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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1936-01-10 · 2 (10.1.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
12 (1936)
Issue
2 (10.1.1936)
Date
1936-01-10
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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.•ite 6 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG 10. Januar 1936 Aufsicht ru Pessach. Kolonialwarengeschäfte, die zu Pessach 1935 nicht unter Aufsicht des Gemeinderabbinats gestanden haben, aber zu Pessach 1936 Aufsicht wünschen, werden aufgefordert, sich bis zum 30. Januar 1936 beim israelitischen Gemeindeamt zu melden. Spätere Meldungen werden keinesfalls mehr berücksichtigt. Ob und unter welchen Bedingungen die Aufsicht erteilt wird, wird dem Antragsteller bekanntgegeben. Nur diejenigen Firmen werden in das VcUciumi» der zu Fessach unter Aufsicht stehenden Geschäfte, das am 21. Februar 1936 in unserem Gemeindeblatt bekanntgegeben wird, neu aufgenommen, die bis zum 30. Januar 1936 einen entsprechenden Antrag gestellt haben und denen unser Rabbinal die Aufsicht erteilt. Leipzig, den 4. Dezember 1935. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Betriebe unter Aufsicht des orthodoxen Gemeinderabbinats. Wir geben wiederholt bekannt, welche Betriebe unter Aufsicht unseres orthodoxen Gemeinderabbinats stehen. Nur für Waren aus diesen Betrieben übernimmt das Rabbinai die Verantwortung in bezug auf das Kaschrus. a) Fleischereien: Moses Bild, Gerberstr. 41, M. Frischer, Packhofstraße ii/i3, Sally Löb, Ranstädter Steinweg 7, Jacob Schußheim, Plauensche Straße 3/5. b) Geflügelverkauf: die vorgenannten Fleischereien, Geflügelgroßhandlung Leo Hendler, Walter-Blümel-Str. 14, Geflügelhandlung Regine Wassermann, Waltet-Blümel-Straße 14. c) Milch und Butter: J. Bartfeld, Eutritzscher Straße 5, Chaiin Zipser, Nordstraße 35, Hof (Wohnung: Berliner Str. 18), Otto Röhrig (Bestellungen durch H. Kreutner, Färherstr. 16). Die Aufsicht erstreckt sich nur auf die ausdrücklich als „koscher" gekennzeichneten Waren. d) Backwaren: Salomon Lotrowski, Berliner Straße 13, Selig Scheinowitz, Gerberstr. 40 und Keilstr. 9, Schmeidler, Nordstraße 25, Ranstädter Steinweg 45. e) Speisehäuser: Chmelnltzky, Reichsstraße 22. Manelis, Nikolaistraße 36. Gottesdienste Gemeindesynagoge. Sabhatgottesdienst: Freitag, 10. Januar •930. Abendgebet 1(>,I5 Uhr. Sonnabend, 11 Jjmuai 1936, Morgen gebet 9 Uhr, Jugendgottesdienst 15,15 Uhr mit "Predigt; Nachmittagsgebet 17,40 Uhr; anschließend Lehrvortrag, Abendgebet 17,14 Uhr. Gottesdienst au Werktagen in der hz-Chaim-Syiiagoge. Gemeindesynagoge. Sabhatgottesdienst. Freitag, 17. Januar, Abendgebet 1<>,45 Ohr mit Predigt. Sonnabend, IS. Januar!936, Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgebei 16,50 Uhr; an criiieöend Lehrvortrag, Abendgebet 17,23 Uhr. uottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Ez-Chaim-Synagoge, Otto-Schillstr. Freitag, 10. Januar, Abendgebet 16.30 Uhr. Sabbat, 11. Januar, Morgengebet 8.30 Uhr; Mincha 16 Uhr; Ausgang 17,14 Uhr. Wochentag: Morgeugcbet 7,30 Uhr; Abendgebet 16,45 Uhr. Ez-Chaim-Synagoge, Otto-Schill-Str. Freitag, 17. Januar, Ahendebet l(i,45 Uhr. Sonnabend. 