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Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1937-08-20 · 34 (20.8.1937) · p. Seite 6

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
13 (1937)
Issue
34 (20.8.1937)
Date
1937-08-20
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 JODISCHES G EMEINDEBL ATT LE IPZICi 20. Aueust 1937 Nr. 34 Denkt an die jüdischen Handwerker! Adressen vermittelt die Geschäftsstelle: Max Singer, Uhrmacher, Plauensche Straße 2, Telefon 27327 ng ig r t7\*\ -t JY. JY. L. Mumnimung: morgen Sonntag, den 22. Hugust 1937 Preisausschreiben gliedert sich in [olgende Gruppen: Gruppe A: Preisausschreiben für bildliche Werbung. Verlangl werden graphische, zeichnerische oder photographische Lntw urlc, die in Aus* Führung und Ideengehalt dem Sinn der Jüdischen Winterhilfe Rechnung tragen und i\u VeröIIciiUicliuug tu Uvi jüdischen Pressi geeignet sind. Qruppe 15: Preisausschreiben für textliche Werbung in der Presse, in Veranstaltungen und dem ein/einen Spender gegenüber (Schlagzeilen, Merksprüche usw.). Qruppe C: Ideenwettbewerb zur Gewinnung von Anregungen, die sowohl für die allgemeine als auch für die individuelle Werbung geeignet sind. Aufgabe der Jüdischen Winterhilfe ist es, die Gesamtheit der jüdischen Bevölkerung in Deutschland /um freiwilligen Opfer monatlicher Geldspenden im Rahmen der Richtlinien für die Jüdische Winterhilfe, zur l eistung der Eintopfspende (an den Eintopfsonntagen) und zur Teilnahme an der Pfundspende zu gewinnen, um mit dem Ergebnis dieser Sammlungen die Betreuung der jüdischen Hilfsbedürftigen in den sechs Wintermohaten Oktober bis Mär/ sicherzustefleif Die Werbung, die u.a. an vorhandenes jüdisches Schriftgut und an jüdische Symbole anknüpfen kann, soll auch bei etwaiger Benutzung humoristischer Mittel stets dem sozialen Gehalt und der Würde der mit der Jüdischen Winterhilfe gestellten Aufgabe entsprechen. Die Verwendung von Formeln und Symbolen des Winterhilfswerkes des deutsehen Volkes ist nicht zulässig. Für die drei Gruppen A, B und C des Preisausschreibens sind jeweils drei Preise ausgesetzt: I. Preis 2. Preis 3.*Preis Gruppe A: RM. ««),- RMi 200,— RM. 100, Gruppe B: RM. 200,— RM. 100, RM. 50, Gruppe C: RM. 120, - RM. 80,— RM. 40, Der volle erste, zweite und dritte Preis der Gruppen A und B wird zuerkannt für eine Entwurfsreihe für die allgemeine Werbung oder für die Werbung für eine der besonderen Spendenarten (monatliche Geldspenden, Eiutopfspenden oder Plundspenden), die für jeden der sechs Winterhilfstnonate eine wechselnde Werbung vorsieht. Teilpreise werden dann zuerkannt, wenn nicht eine volle Entwurfsrcihc, sondern nur einzelne Entwürfe preisgekrönt weiden. Ankauf nicht preisgekrönter Entwürfe bleibt vorbehalten. Die Prüfung der Entwürfe und die Entscheidung über die Zuteilung der Preise erfolgt unter Ausschluß des Rechtsweges durch die Reichs- Vertretung der Juden in Deutschland, Abteilung Zentrahvohllahrtsstelle, in Gemeinschaft mit nach ihrem Ermessen hinzugezogenen künstlerischen Sachverständigen, Werbefachleuten und Persönlichkeiten aus den jüdischen Organisationen. Die preisgekrönten Entwürfe bleiben Eigentum der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland, die damit das Recht der Veröffentlichung und Vervielfältigung