Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1936-04-17 · 16 (17.4.1936) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
12 (1936)
Issue
16 (17.4.1936)
Date
1936-04-17
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/4876568-5968812-5972021--5896-4882079
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite 6 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG 17. April 1935 Gottesdienste Gcmsmdesynagngc. Sabbatgottesdienst: Freitag, 17. April, Abendgebet 1<) Uhr. Sonnabend, IS. April, Morgengebet 9 Uhr; Nachmittagsgebet 19,25 Uhr anschließend Lehrvortrag, Abendgebet 10,57 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Gcmeindesynagogc. Sabbatgottesdienst. Freitig, 24. April, Abendgebet i*) Uhr mit Predigt. Sonnabend, 25. April, Morgengebet 9 Uhr; Jugendgottesdienst 15,15 Uhr mit Predigt; Nachmittagsgebet 19,35 Uhr, anschließend Lehrvortrag, Abendgebet 20,09 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Ez-Chaim-Synagoge, Otto-Schill-Str. Freitag, 17. April, Abendgebet 19 Uhr Sabbat, IS. April, Morgengebet S,20 Uhr; Mincha j: Uhr; Ausgang 19,57 Uhr. Wochentag: Morgengebet 7 Uhr, Abendgebet 19 Uhr. -SySSgCge „Ober"Jakob Ptaftendorfer Straße 4. Sabbatgottesdienst: Freitag., den 17. April, Abendgebet 19,30 Uhr. Sabbat, den 18. April, Morgengebet 8,30 Uhr, Minchagebet 17 Uhr, Abendgebet 19,57 Uhr. Wochentags: Morgengebet 7 Uhr, Abendgebet 19,30 Uhr. Personenstandsnachrichten Bar mi z wa: IS. April 1936 Hans Bergwerk, Sohn des Herrn Israel Bergwerk und Frau Mali geb. Hali. Sedanstraßc 5, in der Synagoge üttj- Schill-Straße, 25. April 19ib Siegfried Zellner. Sohn des Herrn Ludwig Zöllner und Frau Alice geb. Boldes, Nordstr. 11, in der ücmcindesvna- K°gc- 25. April 1936, Edgar Schächter. Sohn des Herrn Abraham Schächter und Frau Selma geb. Adler, Eberhardstraße (). in der Talmud- Thura-Synagoge, Keiistraße. Trau U tl g : Mittwoch, 22. April 1936, 6 Uhr nachm., Fraulein Elvira Johanna Derfler mit Herrn Wilhelm Selig, Gerberstraße 15, Im kleinen Betsaal der Gemeindesynagoge. Todesfälle: 30. Mär/ 193b Israel Moses Uhrmacher, Michaelissir. 3 III lks. 1. April 1936 Jutta Wagenberg, Humboldtstlaße 29. Aus dem Gemeindeamt Sprechzeiten des Herrn GemeinHerahhiner Dr. Ochs, Herr Gemeinderabbiner Dr. O c h s hat seine Sprechzeiten vorläufig auf Montag, Dienstag. Donnerstag 16—1/ Uhr (Wohnung: Fregestraße 30) festgesetzt. Auf telcphonischen Anruf (Fernruf 27S19) können gegebenentalls auch andere Zeiten vereinbart werden. Frauen-Chcwra Kadischa. Die Chewra Kadischa gibt bekannt, daß vom Montag, den 20. April 19.16 ah in der Zeit von .'. v Uhr im Sozialamt, Humboidtstraßc 13 ptr., wieder genäht wird. Um recht /ahlreiches Erscheinen wird dringend gebeten. Bevorstehende Veranstaltungen 21. April: Gemeindeabend. 23. April: Jüdischer Kulturbund: Gastspiel des Hamburger Kulturbundtheaters „Spiel im Schloß". 27. April: Veranstaltung des Reichsverbandes der Jßd. Kulturbünde: Gastspiel des Hamburger'Kulturbundes: „Meine Schwester und ich" von Ralph Benatzky. 2. Mas: GcseHsrhaftsabend mi'. künstlerischen Einlagen. 7. Mai: Kuu/eu au zwei riugein: Scluilsuitfcr-Suwalski. 25. Mai: Jüd. Kulturbund: Chamja Winawer und seine 30 Sänger. 