Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1936-07-03 · 27 (3.7.1936) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
12 (1936)
Issue
27 (3.7.1936)
Date
1936-07-03
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/4876568-5968812-5978387--5991-4882163
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Seite 4 ÜEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELlGIONSüEMhINDE ZU LEIPZIG 3. luli 1936 Täglich frisches gepflegtes ClhmnSHis? v •.....ciuicr Eiernudeln täalirh frisih, — f. f. Qbstksirfccn Nordstr. 25, Frankfurter Str. 11, Tel. Nr. 25568 i-4 l:T\tl,Tl'21 PI Südfrüchte - Nüsse - ßohbost - Delikatessen stein (Kl. IIa)) in 2,32,8 Min. und der vor, Qüuther Cohn (Kl. IVa) in 2,1-1,4 Min. Je eine Abteilung Mädels und Jungens zeigten weiterhin das Korb- und Turmballspiel, leider konnte die dazu notwendige Erklärung nur In rechi bescheidenem Malte gegeben werden, aber die sportlich Interessierten lind Verantwortlichen werden den Eindruck gewonnen haben, ilali mit diesen beiden noch wenig bekannten Spielen eine Bereicherung des Spielprogramms gefunden ist, bekannter ist uns dafür ja schon das „Ball über die schnür", das Mädels gleichzeitig mit de:-: obenerwähnten Spielen EtUrcfitührten. Die „Glanznummer" war wiederum die ,,kleim Schar"; ihre Darbietung ist etwas für das stol/e Elteraherz! Das dabei durchgeführte Tauziehen ist so richtig geschaffen für die Kämpfernatur eines Jungen und für die Erwachsenen du Beweis, daß nur durch den vollen Einsatz des Einzelnen für die Gesamtheit etwas erreicht werden kann. Der Höhepunkt und gleichzeitig auch der Ausklang des Festes war der Aufmarsch aller „Aktiven" mit den anschließenden Freiübungen. Ein herrliches Rjfd Hie Hunderte freudigst erregter Kinder, die nur ein Oedanke beseelte, denen da „draußen" noch einmal zu /eigen, was sie geineinsam im großen Rahmen /u leisten vermögen. Für manche von ihnen kam eigentlich das Schönste «n» -«»" SchluB; die Sieger Oer Klassenkampfe und des Sonntags erhielten aus der Hand des Herrn Dir. Dr. \\ eikersbeiiner, dessen vorherige Ausprachc, die leider nicht auf allen Plätzen einwandfrei gehört wurde, am Schiuli dieses Berichtes gebracht wird, ihre Preise, unter denen sich solche verschiedener judischer Organisationen für besondere Leistungen befanden; so erhielt Rita Hartwich (Kl. IIb) für ihren 1,2) m-Hcchsprung den des R. j.F., Liesel Mohr (Kl. Ib) den des Sachs. Landesverbandes für ihren 6,55 m-Kugelstoß, Obstler (Kl. lila) den der Z. O. Q. für seine 800 m, und Manfred Nomis konnte für seinen 1,40 lu-Hochsprung den Preis der Reichsvertretung in Empfang nehmen. Die Kinder marschierten dann ab, ein schöner Tag war damit beendet, für sie reich an Eindrücken, nicht minder gewiß für ilie Litern, die mit der Gewißheit ihren Heimweg antreten konnten, daß es die Schule als ihre selbstverständliche Pflicht betrachtet, geistige und körperliche Bildung Hand in Hand gehen EU lassen. Von der sonntägigen Tätigkeit clor Vereine interessiert der 3:0- Sieg der verstärkten Alten Herren des „B.K." gegen die LEU des „Makkabi Zwickau", „Schilds" Handballsieg von 11:2 gegen Halle, aber auch die Niederlage seiner Mädels mit 1:5 gegen die gleichen der Hallenser R. i F Sportgruppe Von der Leichtathletik ragt die ganz fabelhafte UM) m-Lcistung mit 11,=) Sek von Hans Nathan hervor, die er im Klubkampf des „Schild" gegen Halle auf dem Fußballfeld einwandfrei erzielte. Morgen ist wiederum ein großer lag für die Leichtathletik, auf dem „Bar Kochba"-Platze koi ml die Mitteldeutsche Makkabi- Meisterschaft zur Durchführung, die gleichzeitig die besten Berliner Läufer am Start sieht. Dieser Tag hat für die Mitwirkenden noch seine besondere Bedeutung, weil die Bestplazierten die Chance haben, ihr Können einige Wochen später im größeren Rahmen, bei der deutschen Makkahi-Meisterschalt nochmals unter Beweis /u stellen. Hoffentlich weil! das Publikum darum die Bedeutung des morgigen Tages zu schätzen und gibt den Sportlern die \t 'i^li. hi.