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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1936-11-13 · 46 (13.11.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
12 (1936)
Issue
46 (13.11.1936)
Date
1936-11-13
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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ieile 6 13. November 193b Hineini ins Vergnügen! In den Trubel!!r. den Tanz! Zum großen Tanzabend!" ZtVßi X(lp(!Ü(tll 1 am Sonnabend, den 21. Nov. 1936, 20.30 Uhr, im Schloßkeller, Dresdner Str. | ZlDel XüpelleJl ■ Eintrittspreis 1 RM., reserv. Tische i.5U R:Y1. Vorverkauf in den bekannten Vorverkaufsstellen (s. Plakat) Oesamtleilnng Salo Lastmann s Ächtung! 3. Dezember??? §|j|u|gjgjgy Todesfälle: 20. Oktober Adele I Itulcl Teicher, Tauchaer Straße 25. 25. Oktober Amalie Ernestine Zander, I )ölluit/.cr Stralie 911. 28. Oktober 1936 Olga Herzfeld, Plauen, l. November lyjo Siegfried Schwarz, Springerstraße 2o. Austritte aus der israelitischen Religionsgesellschaft: N:n-h geltendem sächsischen Recht bedeutet der Austritt aus der israelitischen Religionsgesellschaft den Austritt aus dem Judentum; nach unserer I riedhofsorduung hat der Austritt aus dem Judentum den Verlust des Anrechts auf Beisetzung und auf eine etwa früher erworbene Grabstelle auf unseren Friedhöfen zur Folge. Straßenhändler Berthold Namm', geboren 9.11.1909, Leipzig, Blücherstraße 14. Kaufmann Julius Sehloss, geboren 17. September 1876, Leipzig, Karlsbader Stotan u. Graft. ZwictUHfc f. Zu&erkr. Nordstr. 25, Frankfurter Str. 1t, Tel. Nr. 255 68 . ' t Uil I I - I I .1 l»t_ Jüdisches Lehrhaus Leipzig Winter 1936/37. Verschiebung des Beginnes sämtlicher Lehrgänge des Lehrhauses. Da noch nicht genügend Anmeldungen vorliegen, beginnen alle Kurse erst in der am 29. November 1936 beginnenden Woche. Die Anmeldungsfrist wird hierdurch nochmals und nun letztmalig bis /.um 25. November verlängert. Wenn nis dahin für einzelne Kurse nicht genügend Teilnehmer gemeldet sind, müssen dLse Kurse ausfallen. Es ist deshalb dringend geboten, daß sämtliche Interessenten sich so rasch wie möglich für die von ihnen gewählten Lehr<*nn«*e melden und das Httrertfeld überweisen. dem die Geschichte der Judenfrage schreiben. Weitere Arbeiten sind der Geschichte der Juden in Zürich im 15. Jahrhundert, der Charakteristik Johannes Pfefferkorns u. a. gewidmet. Pin Aufsat/ von Guido Kisch befallt sich mit deutscher Literatur in hebräischer Obersetzung. Konzert und Theater Kulturbund-Liederabend Hermann Schey. Der gefeierte Sänger (Bariton) Hermann Schey, der ZU den bedeutenden Künstler-Persönlichkeiten des In- und Auslandes gehört, ist uns Leipzigern von den Gewandhauskoflzerten her noch in bester Erinnerung. Man bewundert au diesem Künstler immer wieder sein herrliches mezzo voce, sein Spinnen und Anschwellen des Tones, seine OestaltungSkrsft lm-1 QfMnn L-Irir,' A l l*icnr'i<*li„ <*»iti<> \/;^rfr^rrof ci\cr? hielt *;irh vorniasi ...... iwuk - -*-—j. tjvu.«. iw(u«Maivut% .»»..». ...vn *ui wiegend in; romantischen Stil. Dieser Meister der Ciesangskunst bewies all denen, die Mendelssohn gerne als abgetan befrachten möchten, dall seine Lieder, wenn sie richtig gesungen werden, noch immer ein Quell schönster musikalischer Genüsse sind. Gerade die beiden Lieder (die uberall heruntergeleiert werden) „Auf Hügeln des Gesanges" und „Gruß" erhob er durch seine hohe Künstlerschaft und sang die Arie aus „Elias" — Es ist genug mit Wärme und Andacht. Von den fünf Liedern von Schubert war jedes eine Perle für sich, der so. leicht und beschwingt gesungene „Musensohn" wie der dramatisch gestaltete „Doppelgänger" im besonderen. Ohne äußerliches Pathos, vertieft und poesievoll sang Hermann Schey die Lieder von Robert Schumann. Im zweiten Teil brachte er je zwei Lieder von Ciustav Mahler und von dem Expressionisten Max Kowalski. Gustav Mahlers „Der Schildwache Nachtlied" und „Ich atmet' einen linden Duft", das einen immer wieder von neuem beglückt, wenn man es hört. — Erna Klein als Klavierbegleiterin ist ein Erlebnis, sie singt auf den Tasten! Zu wünschen wäre es, dal! der Kulturbund diese beiden KßHtdlei ffu einen Balladenabend oder für r-\ i »y i I. Miiiurnuna niese oeioeu rvuiiMit-i im rimrn D&iiaaenäuciKl ouer I DeVOrStenenae Veranstaltungen einen Zyklus von Schubert oder Schumann verpflichten würde, tt. 14. Novbr.: „Bunter Karren", für Kulturbund-Mitglieder frei. 1ö. Novbr.: Eröffnung der Handarbeitsausstellung. Iii Nnvlir '/ionist Vt-rcininiiuer• Vnitr.