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Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1937-11-12 · 46 (12.11.1937) · p. Seite 4

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
13 (1937)
Issue
46 (12.11.1937)
Date
1937-11-12
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 JODISCHES QEMEINDEBLATT LEIPZIO 12. November 1937 / Nr. 46 WM In den Kleiderschrank, gnädige Iran g*f? «• Büch«« de. Kere« k^^ i^im j» ^--K.K.L.>Leipziff BttchHenleerung am 28. Nov. 19S7 /Wl/»/f— /Ia IL. ••r UM «Ks« »Iwwmin CiuKHißiuit in Ihrem Hause an und spenden Sie täglidi 5 Tfenitig für den Tlufbau des fandet I I Unsere Gemeinde Dm Lesezimmer der GemeindebUcherei befindet sich jetzt im Hofgebäude der Ez Chaim-Synagoge, Apels Garten 4 (Otto-Schill- Straße) und ist vorläufig geöffnet: Sonntag 10—13 Uhr, Dienstag und Don.-erstag 19—21V« Uhr. Handarbeitsschau des Jüdischen Frauenbundes. Die seit Jahren so beliebte „1 lundarbeitsschau" mit Verkauf findet in der Zeit vom 17.—24. November in den Räumen der „Gesellschaft der Freunde", Humbokltstraße 1, statt. Es ist die günstigste Gelegenheit für geschmackvolle Chanukkahcinkäufe, mit denen gleichzeitig Frauen des Mittelstände* eine Verdienstmöglichkeit gegeben wird. Öffnungszeiten: Mittwoch 11—1 und 4—7, Donnerstag 4—7, Freitag 11—1, Sonnabend l/fi—x/fß, Sonntag 11 — 1 und 4—7, Montag 4—7, Dienstag 4—7 Uhr. Es ist Gelegenheit zu gemütlichem Beisammensein gegeben. Kaffee, Tee und Gebäck sind jederzeit erhältlich. Jüdischer Kulturbund. Nachdem Frau Tanja Ury durch ihren Wegzug von Leipzig aus dem Vorstand des Jüdischen Kulturbundes ausgeschieden ist, ist dafür Frau Ella Chamizer in den Vorstand eingetreten. Frau Ury hat dem Vorstand seit der Gründung des Jüdischen Kulturbundes angehört und ihm durch ihre künstlerische Urteilsfähigkeit und ihre stete Hilfsbereitschaft außerordentlich wertvolle Dienste geleistet. Jüdisches Lehrhaus Der spanische Lehrkurs am Montag, den 15. November MÖ7 fällt aus. Der nächste Lehrkurs findet erst wieder am Montag, den 22. November 1937, 20.15 Uhr, in der Schule statt. Bevorstehende Veranstaltungen 13. Nov.: K. A. E.: Gesellschaftsabend. 14. Nov.: Bar-Kochba-Dresden und Makkabi-Magdeburg in Leipzig. 17. —24. Nov.: Jüd. Frauenbund: Handarbeitsschau mit Verkauf in den Räumen der „Gesellschaft der Freunde". 21. Nov.: Vorschlußrunde um die Deutsche Makkabimeisterschaft meisterschaft 1937/38 im Hand- und Fußball. 27. Nov.: Tennis-Club Leipzig „Rot-Weiß": Gesellschaftsabend. 30. Nov.: Jüd. Kulturbund: Gastspiel des Hamburger Kulturbundes: „Amcha", Schauspiel von Scholem Alejchem. I. Dez.: Israel. Kindergarten: Konzert mit Tanz. 4. Dez.: Chanukkah-Ball des J.S.V. Bar Kochha. 13. Dez.: Jüd. Kulturbund: Hcincabcnd, anläßlich des 140. Geburtstages Heinrich Heines. Mitwirkende: Otto Bernstein, Hans Assenheim, Kurt Heinemann u. Gerhard Walter Rosenbaum. 16. Dez.: Jüd. Kulturbund: Collegium musicum. Solist: Erich Landerer. 18. Dez.: Makkabäer-Feier des Bar Kochba. 21. Dez.: Schulfeier der jüdischen Schulen. 