erwirbt. Wir fordern die jüdischen Kunstler und interessierten Mitglieder der jüdischen Gemeinden zur Einreichung von Entwürfen auf. Die Entwürfe sind mit dem Buchstaben der in Frage kommenden Gruppe des Preisausschreibens und mit einem vom Einsendet zu bestimmenden Kennwort zu versehen. Name und Anschrift des Einsenders ist mit dem Kennwort zusammen in einem besonderen verschlossenen Briefumschlag einzusenden', i etzter! crmin der Einsendungen ist der 1. September 1937. Die Anschrift für alle Einsendungen lautet: Reichsvertretung der Juden in Deutschland, Abteilung ZentralwouM'ahrtsstelle (Jüdische Winterhilfe), Berlin- Charlottenburg 2, Kautstr. 158. Die Preisträger werden bis zum 15. September 1()J7 von der Zentralwohlfahrtsstelle durch Brief benachrichtigt. Neue Bücher Kalender der Jüdischen Künstlerhilfe 1937 38 -5698 99. Herausgegeben von der Künstlcrhilfe der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Leitung: Dr. Hermann Schildherger. (Verlag Joseph Jastrow.) Der schon recht volkstümlich gewordene Kalender der Jüdischen Künstlerhilfe ist auch in seiner neuen Ausgabe nach den bewährten Richtlinien seiner Vorgänger gestaltet. Als Wochenahi eißkatender mit jüdischem und bürgerlichem Datum und den gottesdienstlichen Hinweisen bietet er ausgezeichnete Wiedergaben von Werken der bildenden Kunst, hauptsachlich lebender Künstler, bisweilen unterbrochen durch Verse lebender Dichter. Die Bildbeigaben sind von Würdigungen begleitet, die, von bekannten Sachkennern (Prof. Franz Landsberger und Dr. Max Osbom, unter Mitarbeit von Dr. Lydia Baruchson-Aschheitn und Dr. Irmgard Schüler) verfallt, die die Blätter zu einer Art häuslichen Museums mit kunstverständiger Führung werden lassen. Auch in diesem Jahre darf mit Genugtuung festgestellt werden, daß die getroffene Auswahl eine Reine wertvoller, interessanter, in jedem halle beachtlicher Werke vereinigt hat, an denen der Betrachter eine echte Freude finden wird Der mit dem Kalender verbundene Zweck der Künstlcrhilfe wini schließlich das seinige dazu tun. ihm eine grolle Verbreitung zu sichern, Der Preis von 2.— KM. darl als mäßig bezeichnet werden. G. C. Die jüdische Buch-Vereinigung e. V., Berlin W 15, Pariser Str. 7. teilt im> mit: Als dritte Veröffentlichung lies Jahres 1037 bringt die Jüd. Buch-Vereinigung in den nächsten Tagen ihren Mitgliedern die Lebens er inherungen des grollen jüdischen Historikers Simon Dubnow. Das Werk, das bereits in russischer Sprache einen grollen Erfolg gehabt hat, wird auch in der deutschen Obersetzung, die Dr. Elias Hurvvicz und Dr. Bernhard 1 lirschberg-Schradei besorgt haben, berechtigtes Aufsehen erregen. Dubnow erzählt seine l.ebensgeschichte von frühester Jugend au und beschließt seini Erinnerungen in dem Augenblick, in dem er Rullland für immer verlassen muli. Durch seine überragende Persönlichkeit stand er im Brennpunkt aller geistigen und politischen Strömungen seiner Zeit und war mit bedeutenden jüdischen Persönlichkeiten eng verbunden. I dadurch gewährt seine Selbstbiographie einen höchst interessanten Einblick iu das kulturelle Leben der Juden des zaristischen und auch des nachzaristischen Rulllands. Sport vom Sonntag (Von unserem ständigen Berichterstatter Deka.) Nach vielem Mühen und Quälen war man bis einige