Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Bremen
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Bremen
- Volume
- 7 (1935)
- Issue
- 7 (29.7.1935)
- Date
- 1935-07-29
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/6492301-5441717-5441769--069-4883029- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Nummer 7 Qemeindeblatt Bremen Seite 3 Klasseneinteilung und Bindung an die im Unterricht behandelten Stoffe, wie sie das Schuljahr aber besteht, aufgehoben sein. Tür diejenigen Kinder, die für den obigen Lehrplan nicht die Reif* haben, werden Ergänzungsstunden nach Maßgabe der Notwendigkeit eingerichtet werden. OemetnschaftsunterTicht und Gruppenunterricht wechseln ebenso ab, wie Stoffdarbietung durch den Lehrer und selb- ' ständiges Verarbeiten durch den Schüler. Der femeinsame Gesangsunterricht am Ende soll dem einzelnen Unterrichtstag, der jeweils unter ein bestimmtes Thema gestallt ist, einen frohen , Ausklang geben. Oer Lerneifer der Kinder wird durch Prämien und lobende Erwlhnung im Qemeindeblatt Bremens angespornt. Bremer Nachrichten Der Trauertag des 9. Aw nimmt am Mittwoch, den 7. August, 20-30 Uhr seinen Anfang. Auf dem Boden sitzend, hören die Andächtigen die Klagelieder Jeremias. Am anderen Morgen 7 Uhr beginnt das Morgengebet, vollständig abgestimmt auf den f on der Trauer. Durch die Einschaltung der Kinnaus (Trauergesänge) erhält der Gottesdienst seine besondere Note; sie werden, durch Beamte und Qemeindemitglieder abwechselnd, in der traditionellen Trauermelodie vorgetragen und mit den Zioniden abgeschlossen. Es ist Sitte, die Synagoge am Tischo be' Aw stillschweigend und ohne Begrünung zu betreten und zn verlassen i ist doch mit diesem Pasttage die Erinnerung an die furchtbarsten Erlebnisse des jüdischen Volkes verbunden, wie nachstehende Aufstellung zeigt: 9. Aw 586 vor der üblichen Zeitrechnung: Zerstörung des I. Tempels durch Nebukadnezar. 9. Aw des Jahres 70 nach der üblichen Zeitrechnung: Zerstörung des 2. Tempels durch Titus. 9. Aw 135: Zerstörung ßethars; Ende des Bar Kochba- Aufstandes. 9. Aw 1492: Vertreibung der Juden aus Spanien. 9. Aw 1626: Sabbatai Zwi in Smyrna geboren. 9. Aw 1914: Beginn des Weltkrieges. .-. Kleiderkammer Die Kleiderkammer des Jüdischen Wohlfahrtsamts bleibt für die Ausgabe von Kleidung im Monat August geschlossen. Wunder bettet In letzter Zeit haben wiederholt Durchwanderer in Geschäftslokalen vorgesprochen und um Unterstützungen ge- . beten,. Solchem Wanderbettel kann nur dadurch gesteuert werden, daß man den Leuten kein Bargeld, sondern einen Wohlfahrts-Scheck aushändigt und sie an die Abfertigungssstelie nach Gartenstraße 6—7 verweist. Durchwanderer, welche die Annahme eines Wohlfahrts-Schecks verweigern, suchen die Abfertigungsstelle zu umgehen, weil sie in die Warnungslisten aufgenommen worden sind." Hauswart. Garten Straße 6 Mit dem I. August tritt ein Wechsel im Posten des Hauswarts der Gemeindehäuser ein. Dienstleistung jüdischer Relchsangehörlger Zur Frage der militärischen Verwendung nichtarischer Reichsangehöriger erklären die Herausgeber der Textausgabe des neuen Wehrgesetzes, Geh. Kriegsrat uhd Abteilimgschef im Kcictiskrlcgsmluistcrium Paul Seniler Und Obwegieruögsrat im Reichskriegsministerium Dr. Otto Senftieben, in einem ' Vorwort: „Reinrassige Juden dürfen keinen Wehrdienst leisten. Im Kriege kommen sie für die Verwendung in Arbeitsformationen in Betracht . .'. Auch alle Nlchtarler unterliegen ■ der militärischen Meldepflicht und Wehrüberwachung." 9M4fter <2rfd)clnun0$tafl: 16. ^uß. 1935 9tebaWon*fd>lu&: 10. Sing. 1935 Heseklel Abraham '-' Die Gemälde des Gemeindegründers und dessen Ehefrau gelangten aus dem Nachlaß des sei. Rechtsanwalt und Notar Dr. Hugo Abraham in den Besitz der Israelit. Gemeinde. Einige interessante Aktenstücke wurden dem Archiv einverleibt. Religionsschule Die am 6. Juli begonnenen großen Ferien dauern bis zum 15. August. Wiederbeginn des Unterrichts: Montag, den 17. August _ Kein Jude In Deutschland darf ohne die blaue Beitragskarte für Hilfe und Aufbau sein. An jedem ersten Montag im Monat kommen die Sammlerinnen in jedes jüdische Haus in Bremen. Für jeden gilt die Forderung: erfülle ohne Murren Deine Pflicht! e Der Verband jüdischer Frauen für Palästina-Arbeit stellt sich die Aufgabe, die jüdischen Frauen in Deutschland für den Aufbau Erez Israels heranzuziehen. Seine Arbeit geht von der Erkenntnis aus, daß das Leben des einzelnen Sinn und Riehtung erhält durch Eingliedrung in die lebendige jüdische Volksgemeinschaft und Verknüpfung mit deren großer Gegenwartsaufgabe — dem Aufbau der jüdischen Heimstätte. So will der Verband die jüdischen Frauen zu bewußter Mitverantwortung für die Schaffung gesunder Grundlagen des neuen jüdischen Oesamtwesens erziehen und sucht sie mit diesen sozialen und kulturellen Problemen vertraut zu machen. In Palästina sorgt der Weltverband jüdischer Frauen (Wizo) m 6 landwirtschaftlichen Schulen und Lehrfarmen für die Ausbildung jüdischer Mädchen zu Bäuerinnen. Das Hostel in Tel Aviv dient der Ausbildung in rationeller Hauswirtschaft; Mitteilung! Diejenigen Leaer, die noch nicht Ttbonnenten unsere« Blattes alnd, kOonen durch Einschicken dea untenstehenden Bestellscheines die weitere Zusendung des Qemeindeblatt es veranlassen. Verlag des Israelitischen Oemelndeblattes. AinlOHrn und Ihrem BlMtrlft! mltfabee odar ea'raaklart In den Brlaftai-aa warfea Postbestellschein R"<,,, Postamt (Zeitungsstelle) Hier* Ich — Wir — bestelle— hiermit zur regelmafiigen Zustellung des monatlich 1 mal erscheinende Gemeindeblatt der Isr. Gemeinde Bremen ium Prelie von RM. —.30 pro Vierteljahr, luiUglich 6 Rpl. Poslzustallgebuhren. Ueneoe Adresse de» Abswiders: vWzu«». . Klfaahlndlia, daui:kh. UnltrechrUI •rfontartlch Ort: Str.8.: Nr. Stock............. •) Dtaaf* Snttllickale darf aar an Weaaoil dsa Bolalltri la du PoaltwIalUilta j.worl.n edel data Bila'trtjti abf a|at>an wardan. Niehl aa daa Varlai tendtn I . .