-. it .... S......tag VOI .....er ijr.hübtCH'j grölten Zusrhauerzahi zu statten. Lv^Um;^!! gind nicht nur abhängig von der Kondition, in nicht geringem Maße auch von der äußeren Beeinflussung, vom „Mitgehen" der draußen Stehenden, also...... A n s p r a C h e des II e r r n Di r. I) r. W e I k C r 6 h c i m e r. Die freudige Aufnahme, die im vergangeneu Jahre unsere sportliche Veranstaltung im Kreise der Litern und Schüler gefunden hat, war uns ein Ansporn dafür, auch in diesem Schuljahre wieder mit den Darbietungen von Spielen und leichtathletischen Wertkämpfen an die öffentlcihkeit ZU treten. Abgesehen davon, daß Turnen und Sport eine wichtige Er- Ziehungsaufgabe der Schule ist, müssen wir heute m der Zeit der Berufsumschichtutur. die /um größten Teile physische Kräfte in Anspruch nimmt, mehr denn je darauf achten, daß unsere jüdische Jugend körperlich ertüchtigt und gestählt wird. Naturgemäß wird die sportliche Betätigung unter Anspannung der geistig-seelischen Kräfte den Anreiz ZU Spitzenleistungen geben, wenn auch diese keineswegs Ziel, und Zweck des Spoiles sein sollen. Zu allen Zeiten und bei allen Kulturvölkern wurde Sport getrieben, wenn auch mit verschiedener Bewertung, teils lediglieh zur Körpergesundung, teils zur Vot bereitung von Kampf, insbesondere zur Erhöhung der \\ ehrhaftigkeit des Volkskörpers. So wissen wir z. B. von den Griechen, einem der wertvollsten Kulturvölker des Altertums, daß bei ihnen die körperlich-geistige Harmonie als Lebens- und Erziehungsideal gngettrebl wurde. Lind wie stand es um den Sport bei den Juden des Altertum«? E? ist eine irrige Auffassung, wenn man gutuui, daii der Sport Ii. Juden vernachlässigt wurde g.......Ii. bekämt! wi»\ Die Geschichte daß unsere Vorfahren nicht nur auf der Arena des (ieistes, sondern auch im Kampf mit den Waffen ihren Mann zu stellen wußten. Wehrhaftige Männer mußten es geweser. sein, die sich mit den Riesenvölkern des damaligen Kanaan in schweren Kriegen gemessen haben. Wenn wir weiter die Geschichte lies jüdischen Volkes verfolgen, so begegnen wir einer Debora, einem Gideon, einem Sehintschon, heldischen Gestalten, deren Ruf als tapfere Kämpfer niemals erlöschen wird. Wir begegnen Saul und David, den königlichen Streitern im Kampfe für das jüdische Volk. Und wer kennt nicht luda Makkabi und Bar Kochba, jene Helden der letzten Epoche des jüdischen Altertums, die mit ihrem. Blnte. .die. Freiheitihr es-Volkes" /.u erringen suchten? Joscphus Havius, der von den Römern gelernt hatte, was Kriegführen heißt, bezeugte mehr als einmal, welche heldenhafte Kämpfe die jüdischen Soldaten um Jerusalem geführt haben. Im .Wittelalter ließen die Lebenssorgen bei der Mehrheit der Juden den Gedanken einer sportlichen Betätigung nicht aufkommen, und doch wird berichtet, daß in Frankreich lüden an 1 .linieren teilnahmen und daß in Weißenfels im Jahre I38fi ein kriegerisches Spiel, lias mau Juden-Turniere nannte, ausgetragen wurde. Maimonides, die überragende jüdische Persönlichkeit des Mittelalters, empfiehlt den Sport aus