Der jüdische Handwerker
- Journal
- Der jüdische Handwerker
- Volume
- 27 (1935)
- Issue
- 10 (10.1935)
- Date
- 1935-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Zuent Ist M uns ein Bedürfnis, den Berliner Handwarkern herilkh iu danken für dl« bereitwillige Unterstützung bat der Durchführung unserer Umfrage für den Handwerkerausschur) der Relchsvertretung. Wir dürfen mit Sloll tag««, dal dl« Berliner Handwerker rasch erkannt haben, worum es uns bei der Urning« ging und dementsprechend geantwortet haben. All« haben bereitwilligst durch dl« Ausfüllung des Fragebogens unterstutzt, so detj wir aus Berlin nach verhiltnismaf)lg kurier Zelt bereits «In 1 0 0 •/• I g e s Ergebnis berichten können. Auch NM Reich hat dl« weit Uberwiegende Mehrzahl unserer Mitglieder die Umfrage wunschgemäß beantwortet. Ein kleiner Teil steht nur noch aus, und wir bitten diese Mitglieder dringend In Ihrem eigenen Interesse, dl« für jeden Einzelnen wichtige Umfrage, soweit dies noch nicht geschehen, zu beantworten und en die Stalle zu schicken, von der sie den Fragebogen erhellen haben, also entweder en die Wirtschattsstellen oder die Geschäfts stellen unserer Ortsgruppe«. Die Ortsgruppen selbst bitten wir nochmals, darauf hinzuwirken, dar) die wenigen Mitglieder die noch vorhandene Lücke durch Ausfüllen des Fragebogens schnoben. Am 3. Oktober 1935 feierte der Vorsitzende unserer Ortsgruppe B e u t h e n , Herr Schneidermeister Hermaun B a (fr i a n , seinen 60. Geburtstag. Wenn die Ortsgruppe Beuthen in den letzten Jahren eine wesentlichen Aufschwung genommen und an Bedeutung gewonnen hat, so ist das in der Hauptsache auf die intensive Tätigkeit des Kollegen Badrian zurückzuführen. Mit unserem Glückwunsch zu seinem Ehrentage verbinden wir deshalb unseren herzlichsten Dank für die im Interesse unseres Standes geleistete Arbeit. Möge die bewährte Kraft des Jubilars unserer Bewegung noch recht lunge erhalten bleiben. -händler, der heutigen Ortsgruppe des Verbandes Deutscher Klavierhändler, zusammenschlössen, /ander hat in Ubergrofler Bescheidenheit es stets abgelehnt, hervorzutreten, er hat zum Besten des Berufsstandes immer im Stillen gearbeit. Mögen dem Jubilar für sein Schaffen noch viele Jahre vergönnt sein. Thue TRitqttedu Buchdruckerei Kahan. G., SO 36, Kottbu'ser Str. 6. F 8 Oberbaum 3495. Maler Joaassohn, Herbert, W 15, Xantener Str. 18. J 2 Oliva 2973. Photograph „Das moderne Foto", Inh. Alfred Kreulzberger, W 15, Kurfürstendamm 187. J 1 Bismarck 0378. •titz-Atelter Putz-Atelier ..( half", Inh. Rosi Schachmeister, W 30. Stübbenstr. I. B 6 Cornelius 3668. Sanitäre Artikel — Wlrtschantarttkel Frank, Paul, W 50, Regensburger Str. 30 a. B 5 Barbarossa «473. Bendiz, Frieda, SW 29, Friesenstr. 5. DamenmaR n. Konfektion. F6 Baerwald 3211. Wir bitten untere Mitglieder aas Handwerk und Mittelstand, uns Adressenänderungen sofort bekanntzugeben. Hur so Ist es möglich, Fehlleitungen zu vermeid«« und für pünktliche Zustellung der Zeltung Sorge tu tragen. Aus den Ortsgruppen Hamburg Berlin Unter langjähriges Mitglied, der Schneidermeister I. SUhkind, NO 18, Gr. jvonklurter Str. 88, itl plötzlich nach schwerer Erkrankung verstorben. Dat grohe Interesse, des er unteren Bestrebungen jederzeif entgegengebracht hat, sichert ihm ein bleibendes Andenken in unserer Milte. Unser langjähriges Vorstandsmitglied, der Pianobauer Louis Ztnder, konnte am 1. Oktober d. J. sein fünfzigjähriges Berufsjubiläum feiern. Wir