Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 10 (6.3.1936)
- Date
- 1936-03-06
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG 6. März 1936 J c) Milch: J. Bartfeld, Eutritzscher Straße 5, Chaim Zipser, Nordstralie 35, Hof (Wohnung: Berliner Str. 18), Otto Röhrig (Bestellungen durch H. Kreutner, Färberstr. iu). Die Aufsicht erstreckt sich nur auf die ausdrücklich als „koscher" gekennzeichneten Waren. d) Butter: Bartfeld, Eutritzscher Stralie 5, vertreibt Butter unter Aufsicht unseres Gemeindcrabbinats. Nähere Auskunft erteilt der Aufseher H. Segall, Berliner Str. 24. Ch. Zipser, Nordstralie 35, Hof (Wohnung: Berliner Str. 18) vertreibt ebenfalls Butter unter Aufsicht unseres üemeinderabbinats, auf deren Papier folgendes aufgedruckt ist: „Amtliche Koidroiie acs Milchwirtschaftsverbandes Kontrollstelle Kempten i. Allgau, Mitglied-Nr. B 187". e) Backwaren: Salomon Lotrowski, Berliner Straße 13, Selig Scheinowitz, Gerberstrarie 40 und Keilstraße 9, Schmeidler, Nordstraße 25, Ranstädter Stein weg 45. f) S p e i s e h ä u s e r : Chmelnitzky, Rcich»»trauc 22, Manelis, Nikolaistraße 36. Die von den beiden Vorgenannten ausgeführten Festlichkeiten stehen auch außerhalb ihrer Speisehäuser unter der rituellen Aufsicht unseres üemeinderabbinats. Zu Pessach stehen unter Aufsicht: a) Kolonialwarenge schifte: Josef Beer, Keilstr. 2; L. Berggiün, Nordstraße I; R. Berliner, Nordstralie 21; K Bienenstock, Wettiner Str. 13; E. Diamant, Humboldtstralie 26; B. Dzialoszynski, Hainstr. 21, Durchgang, Laden 5 (früher Witwe S. Jaffe); S. Felber, Nordstraße 41; J. (iaidelmann, Ranst. Steinweg 911, F. Grimberg, Gcrbcrstr, 60, s. jamschoii, jakohstr. 15; Josef Kober, Hindeuburgstr. 60 1; Ch. Krämer, Ranst. Steinweg 39; II. Miodownik, Nordstr. 4Q; A. Tomarkiu, Fregestr. 23 1; B. Wetzer, Jakobstraße 15. Kaffee und Tee: W. Stern, Lilienstraße 27. E. Marcus, Ranstadter Steinweg 33; nur Wein: G. Katz, Thomasiusstraße 13. Selterswasser eigener Fabrikation und Wein in Originalfüllimgen der Firma W. Bernhard-Berlin, A. Weigler, Wittenberger Str. I0-. d) Das Großhandelsgeschäft von J.Tempel, Blücherstraße 6 8; im Einzelverkauf sind dort Waren nicht erhältlich. Leipzig, den 17. Februar 1936. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Gottesdienste Gcrr.cindcsynagoge. Sabbatgottesdienst: Freitag, 6. März, Abendgebet!3 Uhr mit Picuigt. Sonnabend, 7. März, Morgengebet 9 Uhr, Nachnüttagsgottesdienst 18 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Gemeindesynagoge. Gottesdienst au Pur im: Sonnabend, 7. März, Abendflrebet 1843 Uhr. Sonntag, 8. März, Müigeügcuei 7,30 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst: Freitag, 13. März, Abendgebet IS,15 Uhr. Sonnabend, 14. März, 9 Uhr, Jugendgottcsdienst 15,15 Uhr mit Predigt, Nachmittagsgebet 18,20 Uhr, anschließend Lehrvortrag, Abendgebet 18,54 Uhr. Gottesdienst an Werktagen fn Ez-'Chaim-S..... b) c) ■~ Chaim Synagogu, Qüo-Sehdl-Str. H pui t . Mai /. "Abend- 6^Lvi lö Um. aaooat, Marz, Morgengebet 8,30 Uhr; Mincha 17 Uhr; Ausgang 18,43 Uhr. Wochentag: h&orgengeucl 7 Uhr; Abendgebet 18,15 Uhr. Ez-Chaim-Synagoge, Otto-Schill-Str. Freitag, 13. März, Abendgebet 18,15 Uhr. Sabbat, 14. März, Morgciigebet 8,30 Uhr; Mincha 17 Uhr; Ausgang 18.54 Uhr. Wochentags: Morgengebet 7 Uhr; Abendgebet 18,30 Uhr. Talmud-Thora-Synagoge, Keilstr. 