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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1936-09-11 · 37/38 (11.9.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
12 (1936)
Issue
37/38 (11.9.1936)
Date
1936-09-11
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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1!. September 1936 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seite 9 Sonnt««, den ,3 Sep«. .93« £ J» R rp _ FEST alld« I Hl auf dem Bar Kochba Platz Dübener Landstraße (Straßenbahn 14) Eintritt: Erwachsene 0.40 veranstaltet vom jüdischen Jugendring jugendliche 0.10 Leichtathletik / Völkerball / Handball / Lautstafetten _nur an der Kw_jjggjwa g Uhr ,' Endkämpfe 15 Uhr / Aüsüiiubieier l» Uhr Täglich trinken! Bad Vilbeler natürl. Mineral - Tafelwasser gesund bekömmlich erfrischend Alleinvertrieb: GOLDSCHMIDT & KOPPEL LEIPZIG N21 - Delitzscher Straße 7F - FERNRUF 52106 Bethaus Bikur ChoUm, Cisenbahnstrabe9 Karten sind zu haben bei: Mierer, ßussestrabe 5 a um Spezialgeschäft für alle Mode-Neuheiten: Spitzen, Bänder, Gürtel, Kleider-Garnitur PetersstraBe5 m,,.,...... Kröpfe, Agfarfen,!■;...,.>w QfhltlOilllOP K»lsl»tierOblatenu.Grah.Zwiebackf.Zutkerhr O Hl Iii C IM I C I Morditr. 25, Frankfurter Str. 11, Tel. Nr. 255 68 Austritte aus der israelitischen Religionsgesellschaft: Nach geltendem sächsischen Recht bedeutet der Austritt aus der israelitischen Religionsgesellschaft den Austritt aus dem Judentum; nach unserer Friedhofsordnung hat der Austritt aus dem Judentum den Verlust des Anrechts auf Beisetzung und auf eine etwa früher erworbene Grabstelle auf unseren Friedhöfen zur Folge. Stafficrerin Annemarie Elisabeth Rzepkowicz, geb. 14. 10. 1016. Ritterstraße 17. Anna Charlotte Martha Schreiber geb. Schlenker, geb. 1. 12. 1905. Großdeuben. Kind Annarose Ursula Schreiber, geb. 21.4. 193b, Großdeuben. Neue Bücher jamim nuraim. Arbeitsplan und Stoffsammlung. Zusammengestellt von Bernhard S. Jacobson (Berlin 1936| (Tenuat Tora Wa*Awoda in Deutschland). Seit sehr alter Zeit ist es Brauch, daß man sich auf festliche Tage im jüdischen Jahre, um sie in der rechten Stimmung zu begehen, vorbereitet. Es liegt im Zuge unserer Tage, daß dieser Brauch wieder mehr und mehr Beachtung gewinnt. Besonders angebracht ist solche Vorbereitung für die heiligsten Tage dies jüdischen Jahres. Die religiösen Gedanken, denen sie gewidmet sind, nicht minder das Brauchtum in Synagoge und Haus, können ihre ganz religiöse Kraft nur dann entfalten, wenn Sinn und Gefühl schon im voraus für sie aufgeschlossen sind. Ein ausgezeichnetes Hilfsmittel für diese Rüstung stellt der vor? der Bundesleitung des Brith .....»che! „Zetr? Misrachi" tur Deutschland tuii Untersim/ung des Keren Tora wa*- Awoda für Deutschland herausgegebene Arbeitsplan dar, gerade weil er auch zugleich mit der Stoffsammlung verbunden ist. In enger Anlehnung und unter wörtlicher Anführung der entsprechenden Quellstellen aus Thora, Midrasch und Talmud wie aus dem neueren Schrifttum werden Feier, Vorschriften und Bräuche sowie die Texte der SchfiftVerieSUttgen und der Kerngebete der Jamim noraim erklärt UHd in ihrem Sinne gedeutet. Um auch dem Umkchrgedankcu der Feste das Echo zu sichern, werden in sehr geschickter Auswahl Stücke aus dem anerkannten älteren Schrifttum hinzugefügt. — Wenn hinsichtlich des Erscheinens dieses Buches etwas zu bedauern ist. iiCaier U. RÜliaiien rechzeitig einkaufen | bei 31. W. Kauf mann, Brühl H\ arre nT D. ROSEN Nachf. Lieferung frei Haus - Telefon 23768 RutL 0o,dstein Nttrsstttawsf U Meiner verehrten Kundschaft herzjiche^NejjiahrAWÜnschE^----- 25 Jahre Qualitätsarbeit Vervielfältigung v. Scnrift u. Zeichnung, Scnreibmasch.