möchten es nicht verabsäumen, dem Kollegen Zander aus diesem Anlafl auch an dieser Stelle herzlichst zu gratulieren und ihm zugleich für die tätige Mitarbeit innerhalb unserer Organisation unseren herzlichsten Dank auszusprechen. Die hMusik-Instrumenten-Zeitung" bringt in ihrer Nr. 19f20 vorn 9. Oktober 1935 eine Notiz, die wir vollinhaltlich unseren Lesern zur Kenntni» bringen: 50 Jahre Klaviermacher. Am* 1. Oktober sind es 50 Jahre her, daS Herr Louis Z a n <J e r, Berlin, den Beruf als Klaviermacher erlernt hat. Aus dem Tischlerhandwerk hervorgegangen, trat er am 1. Oktober 1885 als Klavierraächerienrling bei der Firma Dobrowalski & Barsch ein. Später arbeitete er dann als Kiavierm&cher bei der Firm« August Dassel. Nach seiner Militärzeit beim Füsilier-Regiment Nr. 35 betätigte er sich als Techniker und Stimmer bei Kaps in Dresden und später als selbständiger Magazinstimmer bei den Firmen Wahn, Garling und Neubert. Am 1. Oktober 1898 liefl sich Herr Zander als selbständiger Klavierhändler, Reparateur und Stimmer in Berlin nieder. Besondere Verdienste hat sich Herr Zander um die Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs erworben. Seiner Anregung ist es zu verdanken, dafl sich zur Bekämpfung der Auswüchse in der Branche im Jahre 1908 die Berliner Händler zur Vereinigung der Pianofortefabrikanten und In der am 11. September 1935 stattgefundenen ordentlichen Mitgliederversammlung begrüflte der Vorsitzende, Kollege Bernhard Heinemann, die erstmalig ersehnnennen neuen Mitglieder und forderte sie zur eifrigen Mitarbeit auf. Nuch einem Gedenken an die in der letzten Zeit verstorbenen Mitglieder wurden einige Neuaufnahmen vorgenommen. In diesem Zusammenhange wies der Vorsitzende darauf hin, daB die Werbetätigkeit bedeutend verstärkt werden müsse. Das beziehe sich nicht nur auf Handwerker und Gewerbetreibende, sondern auch auf solche Mitglieder, die als Förderer in Frage kommen. Auch im Berichtsmonat wurde die Geschäftsstelle in uuflerordentlich starkem MaBe von Ratsuchenden in Anspruch genommen. Diese Raterteilung bezog sich in der Hauptsache auf Fälle von Uebersiedlung, Niederlassung, Umschichtung, Auswanderung sowie auf alle Gebiete des Lehrlingswesens und vieles undere mehr. Nunmehr gelangte der Jahres-Arbeitsberic'ht der Berufsberatungssielle zur Verlesung, aus dem' ersichtlich wurde, wie unendlich segensreich diese unter ehrenamtlicher Leitung von Frau Dr. Zadik geführte Stelle im Berichtsjahr unter besonders schwierigen Verhältnissen gearbeitet hat. Line auBerordentlich ,grolle Zahl von Lehrstellen, davon ein erheblicher Prozentsat/, sabbathfrei, wurde vermittelt, über hundert Jugendliche in Fnchkursen untergebracht. Wiederum ist der Vereinin vielen Fällen für die L e h rlingsbetreuung eingetreten durch Beschaffung von Arbeitsanzügen und Handwerkszeug, durch Uebernahme der litiuings- und Prüfungsgebührei sowie der Kosten für Lehrmittel. ' Der Vorsitzende berichtete alsdann Uber seine Tätigkeit in der Darlehnsknsse und in der Grundstuckskommissiou, sowie Uber die Tätigkeit der Fraktion der Wirtschaftspartei im Gemeindeparlament. Der Anregung des Vorsitzenden; die Neujahrsglückwünsche durch eine Spende * n die Gemeinde für Wohlfahrtszwecke Uber den Verein abzulösen, ist eine erhebliche Anzahl von Mitgliedern nachgekommen. Nach dem Bericht der Kommissions- und Fachgruppen-Obmänner schloß der Vorsitzende die Versammlung mit den herzlichsten Glückwünschen für dat neue Jahr. r