4. Freitag. 6. März, abends 18 Uhr. Sonnabend trüh g,3Q Uhr; Mincha 17 l)hr; Ausgang i»,4i anschließend Megille leinen. Purim: Sonntag früh 7 Uhr; abends 17 Uhr. Wochentags: Früh 7 Uhr, abends 18 Uhr. Talmud-Thora-Synagoge, Keilstraße 4. Freitag, den 13. März, abends 18,15 Uhr. Sonnabend früh 8,30 Uhr: Mincha 17 Uhr; Ausgang 18,51 Uhr. Wochentags: Früh 7 Uhr, abends 18,15 Uhr. Synagoge „Ohel Jakob", Pfaffendorfer Str. 4. Freitag, 6. März, Abendgebet 18 Uhr, anschl. Lehrvortrag von Herrn Rabb. Rogosnitzki. Samstag, 7. März, Morgengebet 8,30 Uhr; Minchagcbet 17 Uhr; Abendgebet 18,43 Uhr. Sonntag, den 8. März (Purim), Morgengebet 8 Uhr. Wochentags; Morgengebet 7 Uhr, Abendgebet 18 Uhr. Synagoge „Ohel Jakob", Pfaffendorfer Str. 4. Freitag, 13. Mär/, Abendgehet 18,15 Uhr, anschl. Lelmortrag von Herrn Rabb. Rogosnitzki. Samstag, 14. März, Morgengebet 17 Uhr; Abendgebet 18,55 Uhr. Wochentags: Morgengehet 7 Uhr, Abel 8,30 Uhr; Minchagcbet dgtbet 18,15 Uhr. Personenstandsnachrichten Geburten: 13. Februar 1936 Adolf Siegfried Kahn und Frau Amalie peh, Sprechmann, Prorncnadeiisti. 9, einen Sohn „Klaus Michael Jonas". 14. Februar 1936 Oskar Hartmann und Frau Auguste geb. Heller. Marienstraße 29, eine Tochter „Lillian". B a r m i z w a: Sonnabend, 14. März 1936 Heinz Stern, Sohn des Herrn Ludwig Stern nnd Frn>i Regina geb. Bambus, inseistr. \i, in der Ge-1 meindesynagoge. Trauungen: Sonntag, 8. März 1936 1 A Uhr nachm. Fräulein Johanna Appel, | Petersstraße 28 11, mit Herrn Willi Präger. Hindenburg U.S. Aus dem Gemeindeamt Verlängerung der Amtszeit der Gemeindevertretung. In der Gemeindesitzung vom 27. Februar ds. Js. ist beschlossen worden, die Amtszeit der Gemeindevertretung bis 30. April 1936 zu verlängern. Jüdische Künstler und Arbeitsbuch. Der Reichsverband der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland teilt mit: „Hierdurch weisen wir darauf hin, daß die letzten Gruppen für die Ausstellung des Arbeitsbuches nunmehr aufgerufen sind. Wir fordern daher aiie aktiven Mit- \ glieder des Reichsverbandes (Künstler) auf, sich um die Erteilung I eines Arbeitsbuches zu bemühen, da der Besitz. Voraussetzung für jede Anstellungs- und Beschäftigungsmöglichkeit sein wird. Die Formulare sind bei den Arbeitsämtern und in Papierhandlungen erhältlich. Nach Ausfüllung dieser Formulare müssen «ie von dem für den VrüluiäiU /Lusianmgen Polizeirevier abgestempelt und dem zuständigen Arbeitsamt eingereicht werden. Kosten entstehen nicht." Kurhospital Karlsbad. Die israelitische Kultusgemeinde in Karlsbad gibt bekannt, daß das von ihr unterhaltene Kurhospital streng koscher geführt wird. Es ist auch in diesem Jahre ftu die Monate Mai -September geöffnet. Für die vierwöchige Kurzeit ist der Betrag von Kc 1083.