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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1936-10-02 · 40 (2.10.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
12 (1936)
Issue
40 (2.10.1936)
Date
1936-10-02
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Seile 6_ GCMCINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG 2.'Oktober 1036 der große Jimdias Zhauro-festball Kr*4~u* Ba"a"! m. e. cr<5^H. Programm J 1 Sonnabend, 10. Okt.. »0.30 I hr ■ im SrliloMMkeller, Dresdner Str. J— Kaja Behnnlr« in ihrer ungarischen UeiM|IHUKMfr Jane und Karlchen — Lachen ohne Ende! a IEiritrl'tspr. , nuttiCri&t I.jG. Qfüßc Caüun-roiunaise: hrstki. lanzkapelle! Tanz frei! Kartenverk. nur an Mifplieripr der ifirl Oemefnscbaftl jVorvw.;.. IC*«uUiu>ui Willucr; Nordsir.; «est. Maneiis; Kest. Zellner; Bäckerei Schmeidler, Frankfurter Str. 11; Goldfreund, A.-Verw., Hainstr. 16« ■ M9IIII..............■■■■■■......t......III.....■■■■■■■rillllllll|||!>li!!!!!!!a!!!:S«>E| sanften Humors nur eben angeleuchtet. Es heißt „Gruße Liebe". Der litel ist nicht eigentlich ironisch, Molnar bezweifelt gar nicht, d;ili es die große Liebe gibt; er lächelt nur ein wenig darüber, daß die Menschen im Grunde nie wissen, wann sie kommt und wen sie trifft. Du ist Margit Aj^i - eine fabelhaft tüchtige Person; als die hochbegabte Direktrice eines Modesalons ernährt sie sieh und die Schwester und gestaltet nach dem Tode der Ritern und Verlust des Vermögens das Lehen für sie beide mit diktatorischer Energie. Für sie beide, und für den jungen Ludwig, den schon die Mutter /Ulli Bräutigam Uli; die Sehn e-ter.lr...... I.U's>ti!?<<!!! hat- 4MKl--tk'H--Mtt«*!frzmn Ingenieur ausbilden läßt und zugleich /um Musterinann erzieht. Alles hat sie vorzüglich ausgerechnet und nur daß sie!; das Wichtigste nicht ausrechnen lallt, hat sie nicht begriffen. Und eines Tages findet der brave pedantische Ludwig einen Freund in dem verwegenen charmanten Iwan, Und der gewinnt Ireneus Her/ und nimmt sie sich; und wenn sich die gestrenge Margit ingrimmig zur Wehr setzt, so muß sie zu ihrem Entsetzen bemerken, daß sie sich dabei selbst in diesen abenteuerlichen und warmherzigen Umsehen verliebt hat. Und mm, da sie ein grundanständiger Mensch i>t. wagt *ie nii.!ii mein die Schwester /u Halten si•' weiß ja nicht mehr, was besorgte Liebe und was Eifersucht wäre: sie laßt die beiden ziehen. Aber der brave Ludwig, der im Grunde genommen die grolic Schwester immej viel liefer vereint hat als die kleine, wird bleiben und wird Margits Mann werden. Freilich, daß sie sieh „nicht verheben kann", das weiß er genau und damit findet ei sich ah. — Mau sieht, es ist so/usageu eine glückliche Lösung; aber so viel drolliger Irrtum und schmerzliche Entsagung ist in diesen: Glück. Die weißhaarige lebenslustige Exzellenz, diese reizende alte Dame, che Margit beschützt, erreicht schon das Ziel, das ihre strahlend lebendige Klugheit eleu beiden gesetzt hat. Aber am Ende weiß auch sie nicht, eine wie grobe Liebe diese energische Margit im Herzen getragen hat, Einmal spricht Margit es aus, beim Abschied /Ii der Schwester: „Ich glaube, eine grolle Liebe ist die, für die es keine Elklärung gibt, die keinen /weck hat und keine andere Freude kennt, als das Opfer." - Soviel Ernst steckt in den kleinen, heiteren, leicht hiuspielenden Szenen dieser Komödie. Julius Bab. Sport vom Sonntag. tVon unserem ständigen Berichterstatter Deka.) Dieses Bericht muß zurückgreifen, um das für diese Saison wichtigste Sportereignis festzuhalten. Das Test aller Jugendbünde am ii. September auf den „B. K "-Platze steht in der Tat über