11. Juni. Jüd. Kulturbund: Vortragsabend Jenny Sehaffer und Otto Bernstein. Konzerte Kulturbund-Abend. Professor Flesch, den wir als großen Meister des Violinspiels schätzen, hat uns Leipzigern mit seiner Vortragsfolge große Enttäuschung bereitet. Erstens hatte er nicht einen ein/igen jüdischen Komponisten auf dem Programm; zweitens bestand der gesamte Abend, außer dem einen A-Dur-Konzert von Mozart, aus kurzen Stücken, die man bei anderen Künstlern allenfalls nur als Zu gaben hört. Da das Leipziger Pubiikum mit den Gewandhauskonzerteu jahrzehntelang verbunden war, so ist seine Geschmacksrichtung doch etwas kritischer und verwöhnter, darauf hatte man Prof. Flesch bei der Einsendung seines Programms aufmerksam gemacht. Daß er das aber in keiner Weise berücksichtigt hat, möchten wir ihm hier zum Vorwurf machen. — Im allgemeinen spielte er das A-Dur-Kon/ert von Mozail überlegen meisterhaft. Wenn wir uns dafür trotzdem doch lieber das E-Mol!-Konzert von Mendelssohn gewünscht hätten, so ist das schon deswegen begreiflich, weil Mendelssohn jetzt selten jMni?W wird und wir wolil iutlii su bald wieder die Gelegenheit haben werden, dieses Werk von solch einem berufenen Meister wie Prof. Flesch zu hören. — Rudolf Schwarz als Begleiter am Flügel löste seine Aufgabe sauber und korrekt. tt. Eingesandt. (Für diese Rubrik übernimmt die Schriftleitung nur die preßgeset/liche Verantwortung.) Da vielfach der Wunsch nach einem Zusammenhalt jüdischer Briefmarkensammler geäußert wurde, haben mehrere Herren aus unserer Gemeinde sich kürzlich zusammengetan, um dicat Idee zu verwirklichen. Es soll nun allen jüdischen Sammlern, Damen und Herren, Gelegenheit geboten werden, sich an solchen Zusammenkünften zu beteiligen, die ohne jede Verpflichtung für die Teilnehmer und nicht in Vereinsform stattfinden sollen. Wer Interesse und Lust hat, andere Sammler kennenzulernen, mit ihnen zu tauschen und sich auszusprechen, ist deshalb-zu einer Besprechung am nächsten Sonntau, den Iii. April, in den raiasiyasisiüüeu, Diüriciiring, i. Stock, vormittags 10 12 Uhr. eingeladen, wo iiher Ort und Zeit späterer Veranstaltungen gleicher Art Entschluß gefaßt werden soll. Nähere Auskunft, besonders auch füi diejenigen, die an diesem Tage nicht frei sind, erteilt bereitwilligst Dr. W. Schreiber, ürassistr. 36, Tel. 32822. Neue Bücher. Das siebenfache Licht. Gestalten und Stoffe des Judentums in der deutschen Dichtung. Ein Lesebuch. Zusammengestellt von Emanuel bin Gorion. Berlin 1936 (Schocken Verla«). Judische Gestalten und Stoffe werden nicht nur von Juden dichterisch in deutscher Sprache geformt. Vom „Alten Testament" und vom Zusammenleben mit Juden her zeigten seit Jahrhunderten auch Nichtjüden ei:: tiefes Verstehen füi jüdische Menschen und ihr Erleben und gaben dem dichterischen Ausdruck. Die reichhaltige Sammlung solcher Zeugnisse des deutschen Schrifttums, die Emanuel bin (loriotl mit feinein Sinn vereinigt hat, ist nur eine Auswahl. Es kam ihm darauf an, nur Repräsentatives zu bieten und auch das aut Autoren zu beschränken, zu denen schon zeitlicher Abstand gewonnen ist. Ein um so eindrucksvolleres Kulturdokument ist dieses Lesebuch, weil es eben nur einen Ausschnitt aus der Fülle vorhandener Dichtungen darstellt. Uns ist es zudem ein Spiegel, der das Stoffgebiet des