Tage vor dem vom „Schild" durchgeführten „Sportfest der Jugend" so weit, daß die Veranstaltung nach langer Zeit wieder einmal die Vertreter aller Richtungen vereinigen sollte, bis man an „höherer Stelle" doch anderer Ansicht wurde und dem „Misrachi" die Teilnahme untersagte. Es ist im Interesse der jüdischen Jugend tief bedauerlich, dali man ihr ehrliches Wollen und Streben so gering achtet und nichts tut, um auch hier in Leipzig das scheinbar Trennende endlich einmalj beiseite, zu legen. . . . Das Programm umfaßte natürlich hauptsächlich| leichtathletische Wettkämpfe, die sicherlieh noch spannender und erfolgreicher verlaufen wären, wenn die „Koukuirenz" mit eingegriffen hätte, so war man ganz unter sich; neben einzelnen Sportlern aus Berlin, Stuttgart und Fürth sah man natürlich alle mitteldeutschen Schildvereine, deren Erfolgreichste der Dresdener Bicard und Motulsky, Chemnitz, waren. Bei den Hiesigen überragten Hans Nathan, dessen beste Leistung sein 100 m-Lauf in 12 Sek. war, Egon Obstler benötigte hierzu 12,'i Sek. Unit legte die S00 tu in 2,25 Min. zurück, Schlesinger kam im Hochsprung auf 1,52 m, Rita Hartwig diesmal nur auf 1,27 in, und schließlich sprang die 12jährige Anneliese Sachs 1,23 m weit. Der schönste Moment des Tages war sicherlich die Preisverteilung, die den Erfolgreichen manch schönen Lohn einbrachte und den Herren Sachs, Pomper und Weißenstein das Bewußtsein, daß die grolle Vorarbeit doch nicht vergebens geleistet] worden ist. Aul dem Bai Kochba-Piaiz spieite die Tennisabteilung ihrerl Klubkampf gegen die II. Garnitur des hiesigen „Rot-Weiß"; wenn sM auch 2:7 unterlag, so brachte er doch den Beweis, daß die Mann-] Schaft allmählich sehr „konkurrenzfähig" wird, die beiden Punkte erspielten sich die Herren Zucker und Cesiusky in ihrem Einzel. Und morgen . . . erwartet „Schilds" I. Fußballelf einen die jährigen Endspielgegner um die Reichsineistcrschaft des Sportbuiules! die I. Mannschaft des Breslauer „Schild". Das gröllere Interesse erweckt natürlich das schon Tradit I gewordene Sportfest der jüdischen Schulen, das sicherlich wie bisher! den großen Anklang bei den Eltern und Freunden der Schule finde'! wird. Nicht Rekorde sollen an diesem Tage aufgestellt werden, e" soll auf der einen Seite eine Rechtfertigung der in der Schule gl leisteten sportlichen Arbeit sein und auf der anderen die Bande zwi-1 sehen der Schule und ihren Freunden noch fester knüpfen, und wer wollte den Kindern nicht ilie Freude gönnen, morgen auf dem ,.ß-ir| Kochba"-Platz vor recht vielen auf den Plan zu treten! Herausgegeben vom Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig Redaktion: Oemeinderabbiner Oustav Cohn, Leipzig C 1, Walter-Blümel-Str. 10, III- Anzeigen: Verlag Elsa Goldfreund Leipzig Cl. Harnstraße 16, Zimmer 303 Tel. 16?<1 Anzeigenleiter: Ernst Ooldfreund, CichoriusstraBe 2a. Tel. 60771 für die Aufnahme von Anzeigen in bestimmten Nummern und an bestimmten Plätzen und für telefonisch aufgegebene Anzeigen wird keine Gewähr übernommen. Druck: Jordan&Oramberg vorm. Druckerei der Werkgemcinscbaft, Leipzig, BrQderstr.'4 D. A. II. Vj 37. 3223 Pr. L. "Nr. 7. Für den Inhalt der Inserate übernehmen Gemeinde vorstand und Schriftleitung keine Verantwortung.

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