Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 11 (12.3.1937)
- Date
- 1937-03-12
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIOlöNSQEMEINDE ZU LEIPZIQ 12. März 1937 Denkt an die jüdischen Handwerker! Adressen vermittelt die Geschäftsstelle: Max Singer, Uhrmacher, Plauensche Straße 2, Telefon 27327 S i> i eeitstunden des Herrn pr. N c u m a n ffii Fragen der Euigruppierung in die verschiedenen englischen Sprachkurse u.a.: Donnerstag, den IS. Mär/ 1937, von 11—12 Uhr und; ., I—:V45 Uhr in Gemeindeamt, Walter-Blümel-Str. 10, II. Stock. Die für diese Kurse benötigten Lehr- und Lektürebücher liegen in den Sprechstunden zur Einsichtnahme aus. 2. Bieberkraut-Picard — Französisch: a) für Anfanger Donnerstags von 8—10 Uhr in der Schule. Beginn: 15.4.1937. — Hörergeld: RM. 0.—. b) für Mittel-Fortgeschrittene Montags von 8—10 Uhr in der Schule. Beginn: 12.4.1937, Hörergeld: RM. 6.—. c) für Fortgeschrittene Mittwochs von 8— 10 Uhr in der Schule. Beginn: 14.4.1937. Hörergeld: RM. (>.—. t. cand. phil. Sturm — Spanisch: a) für Anfänger Montags von 8' 4- "410 Uhr Uhr in der Schule Beginn: 12. 4. 1VJ7. Hörergeld: RM. 0.—. b) für Fortgeschrittene Mittwochs von 8; , ,10 Uhr in der Schule. Beginn: 14.4.1937. — Hörergeld: RM. 6.—. 4. cand. phil. Sturm B r a s i 1 i e n - P o r t u g i e s i s c h : a) für Anfänger Dienstags von 81/«—3/| 10 Uhr in der Schule Beginn: 13.4.1937. - Hörergeld: RM. 6.—. b) für Fortgeschrittene Donnerstags von 81 , '■'■/. 10 Uhr in der Schule. Beginn: 15. 4. 1937. — Hörergeld': RM. 6.—. B. Handelsttcher. 5. L. Wulff — Allgemeiner B u c h f ü h r u n g s - L e h r g a u g (Zeit wird noch bekanntgegeben.) Ix Wöchentlich 2 Stunden. Hörergeld: 5 RM. Karlsbader Oblaten u. Grab. ZwiebadT f.Zutkerkr. Nordstr. 25, Frankfurter Str. 11, fiL Nr. XSS 68 nicht hiermit. Er unterwirft die dogmatischen und rechtshistorischen Fundamente des gesamten Minderheitenrechts einer genauen Analyse. So gelangt er zu grundsätzlichen Iiikenntnissen über den umstrittenen Begriff der Minderheit und zu reehtsgcschichtlichen Erörterungen über die Stellung der Juden bis zum Weltkrieg. Hierbei berücksichtigt er ein weiten jüdischen Kreisen zum Teil unbekanntes Material. Ein Abschnitt über die Völkerbundsgarantie beschließt das Buch, das nicht nur dem Juristen, sondern jedem an jüdischen Gegenwartsproblemen Interessierten warm empfohlen werden kann. Das Buch ist dem (iedenken an Leo Motzkin gewidmet, den zu früh verstorbenen Führer der jüdischen Minderheiten. Justizrat J. Lilmer, Berlin. Sport vom Sonntag (Von unserem ständigen Berichterstatter Deka.) Die beiden Sportplätze erlebten am letzten Sonntag die wahrste Dresdner Invasion; Bar Kochba spielte gegen drei dortige Mannschaften und Schild holte sich in zwei Spielen beide Punkte. Bei den I. Handballern des B.K. glaubte man nach wenigen Spielminuten an eine haushohe Packung des Gastes, um am Schlüsse froh zu sein, ein 5:5 erreicht zu haben. Allerdings fehlten die beiden Besten im hiesigen Sturm, und außerdem waren gegen Ende nur noch!0 Hiesige auf dem Felde, die auch zum grollte:: Teil General-Agentur Wolf «indKberg Oottschedittr. 30 Telefon Ä7Ä 10 Alle Geschäfteu. Privat-Versicherungen Ranch war en -Versieh erun gen einschließlich Transport und Veredlung Bcttte Referenzen Auto -Versicherung sof. Deckung bei Antragstellung Privat-Krankeukassen 6. Dipl.-Kfni. E. Kohn Durchschreibebuchführung (Zeit wird noch bekanntgegeben.) Ix wöchentlich 2 Stunden. - Hörergeld: 5 RM. 7. Platzer - Stenographie: a) für Anfänger: Montag und Donnerstag von l/.,8—9 Uhr in der Schule. Beginn: 12.4.37. — Hörergeld: RM. 7,50. b) für Fortgeschrittene Mittwochs von 8—10 Uhr in der Schule. Beginn: 14.4.1937. Hörergeld: RM. 5. . c) für Fortgeschritteue, Erlernung der Eilschrift, Montag und Donnerstag von 9- 10 Uhr in der Schule. Beginn: 12.4.1937, — Hörergeld: 5 RM. Neue Bücher Dr. Kurt Stfllschweig: Die Juden Osteuropas in den Minderheitenverträgen. Berlin 1936 (Verlag Joseph Jastrow). Die Arbeit enthält erstmalig eine eingehende, exakt