gesundheitlichen Gründen. Heide weiß CS, daß die »puiiiiehe Betätigung unserer Jugend aus hygienischen und praktisch-beruflichen Gründen unerläßlich ist. Es ist tieshalb nicht /u verwundern, wenn die Darbietungen unserer Schule trotz mancher Mängel Zeugnis ablegen von der Beg« isterung unserer Jugend für den Sport und von dem ernsten Willen zur sportlichen Vervollkommnung. Das Gelingen unseres Sportfestes wäre nicht möglich gewesen, ohne Zusammenwirkung verschiedener Momente, die mich verpflichten, eine Summe von Dankesschulden abzustatten. - Dank Ihnen allen für ihr Erscheinen, Dank dem Sportverein Bar Kochba für die Uneigennützigkeit. mit der er uns seinen Sportplatz zur Verfügung gestellt hat, Dank den Damen und Herren, insbesondere unseren Turn- und Sportlehrern, die sich in aufopfernder und hingebender Mühe der Ausgestaltung des bestes annahmen, Da tk den Freunden des Sportes und der Schule, die uns in überaus liebevoller Aufmerksamkeit Geschenke und Spenden stifteten für diejenigen Schüler und Schülerinnen, die aus dem Wettbewerb als Sieger hervorgingen, Dank schließlieh Euch, liebe Schüler und Schülerinnen, für die schönen Stunden, die Ihr uns durch Gymnastik und Wettspiele bereitet habt, Stunden, die uns dauernd in Erinnerung bleiben werden. Herausgegeben vom Vorstand der israelitischen Keligionsgemeindc zu Leipzig Schriftieitung: i. V. Qemeiuderabbiner Dr. Hugo Fuchs, Chemnitz, Agricolastr. 15. Anzeigen: Verlag Elsa Goldfreund Leipzig Cl, Hainstraße 16, Zimmer 304 Tel. 16722 Anzeigenleiter: Ernst Ooldfreund, Cichoriusstrafie 2 a. Tel. 60771 für die Aufnahme von Anzeigen in bestimmten Nummern und an bestimmten Plätzen und für telefonisch aufgegebene Anzeigen wird keine Oewähr übernommen. Druck: Jordan &Oramberg vorm. Druckerei der Werkgemeinsrhaft, Leipzig, Bniderstr.19 D. A. II. 36. 3600. Pr. L. Nr. 5. Für den Inhalt der Inserate fibernehmen Gemeindevorstand und Schriftleitung keine Verantwortung. V€tT€* I n s n p c h r! c h t r;. Keren rinjischtr.v, t arher.tr. öl. Es ist Pflicht sämtlicher Mitglieder aller agudishschen Gruppen, sich in den Dienst der am kommenden Sonntag zur Durchführung gelangenden Hilfsaktion für Erez Jisroel zu stellen und sich zur Entgegennahme des Sammclmaterials am kommenden Sonntag um 10,30 Uhr im Agudahheim einzufinden. Sportverein „Schild", Leipzig. Geschäftsstelle: Kl. Fleischergasse S A II. — Während der großen Ferien und des solltet unser Sportplatz jeden Tag, außei I^PnÖTl ^asst' 8AM' - v P^UKT! merlichen Wetters iD| Fi Sonnabends, von früh ») Uhr bis ziim Dunkelwerden geöff- \V O* net. Liegestühle, Sitzgelegenheiten unter Sonnenschirmen, Er- \s frischungen. Sonntag, 5. Juli: Allgemeines Training. Wir benötigen zur Wiedcrei Öffnung eines I raucn-Kegelklubs noch einige Damen und erbitten entsprechende Meldungen an unsere (icschäftsstcllc. Jüdischer Sportverein Bar Kochba Leipzig e. V. Eigener Sport- » park: Leipzig-Eutritzsch, Dübener L.uidsliaße: Turn halle: Leipzig C 1, (iustav-Adolf-Str. 7. Lei.: 2(>'2$5. * * d> \.,, Sonntag, 5. Juli, finden auf unserem Platz die mitteldeutschen Makkabimeisterschaften statt. Beginndei Vorkämpfe 10 Uhr, Haupt kämpfe 14,30 Uhr. Da die bestell mitteldeutschen und Berliner Leichtathlet n starten, ist es das Leichtathletiksportfest des Jahres. Tennis-Abteilung. Sonntag, 5. Juli, findet auf unserem Platze ein Kluhwcttkamnf unserer I Mannschaft U|l ........ bar Koch ha Dresden statt. Das Rückspiel gegen Bar Kochba - Berlin

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.