-nr Knris Fisenstädt <vr. »iwTiri.i i_iviiiji. x ii.im&i - O 21. Novbr.: lud. Kulturbund: Schubertabend des Mcndelssoliti-Triu, Leipzig (unter Mitwirkung von zwei Gästen), „Forellen Quintett". 21. Novbr.: Aguilas Jisroel Leipzig: Vortrag Prof. Dr. Levy: „Jugend und wir". 23. Novbr.: Wizo: Vortrag von Frau Dr. Wera Mahler. 2ö. Novbr.: Jüd. Kulturbund. Dela Lipinskaja (als l> Dezember-Veranstaltung auf November-Marke). 29. Novbr.: Verein poln. Kaufleute und Gewerbetreibender e.V., Leipzig: Kultur- und GeseUschaftsabemF 1. Dezhr.: Wizo: 1. Abend des Vortraeszvklus: Frauengestalten der ~" IMüCi* 8. Dezhr.: Zionistische Vereinigung: Chanukkafeier. Sport vom Sonntag (Von unserem ständigen Berichterstatter D e k a.) Das war ziemlich magere Kost, die uns da der 8, November vorsetzte; es können eben nicht jeden Sonntag (iroßereignisse steigen, auch die unteren Mannschaften der Vereine wollen ab und zu einmal ihren munteren „Stiefel" herunterspielen. „Bar Kochbas" IL Handballelf wurde von der I. des Hallenser B. K. besucht und mit einem 6:2*Sieg, in einem allerdings wenig begeisternden Spiele, beschert, weil jeder meinte, sein (duck auf eigne Paust versuchen /" müssen, anstatt solch ein Spiel, was es auch sein soll, als ein wahres Trainingsspiel einer Mannschaft anzusehen, und von Zusammenspiel sah man natürlich dadurch nicht viel. Ins selbe Horn blies man. in T!!e!:!:;._w^ ...Schilds'4 JL H.arji|halimann^-h:sf!. die Sp-rt. jrüppe' Jeha wohl*7: 2 schlug, abei mit ii.-.wm Sieg bestimmt keinen .<s.r.:.4 machen" kann. VPas mar u- Warhr. so loh I A.. I M / III 1 -t. 1 JX^t.ltl . . :n uvs j.xvv. nur rvociu lu& i*.iti»*ii 11,i»i\.. i oltcffiiiiii ittit.'-ivum mitct flditwir|ct|ii£| von Frau Tanja Uiy-Zunsci lind Frl. Mirjam Zunser. 15. Dezhr.: Jüdische Schulen: „Chanukka-Feier". io. Devin.: Wizo. 2. Äbcud des Vortragszyklus: Fraucngestalten der Bibel. Neue Bücher. Neues Heft der Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland. Das neueste Heft der „Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutsehland" enthält Aufsätze zu den verschiedensten geschichtlichen Themen. Einleitend wird des kürzlich in Zürich verstorbenen Historikers Alfred Stern gedacht Dr. Wilhelm Grau, der Leiter der Lorschungsabtciluug „Judenfrage" beim Reiehsinstitut für die Geschichte des neuen Deutschland, setzt sich mit einer Kritik auseinander, die sich mit seinem Buche „Antisemitismus im späten Mittelalter. Das Ende der Regeusburger Judengemeinde 1150—1519" befallt hatte. Interessant ist ein absehliebender Hinweis darauf, daß die jüdische Geschichtswissenschaft sich mit der Tatsache abzufinden haben werde, dall in Zukunft auch deutsche Gelehrte das Judenproblem systematisch erforschen und im Rahmen der deutschen Nationalgeschichte darstellen werden. Die deutschen Gelehrten wollten nicht eine Geschichte der Juden oder des Judentums, son- .!„'»■ „';iw ,»* den .ie weggeWaseGj wer «erade den i'aU ••a.'t.e. .....: davor», N<!.r:'\:-iir!rr rv'-itirrfrr! f::r iho nirht. warf Kasten h/w. meistens drüber und daneben i >it- AußeHstünaw hatten reichlich und genügend Zeit, sich die Umgegend mal näher anzusehen, weil man scheinbar nur in der Mitte durchkommen zu müssen glaubte. Auf dem „Bar Kochba"-Platz schlugen die Mädels ihre Freundinnen aus Halle ():(), vielmehr nur einen Teil davon, weil die gröbere Hälfte durch Einheimische komplettiert werden muhte. Die Knaben-Fußballer konnten gegen die stämmigen Hallenser trotz verteilten Spielt nicht zum Erfolg kommen und unterlagen knapp 0: 1. Auf dem „Schild"-Platz spielte noch die II. Fußballmannschaft gegen „Mhtrachl", nachdem es noch bei Halbzeit 0:0 hieß. Wenn die „Bundischen" noch etwas Routine und damit mehr innere Ruhe bekommen, werden sie in Zukunft die Chancen, die sieh ihnen am Sonntag boten, besser ausnutzen, sie sind eifrig, zäh und begeistert beim Spiel. Auswärts in Magdebuig weilten 2 Handballmannschaften des „Schild", eine ziemlich starke Dosis mit 0: 10 bekam die II. Elf von der dortigen I. mit nach Hause, bei den jugendlichen blieb es erträglicher, bei ihnen hieb es knapp 1:2. Auch die dem Sportbund angeschlossenen Kegler waren am Sonntag in Aktion, um durch Ausscheidungskämpfe (100 Kugeln pro Parf fimerie?ain5tein Wme. seit ca. 30 fahren am Platze tt T\**\fY£>rt£> M* a^a vj^vi aw HüicnsairuDc ou-t»o Reichhaltiges Lager Inu. ausländischer Parlümerlen, Seifen, all«» mnd. Mittel zur SchönheJtSDflege (kostenlose Beratung), Verbandsstoffe, Bader, Brunnen zu öriginai- :ch Mir PrSvsthssses. Frei Hss«: Tel? 144H7.

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