29. Dez.: Jüd. Kulturbund: Sonderveranstaltung: Alexander Kipnis. Gottesdienste Gemeindesynagoge. Freitag, 19.11.1937, Abendgebet 16.30 Uhr mit Predigt. Sonnabend, 20. IL, Morgengebet 9 Uhr, Jugendgottesdienst 15.15 Uhr mit Predigt, Nachmittagsgebet 16.30 Uhr, anschließend Lehrvortrag, Abendgebet 17.03 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Ez Chaim-Synagoge, Otto-Schill-Straße. Freitag, 19.11., Abendgebet 16.20 Uhr, anschließend Bibelerklärung von Herrn Rabbiner Dr. Ochs. Sonnabend, 20.11., Morgengebet 8.30 Uhr, Minchoh 16 Uhr, anschließend Schulchan-Aruch-Erklärung von Herrn Rabbiner Dr. Ochs, Ausgang 17.03 Uhr. Wochentag: Morgens 7, abends 16.30. Talmud-Thora-Synagoge, Keilstr. 4. Freitag, 19. IL, abends 16.20 Uhr. Sonnabend früh 8.30 Uhr, Mincha 16 Uhr, Ausgang 17.03 Uhr. Wochentags früh 7.15 Uhr. abends iu.20 Uhr. Synagoge „Ohel Jakob", Pfaffendorf er Str. I. Freitag, 19.11., Abendg. 16.15 Uhr, anschl. Lehrvortrag von Herrn Rabb. Rogosnitzki. Sabbat, 20. IL, Morgeng. 8.30 Uhr, Minchag. 16 Uhr, Abendg. 17.03 Uhr. - Wochentags: Morgeng. 7 Uhr, Abendg. 16.15 Uhr. Personenstandsnachrichten Geburten: 27. Oktober 1937 Dr. Jakob Kohn und Frau Alice geb. Falk, Wettiner Straße 10, eine Tochter „Betti". 7. November 1937 Dr. Walter Manfred Bergmann und Frau Ruth geb. Frankenberg, Ferd. Becker-Str. 10, einen Sohn „Thomas Peter". B a r m i z w a : Sonnabend, 13. November 1937, Isi Schwarzbard, Sohn des Herrn Leo Schwarzbard und Frau Frieda geb. Baldermann, Humbokltstraße 10, in der Beth Jchuda-Synagoge, Färberstraße 11. Sonnabend, 20. November 1937, Harry Fischel, Sohn des Herrn Willy Fischel und Frau Regina geb. Kohs, Katharinenstraße 6, in dir Genieindesynagoge. Todesfälle: 4. November 1937 Eudoxia Bogatschewa, Ferd. Rhode-Straße 24 I. 6. November 1937 Julius Loew, Dresdner Straße 79 I. Aus dem Gemeindeamt Chewra-Kadischa-Fasten. Wie alljährlich, findet am 15. Kislew, das ist am Freitag, 19. November 1937, ein Che wra-Fasten statt. In diesem Jahr wird der Gottesdienst in der Synagoge, Keil straße 4, abgehalten. Die Mitglieder versammeln sich morgens um 7 Uhr in der obengenannten Synagoge zum Gebet, bei welchem der Bedeutung des Tages entsprechende üelichos eingeschaltet werden und wie am Fasttage Thoravorlesung stattfindet. Im Anschluß daran begeben sich die Teilnehmer nä.ch dem Friedhof Berliner Straße, um auch dort die entsprechenden Gebete zu verrichten. Am Nachmittag findet um 4 Uhr der Miuchagottesdienst statt, bei welchem, wie am Fasttage wiederum Thoravorlesung gehalten wird Leipzig, den 8. November 1937. Der Vorstand der Chewra Kadischa für Männer und Frauen Paul Gelberg Hedwig Oppe i. V.: Dora Wolpert. Konzert und Theater Judischer Kulturbund: Dcla Lipinskaja. Es gibt ein Konditoreierzeugnis, das man „petits fours" nennt: kleine süße Nichtse, die kokett aus weißen plissierten Papiermanschetten gucken, im Grunde nichts weiter als Mehl und Zucker mit einigem Drum und Dran, die dennoch fabelhaft schmecken, denn sie sind