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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1936-01-24 · 4 (24.1.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
12 (1936)
Issue
4 (24.1.1936)
Date
1936-01-24
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 OEM EIN DEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG 24. Januar 193H. * r Bevorstehende Veranstaltungen 25. Januar: Verein Poln. Kaufleute u. Gewerbetreibender e.V. Leipzig: GeseUschaftsahend irr. großen Saal des CT. 26. Januar: Bund Deutsch-Jüdischer Jugend: Ausstellung von bandwerkl. Arbeiten, Zeichnungen, Photographien usw. im Jugendheim, Elsterstraße 7. 28. Januar: Aguda-Jugend: Vortrag Pinehas Wollmann, Prankfurt M. 29. Januar: Bunter Karren (für Inhaber von R-Karteu). 5. Februar: Gemeindeabend. 8. Februar: Gcsellschaftsabend. Konzerte Jüdischer Kulturbund — „Der bunte Karren". Dem „Bunten Karren" muß man von dem, was wir bis jetzt an Kleinkunst im jüdischen Kulturbund gehört haben, in jeder Beziehung den Vor/iig geben. Vor allein sind hier stark künstlerische Momente vorherrschend. Dir einzelnen Mitglieder «ind nitfüt nur schausp IkliOWII, .TVIIIdem auch stimmlich sehr gut. Dadurch kamen natürlich die Ensemble-Stücke außerordentlich frisch und lebendig heraus. Von den 14 Nummem fesselten am meisten die ostjüdischen Stücke „Die beiden Joschkes", „Vun wannen kummt a Jid", „Die alte Kasche", „Maschke", „Szene im Cheder". Fred Wald, dessen vorzügliche Schauspielkunst bekannt ist, bewies auch als „Regisseur" viel künstlerische Eigenart. Die Ensembles leitete er flott und schmissig und glänzte dabei noch als Conferencier! In S. Sonnabend (Sonini) besitzt das Ensemble eine Kraft, die schauspielerisch und stimmlich der Truppe besonderen Wert gibt. Von den zwei Szenen „Die Koujunktouristen", „Klub der Prominenten" für dessen Text: I red Wald, Musik: Leo Schönbach zeichnen, muß man der letzteren den Vorzug geben wegen ihrer wirkungsvollen und frischen Satire. In der humorvollen Szene „Der Direktor in Nöten" erntete:: Herbert Marcus (Waiden) ais Direktor und Fred Wald als Dichter stürmische Heiterkeitserfolge. Die junge Tänzerin Debora Goldmann brachte mit ihren graziösen, temperamentvollen Tänzen nach Brahms (Walzer) und Rachmaninow (Klage) Abwechslung ins Programm. Ganz besonders wirkungsvoll war die „Szene im Cheder", dieser Höhepunkt des Abends brachte einen Melamed (Lehrer) auf die Bühne, den Fred WalJ lebenswahr darstellte. Die talentvolle Sidi Bienenstock, Walter Lewiiisohn (Lewens) und Doris Wilamowska gaben in „Ich bleib mondain", „Es war", „Im Beth Hamikdasch" erfreulich gute Einzelleitungen, Fred Wald in der Maske im „Maschke" eine Type für sich! Neben darstellerischen Leistungen des Abends waren gesanglich „Sonini" und „Lewens" vorzüglich. Leo Schönbach hatte die nicht leichte Aufgabe, den musikalischen Teil allein zu bestreiten, außerdem zu Texten von A. Kreiter und Fred Wald die den Sujets angepaßte Begleitmusik zu liefern. Lebendige Farben hatte Ed. Einschlag auf die Bühnenhilder gezaubert und sie den einzelnen Szenen ausgezeichnet angepaßt. Das gesamie Ensemble hat den Kulturbiindleni einen unterhaltsamen Abend verschafft, dessen Erfolg man den fleißigen Mitwirkenden auch in anderen Städten wünschen mochte. tt. Sport vom Sonntag {Von unseren; stümli^cu Berichterstatter Deka.) Der 19. Januar war wieder einmal eine ziemlich „einseitige" Angelegenheit, denn nur „Schild" tiat auf den Plan, da die beabsichtigte Wochenendfahrt der „Bar Kochbaner" zum Keilherg dem mangelnden Schnee zum Opfer fiel lind dabei hatten .!•»" so viele lü..: tixi'ft? ■'<<<'. d5?s?n Aus?!..