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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1933-11-24 · 47 (24.11.1933) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
9 (1933)
Issue
47 (24.11.1933)
Date
1933-11-24
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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24. November 1933 OEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEiPZIG Seite 5 Der jüdische Frauenbund, Ortsgr. Leipzig Schwesternbund der Leipzig - Loge, Verband jüdischer Frauen für Palästinaarbeit laden ihre Mitglieder zu Montag, den 27. November 1933, 16 ühr in die „Logenräume" Arndtstraße 1 ein. Im Rahmen der Handarbeitsausstellung findet ein Teenachmittag Abschiedsvortrag von Frau Hadassah Chamizer über „Wege der jüdischen Frau44 Frauenverein „Ruth". Die in diesem Winter wieder aufgenommenen Bridge-Nachmittage zugunsten des Vereins haben großen Anklang gefunden. Der nächste Bridge-Nachmittag findet deshalb Dienstag, den 5. Dezember, nachmittags 4 Uhr, im Bridge-Salon Zoo, Pfaffendorfer Str., statt. Kartengeld beträgt RM. 1.— inkl. einer kleinen Erfrischung. Wir bitten um recht zanh eiche Beteiligung. Anmeldungen nehmen entgegen: Frau Fried, Tel. 11689, Frau Kohn, Tel. 13336, Frau Fanny Hepner, Tel. 23117. Agudas Jlsroel Jugendgruppe, Färberstr. 6. Am kommenden Mauzoe Schabbos, den 25. XI., um 20.45 Uhr, findet s. G. w. ein Vortrag über das Thema: „Vom geistigen Erfassen der Thauro" statt. Referent: Hirsch Merkin. Gäste sind herzlichst willkommen. Oratoriumchor „Psalterion". Da wir in nächster Zeit größere Aufgaben und Aufführungen planen, möchten wir bitten, daß stimmhegabte Damen und Herren, die daran mitarbeiten wollen, sich melden bei Barnet Licht (Tel. 303 16) oder in der Gemeinde (23602) bei Frl. Pollak. Die Proben finden jeden Montag von 8—10 Uhr (20—22 Uhr) statt. Hechaluz Snif, Leipzig, Elsterstr. 7. Das Büro ist nur Dienstags und Donnerstags von 5—8 Uhr nachm. geöffnet. Infolge Arbeitsüberlastung sind wir genötigt, die Annahme von Anmeldungen, Auskunftserteilung usw. ausschließlich während der Bürozeit entgegenzunehmen. Wir bitten darum, die Sprechstunden einzuhalten. — Wir haben unsere neuen Räume im zweiten Stock des Jugendheims bezogen. Es fehlen uns noch Tische, Bänke, Stühle, sowie Bücher und Zeitungen in deutscher, jiddischer und hebräischer Sprache. Wir appellieren an die Leipziger Juden, uns in der Beschaffung dieser für unsere Arbeit notwendigen Gegenstände behilflich zu sein. Abholung erfolgt durch uns auf Anruf (23205, jüd. Jugendheim). Keren Kajemeth Lejisrael Leipzig, Keilstr. 4 (Tel.10211). Die liuchsenaufstcliungsaktion ist im vollem Gange! Die Zahl der Büchsen- Inhaber muß sich in den nächsten Wochen vervielfachen. Wir sind dazu auf die tatkräftige Mithilfe aller bisherigen Büchseninhaber angewiesen, jeder soll seinen Bekanntenkreis in diesem Sinne bearbeiten und uns >lie in Frage kommenden Adressen mitteilen, damit unsere Helfer umgehend die Büchsen aufstellen können. Denkt bei allen Gelegenheiten, Bei Einladungen, beim Kartenspiel u. dergl. daran, daß die blaue Büchse i iii wichtiges Instrument zur Vergrößerung unseres Bodenbesitzes in Palästina darstellt. Ferner erinnern wir daran, die KKL-Telegramme, die in unserem Büro jederzeit zu haben sind, für alle Gratulationen zu v erwenden! Die Rosch-Haschanah-Aktion des KKL hat in Leipzig ebenso wie in ganz Deutschland zu einem großen Erfolge geführt; ihr Ergebnis wird bereits zur Errichtung neuer Arbeitersiedlungen und zur Erobe- Ming neuer Bodenflächen in Palästina verwendet. Wir sprechen auch >n dieser Stelle allen, die zu diesem Erfolge beigetragen haben, unseren! '.mk aus. Berichtigung. In der letzten Notiz des Keren Kajemeth Lejisrael -ind versehentlich die Namen der beiden unterzeichneten Herren Bernhard Katz und A. Zingher weggelassen worden. Wir wiederholen zur Vermeidung aller Unklarheiten, daß die Quittungen des KKL, sowie die bis zum 30. 