Wissenschaft lieh fundierte und bis in die Gegenwart reichende Darstellung des jüdischen Minderheitenrechts. Damit hat der Verfasser nicht nur einen wichtigen Beitrag zur moderner, jüdischen Geschichte geliefert, sondern zugleich auch eine Grundlage gegeben, vc:: de; aus die piekare gegenwärtige Situation des polnischen und rumänischen Juden- „iuiiu niiiuiuuiMiiriii ^«pekt «Jen versuch, die bürgerliche, politische und nationale Emanzipation des Ostjudentums mit den Mitteln des Völkerrechts herbeizuführen" (S. 192); mit Recht hält der Verfasser diesen Versuch für mißglückt. Der (iedanke von der „tatsächlichen" Gleichberechtigung, „im juristischen Laboratorium des Haager Lriedenspalastes aus den Essenzen liberaler Rechtsanschauungen herausdestilliert, ähnelt vorerst einem Homunkulus, dem zum Lebeil die Synthese mit der Umwelt fehlt" (S 11«). Welchen rechtlichen Beschränkungen die Juden Osteuropas im einzelnen ausgesetzt sind, legt der Verfasser eingehend an IltthM ni'lirti'iit >y*-d " 'AnV.w'f': . i nin. .'■St,' weit unter ihrer gewohnten Form spielten, hinzu kam noch der sehr schwere und rutschige Boden, der den körperlich überlegenen Leipzigern verständlicherweise mehr Schwierigkeit bereitete als den kleinen Dresdenern... Schon nach wenigen Minuten hieß es 3:0 für die Platzelf und mau konnte hoffen ..., bei Halbzeit stand das Spiel noch 5:2, um heim Gleichstand natürlich erst recht interessant und spannend zu werden, alle Bemühungen zum siegbringenden Treffer nutzten nichts, dieser Boden hatte doch zu viel Kraft gekostet. — Auch die I. Fußballer begnügten sich mit einem 1:1, die zweite Hälfte brachte wohl eine starke Überlegenheit, aber nur einen Elfmetei wegen zu harten Spiels und damit den längst verdienten Ausgleich; lediglich die Knaben erzielten einen glatten 3:0- Sieg und dazu mit nur 9 „Mann". Auf dem Schildplatz gab's drei pfundige Ergebnisse, die Mädels holten sich einen hohen und verdienten S:ü-Erfolg gegen ihre Freundinnen aus Dresden, und die I. Handballelf kam auf ein 9:1, das aber erst in der /weiten Hälfte richtig erkämpft wurde. Dresden ging sogar in FühiUng, nachdem man mit einem kolossalen Eifer und Ehrgeiz aufeinander losgegangen war. aber postwendend kam der Ausgleich, dem bis /ur Pause noch zwei iure folgten, Nach Wiederbeginn fiel Dresden seinem in der ersten Halbzeit vorgelegten Tempo zum Opfer, und bei etwas mehr Kombinationsspiel und 1 ,. , . .. ... . ,>•....... .... , :t m ».».»..»»*- I- ««>■»' ' ■ '•HMtt'W'KOTfö'TOitCe-n1 {<!!"■ n;s;.vr..',Yii uv»vii r;!u_iir loie mehr reiten können, von denen dU übrigen zu einem großen Teil aui Saiui Kaifuß' Konto gingen. Ls gab auch wieder mal ein kleines unliebsames Intermezzo, als dessen Folge drei Spieler einige Minuten vor SchhiB das Feld räumen mußten. Trotz der hohen Niederlage war Dresdens Torw art der Beste seiner Mannschaft. -- Die II. Handballer erlebten ebenso ein sehr hohes Torergebnis, nur warf die I. Ell der Magdeburger Sportgruppe deren 12 bei nur einem .Gegentreffer. Und bringt Bar Kochba seine Jugendmeister- Hand der einschlägigen Ol dai (numerus clausus, Zurücksetzungen im Wirtschaftsleben und Schulwesen usw.). Diese Dar Stellung liefert einen ausgezeichneten Querschnitt durch das gesamte Leben der ostiüdiscii. n Dtft*pora. Aber der Verfasser begnügi sich schall im Tischtennis zur Durchführung. Wer vor einigen Wochen die grolle Meisterschaft an gleicher Stelle miterlebt hat, wird auch diese 60 Jugendlichen nicht im Stich lassen, die ab mittags 2 Uhr ihre ganze Kraft und ihr ganzes Können zur Erringung des Meistertitels einsetzen werden, und sie sind doch für jeden einzelnen Re sucher besonders dankbar!!! Lehrling für Engrosgeschäft per sofort oder 1. 4. gesucht. Offerte unter 226 Anz.-Verw., Hainstr. 16 Hausangeiseilte für 2 Personen-Haushalt gesucht. Felis Pergsiiicuier Johannisplatz 1/2 Junges Mädchen 22 J., Gbersek.-Reife, Haushalt- Schule, Schreibmaschine, sucht Stellt;, als lern. Sprechstundenhilfe, evtl. m. Hausarb. 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