeri|ltte <l (fVÜndung der Ortsgruppe Groß-Hamburg' des Reichsvej Ii.indes des Jüdischen Mittelstandes. Kr schloß seine Ausfül rungen mit den Worten des Vorsitzenden der Rcichsvc tretiing der deutschen Juden. Rabbiner Baeek: .1 »Aller Wunsch, oh wir ihn darbringen oder ihn emi fangen, setzt eine Bereitschaft voraus. Zwiefach ist sie iki diesen ernsten Tagen von uns gefordert: Als der Wille zur Gemeinschaft und als der Wille zum Opfer." Beweisen wir deutschen Juden den V\ illen zu* Cjemeti schuft und den Willen /um Opfer, dann werden wir aiu über die gegenwärtigen Note hinwegkommen Um 11 l.'hr schlofl der Vorsitzende die auHcrordciitiictli gut besuchte Versammlung»