11. befristeten Ausweise zur Büchsenleerung die Unterschrift eines dieser Herren tragen müssen. Neue Bücher. Zeitschrift für jüdische Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik. Nach laiigerer Pause ist Anfang September wieder ein Doppelheft (Nr. 3 4) der Zeitschrift „Jüdische Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik" erschienen. Die Aufsätze dieses Heftes sind alle von grundsätzlicher Bedeutung. S|e umreißen die gegenwärtigen Aufgaben der jüdischen Sozialarbeit "i Deutschland, indem sie von der neuen Situation für die Juden ausgehen. Damit bleibt die Zeitschrift, wie Dr. Max Kreutz berger in -'iiier Einleitung zu diesem Heft ausführt, ihrem Grundsatz treu, richhrnggebend auf dem Gebiet der jüdischen Sozialarbeit sein zu wollen. Dieter Grundsatz ist heute, in Anbetracht der zu lösenden Probleme. ^>n doppeltem Gewicht. Um so bemerkenswerter ist, daß Kreutzberger bei den von ihm in den Mittelpunkt gestellten Aufgaben: Benifsumschichtung, genossenschaftlicher Zusammenschluß, Ausbau der Kredithilfe, auf Parolen zurückgreifen kann, die diese Zeitschrift seit ihrem Bestehen verfolgt hat. Nach einem Referat über „Die Wirtschaft*- und sozialpolitische Gesetzgebung des Deutschen Reiches seit dem 30. Januar Wii" (Dr. Hanns Reißner), das zugleich die Auswirkung der Gesetzgebung auf die Lage der Juden andeutet, umreißen die einzelnen Aufsätze den Rahmen der Möglichkeiten, die im Augenblick eine entscheidende Rolle spielen. Dr. Georg Landauer stellt in seinem Aufsatz „Die Bedeutung Palästinas für die jüdische Gegenwart" Palästina als „Generallinie" neben die in Deutschland zu lösenden sozialen Aufgaben der Juden und versucht, die jetzt aufgestellte Frage, wie groß die Aufnahmefähigkeit Palästinas für die Einwanderung deutscher Juden sei, an Hand eingehender Unterlagen zu beantworten. S. Adler-Rudel veröffentlicht in seinem Beitrag „Berufsumschichtung als Ausweg?" auf Grund der jüngsten Erfahrungen zum ersten Male Ziffern über die Arbeit der Berufsumschichtung (am Beispiel der Berliner Jüdischen Gemeinde) und über die dazu erforderlichen Kostenaufwendungen. Darüber hinaus arbeitet er die sich aus der Berufsumschichtung Erwachsener ergebenden Probleme heraus, die neben die Fragen der Umschichtung Jugendlicher treten und den Berater vor neue Aufgaben stellen. In der Form eines Berichtes über den Aufbau des jüdischen Darlehnskassenwesens gibt Dr. Max Kreutzberger zugleich ein weit gespanntes Programm für den Ausbau der jüdischen Darlehnskassen und der Kredithilfe als Fundament einer produktiven und konstruktiven wirtschaftlichen Hilfe für die deutschen Juden, die nach einer neuen Lebensbasis und nach einem neuen Lebensraum suchen müssen. Soeben erscheint „Der deutsche Vortrupp", Blätter einer Gefolgschaft deutscher Juden, die unter der Schriftleitung von Dr. Hans Joachim Schoeps durch den gleichnamigen Bund der deutschkonservativ gesinnten jüdischen Jugend herausgegeben werden. In dieser ersten Nummer wird nach fundierten prinzipiellen Darlegungen als Aktion der jungen Generation unter der Devise „Wider Assimilanten und Zionisten — als Juden für Deutschland" der Aufbruch einer dritten Front der