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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1936-02-28 · 9 (28.2.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
12 (1936)
Issue
9 (28.2.1936)
Date
1936-02-28
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Sehe 4 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG 28. Februar 1036 Israelitischer Wohltätigkeitsverein zu Leipzig Solbad-Kolonie Dürrenberg (Älphons-Jacobsohn-Kinderheim). Wir wollen versuchen, auch in diesem Jahre mehieie Kindcrkuloitien nach Dürren.berg zu schicken. Anmeldungen werden durch den vorgenannten Ausschuß entgegengenommen. Uss wurri-'nbtrg-Köiiiiicc. Betriebe unter Aufsicht des orthodoxen Gemeinderabbinats. Zu Pessach stehen unter Aufsicht: a) Kolonial Warengeschäfte: Josef Beer, Keilstr. 2; L. Berggrün, Nordstraße i; R. Berliner, Nordstraße 21; K. Bienenstock, Wettiner Str. 13; E. Diamant, Humboldtstraße 26; B. Dzialoszynski, Hainstr. 21, Durchgang, Laden 5 (früher Witwe S. Jaffe); S. Felber, Nordstraße 41; J. Gaideimann, Ranst. Steinweg 0 11, F. Grünberg, Gerberstr. 60; S. lamschon. Jukobstr,!5; Josef Kobcr, I iiiidenburgstr. WH; Ch. Krämer, Paust. Steinweg 39; E. Miodmv- Sik, Ncrdiir. -i'-i, A. Tumarkin, rrcgesti. 23i; B. Wetzer, Jakobstr?"? 15. b) Kaffee und Tee: W. Stern, Lilienstraße 27. E. Marcus, Ranstädter Steinweg 33; nur Wein: G. Katz, Thomasiusstraße 13. c) Selterswasser eigener Fabrikation und Wein in Originalfüllungeii der Firma W. Bernhard-Berlin, A. Weigler, Wittenberger Str. 10. d) Das Großhandeisgeschäft von J.Tempel, Blücherstraße b-S; im Einzelverkauf sind dort Waren nicht erhältlich. Leipzig, den 17. Februar 1936. Der Vorstand der israelitischen Religicnsgemeinde zu Leipzig. Gottesdienste tiemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst: Freitag, 28. Februar 1936, Abcüügcbei 18 Uhr. Sonnabend, 29. Februar 1936, Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgehet 18 Uhr, anschließend Lehrvnrtrag, Abendgebet 18,32 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst: Freitag, 6. Mär/, Abendgebet 18 Uhr mit Predigt. Sonnabend, 7. März, Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgottesdienst 18 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Gemeindesynagoge. Gottesdienst an Purim: Sonnabend, 7. März, Abendgebet 18,43 Uhr. Sonntag, 8. März, Morgengebet 7,30 Uhr. Gottesdienst an Werktagen ir. der Ez-Chaim-Synagoge. Ez-Chaim-Synagoge, Otto-Schill-Str. Freitag, den 28. Februar, Abendgebet 17,45 Uhr. Sabbat, den 29. Februar. Morgengebet 8.30 Uhr; Mir.cha 17 Uhr; Ausgang 18,32 Uhr. Wochentag: Morgengebet 7 Uhr; Abendgebet 17,45 Uhr. Ez-Chaim-Synagoge, Otto-Schill-Str. Freitag, den 6. März, Abendgebet 18 Uhr Sabbat, 7. März, Moigcügebci o,3ü Uhr; Mmcha 17 Uhr; Ausgang 18.43 Uhr. Wochentag: Morgengebet 7 Uhr; Abendgebet 18,15 Uhr. Talmud-Thora-Synagoge, Keilstr. 4. Freitag, den 28. Februar, abends 17,45 Uhr. Sonnabend früh 8,30 Uhr; Mincha 17 Uhr; Ausgang 18,32 Uhr. Sonntag früh 7,15 Uhr Wochentags: Früh 7 USh, abends i/,45 Uhr. Talmud-Thora Synagoge, Keilstr. 4. Freitag, 6. Mäiz, abends 18 Uhr. Sonnabend früh 8,30 Uhr; Mincha 17 Uhr; Ausgang 18,43 Uhr. Sonntag früh Purim 7 Uhr; abend 17 Uhr. Wochentags: Früh 7 Uhr, abends 18 Uhr. Synagoge „Ohel Jakob", Pfaffendorfer Str. 4. Freitag, 28. Februar, Abendgebet 17.4S lihr( ar.sch!. Lehrvo. ii «g von Herrn Kabb. Kogosnitzki. Samstag, 29. Februar, Morgengebet 8,30 Uhr; Minchagebet 17 Uhr; Abendgehet 18,33 Uhr. Wochentag?: Morcenffcbet 7 Uhr; Abendgebet r/,45 Uhr. Synagoge „Cm* jakoö , Ptaffendorfer Str. 4. Freitag, 6. März, Abendgebet 18 Uhr, anschl. Lehrvortrag von Herrn Kabb. Rogosnitzki. Samstag, 7. März, Morgengebet 8,30 Uhr; Minchagcbct 17 Uhr, Abendgebet 18,43 Uhr. Wochentags: Morgengebet 7 Uhr, Abendgebet 18 Uhi. Personenstandsnachrichten Geburten: 31. Januar 1936 Felix Goldschmidt und Frau Margarete geb. Preuß, Hardenbergstraße 19, einen Sohn. 1. Februar 1936 Jakob Schülern Freifeld und Frau Bertha Ottilie geb. Blümlein, Brühl 15, einen Sohn „Moritz". 