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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1933-02-24 · 8 (24.2.1933) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
9 (1933)
Issue
8 (24.2.1933)
Date
1933-02-24
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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21. Februar 1933 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seite B tcndem Wert; denn was weiß ein Westdeutscher oder Niedersachse von diesen ostischen Menschen?" Daraufhin entschloß ich mich, oino Schriftenreihe Uber das Gebiet herauszugeben und ließ dem ersten Hucho: „Dorfjuden" (Berlin 1928), „Kaufmann Frank" (Leipzig 1929) folgen. Da traten mehrfach Pädagogen an mich heran mit der Anregung, eines meiner weiteren Ostbücher doch so abzufassen, daß man es auch der judischen Jugend in dio Hand geben könne. Ich bemühte mich in dem Buche „An der Grenze", dos ich damals unter der Foder hatte, dem Wunsche jener Lehrer nachzukommen, indem ich mich hier einer besonders klaren, leichtfaßlichen Ausdrucksweise befleißigte. Ich wollte aber nur ein auch für die Jugend geeignetes Buch schroiben, nicht hatte ich die Absicht, eine ausgesprochene Jupendschrift zu verfassen. Nun haben ohne mein Wollen zahlreiche meiner Kritiker das Buch geradezu zu einer Jugendschrift gestempelt. So schrieb u. a. Herr Rabbiner Dr. Wilhelm-Dortmund: „Wir wollen diese Erzählung vor allem als Jugcndscbrift" empfehlen. Ferner Herr Rabbiner Dr. S. Gans-Berlin: „Dem Verfasser ist es gelungen, das Leben und Treiben der Juden in der ehemaligen Provinz Posen wahr heitsgemäß und lebendig darzustellen. Da auch die Sprache schlicht und anschaulich ist, kann das Buch auch unserer Jugend ohne Bedenken empfohlen werden." Und schließlich Herr Rabbiner Dr. Joachim Prinz, Berlin: „Das Buch hat einen geradezu kulturhistorisch bedeutsamen Wert. Gerade als einer, dem der Weg unserer jungen jüdischen Menschen am Herzen liegt, will ich dem Verfasser danken. Er hat in seinem Buche ein ausgezeichnetes belehrendes und doch zugleich lebendiges und frisches Jugendbuch geschaffen: die ausgezeichnete Milieuschilderung, die gute Kenntnis der jüdischen Dinge und die leichte Lesbarkeit machen das Buch zu einer Jugendlektüre von hohen Graden. Ich wUnsche sehr, das Buch käme in viele junge Hände. Ich weiß, daß es dann auch „in jugendliche Herzen kommen wird." Ist nun „An der Grenze" ein Jugendbuch? Ich selbst wage es nicht zu beurteilen. Wer möchte eine Entscheidung treffen? Vereinsnachrichten. Agudms-Jisroel-Jugendgruppe Leipzig. Mauzoe Schabbos Kaudesch anl. Rausch Chaudesch Adar im Rahmen unseres gemütlichen Beisammenseins: Vortrag von Elieser Oppenheimer. Thema: „Megillas Esther in historischer Forschung." Anschl. Sijum über „Maued Koton". Beginn punktl. 20.30 Uhr. Gäste sind herzlich willkommen. — Wir veranstalten am kommenden Sonntag bei günstigen Schneeverhältnissen eine Wintersportfahrt. Treffpunkt: 8.30 Uhr vor unserem Heim. Rodelschlitten möglichst mitbringen. Rückkehr gegen Mittag; Unkosten gering. Tagung des Kartells Jüdischer Verbindungen. Vom 24. bis zum 26. Februar findet in Leipzig die Tagung des Kartells Jüdischer Verbindungen statt. In nahezu 40 Jahren hat diese Gruppe jüdischer Akademiker Deutschlands die Kerntruppe der jüdisch-nationalen Bewegung erzogen. Wenn heute ein blühendes Palästina inmitten einer destruierten Welt dos Herz jedes aufrechten Juden höher schlagen läßt, wenn heute Tausende junger Juden dort Arbeit und Helmut finden, so ist die Arbeit von K. I. V. ern nicht unwesentlich an dieser jüdischen Renaissance beteiligt gewesen. Führer des jüdischen Lebene, aber nicht minder auch namhafte Männer des allgemeinen Geisteslebens und vieler Zweige der Wissenschaft sind aus seinem Kreise hervorgegangen. Auch in Leipzig ist das Wirken des K. I. V. er-Geistes an vielen Stellen bedeutungsvoll gewesen. Es liegt im Sinne der Erziehungsarbeit des K. I. V., wenn es nicht in der veralteten und uns unangemessenen Form des studentischen Rom merses, und nicht in fruchtlosen Demonstrationen vor einer nichtjüdischen Außenwelt, die von uns nichts wissen will, sondern in Gestalt einer geistigen Veranstaltung Bich an die geistige Elite der Leipziger jüdischen