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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1937-03-19 · 12 (19.3.1937) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
13 (1937)
Issue
12 (19.3.1937)
Date
1937-03-19
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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19. März 1937 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seile 5 Meute Sonnabend, den 20. März, 20 Uhr Tanz im Mnstlerhaus! Jüdische Tanzkapelle und Jazz auf 2 Flügeln I Horra-Tänze etc. Eintritt Mk. 1.— I . . WilUl mcitiMtin | 1 Vprone^H« Fräulein Diana Parnes, ü;uis Zwickau, in der räulein Ruth Isaaksohn, •••;r M MSrri?.Tzg, .V....sv ..„. G.'JG Lüh, Mincha und Abendg. 18,45 Uhr. Chaul-Hamaued, Morgeng. 7 Uhr, Abendg. l'i Uhr. Synagoge „Ohel Jakob". Pfaffendorfer Str. I. Donnerstag, den I. April, Pessachi 7. Nacht, Abendg. lS,4ö Uhr. I rettag, den 2. April, 7. Tag, Morgeng. 8, K) Uhr, Mincha und Abendg. IS, 15 Uhr. Sahhai, i. April, 8. Tag, Morgeng. 8,30 Uhr, Minchag. 17 Uhr, Abendg. ll>,'2°. wochentags: Morgeng. 7 Uhr, Abendg. 1') Uhr. Personenstandsnachrichten Trauungen: Sonntag, 21. März 1937, 5 Uhr nachm., Leibnizstr. 21. mit Herrn Amzel Zirli Wohnung Leibnizstr. 21 bei Parnes. Sonntag, 21. Mär/ 1937, 1 Uhr mittags, I Herlin, mit Herrn Rolf Lippstadt, Heilin, Achenbachstr. 3, im kleinen Metsaal der Ez-Chaini-Synagogc. Ottö-Schill-Str. T o d e 8 f a 11 e: 10. März 1937 Salomon Kaplan, Humboldtstraße 12a. 13. März 1937 Joseph Kiewe, Chemnitz. Aus dem Gemeindeamt Ausbildung von Turn- und Sportlehrern. Die Presseabteilung der Reiehsvertretung der Juden in Deutschland teilt mit: Ls ist in Aussicht genommen, einen neuen einjährigen Lehrgang zur Ausbildung von Turn- und Sportlehrern im Anschluß an das Gymnastisch-Orthopädische Institut von Frau Alice Bloch, Stuttgart-w., Zeppelinstr. ->'2, zu eröffnen. Der Lehrgang wird von der Schulabteilung der Reich&veitretung sowie vom Oberrai der Israeli tischen Religionsgemeinschaft Württemberg beginn: Mitte April. Schulgeld: monatlich hedingungen: Zeugnis der mittleren Reife liehe Befähigungen, Frauen können nur betreut werden. Kurs- RM. 33. . Aufnahme- sowie besondere sportin geringer Zahl aufgenommen werden. Iber Lehrplan, Aufnahme- und Prüfungsiedingungen niht der Oberrat der Israelischen Religionsgemeinschaft Württembergs. Stuttgart, Königstraße 82, Auskunft;" es sind die Anfragen dorthin zu richten. Ls empfiehlt sich, Zulassungsgesuche unverzüglich beim überrat einzureichen. Bevorstehende Veranstaltungen 20. März: Mevcrstein: Veranstaltung. 20. März: Z.Ö. (i.: Vortragsabend. 21. Mär/: Schulfeier im Kulturbundtheater. 22. Mär/: Jüd. Kulturbund: Klavierkonzert Trau Tanja Urv-Zunsei. 10. April: K. A. L.: Veranstaltung. I/. April: Meyerstein: Veranstaltung. Konzert und Theater Einmaliges Gastspiel Max Ehrlich. Die Revue „Vorhang auf!", in 19 Bildern von Max Ehrlieh und Willy Rosen geschickt zusammengestellt, füllt», mit der Musik von Willy Kosen eine Abendauf- Man muß sagen, das Max Ehrimmer Neues ZU bringen, oder wenigstens in einein neuen Rahmen, und daß er es versteht, sein Publikum in Stimmung und bester i aune zu halten durch führung im Kulturbundtheatei aus ich bemüht ist, dem Publikum gewürzte Kürze der Szenen. In I ritz fachauer hat er einen glänzenden Mitarbeiter, der sich im besonderen in den beiden Szenen ,.P imelplatz*4 und ..Masken' .tü dtest*Tti i: *ibend ein licbeuswürdigci Leitet de« Ganzen und he- ..:;;detc mit Wuii und Tat, daß er die bedauerlicherweise recht mäßig besuchte Veranstaltung dem erschienenen Publikum nicht nachtrug. In seinen Kopien AI lolson, Richard Tauber, Marlene