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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Bremen · 1934-06-20 · 6 (20.6.1934) · p. Seite 6

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Bremen
Volume
6 (1934)
Issue
6 (20.6.1934)
Date
1934-06-20
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Oemeindeblatt jjr e me n Nummer 6 Zur Förderung wirtschaftlicher Interessen von in Deutschland wohnhaften oder wohnhaft gewesenen Juden, hat in Berlin-Charlottenburg, Kantstraße 158, eine Gesellschaft ihre Tätigkeit aufgenommen und beschäftigt sich in erster Linie mit der Verwaltung von Vermögen nebst dazugehörigen Geschäften. Neue Bücher Der Schocken-Verlag hat. eine einbändige Ausgabe der großen Sammlung jüdischer Märchen und Geschichten „Born Judas" herausgebracht, die als Hausbuch gedacht ist und dje Bedeutung der vor 18 Jahren,im Insel-Verlag erschienenen 9ände von Micha Josef bin Gorion nicht schmälern will. — zweiter Auflage erschien die bedeutende Forschungsarbeit von Klausner über „Jesus von Nazareth" im Jüdischen Verlag. — Die Lebensbeschreibung von 40 jüdischen ZauberkÜnst-. lern veröffentlicht Günther Dammann unter dem Titel „Die Juden iii der Zauberei" (im Selbstverlag Berlin-Grunewald, Wißmannstraße 17). Alte Familienpapiere Bei der Bodenentrümpelung für den Luftschutz finden sich häufig Bücher, und alte Schriftstücke vor, deren Wert von den Besitzern nicht erkannt wird. Vielfach handelt es sich um Dokumente mit wertvollen Angaben zur Familien- und Gemeinde- Geschichte. F.s wird gebeten, derartige Urkunden an das Gemeinde-Archiv, Gartenstraße 7. abzuliefern. Se'nen 80. Geburtstag könnt« am 25. Mai der Khrenvorsitzende des Vorstandes der Deutsch-Israelitischen Gemeinde Hamburg, Herr Alfred L e v y, in Rüstigkeit und Frische begehen. Jahrzehntelang hat Herr Levy sich auf allen Gebieten der Gemeindeverwaltung hervorragend bewährt und sich insbesondere als Leiter des Wohlfahrtswesens g"h>ße Verdienste erworben. Durch ihn war die Großgetncindc Hamburg in der Reichsarbeitsgemeinschaft der jüdischen Landesverbände vertreten; ebenso führte er bis zu seiner Demission den Vorsitz im Verband der jüdiscbeii Gemeihdcn Schleswig-Holsteins und der Hansestädte. Außerordentlich zahlreich waren die Rhrungen, die dem ehrwürdiger. Jubilar aus allen Kreisen, nicht nur der Hamburger, sondern auch der Nachbargemeinden und aus dem Reich zuteü wurden. . Ein Handbuch des jüdischen Wissens erscheint diesen Herbst im Philo-Verlag. Der Preis von .3,90 M. Ist so billig geÜalten, daß dies Lexikon in keinem jüdischen Hause fehlen darf. Zuwendungen Herr Bäckermeister Berthold Gröger stiftete einen wertvollen Kachelofen für das Gemeindehaus. — Herr Erich Ro- Bestellschein An den Verlag des Gemeindeblattes der isr. Gemeinde Bremen V .'■ —...... ■ , .-y^f• - , - Ludwigshafen a. Rh. senbaum stellte schöne Bilder jüdischen Sujets zur Vertagung. — Herr Jan Kornblum spendete mehrere hebräische tyerke aus Familienbesitz. Von der Sportgruppe Im KJl. erhielt das Jüdische Wohlfahrtsamt einen Betrag von 2) RM aus dem Xteberschuß der letzten Veranstaltung zugewiesen. Bei aller eigenen Sorge vergesse man die Kleiderkammer im Gemeindehause nicht. Winterkleidung für Frauen und Männer wird dringend benötigt. Zusendung erbeten an den Hauswart, Gartenstraße 6. Die Beerdigung des sei. Oberrabbiner Dr. Samuel Spttzer- Hamburg fand am 31. Mai von der Gemeindesynagoge am ßorrplatz aus statt, wo der Sarg aufgebahrt war. Die Beteiligung aus der Hamburger Gemeinde und von Delegationen aus den Nacibarbezirken und dem Reich war überaus stark, und stellte eine eindrucksvolle Ehrung des großen Thoragelehrtch dar. Sämtliche Redner hoben hervor, welchen großen Verlust das gesetzestreue Judentum durch den zu frühen Heimgang von Oberrabbiner Spitzer erleidet. Die Beisetzung erfolgte auf dem Gemeindefriedhofe in Ohlsdorf. Vergeflt nicht. Eure Einkaufe auch bei jOdlachen Gewerbetreibenden zu Mtlgen und jüdische Handwerker mit zu beichaitlgen I (eher Nlederlassungsmögllchkelten für approb. Aerzte und Zahnärzte in europäischen und außereuropäischen Ländern, über Schulen und Heime in England, Frankreich und Italien, über technische Mittelschulen in Belgien. Frankreich, Holland und Tschechoslowakei, Uber Handelsschulen in Belgien usw. liegen Zusammenstellungen vor. die seitens der Zentralwohlfahrtsstelle der deutsClien Juden herausgegeben worden sind. Das Material kaiin im Gemeindebüro. Gartenstraße 7, eingesehen werden. Der Vermlttlungsdlentt der Zentralstelle für jüdische Wirtschaftshilfe gibt allmonatlich Aufstellungen über Niederlassungsinöglichkeiten und^Jebernahme von Geschäften für Kaufleute und Hmidwerker heraus. Sämtliche Angebote und Gesuche sind über die Wirtschaftsstellen Im Reiche zu leiten. In Bremen: Jüdisches Wohlfahrtsamt. 1 Anläßlich des 30.Todestages von Th. Herzl des Begründers der zionistischen Bewegung, wird am Sonnabend, 30. Juni, während des Vormittags-GöTtesdienstes seines Wirkens für das jüdische Volk feierlich gedacht werden. Der eigentliche Jahrzeltstag ist der 20. Tainmus (3. Juli). Viele Gemeindemitglieder werden sich noch der eindrucksvollen Trauerleier vor 30 Jahren erinnern, der Rabbiner Dr. Rosenak s. A„ damals das Textwort Jeremias 9, 18 'zugrunde legte. — Vorstand und Gemeinderat haben den 30. Juni als Spendentag für Erez Israel erklärt. - Sportfest des Bremer „Barkocliba -Turnvereins. —-Die Nordwestdeutschen Bezirksmeisterschaften des deutschen Makkabi-Kreises werden am Sonntag, 8. Juli, auf 6 em TribUnenpUtz des Weser-Stadions ausgetragen. SchuMr.B. 14 fdiii'flfzc Husar tri führt jede &en>ansdktt föewacriuntf zu mäßigen Preisen aus Ttuftn :*•«• am SotuA. Z*SS9. Tag u. NacQt zu erreichet SOjaihrtar« uTrajrte.

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