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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1936-05-29 · 22 (29.5.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
12 (1936)
Issue
22 (29.5.1936)
Date
1936-05-29
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 GEMEINDEBLATT DER ISRAEL!TISCHF.N RELIOIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG 29. Mai 1936 Gottesdienste Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst: Freitag, 29. Mai, Abendgebet 19 Uhr. Sonnabend. 30. M.-tr Morgengebet Q Uhr; Nachmittapspehet 20 40 i ihr nncrhii*»BerKl! ehrvonrag, Abendgebet 21,10 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst: Freitag, 5. Juni, Abendgebet iy Uhr mit Predigt. Sonnabend, b. Juni, Morgengebet 9 Uhr; Nachmittagsgebd 20,45 Uhr, anschließend Lehrvortrag, Abendgebet 21,19 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Ez-Chaim-Synagoge, Ütto-Schill-Str. Freitag, den 29. Mai, Abendgebet 19 Uhr. Sabbat, den 30. Mai, Morgengebet 8,30 Uhr, Mincha!S Uhr, anschließend Schuichan Anich-Vbrtra'g des Herrn Rabb. Dr. Ochs. Ausgang 21,10 Uhr. Wochentag: Morgengebet 7 Uhr, Abendgebet 19,15 Uhr. Ez-Chaim-Synagoge, Otto-Schill-Str. Freitag, den 5. Juni, Abendgebet 19 Uhr. Sabbat, den b. Juni, Morgengebet 8,30 Uhr, Mincha 18 Uhr, anschlieliend Schuichan Ariich-Vortrag des Herrn Rabb. Dr. Ochs, Ausgang 21,19 Uhr. Wochentag: Morgengebet 7 Uhr, Abendgebet 10,15 Uhr. Talmud-Thora-Synagoge, Keilstr. 4. Freitag, den 29. Mai, abends 19 Uhr. Sonnabend früh 8,30 Uhr, Mincha 17 Uhr, Ausgang 21,10 Uhr. Wochentags: Krüh 7 Uhr, abends 19,30 Uhr. Tämmd-TSiuid-Syiiaguge, Keiisir. 4. Freitag, den o. Juni, Abend« gebet 19 Uhr. Sonnabend früh 8,30 Uhr, Mincha 18 Uhr, Ausgang 21,19 Uhr. Wochentags: Früh 7 Uhr, abends 19,15 Uhr. Synagoge „Obel Jakob", Pfaffendorfer Str. 4. Freitag, den 29. Mai, Abendg. 19,30 Uhr. Sabbat, den 30. Mai, Morgeng. 8,30 Uhr, Minchag. 17 Uhr, Abendg. 21,12 Uhr. Wochentags: Morgeng. 7 Uhr, Abendg. 10,30 Uhr. Personenstandsnachrichten Barnitz w a: Sonnabend, b. Juni 1930, Michael Kuller, Sohn des Herrn Josef Kurier und Frau Manja geb. Kupfer, Marbachstr. 8, in der Synagoge Obel Jakob. Aus dem Gemeindeamt Nachrichten des Sozialamtes, Die Kasse des Sozialamtes ist für Publikumsverkehr bis auf weiteres täglich nachmittags nur von 1() bis 17 Diu gcöünei. Das Sozialamt hat eine Vorlehrc in drei Klassen eröffnet, und /.war: Gärtnerei, Tischlerei und Schlosserei. Eine beschränkte Anzahl Teilnehmer kann in allen drei Klassen noch Aufnahme finden. In den Vorlehrekursen des Sozialamtes wird 4 Stunden täglich praktische Berufsarbeit getrieben, 3 Stunden täglich findet theoretischer Unterricht (Hebräisch, jüdische Geschichte und Literatur. Palästinakuude sowie theoretischer Fachunterricht) statt. Die Teilnehmer an der Vorlehre sind von der Pflichtberufsschule befreit. Anmeldungen, die nach dem 1. Juni eingehen, können nicht mehr berücksichtigt werden. Anmeldungen für die Haushalt schule werden gleichfalls nur noch bis zum 1. Juni angenommen. Spätere Anmeldungen können keine Berücksichtigung finden. **'-<C-h--?