Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 42 (15.10.1937)
- Date
- 1937-10-15
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 JODISCHES GEMEINDEBLATT LEIPZIG 15. Oktober 1937/Nr. 42 Jüdische Winterhilfe (Israei. ReligionspV'mcinde, Abt. Winterhilfe). Postscheckkonto Nr. 205 if> *~ ¥ -.1. i»•!*„?..-... ,-r.,t-, II! 1 1___„ ,| 4-., -*n A! i t in-; — . - ____ij^ijai.".. Ol it| i}ül £U. uniuuv.1 ivji in der Ausgabestelle Brühl 47, Hof. Gruppe 1 und 5—10 von 10—13 Uhr, Gruppe 2, 3 und 4 von 15—18 Uhr. Zur Beachtung: Die grauen Gruppen karten sind unbedingt bei jeder Ausgabe vorzulegen, da ohne dieselben eine Auslieferung der Spen7 den keinesfalls erfolgen kann. Verpackungsmaterial (Taschen, Netze usw.) sind mitzubringen. künstlerische Lehramt auf besonderen Antrag zugelassen werden können. Ebenso können nach diesem Erlali von Fall zu Fall jüdische Kandidaten und Kandidatinnen, die die wissenschaftliche oder künstlerische Prüfung für das höhere Lehramt abgelegt haben, zur Ablesung der pädagogischen Prüfung zugelassen werden. Meldungen zu diesen Prüfungen bitten wir unter Beifügung der notwendigen Unterlagen an die Schulabteilung der Reichsvertretung der Juden in Deutschland, Berlin-Charlottcnburg 2, Kantstr. 15S, einzureichen, die sie dann ihrerseits weitergeben wird. •Iii«Iisc*her Kulturbund iMitgl d Reichsverb. d. Jüd. Kulturbünde in Deutschi.) - Nur f. Mitgl. lonnerstas;, den 21. Okt. 1037, pktl. «0.15 Im Kultur bundtheater, Tauchaer Str. 32 (GarderobeschluB 20 Uhr) Jüdisches Lehrhaus Leipzig Englische Sprachkurse. Aus technischen Gründen müssen mehrere Anfangszeiten vorverlegt werden. Ab IS. Okt. gilt folgender Stundenplan: Kurs a): Di. lQ1^—20'/, Uhr; Kurs b): iV »—20»/] Uhr; Kurs c): Di. 20"<—22V4 Uhr; Kurs d): Mo. 20»/»—« Um". einigter Kurs e) und f): Mi. 20;,/4—22'/4 Uhr. Mit" Ausnahme von Kurs a) können noch einige Hörer zugelassen werden. Es wird hierdurch nochmals folgendes bekanntgegeben: Der spanische Kurs für Anfänger (Ja) findet nunmehr jeden Montag von 20.15 bis 21.45 Uhr in der Schule statt. Anmeldungen für diesen Kurs werden noch angenommen! — Die französischen Sprachlehrgänge finden wie folgt statt: (Kurs a) wird von Dienstag auf Donnerstag verlegt): Kurs a) Donnerstags von 20—22 Uhr in der Schule, Kurs c) Montags von 20—22 Uhr in der Schule, Kurs d) Mittwochs von 20—22 Uhr in der Schule. Anmeldungen für diese K'.ir*«1 »verde:; noch angenommen! Neue Bücher 5698 — 1937 38. Das Jahr des Jüdischen Frauenbundes. Jüdische Künstler sehen die Welt. Der Kalender des Jüdischen Frauenbundes hat sich seit Jahren Heimatrecht im jüdischen Hause erworben. Die bewährten Vorzüge seiner Vorgänger weist auch die diesjährige Ausgabe auf. Mit glücklicher Hand haben in ihm Lisbeth Cassirer und Hannah Karrninski unter dem Motto „Jüdische Künstler sehen die Welt" eine Reihe wertvoller Blätter vereinigt, auf denen Landschaft und Menschen der verschiedenen Länder dargestellt werden. Eindrucksfähigkeil und Allsdrucksmittel schaffen die eigene Art der Künstlerpersönlichkeit; dem entspricht die wechselnde Prägung der in verschiedenen Erdstrichen gesehenen Bilder. Juden Behauen heute mehr als zuvor in ferne Landschaften. So werden sie durch diese festgehaltenen Ausschnitte um so mehr gefesselt