18 lann»r Vi<>. ,r..,.nrCr>c. o •>.." [ii,* . . — - , " * " ~ * P* ■ / .• 8 Wochentag: Morgens 7 Uhr, abends 17 Uhr. Synagoge „Ohel Jakob", Pfaffendorfer Str. 4. Freitag, 10. Januar, Abendgebet 16,45 Uhr, anseht. Lehrvortrag von Rabb. Rogosnitzki. Sabbat, den 11. Januar, Morgengebet 8,30 Uhr; Mincha 16 Uhr: Abendgebet 17,14 Uhr. Talmud-Thora-Synagoge, Keilstr. 4. Freitag, 10. Januar, abends 16,30 Uhr. Sonnabend früh 8,45 Uhr, Mincha 16.30 Uhr, Anfang 17,11 Uhr. Sonntag früh 7,30 Uhr. Wochentags: Frjlh 7,15 Uhr, abends 10,30 Uhr. Talmud-Thora-Synagoge, Keilstr. 4. Preitlg, 17. Januar, abends 16,45 Uhr. Sonnabend früh 8,45 Uhr, Mincha 16,30 Uhr, Ausgang 17,23 Uhr. Sonntag früh 7.30 Uhr. Wochentags: Früh 7,15 Uhr, abends 16,45 Uhr. Synagoge Beth Jehuda, I arberstr. 11. Freitag, 10. Januar, Abendgehet 16' 2 Uhr, hernach Schrifterklärung des Herrn Rabb. Melamed. Sonnabend, 11. Jan., 201/s Uhr, spricht Herr Dr. med. A. Adler über „Eine Reise nach Erez Isroel". Personenstandsnachrichten Geburten: Freitag, 13. Dezember 1935, Heinrich Garfunkel und Fanny geb. Nadelreich, Windmühlenslraße 30 [, eine Tochter „Doris". Montag, 10. Dezember 1935. Julius Anstreicher und Taube geb. S.idman, Funkenburgstralie 9, eine Tochter „Rita". Freitag.?0. Dezember 1935, Peissech Mendzigurski und Frieda geb. Wiener, Plauensche Straße 2 II, eine Tochter „Etti Lea". B a r m i z w a . Am Sonnabend, 11. Januar 1^36, Heinz (lohn, Sohn des Herrn Fritz Cohn und I ran Helene geb. Neumann, Briestr. 32 (nicht wie irrtümlich in voriger Nummer angegeben Briestr. 22) in der Gemeindesynagoge. Am Sonnabend, 18. Januar 1936, Philipp Lessmann, Sohn des Herrn Heinrich Lessmann und Frau Fva . geb. Lessmann, Waldsir. 52, in der Gemeindesynagoge. Todesfälle: 19. Dezember 1<)35 Malke Kaifuß, Humboldtstraße 2. 20. Dezember 1935 Pinkas Triebwassel, Bayrische SU. 61. 23. Dezember 1935 Wolf Hersch Krumbein, Bergstraße 24. 25. Dezember 1935 Benzion Itzigsohn, König-Johann-Str. 20. 26. Dezember 1935 Scheindia Zimetbaum, Yorkstraße 8. 27. Dezember 1935 Rosalie Sternweiler, Seeburgstr. 98 I. 30. Dezember 1935 Chans Gabler Chemnitz. i. Januar 1936 Rosa Wdll, Härtelsir. 10. " 4. Januar 1Q36 Henrieta Bau, Auenstr. H. 5. Januar 1936 Matcs Kauber, i iumboidtstr. 7 pt. Austritte aus der israelitischen Religionsgeselischaft: Nach geltendem sächsischen Recht bedeutet der Austritt aus der israelitischen Religionsgesellschaft den Austritt aus dem Judentum, nach unserer Friedhofsordnung hat der Austritt aus dem Judentum den Verlust des Anrechts auf Beisetzung und auf eine etwa früher erworbene (irabstelle auf unseren Friedhöfen zur Folge. Landwirtschaftlicher Gutsbeamter Hans Pohl, geb. 19. Dezember 1903, Leipzig-Möckern, Hallisrhc Straße 215 1V. Aus dem Gemeindeamt Ausbildungskurse für jüdische Sozialarbeit. Die Reichsvertretung der Juden in Deutschland teilt mit: Die Reichsvertretung der Juden in Deutschland Abteilung Zentralwohlfahrtsstelle beabsichtigt, gemeinsam mit dem Jüdischen Frauenbund einen einmaligen einjährigen Ausbildungskurs für jüdische Sozialarbeit in Berlin einzurichten. Der Lehrgang soll eine Ausbildung in Theorie und Praxis der jüdischen Sozialarbeit (Sozialpolitik, Wohlfahrtspflege. Jugendfürsorge und Jugendpflege, Jüdische