-! "i- M-i— Mi- M \v' - - »- * ... V i ti B r 1 , i, , ,.. ju -okiiuiw. ija nen L" ••>• *»o»Kiu*ptaiiaiiaui eine Berufung nach auswärts erhalten hat, so ist die Techijja-Schulc mit Beginn des neuer. Schuljahres geschlossen. Bevorstehende Veranstaltungen 4. Juni: Jüd. Kulturbund: Bunter Abend: Max Ehrlich und sein Fn semble. 10. Juni: Jüdischer Frauenbund. Hauswirtschaftlicher Nachmittag- 11. Juni: Jüd. Kulturbund: Vortragsabend Jenny Keb Schaffer und Otto Bernstein. 14. Juni: „Der Ring" Bund jüd. Jugend: Buudessportfest auf dem Schild-Sportplatz Thekla. 27. Juni. Verein poln. Kautieute u, Gewerbetreibender e.V.; Uesellschaftsaheiul im C, T. Neue Bücher Alexander Margolius: Mutter und Kind im altbiblischen Schrifttum. Berlin 1930 (Berthold Levy-Verlag). Das reizvolle Thema behandelt der Verfasser, ohne eine Absicht, etwas zu beweisen, lediglich um zu erzählen, was die Bibel und ihre Erklärer über Mutlei und Kind zu sagen haben. Vorangestellt «tnd Ausspiüciic und Gleichnisse ßba die Steilung der Frau und Mutter in der Bibel und die Verordnungen, die in der Bibel für die Beziehungen zwischen Mutter (bzw. Eltern) und Kind aufgestellt werden. Dargestellt werden alle Frauen, über deren Muttertuin in Jüdische Schulen. Das Schulgeld für den Monat junl ist bis zum 5. Juni 1935 an die Sciiuikasse zu bekamen Kinder, für die das Schulgeld nicht pünktlich bezahlt ist, werden von der Teilnahme am Unterricht ausgeschlossen. Außerdem bleiben gerichtliche Schritte vorbehalten. Leipzig, den 25. Mai 1936. Der Vorstand des israelitischen Schulvereins Leipzig e. V. der Bibel zu lesen ist, von Eva bis zu der Siinamitin aus der Zeit des Propheten Elisa und, wenn auch in die apokryphischen Bücher übergreifend, der Hanna der Makkabäerzeit und der Mutter im Buche Tobias. Als Ergänzung werden in einem Anhang einige vielsagende Äußerungen talmudiseher Bibelerklärer hinzugefügt. Ucrne folgt der Leser der anmutigen Arbeit, die, zuerst in Vortragsform dargeboten, durch Ergänzungen und Quellenangaben bereichert wurde: reiche Kenntnis der einschlägigen Literatur und eine ebenso fesselnde wie feingeschliffene Form verleihen ihr ein anziehendes Oepräge. gc. Ein Roman von D i s r a e 1 i. Die Jüdische Buch-Vereinigung e.V. (JBV), Berlin W 15, Pariser Str. 7, teilt uns folgendes mit: „Als zweite Veröffentlichung dieses Jahres bietet die Jüdische Buch-Vereinigung e.V. (JBV) ihren Mitgliedern den bedeutendsten Roman von Benjamin Disraeli „T a n - e r e d" dar. Julius El bau hat diesen Kornau, der im Jahre 1847 in England erschienen ist, neuübersetzt und sorgfältig bearbeitet. Der Leser wird erstaunt sein, welche Aktualität sich das Buch über ein Jahrhundert bewahrt hat und mit welch bewundernswertem Weitblick Disraeli nicht nur die schicksalhafte Rolle, die Palästina für die Juden erlangen sollte, vorausgeahnt hat, sondern auch alle politischen Entwicklungen des Nahen Orients, die heute die ganze Welt bewegen. Dabei ist der Roman so amüsant, farbenreich und spannend geschrieben, daß der Leser von der ersten bis zur letzten Zeile