« gefreut »brr was nicht i-.t krtint noch wr-rHe»; 5s n»üü »uxar recht batet eine gehörige Sendung von Frau Holle eintreffen, wenn nicht auch die deutschen „Makkabi - Skimeisterschaften am kommenden Sonnt,™ Fehl.™ ">ig» werden ccüc.i. Auen heim „Schild" müßte >Auz „Glanznummer* vom Programm gestrichen werden, da die BtCiucuci Damen, scheinbar infolge ihrer letzten hohen Niederlage gegen Halle, mit den beiden Punkten auch die Reiselust nach hier verloren hatten. Die Voraussage im letzten Gemeindeblatt über den sich lohnenden Besuch in Thekla bestand wirklich zu Recht, allein schon Nußbaums erstes Tor beim Fußhallspiel der II. Mannschaft gegen Dresdens I., war die Hin- und Rückfahrt mit der Straßenbahn wert. Die übrigen drei Treffer in diesem Kampfe waren mehr als verdient, zumal der Gast, mit Ausnahme der ersten Halbzeit, meistens nur vor seinem eignen Tore lag, er hätte das Ehrentor wohl verdient, aber wo kein Sturm ist, kann nichts passieren. Die I. Handballer waren ebenso mit 3:1 über dte Residenzler siegreich, bei Halbzeit sah es allerdings noch ziemlich „wacklig" für Leipzig aus, da Dresden kurz, vor dein Abpfiff auf 1:1 herankam. Nach Wiederbeginn schalteten die Hiesigen endlich den so notwendigen „zweiten Gang" ein, der ihnen auch dann zwei weitere Punkte sicherte; Max Blonski war in dieser Zeit Leipzigs Bester. Mit diesen beiden Erfolgen muß noch der überaus harmonische und faire Spielverlauf dieser zwei Kämpfe besonders erwähnt werden. „Schilds" I. Fußballmannschaft kam von Chemnitz mit einem glatten 5:0 zurück, kein Wunder auch, wenn „solche" Verteidiger auf dem Spielfeld stehen, der Sieg hat jedoch den Haken, daß die II. Elf diesen Gegner vor 14 Tagen mit 10:1 niederhielt; wir wollen aber den schon vorher beim rr»ittir.£ verletzten Mittel-!<t. Stürmer und den zu kleinen Platz »I« Milderungsgrund annehmen Die Knaben brauchten dort zwar nur 2 Tore hinzunehmen, sie verschonten dafür aber auch des Gegners Kasten. Ein recht magerer Spielbetrieb erwartet uns kommenden Sonntag nur „Schilds ' II. Handballelf bekommt Besuch aus Jena. „Ba: Kochba" ist dieses Mal in der Strumpfstadt, mn mit drei Fußball mannschaften (I. und II. Herren, i. Knaben) und den Damen gegen seine dortigen Freunde anzutreten. Abends hofft ein ganz besondere? Ereignis auf viele viele Zuschauer, denn dann steigt die schon obligatorische Boweranstaltuiig des „B. K.", die schon durch die Anwesenheit des Europameisters im Federgewicht Franke, „Makkabi"- Berlin, besonders beachtens- und besuchenswert ist. Neben (iabler- Chemnitz werden sich noch andere ganz bedeutende Boxer an diesem Abend „näher bekannt machen". Hoffentlich erfreut er sich nuijj abermals einer vollbesetzten Turnhalle, denn was ist ein Verein undf was kann er leisten, wenn ihm nicht das Publikum, das Fundament| eines jeden „Betriebes", das Allernotweiidigste in die Hand gibt!! I Herausgegeben vom Vorstand der isuciitischcn Relirionsgemeinde zu Leipzig. Schrift leitung: Oemeinderabbiner On«Mv rnhn> L?!pi!£C!, V?s!'.ci^Dmiuei-3ir. lü. Iii. ■ Anzeigen: 0M>feg Elsa QoMffCafld Lctpilg C i, iiainsiraiie 10, Ummer 304 Tel. 16722." Anzeigenleiter: Ernst Ooldfreund, CichoriusstraBe 2 a. Tel. 60771 für die Aufnahme von Anzeigen in bestimmten Nummern und an bestimmten Plätzen und für telefonisch aufgegebmc Anzeigen wird keine Gewähr übernommen. Druck: Jordan fSOramberg vorm. Druckerei der Werkgemeinschaft, Leipzig, Brüderstr. 10. D. A. IV. 35. 3725. Pr. L. Nr. 5. Für den Inhalt der Inserate fibernehmen Gemeinde« vorstand und Schriftleitung keine Verantwortung. Vereinsnachrichten. Isr. Kindergarten. Sonnabend, den 25. Januar, W ., Uhr, findet in den Räumen der Gesellschaft der Freunde, Humboldtstr. 