Gegenwartskunde usw). umfassen. Voraussetzungen zur Aufnahme in diesen Lehrgang ist für weibliche und männliche Teilnehmer vollendetes 20. Lebensjahr, Ausbildung in einem anderen Beruf oder bereits ausgeübte Tätigkeit. Die voraussichtlich entstehenden Ausbildungskosten werden monatlich 20—25 RM betragen. Der Lehrgang soll im April bzw. Mai 1936 beginnen, wobei für die einzelnen Teilnehmer eine mehrwöchige Vorpraxis bis zum Beginn der Ausbildung in einem jüdischen sozialen Betrieb geplant ist. Diejenigen, die den Voraussetzungen des Lehrganges entsprechen und sich für soziale Arbeit besonders interessieren, bitten wir, sich mit einem Lebenslauf, Zeugnisabschriften über ihre Ausbildung und berufliche Tätigkeit möglichst umgehend zu melden bei der Reichsvertretung der Juden in Deutschland, Abteilung Zentralwohlfahrtsstelle. Berlin-Chsnottenburg 2, Kantstr. 158. Die Meldungen weiden eingehend geprüft, da nur eine beschränkte Teilnehmerzahl zugelassen werden kann. Gesellschaft zur Förderung wirtschaftlicher Interessen. Die Pressestelle der Reichsvertretung der Juden in Deutschland teilt mit: Als Nachfolger des (zum Direktor der General Mortncre R.-ink nf Pnl;-- stine in Tel-Aviv berufenen) Mr. Emst Lihmann ist von der F. W. I. (Gesellschaft zur Förderung wirtschaftlicher Interessen von in Deutschland wohnhaften oder wohnhaft gewesenen Juden m. b. H., Berlin- Charlotteuburg 2, Kantstr. 158) neben dem verbleibenden Geschäftsführer, Direktor Friedrich Borchardt. Rechtsanwalt Dr. Alfred L e v i zum Geschäftsführer hesfellt worden. Dr. Lcvi war fahre hindurch als Treuhänder. Kredit und ln$olvciiz(«ehmann!-!<•-<«•"-•". K«cdilf."',..l III,«. ntni. ine VCllU^l uUsvcrsicnci uiu'mi.imk; „_.,-, . .. . Kfrhn t;;t;:r giebige praktische Erfahrung in dei Wirtschaft. Die daraus erwachsenen literarischen Erzeugnisse haben weite Verbreitung gefunden. Die F. W. 1. ist die zentrale und neutrale Stelle, welche — ohne mit irgend jemand in Wettbewerb zu treten — die Juden in der Wirtschaft helfend und beratend betreuen will. Die F. W. I. soll von allen jüdischen Kaufleuten und Handwerkern, nicht zuletzt von dem jüdischen Einzelhandel und den Angehörigen der freien Berufe »in den Fragen der Vermögensverwaltung und -Verwertung vor und nach Auswanderung in Anspruch genommen werden. Neue Bücher „Palästina heute — Licht und Schatten" von Hugo Herrmann als Diskussionsgegenstand. Der Verlag des neuen Herrmann-Buches „Palästina heute Licht und Schatten" teilt uns mit, daß er mit Rücksicht auf das große Interesse, mit dem das Buch in Europa diskutiert wird, bereit ist, Vereinigungen und Bünden, welche das Werk in ihren Gruppenabenden und Vortrügen gemeinsam durcharbeiten wollen, auf Anforderung ein Exemplar unberechnet zu übersenden. Anfragen mit genaueren Unterlagen sind zu richten an Biblion, Tel- Aviv, P.O. B. 713. Sport vom Sonntag (Von unserem ständigen Berichterstatter Deka.) Bei den hiesigen Sportvereinen herrschte am letzten Sonntag die wahrste „Halksehe Invasion'4; sie beide hatten Besuch von dort, den sie aber als Gastgeber unhöflicher Weise in allen Spielen mit Niederlagen bedachten. In fünf Treffen traten sich die beiderseitigen Mann-

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