-Arb, Diktate Fernsprecher 18039 fdirelbbÜW QlÜnbaüm Brühl 23 (Attfg. B) so nur, daß es nicht schon einige Wochen früher bekannt geworden ist. Immerhin dürfte es auch für dieses Jahr noch nicht zu spät sein, aus diesem Buche Anregung, Klärung und Rüstung zu schöpfen, c. Gebete und Segenssprüche für verschiedene Gelegenheiten. Breslau [1936]. (Verlag I). Rotenberg Buchdruckerei.) Eine bequem mitziiführende Taschenausgabe unserer Gebete und Segenssprüche, insbesondere von solchen, die außerhalb der Synagoge verrirMet werden. »/!._> (d&iusch hallcwaoa, pidjOn!.<j'ucn, brüh miian, RochzeitsfeierDj tefillath haderech (Gebet auf der Reise), tcfillath jorde hajam (Gebet auf einer Seereise) entspricht schon einem Bedürfnis. Es ist deshalb dankenswert, daß das vorliegende kleine Gebetbüchlein die hier angeführten üebetsstücke in einer bequemen, handlichen Ausgabe vereinigt. Wir vermissen allerdings darin u. a. die Ordnung für Trauungen (wenn auch die Gebete beim Hochzeitsinahl enthalten sind), z.idduk hadin (Gebete bei Bestattungsfeiern). Indem das vorliegende Büchlein auch die Nachmittags- und Abendgebete für Wochentage und Sabbate, sowie für den Ausgang der Sabbate und manches andere der regelmäßigen synagugalen Gebete (es fehlt allerdings das Morgengebet für Wochentage und Sabbate) mit aufgenommen hat, ist der einheitliehe Charakter einer Samm lung in dem zuvor bezeichneten Sinne beeinträchtigt. Das vorliegende Büchlein, das auf 64 Seiten in sorgfältigem Druck einen wesentlichen Teil unseres Siddur bietet, wird dennoch gewiß gerne als ein Reisehegleiter benutzt werden. Für eine neue Ausgabe, die zweifellos bald notwendig werden wird, wäre vielleicht als Verbesserung noch zu empfehlen, daß sie' in einem noch schmäleren Format mit biegsamem Deckel ausgeführt wird. Theodor Simon. Essays. Mit 13 Bildbeigaben von Michel Fingesten. Verlag Kedem. Berlin 1936. Es ist viel au Literatur in den letzten Jahren innerhalb unser jüdischen Kreises erschienen, aber kaum ein Buch, das dem Aestheten etwas bietet. Darum tut ein Buch, wie die „Essays" von Theodor Simon so wohl. Es bringt in unsere so stark auf das Reale gerichtete gegenwärtige Welt ein bißchen Schönheit. Das Buch ist schön in seiner äußeren Form. Der Einband mit den Faksimile-Schriftzügen, der schöne Druck, die künstlerischen Bikibeigaben von Michel Fingesten. Es ist schön in seinem Inhalt, jedem einzelnen Essay. Ein musischer Mensch mit aufgeschlossenem Sinn für alles, was gut , i ...i. ho* .Ii..... CT----..- _ - .!,,•• ,!,,.„ p;,, \A ,,„0,.k .1. n jviiuii i5i, uai uiwav lsmo ggcfcwntiCMCfii ein tnuHwii ... achtlos voruiK *:-\gangen ist ..... 13.. fand, in leichtem Plauderten wird hier viel Lebensweisheit vermittelt, auch Stellung zu den uns bewegenden Gegenwartsfragen genommen. Das erste Stück „Ich lerne jüdisch" ist das Bekenntnis eines bislang in allgemeinen Kulturinteressen aufgegangenen Menschen, der sein Judentum neu triebt. Das letzte „Erwachen der jüdischen Seele" spricht von der starken Beeindruckung eines bisher jüdisch indifferenten Kreises durch die Worte einer jungen, von ihrem Judentum erfüllten Theologin. Vielleicht packt das Buch so, weil es nicht erklügelt, sondern erlebt ist. Wer sich oder anderen in dieser für uns so nüchternen Zeit eine Freude bereiten will, der greife zu diesem kultivierten Werk. Fordern Sie den neuen Gesamtprospekt des Schocken Verlags Berlin SW19 an

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