werden, als diese Bilder durch das Medium unterschiedlicher Temperamente jedes seine besondere Form erhalten haben. Neben der bildenden ist auch der dichtenden Kunst Raum gewährt worden. Beide sind durch wertvolle Beispiele vertreten. Die mustergültige Ausstattung erfreut, wie stets, auch diesmal das Auge. — n. Konzert und Theater Kulturbundveranstaltung. Das M e n d e 1 s s o h n - T r i o brachte diesmal drei Werke der alt- und neuromantischen Schule, die durch Struktur und Linienführung in ihrer Wirkung ganz, verschiedenartig waren. Das Trio in d-moll op. 49 gehört zu den besten Kammermusikwerken Felix Mendelssohn-Bartholdys. Es wurde bei seiner Uraufführung 1843 von Robert Schumann in der „Allgem. Zeitschrift für Musik1' als ein Meisterwerk der Gegenwart bezeichnet — Neben Reichtum in der Melodik besitzt es viel sprühende und kapriziöse Momente, und sein Klaviersatz ist von formvollendeter Schönheit. I ranz Schuberts Es-dur Trio op. 100, eines seiner beliebten und meistgespielten Werke, fesselt immer wieder durch die lieblichen Gesangsthemcn, die uns auch die grolle Länge des Werkes vergessen lassen. . . . Das f-moll Trio op. b5 von Anton Dvorak ist hauptsächlich auf slawische Volks- und Tanzinotive gebaut. Interessant sind in dem Werke die modulatorische Durcharbeitung, die rhythmischen Führungen, sowie der feurige Klaviersatz. ... In Margarethe Sultan, die vorläufig für Hella Chitrik eingesprungen ist, hat das Mendelssohn-Trio eine Pianistin gefunden, die zwar keine Virtuosin, aber eine grundmusikalische Natur ist und sich für Kammermusikspiel gut eignet. Sie besitzt zarten Anschlag und innere Wärme, was sie besonders in den langsamen Sätzen bewies. Dagegen hätte man sich bei Dvorak von ihr mehr Temperament wünschen mögen. Leo Schwarz, Paul Blumenfeld und Margarethe Sultan standen in den Werken von Schubert und Mendelssohn auf künstlerischer Höhe, namentlich das Scherzo im H-mnll Trm <!.•* letzteim war ein vollendete1 KarMricttstück Rci Dvorsk kennte Zusammenspiel ausgeglichener sein. Die Künstler wurden für ihre großen Leistungen herzlieh gefeiert. tt. Bevorstehende Veranstaltungen 10. Okt.: Künstlerball. 17. Okt.; Sportfest der jüd. Bünde Leipzigs auf dem B. K.-Platz. 21. Okt.: Jüd. Kulturbund: Rezitationsabend: Otto Bernstein. 2. Nov.: Frauenverein „Ruth": Teenachmittag. 3. Nov.: Jüd. Kulturbund: Sonderveranstaltung: Dela Lipinskaja. Kulturbundmitglieder Gruppe A freier Eintritt, für K-Karten- Inhaber und Abwechslet gegen Eintrittskarten. 4. Nov.: Jüd. Kulturbund: Sonderveranstaltung: Dela Lipinskaja. Kulturbundmitglieder Gruppe B freier Eintritt, für K-Karteninhaber und Abwechsler gegen Eintrittskarten, ö. Nov.: K. A. E.-Gesellschaftsabend. 10. Nov.: Jüd. Frauenbund: Vortrag Hannah Karminski. 4. Dez.: Chanukkah-Bal! des J.S.V. Bar Kochba. 18. Dez.: Makkabäer-Feier des Bar Kochba. Vortragsabend Otto Bernstein Sport vom Sonntag (Von unserem ständigen Berichterstatter Deka.) Am letzten Sonntag war abermals die Jugend der Beherrscher der hiesigen Sportplätze, dieweil die ältere Generation, in ihrer Begleitung natürlich auch Jugend mit mehr oder weniger guten Leistungen auswärts ihr Glück versuchte. Auf dem „B-K."