4. Februar 1936 Leib (Leo) Schwarzbard und Frau Freida geb. Baldermann, Humboldtstraße 10, einen Sohn „Wolfgang". 10. Februar 1936 Siegmund Lehrfreund und Frau Charlotte geb. Wagner, Schlößchenweg 3, eine Tochter „Ruth Miriam". Barmizwa: Sonnabend, 7. März 1936 Abraham Harribald Salata, Sohn des Herrn E. Rubin und seiner Ehefrau Irene, geb. Quittner, Gohliser Straße 29 i, in der Gemeindesvnagoge. ' * o o Trauungen: .Sonntag, 1. März 1936, 4 Uhr nachm., Fräulein Charlotte Henriette Tempel, Michaeh'sstraße 3, mit Herrn Moses David Engelhardt, Pfaffendorfer Straße 6, in der Talmud-Thora-Synagoge, Keilstraße 4. Jüdische Winterhilfe Postscheckkonto Nr, 20516 (tsr. Religionsgemeindc, Abt. Winterhilfe). Betrifft FiistopfsaniiniüDK. Unsere März-Kintopfsammlung findet Sonntag, den 8. Marz, statt. Es Ist die letzte Eintopfsamnsiung dieses Janreswerkes, und wir bitten sie daher, an diesem Sammeltage noch einmal nach besten Kräften für unsere Betrenten zn spenden und so zu helfen, dass die Jüdische Winterhilfe bis zum letzten Knde die Verteilung in gewohnter Weine durchführen kann. Sonntag, 8. März 193o, 51 2 Uhr nachm., Fräulein Klara Kern, Nordstraße 43 bei Auswaks, mit Herrn Siegtned Selig im kleinen Betsaal der Synagoge. Todesfälle: 18. Februar 1936 Freide Meerfeld, Keilstraße 4. 18. Februar 1936 Clara Riesel, Plauensche Straße 3/5. Neue Bücher. Megillath Esther. Mit Zeichnungen von Otto Geismar. Berlin (1936J (Dr. Herbert Löwenstein). Einen glücklichen Gedanken hat der rührige Verlag in glücklicher Form verwirklicht. In Anlehnung?.n tfte alten :!!ustr;crrcn Meguiah-rtandschriften ist hier eine in Rollenform auf Papier gedruckte Anstrah» entSuHuUü, uic bei besonders bescheidenem Preise iwn tpv» a£sii iidiiuscnrittncher, mit Volkalzeichen versehener Vorlag« bietst und iim durch biidhehe Beigaben reizvoll gestaltet. Otto Geismar ist als gedankenreicher und für Humor aufgeschlossener Zeichner bekannt. Einem solchen Künstler bietet gerade die Esther- Geschichte reiche Gelegenheit zur Entfaltung seiner Gaben. Die einzelnen Gestalten und Szenen sind im Buche so lebendig und farbenvoll geschildert, daß sie dem Zeichner Anregungen in Hülle und Fülle geben. Geismar hat sich ihnen gerne und mit schönstem Eriolgc überlassen. Den Personen der Erzählung verleiht er charakteristisches Gepräge, weiß die Hoheit des Königs, die frohe Ausgelassenheit der männlichen und weiblichen Gäste bei den Hoffesten, die Verschmitztheit der Schreiber, das Keifen von Hamann Gattin, den Schmerz des Mardechai und der Juden, die schüchterne Verlegenheit der Esther, als sie zum König geht, usw. usw. aufs feinste herauszustellen. Die Treffsicherheit, mit der die Einzelnen in Haltung und Ausdruck dargestellt sind, bewährt sich auch in den nebensächlichsten Figuren und Requisiten der Bilder. Hoheitsvoll hält auch das königliche Roß Kopf und Beine, stolz hält auch der Mops, der vor dem Königsthrone sitzt, Augen, Nase und Ohren, und selbst das Banner, das der Diener dem König voranträgt, und der Schirm, mit dem der andere ihm folgt, sind der Haltung des ganzen Aufzuges angepaßt. Daß bisweilen kleine Übertreibungci. zu bemerken sind, daß auch ein Reigentanz zu sehr an moderne Tanzschulen erinnert, wird nicht als störend empfunden und bei dem Reichtum an Ideen und Humor gerne in Kauf genommen. Ernst und Freude, wie sie in dem Esther-Buche nebeneinander erscheinen, finden in der Ausgabe schönste Prägung und werden in Synagoge und Hans am Purimfeste die rechte Stimmung des Tages vermitteln. G. C, Lebensmittelausgabe im Grundstück Brühl 47, Eingang auch Richard-Wagner-Straße 8. Montag, den 2. März 1936: Gruppe 1 15 16 Uhr ., 2 16-17 Uhr Dienstag* den 3. März 1936: Gruppe 3-10 15-17 Uhr Zur schnellen Abfertigung ist die Mitnahme von Netzen und Taschen erforderlich. Die Helfer sind angewiesen, diejenigen, die durch Nichtbefolgung der Anordnungen die rasche Abfertigung hindern, erst zuletzt abzufertigen. Nichtabgeholte Sachen werden nicht aufgehoben, sondern verfallen.

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