all den Veranstaltungen der letzten Zeit, nicht etwa wegen seiner dabei erzielten Resultate; daß man es endlich einmal zuwege gebracht hat, die Jugend aller Richtungen zu gleicher Zeit auf ein und demselben Sporttclde zu gemeinsamen Wertkämpfen zusammenzurufen, ist das Positive unnd Erfreuliche dieses Tages, der hoffentlich recht bald und oft würdigt Nachfolger In noch erweiterter Form linden möge. Diese Veranstaltung ist das klönende Werk des hiesigen Jugeiidritiges mit seinen Verantwortlichen: Hugo Buchsbaum. Kurt Goldmann, Max Weiser und Heinz .Weißenstein. Diese Jugend brachte den Beweis der wohl möglichen und reibungslosen Zusammenarbeit der „feindlichen Brüder*'; wann endlich geschieht »!;».> .... .iüuemeiuui spoitiiebf« Rahmen! rM zur Errechnung der Punktzahl für die Rangordnung der Bünde wählte mau nicht den sonst üblichen Weg dei Einzelleistung; mit betonter Absicht wurde die der Gruppe gefordert, denn nur so bekam mau einen direkten überblick über das Durchschnittsniveau der „Konkurrenten". Auch die Darbietungen mit Kugelstoßen, Ballweitwurf, Völkerball, Röm. Wagenrennen, Staffeln und einem Handball- Blitztournier sprengten den sonst gezeigten Rahmen. Das letzte konnte jedoch durch die vorgeschrittene Zeit sein Ende nicht erleben, wodurch erst eine Fortsetzung in den aller nächsten Wochen die Entscheidung um den zweiten und dritten Platz zwischen „Habonini" und „Kreis" bringen wird. Die erste Position mit 731/« Punkten ist dem J. P. Makabbi-I la/air jedoch auch hierdurch nicht mehr zu entreißen; an vierter und fünfter Stelle rangieren ,,1'sra" und „Brith hanoar". Es war wirklich eine Freude, ein Brlebnis, den Wettkampfeifer der Beteiligten ZU beobachten, ging es doch hier um „seinen Bund" und die Sprechchöre der daging es doch hier um „seinen Bund" und die Sprechchöre der „dauraußen" stehenden „Bündischen" erklangen dar ob entsprechend stimmgewaltig. Und es gab viel Spannendes und Aufregendes, sei es die wunderbare lbxSO in-Staffel, die leider nur einen Fehler hatte, schon am Vormittag gelaufen worden zu sein, oder das Röm. Wagenrennen, bei dem oft auf der Strecke eine „Achse" krachte oder gar der Lenkriemen unterwegs sein Leben ließ (s. J.P.B.), weiterhin die 4x50 in bzw. 4x100 m-Staffeln mit gutem, aber auch viel schlechtem Stabwechsel schließlich das Völkerballspiel, bei dem sich die Mädels des „Ring" und des „J. P. B." einen Q th IM Q I fl I II V K,rlsoader0!!,atfinuGrahZwie!53* , '«tfcefkr. «I III BIS K S m ■ o I Hordstr. 25, Frankfurter Str. 11, Tel. Nr. 2SS SI erbitterten Kampf lieferten, sich aber dann doch die zu vergebenden fünf Punkte teilten, man war ja auch zum friedlichen Wertkampf angetreten. Der ihn abschließende Aufmarsch mit der Ansprache von Dr. Mnuchim war wirklich das sichtbare äußere Zeichen der an diesem Tage vorherrschenden großen Jdef,.jcUp„ Jlls.a\ÜL.J^4.;u•k*- -*ttitt-rmjiHiiMin'ir'CeTje'ri Leipzigs bezeichnet werden muß. Die andern Ereignisse treten dadurch stark in den Hintergrund, es waren allerdings auch keine weltbewegenden. Am vorletzten Sonntag stark le „Bar Kochba" zu seiner leichtathletischen Vereinsmeisterschaft, bei der ebenso nicht der Einzelerfolg dominierte, sondern der Mehrkampf die Durchschnittsleistung des Einzelnen erbringen sollte. Bei den „Großen" holte sich Sieradt/ky im Siebenkampf mit 2»/ 31 _, Punkten knapp vor Sternheim den 1. Platz, und un L58 m Hochsprung war dabei seine beste Leistung, während;s i/nciicii Gittiizstück sein IdIRJ m-Lauf in 1,5(! Minuten war. Bei den Jahrgängen IS 10 siegten im Fünfkampf Rubin und Wittner, dennoch ragt die Leistung eines Plazierten hier