-Platz gab es drei recht ansprechende Fußballspiele gegen „Hagibor"-Berlin, die 11. Knaben waren zwar nicht in Hochform, aber zu einem 2:2 langte es doch noch, während die I. Knaben überzeugend und verdient 3: 1 gewann, nachdem es anfänglich gar nicht so recht klappen wollte. Die I. Jugend hatte Pech, zu einem zu Null hätte es keinesfalls zu kommen brauchen, denn einen Elfmeter zu verschieden . . .. die Berliner zeigten die etwas einheitlichere Leistung und siegten damit) verdient 2:0, sie genießen dazu den Ruf, die beste Berliner Jugcndelf zu sein. Die Leichtathleten nebst Jugendhandhaller des B k" " weilten beim Magdeburger „Bar Kochba'', der sich für seine Spiele einige Berliner „engagierte", so daß beide Mannschaften, die II. Jugend gegen deren L, sowie die IL Mädchen mit knappen Niederlagen vom Felde gehen mußten. Die Leichtathleten waren um so erfolgreicher, u. a. gewann Wasserlauf den Hochsprung und Speerwurf, Bronki Fuchs in ihrem Jahrgang ebenso den Hochsprung und den 100 m-Lauf. „Schild" kämpfte gar an drei Fronten, drei Mannschaften waren in Hamburg, die Mädels und die II. Handballelf spielten gegen „J. S. ü."-Berlin, und 30 Leichtathleten starteten beim Sportfest des Chemnitzer „Schild", mehr kann's doch nicht sein! Die Hamburger Expedition kämpfte mit wechselvollem Gluck; wahrend die I. Fußballelf gegen ihren starken Gegner ein mehr als verdientes 4:4 herausholte, wobei der ganz vorzügliche jugendliche Mittelstürmer besonders hervorragte, mußten die stark ersatzgeschwächte::!. Hand baller und II. Fußballelf ziemlich hohe Miederlagen hinnehmen. In Berlin gab es zwar auch keine Erfolge, aber in Anbetracht des Gegners sind die Ergebnisse sehr erträglich ausgefallen, die Herren unterlagen 1:4, und die Mädels verloren 3:7. Viel besser klappte es in Chemnitz, mit etlichen Siegen kam man zurück. Der Hauptbeteiligte war Egon Obstler, der die 100 in, 800 m und den Weitsprung gewann, Haus Nathan holte sich den Hoch- und Weitsprung, Anneliese Sachs und Haunel. Odenheinier kamen ebenfalls zu ihrem 100 m-Sieg, wie der kleine Fetermann und Heinz Graubart den Ballweitwurf bzw. das Kugelstoßen ihrer Klasse sich holten. Die größte Überraschung war aber wohl der II. Platz von Ciert Qorne im 1500 m-Lauf, und seine 800 m, kurze Zeit später in der gemischten Staffel. Also Betrieb genug, aber . . nicht hier, dafür ist morgen Gelegenheit, viel Sport und viel Jugend auf dem ,,B. K "-Platz zu sehen, ab vormittags 0 Uhr steigt das schon seit langem vorbereitet; Sportfest des Jugendringes, ein großer Abschluß der diesjährigen Lekhtathletiksaison . . . also . . . Herausgegeben vuin Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig Redaktion: Oemeiiiderabbinei Oustav Cohn, Leipzig C 1, Walter-BIUmel-Str. 10, III. Anzeigen: Verlag Elsa Goldfreund Leipzig C 1, Hainstraße 16, Zimmer 303 Tel. 167 21 Anzeigenleiter: Ernst Ooldfreuiid, vJchoriusstraße 2 a. Tel. 60771 für die Aufnahme von Anzeigen in bestimmten Nummern und an bestimmten Plitzcn und für telefonisch aufgegebene Anzeigen wird keine Oewühr übernommen. Druck: JordanfkOramberg vorm. Druckerei der Werkgemeinscbaft, Leipzig, BrQdcrstr.lv _D. A III. Vi 37 3212. Pr L Nr 7,,__, Vereinsnachrichten Briefmarkensammler treffen sich jeden Sonntagvorm. Jugendheim. Elsterstr. 7. Fortgesehritt. u. Anfänger werden hierdurch eingeladen.