gefesselt ist. Der Roman erscheint Anfang Juni. „Die jüdische Geschichte, ein Gang durch Jahrtausende". Emil Bernhard Cohn bringt jetzt ein Buch heraus „Die jüdische Qeschichte, ein üang durch Jahrtausende", von den Anfängen bis zur Gegenwart. Das Werk hat dein Preußischen Landesverband jüdischer Gemeinden zur Begutachtung vorgelegen, der das Buch für so bp«r.nHers wertvoll angesehen lidt, da» er die Veröffentlichung dringend befürwortete. So erscheint dieser Band in etwa acht Tagen als erster Band einer Reihe „Bücher der Klärung und des Wissens" im Verlair Erwin Löwe. Berlin W 50, Schaperstr. 8. Der geschmackvoll ausgestattete, über' 1!H) Seiten starke Band kostet nur RM. 1,25. Verein zur Förderung ritueller Speisehäuser. 3b. Jahrg., Nr. 202. Das Verzeichnis des „Hamburger Vereins" wird in »einer neuesten Ausgabe (Mai 103b) gerade jetzt zu Beginn der Reisezeit nicht nur von allen denen, die die Speisegesetze beachten und in der Wahl ihrer Hotels und Speisehäuser im In- und Ausland beraten sein wollen, dankbar als unentbehrlicher Reisebegleiter begrüßt werden. Konzerte jisiiisi-lscr KulturOUItOa Der Berliner jüdische Männerchor Chemja Winawer und seine 30 Sänger brachte i". seinem Programm Synagcgcri-Jeiiiciiiiiisuie-Spaniolische Gesänge sowie Palestinensisrhe und Jüdische Lieder. Dieser Chor, der sich größtenteils aus Berufssängern zusammenstellt, hat gutes Stimmmaterial, ist aber in der Tonfärbung nicht einheitlich verschmolzen. Die Disziplin des Chores isl ganz ausgezeichnet und die Sänger folgen mit Begeisterung jedem Ausdruck ihres Dirigenten. Chemje Winawer ist ein temperamentvoller Dirigent und versteht es die Kompositionen wirkungsvoll herauszubringen. Nur möchte man ihm raten, bei den Tenören mehr den leichten Brustton zu pflegen, da bei übermäßiger Anwendung der Kopftöne die Pianissimos tonlos wirken. Die drei Synagogengesänge eignen sich für Männerchor nicht sehr gut, weil sein Stimmumfang zu eng begrenzt ist. doch hat Herr Winawer mit seinen Bearbeitungen wirkungsvolle Schattierungen erzieh. Das Volkslied „As Moschiach wet kumen" das man immer gern hört, wurde sehr gut gesungen und der Solist Herr Waiden schmiegte sich musikalisch ein. Der Spaniolische Synagogengesang und das Jemeniitische Gebet eigneten sich für Männerchor ganz ausgezeichnet und kamen unter Winawer zu glänzendem Vortrag. Die Palestinensischen Hirtenlieder die volkstümlich gehalten sind, wurden vom Solisten Herrn B. Bestimmt stimmungsvoll gesungen. Herr Berkowitz als Solist muß sich bemühen, seinem Vortrag ruhigere Form zu geben und der Stimme in den oberen Lagen mehr Schmelz zu .verleihen. Das ülanzstück des Abends leistete der Chor mit dem Kanon' „Anu bann arza" von Erich Walter Stcrnbei»;, lliei zeigte sich ein Meister des Tonsatzes, der kraftvoll aus dem Innern schöpft. Chemja Winawer brachte dieses Werk mit seinen Sängern ganz fabelhaft heraus. ... Zu raten wäre, für die Zukunft bei Chorveranstaltungen durch einen Instcumentalisten eine Abwechslung in die Programmfolge zu bringen.

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