hervor, der 200 m und 1500 m-Lauf Stissons in 20,1 Sekunden bzw. 4.53 Minuten. Meister der Altersstufe 1920 wurde Storch und bei dem bekannten „21er Jahrgang" Bubi Braun, aber vollends meisterlich waren die Leistungen da doch noch nicht, nur Hellers Speerwurf mit 32 in läßt sich scheu. Bei den Jüngeren bis zu den Zehnjährigen gewannen Erlbaum III, Salata, Cudkowitz, Kobbold und Sigall überlegen ihren Dreikampf. Bei den 14jährigen Mädels führt Liesa Wydra die Gruppe an, Ruth Goldstein gewann bei der jüngeren Stufe, Hannelore warschauer, Meta Weinrauch und Susi Brecher sind die Gliicklichen bei der noch"jüngeren Generation. Im "Tennis revanchierte sich Zucker für die vorjährige überraschende Niederlage durch Rolf Cisinsky und verwies seinen damaligen Bezwinger diesmal auf den zweiten Platz; dritter bei der Vereinsmeisterscnaft wurde H. Sieradtzky. „Schild" veranstaltet am 4. Oktober zum Abschluß der Leichtathletik-Saison auf «einem Platze ein internes Sportfest, au dein sich die jüngsten bis /u den ältesten Aktiven beteiligen. Mittags 2 Uhr ist sein Beginn und schon um 5 Uhr die Siegcrverkündung angesel /t Herausgegeben vom Vorstand der israelitischen Religionsgetneinde zu Leipzig Schriftleitung: OemeinJerabbiner Oustav Cohn, Leipzig C 1, Waltet Biümtl-Str. 10, III. Anzeigen: Verlag Elsa Goldfreund Leipzig Cl, Hainstraße 16, Zimmer JIM Til. 16722 Anzeigepi»iter: Ernst Ooldfreunu, CichoriusstraBe 2a Tel. 60771 für die Aufnahme von Anzeigen in bestimmten Nummern und an bestimmten Plätzen und für telefonisch aufgegebene Anzeigen wird keine Oewähr übernommen. Druck: Jordan&Gramberg vorm. Druckerei der Werkgemeinschaft, Leipzig, Brüderstr.19 D. A. III. 36. 3567. Pr. L. Nr. 5. Für den Inhalt der Inserate übernehmen Gemeinde vorstand und Schriftleitung k eine Vet antwortung. Vereinsnachrichten jüdischer Kulturbund. Nachdem .um!"> September das Berliner Kulturbumiorchcster unter Leitung von Herrn Ucncralmtisikdirektor Hans Wilhelm Steinberg mit so großem Lrfolg bei uns gastiert iiat, ist es uns geiungen, für den b. Oktober das Berliner Kulturbund- 1 h e a t e r zu einem Gastspiel /u gewinnen: „Qroße Liebe" von Franz Molnar. — Herr Dr. Singer, Berlin, der Leiter des Berliner Kulturbundes und des Reichsverbandes der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland, wird voraussichtlich au diesem Abend bei uns weilen und einige Worte an unsere Mitglieder richten. — Wir bitten unsere Mitglieder im eigenen Interesse, sich diesen genußreichen Abend nicht entgehen zu lassen, und wir hoffen, daß eine große Zahl noch außenstehender Qemeindemitglieder sich neu anmelden wird. Diese Anmeldungen werden in unserem Büro, üoethestr. 1 III, täglich zwischen lt) und 12 Uhr (außer Sonnabends und Sonntags) unter Vorlage eines kleinen Lichtbildes entgegengenommen. — Am Abend der Veranstaltung können leider diese Buchungen nicht vorgenommen werden. Frauenvercin Ruth. Die für Dienstag angesetzte Mütterberatung fällt aus, da die Schule an diesem Tage nicht geheizt ist. Die erst« Mütterberatung findet daher erst am Mittwoch, H.Oktober, 1b Uhr, in der Schule statt. Frauenverein „Ruth". F.s wird darauf hingewiesen, daß die Geschäftsstelle sich bei Frau Dr. Gerda Ochs, Fregestr. 30, 1, befindet. Verein poln. Kaufleute und Gewerbetreibender ,e. V. in Leipzig- Arn 18. Oktober 1930 findet um 20 Uhr im blauen Saal des Krysallpalastes eine Poniatowski-Heklengedenkfeier statt,'an die sich dann eine Abschiedsfeier für den scheidenden verehrten Generalkonsul der Polnischen Republik, Michal Czudö»ski, anschließt Sämtliche poi-

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