— zu entrichten. Anfragen und Anmeldungen sind an das Kuratorium des Israelitischen Kurhospitals in Karlsbad zu richten. Tausch von Vermögenswerten. Die F. W. I., Gesellschaft zur Förderung wirtschaftlicher Interessen von in Deutschland wohnhaften oder wohnhaft gewesenen Juden m.b.H., teilt der Jüdischen Telegraphen-Agentur mit: Täglich gelangen an die verschiedensten jüdischen Organisationen Briefe aus allen Teilen Deutschlands, in denen Besitzer von geschäftlichen Unternehmungen oder Grundstucken bitten, ihnen Tauschmöglichkeiten für ihre Vermögenswerte nach den verschiedensten Ländern nachzuweisen. Auch in Zcitungsiuseraten werden in ständig gesitche veröffentlicht. wachsendem Ausmaß dt artige Tauscli- Ls liegt im allgemeinen Interesse, darauf hinzuweisen, daß die Vorstellungen über Tauschmöglichkeiten von Unternehmungen odei Grundstücken nach dem Ausland in keiner Weise der wirklichen Lage entsprechen. Es werden verhältnismäßig wenig Objekte vom Ausland hier /nm Tausch angcbuteu, und in jedem 1 alle muß eine sehr genaue Nachprüfung hinsichtlich des inneren Wertes und der Rentabilität erfolgen. Es sind ferner die vielfältigen Devisenvorschriften, sowohl iu Deutschland als auch in anderen Ländern, zu beachten. Diese Erfordernisse werden vielfach von privaten Stellen, die sich geschäftsmäßig mit solchen Transaktionen befassen, auller acht gelassen. Vor allem muß davor gewarnt werden, daß zahlielehe Kreise auf derarttcr, U::;:a:;-r;: tanaen warten und jhrv ifcsrJtifiheiu'n Dispo« p* Siitouen uuuurcu Deeiniiu>>en e.s cuipioiuiu, mcii m allen derartigen Fällen an die F. W. I., Berlin W 15, Kurfürsten* dämm 214. m wenden, die als gemeinnützige Siclie im Auftrage der jüdischen Organisationen zur Prüfung und Beratung, auch hinsichtlich der wirtschaftlichen Tauschmöglichkeiten, zur Verfügung steht. Neue Bücher. Purimfestc in Marokko. m. Ginsburger, Deux Pourims locaux [Societe pour l'histoire des Israelites d'Alsace et de Lorraine, XXI). Cincinnati 1935 Es ist hekaunt, daß neben dem von allen Juden gefeierten Purimfest zahlreiche öiiiiche „Purimfestc" begangen werden, in denen die Errettung einzelner Gemeinden aus einer sie bedrohenden Gefahr Anlaß zu b-sondertr Feier gegeben hat. Am bekanntesten ist das „Purim Vinz", das in Erinnerung an den Uberfall des Frankfurter Ghettos durch Vincenz Fettmilch (1616) in Frankfurt a. M. am 20. Adar gehalten wird. Im Besitz der Societe poui l'histoire des Israelites d'Alsace et de Lorraine (Gesellschaft für Geschichte der Juden im Elsaß und in Lothringen) befindet sich eine Pergamenthaudschrift in der Form der Mcgillah, die von zwei betlichen Purimfesten in Marokko berichtet. Dei gelehrte Stiaühurgör Rabbiner Dr. Ginsburger hat dieses bisher unveröffentlichte Manuskript durch eine sorgfältige Herausgabe einem weiteren Kreise zugänglich gemacht. Es handelt sich um ein Purim, das am 2. Neumondstage