1 Erdg., ein Bridge- und Skat abend zugunsten des Isr. Kindergartens st.itt. Telefonische Anmeldungen sind an Frau Betty Held, Springerstraße IS, Tel. 53101, und Frau L. Felsenstein, Springerstr. 23, Tel. 52160, zu richten. Verein Poln. Kautieute und Gewerbetreibender E. V. in Leipzig. Am 25. Januar 1936, 20 Uhr, veranstalten wir, unter Teilnahme des Herrn Generalkonsuls Michael Czudowski, der sich liebenswürdigerweise bereit erklärt hat, über die Lage der polnischen Staatsbürger zu referieren, im großen Saal des L.T einen "Ciesellschaftsa b e n d mit Kulturvorträgen (Konzert, Ballett, Gesang und Tanz). Der größte Teil des Reinertrages ist für Wohltätigkeitszwecke bestimmt. Mit Rücksicht auf das sehr große Interesse für diese Veranstaltung empfiehlt es sich, die Eintrittskarten im Vorverkauf, im Sekretariat, Ritterstralie 44, zu sichern. Der Eintrittspreis beträgt Mk. 1.50 und Mk. 2.—. An der Abendkasse findet kein Kartenverkauf statt. — Wir machen darauf aufmerksam, daß der Beginn p0nk111 r h 2 I U!: r erfolgt, 'wir bitten daher um p ü n k 11 i c h e s Erscheinen, da die Saaltüren zwischen 21 und 22 Uhr während der Darbietungen geschlossen bleiben. Garderobe-Schluß dah er 20,45 U h r. Agudas Jisroei Jugendgruppe, Noar Agudathi, F.sra, Pirche Agu das Jisroei. Am kommenden Dienstag, den 28. Januar, pünktlich um 20,30 Uhr ,spricht s. ü. w. im Saale des jüd. Jugendheim, Elsterstraße 7, der uns durch die im „Israelit" erschien.^— Ausfälltungen über hebräische Sprache und das g es etzzes treue Judentum", bekannte Kenner dieses Gebietes Herr Pinehas Wo II mann, Ilankhurt i. M., Schwanenstr. 12, über das Thema: „Unsere Aufgabe auf dem Gebiete der hebräischen Sprache". Dieser Vortrag wird in einem leicht verständlichem Iwrith gehalten und in deutscher Sprache wiedergegeben*. Wir empfehlen, diesen Vortrag nicht zu versa.....w Zionistische Vereinigung Leipzig. Am 29. Januar findet unsere nächste M i t g 1 i e d e r v e r s a in m I U n g statt. Es spricht Herr Dr. Fritz Loepenstein. I einzig, VCilhslnjÄt«'; 72, über das Thema: ..i)er n e I e g i e r t e n t a g'd e r Z.V.f.D." Unsere Mitglieder sind hier/n frgebeust eingeladen. Einum um gegen Vorzeigung uer Mitgliedskarte. Zionistische Vereinigung Leipzig. Die Teilnehmer am Delegiertentag Delegierte und Oäste —, der in der Zeit vom 2.—4. Februar ds. Js. in Berlin stattfindet, haben Gelegenheit, mit einem von uns gemieteten Luxusautobus (Fahrtdauer 3 stunden) die Hin und Rückreise für den besonders billigen Preis von Mk. 5,50 je Person zurückzulegen. Abfahrt Sonntag früh. Qettaueres über Ort und Zeit der Abfahrt wird noch bekanntgegeben. Meldungen bis spätestens Donnerstag, den 30. ds. Mts., im Büro, Kcilstr. 4 (Tel. 10211). Agudas Jisroei Jugendgruppe-, thi&ere diesjährige Oeneral-Versammlung findet < Q. w. am 8. Februar, pünktlich 20 Uhr, im Heim, Färberstr. 0, statt. Das Erscheinen sämtlicher Mitglieder ist Pflicht. Etwaige Anträge müssen bis zum 2. Februar bei unserem Schriftführer Fritz Borgenicht, Yorkstr. 13, schriftlich eingereicht werden. Die Tagesordnung ist im Heim ersichtlich. Verein jüd. Händler und Reisender, Leipzig. Was erwartet der Verein Sonnabend, den i 5. Februar 1°3(>, abends S Uhr in den „P a la s t"-Gaststätten von seinen Mitgliedern? Zahlreiche Anteilnahme und voüe Arbeit i:i bekannten Kreisen zwecks Besuch des stattfindenden W o h 11 ä t i g k c i t s-Ab e n d s.* Nur in diesem Sinne ist Aussicht auf Erfolg zugunsten unserer armen Mitglieder. Musik und künstlerische Darbietungen werden im voraus zur Zufriedenheit jedem zugesichert.

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