Judentums in einer besonderen Beleuchtung zeigt: Palästina und Diaspora, tieschichte und Sage, Lehre und Brauch sind in allen Formen und Gattungen der Poesie und Prosa in treffenden Beispielen behandelt; Dichtung und Wissenschaft, Erzählung und Beschreibung, Denkmal und Urkunde, Episches und Lyrisches, Spruch und Lied, Erlebtes und Erdachtes stehen hier beieinander. In der Mannigfaltigkeit der Betrachtungsweise wirkt das Buch anregend, macht nachdenklich, gewährt fesselnde EinblL »e in das Schauen dichtender Geister. Em echtes Hausbuch in gutem Sinne: sein Reichtum läßt immer wieder wechselnde Eindrücke aus ihm schöpfen. —n. Sport vom Sonntag (Von unserem ständigen Berichterstatter D e k a.) Stürzen wir uns heute gleich mitten in die Ereignisse der letzten 14 Tage und verzichten wir, wegen der Fülle ihres Sportgeschehens, dieses Mal auf die doch im allgemeinen für jeden Aufsatz und Artikel so notwendige Einleitung. — Also los geht's. — Als wichtigste Begebenheit ist entschieden „Schilds" Fußball-Vorrundenspiel um die Reichsmeisterschaft gegen Borthen zu bezeichnen, das jedoch wider vieler Erwarten mit 0:4 danebenging. Wer die hiesige Mannschaftsaufstellung vorher kannte und wußte, daß im Sturm ihre treibenden Kräfte fehlten, den konnte es bestimmt nicht wundern, daß das zu Null zustande kam. Hinzu kam noch der nach der Ansicht vieler „Fachgelehrten" zu harte Feldverweis von „Schmiedel", so daß rüi' anderen vier Vnrderlettte nun erst recht in rter Luft hinnen.!n der iisuii halben Stunde zeigten (tHerihnus die'Obe/si hiesiei nicht viel, hätte da der vorjährige Sturm im Felde gestanden!! dennoch kam Bcuthctl noch bis 2ui Pause zum Führungstor, nachher hätte es um ein Haar 1:1 geheißen, und was hätte dann nicht noch alles anders werden können! Stattdessen glückte den Gästen, dank der Mithilfe der zu weit aufgerückten Verteidigung, das 2:0. Ihr Mittelläufer konnte weiterhin ungestört aufbauen, da ihn ja kaum ein Stürmer ernstlich behinderte, und so schienen der 3. und 4. Treffer der Beuthener weiter nicht verwunderlich. Trotz dieser vier Tore war das Schlußdreieck der Hiesigen der beste Mannschaftsteil (Danziger—Feldmann Hutterer), nur war es taktisch verkehrt, bei einem Stande von 3 oder 4:0 nicht alles nach vorn zu werfen Vorher sah man die I. Handballer gegen eine Kombination der „Schild"-Vereine Halle-|ena f>:2 gewinnen, sogar sehr verdient gewinnen, das Resultat hätte aber noch höher ausfallen können, wenn nicht die beiden betr. Herreu im Sturm su eigensinnig gespielt hätten, denn in der Aufstellung vom Sonntag scheint die Mannschaft wieder im .Kommen zu sein. Von den Gästen mußten drei Spieler auf „höheren" Befehl vor Schluß vom Felde, einem dieser drei Herren hesonders sei folgendes „ins Album" geschrieben: „Nur der hat das Recht andern Unsportlichkeit vorzuwerfen, der sich selbst wie ein wahrer Sportler zeigt und benimmt!!" — Im Damenspiel zwischen Halle und den Hiesigen i-wwannen rtl? Qaste mit einem gluckhchcs 2:1. Morgen geht's draußen beim „B. K." wiedei um die Punkte, Dresdens I. und II. Herren- und Knabenelf sollen in-. Fußball die „Lieferanten" sein, für die I. Handhallmannschaft soll die Gleiche des ,B K."-Dresden herhalten.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.