deutschen Judenschaft proklamiert. Die erste Halbiahrsfolgc dieser Blätter (3 Nummern), denen jeweils ein Beiblatt des „Theologischen Arbeitskreises für jüdische Erneuerung" anliegt, ist gegen RM. 1.50 (Einzelnummer RM. 0.50) von der Kanzlei des deutschen Vortrupp, Frankfurt a. M., Reuterweg 59 (Postscheckkonto Frankfurt a. M. Nr. 72330) zu beziehen. ^——— Herausgegeben vom Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Schriftleitong: Oeoieinderabbmer Gustav Cohn, Leipzig Cl, Walter BlUmel-StraBe 10, III Anzeigen : Verlag Elsa Ooldireund, Leipzig OS, CicboriasstraBc 2a. Druck: Druckerei der Werkgemeinschaft, Leipzig Cl, Briiderstr. 19. Anzeigen-Annahmestellen: Der Verlag, Leipzig OS, ClcboriusstraBe 2a, I, Telefon 60771. M. W. Kaufmann, Leipzig C I, Brühl 8, Telefon 23009. Zigarrenecke Hanna Windmüller, Leipzig C I, Bayrische Straße 48 (Ecke Sophienstraße), Telefon 32939. Rosa Wolff, Hausbaltartikel, Leipzig C 1, König - Johannstraße 2 (Ecke Frankfurter Straße), Telefon 29508. E. Diamant, Lebensmittelgeschäft, Leipzig C 1, HumboldtstraBe 26 (Eingang Nordstraße). Warenbaus Adler, Leipzig N 22, Hallische Straße 127, Telefon 50367, Tabakwaren Einhorn, Leipzig C 1, Katibachstraße 21 (Ecke Thcresienstraße) Telefon 533 72. Für den Inhalt der Inserate übernehmen Gemeindevorstand und Schriftleitung keine Verantwortung. Ab Sonntag kommender Woche können Sie gut und zu mäßigsten Preisen im Zentrum der Stadt, Gottschedstr. 22 II, neben der Synagoge bei Hoffmann speisen. Bei bekannt vorzüglicher Küche und billigsten Preisen werden Sie sich in den behaglichen Räumen sehr wohl fühlen, fühlen. Machen Sie bitte einen Versuch! Alle Hausfrauen werden aufmerksam gemacht auf die von Fr. Wolff. Sedanstr. 1 a, neu aufgestellte Heißmangel, die Wäsche in einem Gang rollt und plättet, also schrankfertig macht. Benutzen Sie die Heißmangel, Sie sparen sehr viel Zeit und Arbeit. Wir weisen auf das Inserat in der vorliegenden Nummer hin. Wir machen auf das Inserat der neueröffneten Schuhmacherei S. Eisen, Hainstraße 21, Durchgang Gr. Fleischergasse 9, aufmerksam. Diese verarbeitet nur beste Qualitäten zu billigsten Preisen. Der Inhaber bittet die jüdische Bevölkerung, da er Anfänger ist. ihn gutigst unterstützen zu wollen. Sehr geehrte gnädige Frau! Es liegt in Ihrem eigenen Interesse, wenn Sie dem Inserat der Firma Spezial-Dauerwcllen-Salon „Elite", Reichsstraße 12, erste Etage, eine ganz besondere Beachtung schenken. Nicht allein, daß alle einschlägigen Friseurarbeiten für die Dame von ersten Kräften zu konkurrenzlosen billigen Preisen ausgeführt werden, handelt es sich um ein jüdisches linternehmen, das Einzigste dieser Art am Platze. Die Firma bittet daher um Ihre gütige Unterstützung und vergütet bei Vorzeigung des in dieser Ausgabe erschienenen Inserates bei Herstellung einer Dauerwelle SO Pfg. Sonnta«. den 3. Dezember er. «bend» 20.15 pünktlich: E R|m*er Abend der cngagementslosen jüdischen Künstler 1 einzig* Zoologlsdier Garten t Weißer Saal----———-—-_____---- Mitwirkende u. a Frl. Dr. Sophie Cassel, Rezitationen Dr. 8. Rablnowlts, Klavier, u. a. m. Karten zu Rmk 1 - im Vorverkauf hei M. W. Kaufmann, Zellners Oastwirschjft u. Mandls, sowie M Ufr Abendkasse Rcrrvlerte Plltac in beschrankter Anzahl nur an der Abendkasse gegen 50 Pfg. Aufschlag ___________________-—-----_--— Koneertdirektion Arthur Ehrlich — h'rau Emilie Wlnterberar, Humor - Herren: Mus|n «ottlieb, Violine — |. Wassermann, Cello u. Im zahlreichen Besuch bittet der vorbereitende \ussdiuB.

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