Der jüdische Handwerker
- Journal
- Der jüdische Handwerker
- Volume
- 27 (1935)
- Issue
- 3 (3.1935)
- Article
- Beilage: Der Jüdische Mittelstand Nr. 12
- Date
- 1935-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Der JflOifche MtttelftanÖ Nr 12 Beilage zum „Jüölfchen Hanöroerher" März 1935 Zigarrenverkauf aus Automaten Auf eine Eingabe der Hauptgeiheinschuft des deutsehen Einzelhandels hat der Reichsarbeitsminister mitgeteilt, daft er nach eingehender Prüfung im Einvernehmen mit dem Reichswirtscnaftsmiriister dem Antrag auf Verbot des 'Verkaufs von Zigarren aus Automaten nicht entsprechen könne. Eine Qualitätsminderung könne durch Herstellung geeigneter und leistungsfähiger Automaten sowie durch geeignete Verpackung vermieden werden. Die Mehrkosten der Verpackung dürften nicht so erheblich sein, daB sie zu einer Preissteigerung oder Verkleinerung der Zigarren zwingen würden. Im übrigen stelle der Verkauf von Zigarren aus Automaten niemals die überwiegende, sondern immer nur eine aushilfsweise Art des Verkaufs dar. Es sei daher nicht anzunehmen, daB der Verkauf aus Automaten durch Ausbildung bestimmter Zigarrenmarken die Großbetriebe zum Schaden mittlerer begünstigten und die fachliche Beratung des Käufers durch den Einzelhändler in einem irgendwie bedenklichen Maße entbehrlich machen würde. Der Tabakwaren-Einzelhandel könne weitgehend selbst darüber bestimmen, welche Zigarrensorten er aus Automaten abgeben wolle. Gratis-Kostproben Die Industrie- und Handelskammer Dresden hatte mehrfach Gelegenheit, darauf hinzuweisen, daß das öffentliche Ankündigen von Gratisproben in Inseraten, Plakaten usw. gegen die guten Sitten im Wettbewerb verstoße und deshalb zu unterbleiben habe. Damit soll jedoch dem Kaufmann nicht jede Möglichkeit genommen werden, auf eine Gelegenheit ..zu probieren" nihzuweisen. Es wird beispielsweise nicht zu beanstanden sein, wenn an der Ladenfront oder auch in Werbezetteln, Plakaten usw. ein unauffälliger Hinweis: „Auf Wunsch Kostproben" angebracht wird. Es darf nur nicht Aus dm HtiüelsUuids-Uu&okd * durch besondere Betonung der ,.Grntis"-Abglibe und unter deren besonderer Hervorhebung eine ausgesprochene Werbung getrieben werden. Wiederbeschaff ungspreis > keinesfalls statthaft Der Preiskommissar hat in einem Schreiben an den Verband deutscher Garngroßhändler, das in der „Textil- Zeitung" veröffentlicht wird, seinen ablehnenden Standgnnkt zum Wiederbeschaffungsprcis noch einmal präzisiert, s heißt darin: „Ich habe bereits bei meinem Amtsantritt wiederholt erklärt und darauf hingewiesen, daß eine Preiserrechnung nach dem Wiederbeschaffungsprcis in keinem Fall in Frage käme. Die gesamte Wirtschaft hat davon Kenntnis genommen und sich darauf eingerichtet. Es erübrigt sich, hier nochmals auf die preissteigernde Wirkung einer Preiserrechnung nach dem Wiederbeschaff ungspreis einzugehen. Es trifft zu. daß nach der Faserstoffverordnung (§ 14. Abs. 3. Satz 2) im Inland eine Erhöhung der Auslandspreise berücksichtigt werden kann (nicht muß), soweit eine solche Berücksichtigung handelsüblich ist. Es ist auch richtig, daß diese Bestimmung dahin ausgelegt worden ist. daß für den Rohstoffhandel, die Spinner, den Garngroßhandel und einen Teil der Rohweber eine Preiserrechnung auf der Grundlage des Wiederbeschaffungspreises zulässig sei. Aus den eingangs erwähnten. Gründen kann diese Auffassung aber