wohl klein, aber olio, komprimierte Gauincnreize in Bißchcn-Format, verführerisch bunt und zart lasiert: — eine Platte solcher petits fours ist Dela Lininskajas Programm. Nichts, wobei man kritisch verweilen möchte: in den Texten sind Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung in wechselnder Dosierung mehr oder weniger geschickt gemixt, die Musik ist nicht viel mehr als diskrete Untermaiung — wie gesagt: Mehl und Zucker nur, aber was für Leckerbissen vermag sie dar.ms zu machen! Diese kleine bezaubernde Frau ist in vielen Sätteln gerecht: sie ist nicht nur erzmusikalisch, sei es als Sängerin oder;ds eigene Begleiterin am Flügel, sie besitzt nicht nur eine entzückende mimische Drolerie — was so entwaffnend sympathisch an ihr wirkt, ist der frische und natürliche Frohmut ihrer „Arbeit", der man so nichts von mühsamem Studium oder glatter Routine anmerkt. So schluckt man willig und genießerisch ihre köstlichen Leckereien, und wenn sie sich in der Bilderfolge von den großen Amoureusen in angedeutete Kostüme hüllt, als Lady Hamilton englischen Unsinn singt oder als Marlene dämonisch-heiser krächzt, bleibt kein Auge trocken. Sängerin, Vortragskünstlerin, Diseuse — das stimmt alles und stimmt wieder nicht, sie ist alles in einem als Typ für sich, und mau dürfte sie mit Fug „Charmeuse" nennen, wenn dieses Worl nicht schon als Bezeichnung für ein herzlos-kunstseidenes Textiii produkt bedeutungslos geworden wäre. — Das Publikum, durch die nunmehr überwältigend reparierte Heizung '"ntensiv vorgewärmt, gin£ bald auf hohe Touren und entließ die Künstlerin und ihren Vorzug* liehen Begleiter Walter Lajtai erst nach vielen rhythmisch erbettelten Zugaben. Dr. R. Sport vom Sonntag (Von unserem ständigen Berichterstatter D e k a.) Nun ist's doch nichts mit dem Großkampftag auf dem „Bar Kochba"-Platz geworden, der Gegner der I. Fuß- und Handbalie'f, der „J. S. K."-Berlin, hatte aus wenig verständlichen Gründen im letzten Augenblick abgesagt, so daß man sich mit den beiden restlichen Spielen gegen „Bar Kochba-Hakoah'-Beilin begnügen mußt* Die „Alten Herren" versuchten sich diesmal im Handball, nachdem sie eine Woche vorher die I. Elf des „B. K."-Halle im Fußball mg 4:1 geschlagen hatten, und am Sonntag kam für die Gäste förmlich in allerletzter Minute das 5. Tor zum Unentschieden zustande. Es ist jedenfalls für die Durchtraiisieruttg des ganzen Körpers richtig Utw wichtig, in der Auswahl der Rasenspiele nicht einseitig zu bleiben, und man sah bei diesem Handballkampf von diesen 22 alten Herretj noch manch gute Leistung. Im Mannschaftsspiel (Kombination Uli« Lauf) waren die Berliner den Hiesigen um einiges überlegen, die dafür in ihren Reihen mehr Wucht zeigten und bei etwas nie'" Sicherheit in der Verteidigung auch als Sieger tom Platze gegangen wäret:. Die I. Damenclf kann ihren knappen Sieg von 3:2 gegen die 1 1 Nächste Woche wegen des Feiertags (Bußtag) bereits Dienstag Redaktion* und Anzeigenschluß.

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