Dietrich, I eodor Schaljapin, Pablo Casals (Cello) und der Ted Lewis Band Jazzkapelle not er wiederum überraschendste Leistungen, Ebenso waren die ..Tönende Witzschau", „Der Mantel", „Sketsch aus! ilnijjJjJL;-'*-witzig gespielt. Edith Fiseuhnmcr verfügt tf*rf^ehl^.tfrr"gutes Stinimaterial und gab ihre Szenen mit Chann und Schneid, Eine Augenweide war das „Mädel mit der Harmonika", Cläre Arnstein. Ihre liebliche Erscheinung, ihr grundmusika- HftlAhanur lehensfrohe "Kraft fühlt jedes Kind in ADA-ADA-Scliuiien. Sie sind bequem, elastisch und halten den Fuß gesund. Sie sind eine Freude für PH WH und Kinder. ZIGARREN- Spe/ialhaus feinster Qualitäten D. ROSEN NaChf. Inn. R. Ooldstein Lieferg, frei Haus Petersstein weg 10__Telefon 23768 lisches Spiel auf der Harmonika und die von ihr recht sinnig zusammengestellten Texte boten eine sehr angenehme und liebenswerte Abwechslung im Programm. Werner Beer, musikalischer Leiter, war am Flügel eine gute Stütze für das Ensemble. tt. Kulturbund-Veranstaltung. Das Hamburger Schauspiel-Ensemble brachte ein Stück aus dem Kussischen „Der Sänger seiner Trauer" (Jusik) von Ossip Dymow. Zu dieser Tragikomödie in 3 Akten mit Prolog und Vorspiel hat Kurt He h r c u s eine Musik geschrieben, die den einzelnen Charakteren eine gute Untermalung gibt und geschickt die Obergänge zu den Verwandlungen überbrückt. Auch in den Kostümierungen (Käthe Friedheim) sind die Charakterzüge gut unterstrichen und symbolisiert. (Klatschsucht HühherfraK, Habsucht Gnädige, Oberflächlichkeit junger Herr, Neugier Tochterchen, Oier Hausierer, Güte — Wasserträger.) I ber allen erhebt sieh die Ciestalt des jusik, der dem Küchcnmädchen in Liebeswahn verfallen ist und der ihn in Wahnsinn und Tod treibt. Oberhaupt weist das ganze Stück vorwiegend erschütternde Szenen der Tragik auf. M a r i e - 1. u i s e Bruch gab das Küchenmädchen wirklich überzeugend, eine Natur, die immer, auch mit dem vielen Oelde knechtiß unt< ig bleibt, uie ueu leinen I len n wählt, trotzdem er nur ihr Geld liebt, dagegen den Jusik, der wirklich ihr Herz liebt, verstößt, sein Oeld annimmt und ihn ums Ja-Wort betrügt. Heinz Fried ehe ig bot eine grolle I eistung und hatte den Jusik voll erfaßt. Man fühlte schon im eisten Bild, WO er den Brief schreibt, daß er mit der Rolle eng verwachsen war. (ianz erschütternd gab er die WahnsinnsszeneI Erna Cohn-Lorenz hatte die Lacher auf ihrer Seite, ihre gackernde Klatschsucht verdeckte gut die hinterhältige Kuplernatur in ihr. Edith Hersslik war großartig als Gnädige, ihrer Habgier und I leuchelei konnte man sehr gut die begangene Schuftigkeit am jusik zutrauen. Uli Sohn stand ihr in dieser Beziehung nicht viel nach, nur hätte Fritz Ben SC her den „leinen jungen Herrn" weniger nervös, etwas kaltblütiger spielen sollen. Rita Nachtun als ihr l öchterchen hatte die kindliche Naivität gut erfaßt und lungerte Wirklich recht echtin der Küche hemm um neugierig alles aufzuschnappen. Kurt Appel war wie immer auch in dieser Rolle als Hausierer wieder glänzend; er überzeugte, daß er es durchaus verstand, auf allen Gebieten zu handeln, ganz gleich, obs Seile, eine Grabstede oder Menschen zu verkaufen gibt. Jedenfalls verbanden sich alle, von der reichen Gnädigen bis zum Buchhandlung M. VV. Kaufmann ~ —2---- rTal ~_ -;«r«B.!::.^-*--!!=.--.=.--« «~-«.-.-.. - -.....r TälüSi- Cafe-Kestaarant Leipzig, Barfußgäßchen 15 Konditorei Hausbestellungen werden prompt ausgeführt! Bridge-Gelegenheit für Damen! \ IHK ItKIKKIfiritO [ : ■ ■ ist i I IIAIXSTIUSSE I«11 s s Zimmer »OS — Telefon 10722 ■ ggül PeJerssUaBe 48 urimnuisihe Str. 16 ■ ■ \

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