nicht mehr gelten, wenn es sich darum handelt, auf allen Gebieten mit allen Mitteln und Kräften die Preise so niedrig wie möglich zu halten. Insbesondere kann auch nicht ohne zwingenden Grund für einzelne Gruppen eine Ausnahme zugelassen werden. Aus diesen Gründen ist durch Erlaß A zu Nr. 53 vom 7. Februar 1935 nochmals auf die Unzulässigkeit der Preiserrechnung auf Grund ^des Wiederbeschaffungspreises hingewiesen worden." * Die Selbsthilfegruppe jüdischer Körperbehinderter in Deutschland. Ortsgruppe Berlin, hat jetzt ihre Mitgliederversammlung jeden ersten Dienstag im Monat im Hause der Jüdischen Reformgemeinde, N 24, Johannisstr. 16 um 7.30 Uhr abends. Die April-Versammlung fällt aus. Voranzeige. Aus Anlaß des einjährigen Bestehens findet am 4. April 1935 im Schubertsaal, Bülowstr., zugunsten des Unterstützungsfonds eine Fest-Veranstaltung statt'. Geschäftsstelle das „Zentralverbandes jüdischer Handwerker Deutschland* e. V.": Berlin W SO, NachodstraO* 8 (Laden Wolff) / Fernsprecher: B 4 Bavarla 1030 / Postscheckkonto: Berlin Nr. 84226. Geschäftsstelle das „Reichsverbandes des Jüdischen Mittelstandes": Berlin W SO, Nachodstr. 8 (Laden Wolff) / Femsprecher: B 4 Bavarla 1030 / Postscheckkonto: „Wilhelm Marcus, Berlin-Friedenau", Berlin Nr. 91508. .Oer Jüdische Handwerker" erscheint einmal monatlich. Mitte de« Monats, mit dar ständigen Beilage „Der Jüdische Mittelstand". Schriftleitung: Erlen Salinger. Barlin WS0. Nachodstr. 8 I Fernsprecher: B4 Bavarla 1030. Air« redaktionellen Anfragen und Einsendungen sind an die Schrlftleltung das „Jüdischen Handwerker" zu richten. Redaktionsschluß1 am 6. jades Monats. Verlag, Geschäftsstelle und Anzelgenver-waltungi niko-Verlag. Barlin SWt9. Kurstr. 20 21 I Femsprecher: AB Merkur 1182 Postscheckkonto: „Druckerei Blko". Berlin Nr. 21442. Bezugepreie: Vierteljährlich 30 Rpf. zuzüglich Bestellgeld. Einzelnummer 25 Rpf. Bestellungen nimmt |ede Postanstalt oder dar Blko - Verlag, Berlin SW 19, Kurstr. 20-at, entgegen. Anzeigenpreise: Lt. Preisliste auf Anfrag*. Zur Zalt Ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1834 gültig. SchlufJ der Anzeigenannahme; Am 10. jedes Monats. Verentworltloh: Für den redaktionellen Teil: Erich Salinger. Berlin W 50 ' türden Anzeigenteil: Kurt Aufrecht, Berlin SW 18. Druok: Druckerei Blko, Berlin SW 18. DA. 4.000 IV. VJ. 34. Auflage dieser Nummer: 4000 Exemplare. Tleue imtqÜedet (Obdw) Elektro-Groljhandlung Munter. A. u. R, W 62, Courbierestr. 16. B 5 Barbarossa 737?. Schreib- und Vervielfältigungsbüro Bendit. Paula, Schöneberg, Innsbrucker Str. 33 II. Anfügung. Stenogramme in und außer dem Hause. auch englisch u. wissenschaftlich G 1 Stephan 8336. Schuhwaran Herrnstadt, R. & Co., N 34. Rosenthaler Str. 70. Gelegenheitskäufe. D 1 Norden 4846. Treuhänder Liquidation-Vergleiche. Vermögen» , Zwangsverwallungen. Hausverwaltungen Prinz, Dr. jur. Leopold, W 9, Potsdamer Str. 1 1. B 1 Kurfürst 1476. Wische — Strumpfe — Handschuhs „Afra", Inh. Adolf Krankel. Schöneberg, Grunewaldstraße 44. B 6 Cornelius 4261. Wellpappen- und Papierfabrik Wellpappen-Werke Hamburger & Kuchs G. m. b. H.; Neukölln, Glasower Str. 44-47. K2 Neukölln 3261. Werbetachmann Rosenthal, Walter, Charlottenburg. Niebuhrstr. 75 IV. Organisation Reklame — Beratung. Außerordentliche Mitglieder Lindenthal, Dr. Hans, NO 33, Greifswalder Str. 220. Zahnarzt. E 3 Königstadt 0891. 12 V