Bürgerschaft wendet und so neben der inneren Arbeit auch noch nach außen hin seine Tendenz in der ihm gemäßen Form repräsentieren wird. Jüdischer Arboi ter-Tum- und Sportverein. Freitag, den 24. Februar im Heim Ritterstraße 7. Beginn 20 Uhr. Vortrag: Sport und Ernährung. Als Referent ist der bekannte Arzt Dr. W e i 11 gewonnen worden. Um pünktliches Erscheinen wird gebeten. Um pünktliches Erscheinen wird gebeten. Fußballspiele am Sonntag, den 25. Februar: Sportverein 21 gegen Jüdat I 10,30 Uhr. Troffen Hauptbahnhof 9,30 Uhr. Eiche gegen Jüdat II 9,30 Uhr. Treffen 8,30 Uhr Hauptbahnhof. Am vergangenen Sonnabend haben sich bereits eine Anzahl Jugendlicher und Knaben zum Fußballspielen angemeldet. Zum Aufstellen kompletter Mannschaften fehlen noch einige Spieler. Wir erwarten deshalb noch einige Meldungen, vor allen Dingen von Jugendlichen IDIE DIREKTE REISEROUTE NACH PALÄSTINA nur H mit den 6SOO To. großen Schnelldampfarn ■ „ITALIA" und „C ARN ARO" Hj Für die Abfahrten ab Trlest am 15. Februar, 1., 15. und 29. März I Ozeandampfer „Martha WSShillUtOlt" (8400 To) an Stelle des Dampfers „ C a r n a r o " In den ^E] Dienst gestellt. — Die Passage - Preise sind J^H dieselben wie auf dem Dampfer „ Carnaro" „Martha Washington" verfügt über viele 2 bettige Kabinen In der III. Klasse. Alle Kabinen erster Klasse sind mit Bad. ■ via Trlest-Brindisi ■ ohne Schiffswechsel H Fahrpreise ab Triaat nach Jaffa o. Haifa H I. Klasse RM. 408. H II. Klasse RM. 306. ■ III. Klaaaa RM. 122.40 H Inkl. Bett und Verpflegung, auf Wunseh rltuelleBektttlgiing ■ Abfahrten von Triaat wöchentlich Mittwoch, 13 Uhr H Ankunft in Jaffa: Am folgenden Montag 6 Uhr vorm. H Reisedauer Berlin Jerusalem: 6 Tage H Nähere Einzalhaitan, Platzbelegungen usw. durch dia ■I General-Agentur des LLOYD TRIESTINO IBerlin NW 7, Unter den Linden 47 Telefon: Sammelnummer A 1 Jäger 0415 Talagramm - Adraaaa: Triaatino Barlin sowie alle bedeutenden Reisebüros unseres Voreins. Sonnabend, den 25. II. also nochmals Treffen aller Jugendlichen und Knaben, dio zur Mannschaft aufgestellt werden wollen, um 5 Uhr im Heim, Ritterstraßc 7. Jüd. Arbeitergemeinschaft, Ranstädter Steinweg 8/10, Goldeno Laute. Sonnabend, den 25. 2.: Referat des Gen. Alexander Uber Marx, Lenin, Kautski. Montag, den 27. 2. Deutscher Unterriebt für Anfänger und Fortgeschrittene. Mittwoch, den 1. 3. Schachabend. Donnerstag, den 2. 3. Marxistischer Kursus. Freitag, den 3. 3. spricht ein SPD-Genosse Uber SPD und die Einheitsfront. Die Referate beginnen pünktlich 20 Uhr. Mittwochs Ausgabe von Bibliotheksbücher von 21—22 Uhr. Jüdischer Pfadfinderbund in Deutschland im VJJD (JPD). Sonntag, den 26. Februar veranstalten wir mit dem Kcrcn Kajemeth und Makkabi-Hazair eine gemeinsame Veranstaltung, in deren Mittelpunkt der Film der „Makkabiado 1932 in Tel Aviv" sieht. Umrahmt wird diese Feier von Chören, Sprech-Chören, Roaltationen etc. Wir laden alle Freunde und Eltern unseres Bundes heralichst ein. Karten zu RM. 1.— sind bei unseren Rundesmitgliedern erhältlich. Agudas Jisroel Frauengruppe, Leipzig: Zum Vortrag des Herrn Rabbiner Feldmann am 31. 1. versammelten sich fast hundert Mitglieder unserer Gruppe. Der Herr Referent, der Uber Erziehungsfragen sprach, brachte in seinen Worten klar zum Ausdruck, das für uns nur eine Erziehung denkbar sei, die aufgebaut ist auf den sittlichen Forderungen unserer Thaure. Besonders interessant gestaltete der Vortragende seine fesselnden Ausführungen, indem er alle Bilder und Beispiele dem täglichen Leben entnahm. Herr Dr. LipschUtz hetonte in seinem am 7. 2. gehaltenen Vortrag Uber „Schatncs" die ungeheure Wichtigkeit dieses Verbotes, dan Sonntag, den 2S. Februar 1933, 20 Uhr im Centrai-Theater {^VnVao'n'Sed.tr. II. Konzert J.ALTER Heldentenor unter Mitwirkung des |MiS€kM Gesangverein* „UlMMir" Dirigent: Fabian Gonskl. Am Flügel: Dr. 8. Rabinowitz Im Programm: synagogals Gesänge mit Tenor-Solo sowie jiddische Volkslieder Zum ersten Mal singt ALTER Chorgeaänge mit dem ca. 50 Stimmen umfassenden Chor des „Hasamir" Karten zu Hk. 1.—, 1.50, 2.—, 2.50 im Vorverkauf durch Vsrkehrabflro Msßamt, sowie an der Abendkasse von '/i7 Uhr an . W. Kaufmann, Brühl 8

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