Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 8 (1932)
- Issue
- 31 (16.12.1932)
- Date
- 1932-12-16
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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Seite 6 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSOEMEINDE ZU LEIPZIG 16. Dezember 195; Die Verlobung unserer Kinder Hanna und Simon beehren wir uns anzuzeigen I einzig, Im Dezember 1932 im Kislew 5693 Wabbincr Dr. Carlebach und Frau S. B. Goldrei und Frau Empfang: Sonntag, den 18. Dez., von 11-2 Uhr, Lelbnizstr. 23 Hanna Carlebach Dr. Simon Goldrei Verlobte g|iiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuimiiiinimmmiiiiiiiiiiii........uiiiuiin......Iiiiiiiii............iiiiiimimiiiiiiiiiiiinii.....i......i.....£ | 5 Da es mit unmöglid\ ist, allen denen, die mit zu meinem I fönfundzwanzlfliähriflen Dienstjnbillom ( i gratuliert haben, einzeln und petsönlich zu schreiben, spteche ich auf diesem I i Wege füt die rahlteichen Beweise det Fteundschaft und det Anhänglichkeit I | meinen herzlichen Dank aus. | | Zugleich will ich Versäumtes wieder gutmachen I Als ich im April meinen | feierte, war ich schwer krank, und so ist es bedauerlicherweise übersehen worden, für die grofie Fülle von Glückwünschen, die ich erhielt, zu danken. In größter Dankbatkeit sei es hiermit nachgeholt. Dr. Felix Goldmann ü.......iiiimiiiiiimiiiimiimiiiiiiiiiii.....iiimiiiimiiiiiiiiiii.....immun..........i.........immun......i.....titnii i.....mumiiiiiiimmiiiiiiniiE Verband Ifldtsctaer Frauen f flr PalSstina-Arbeit Dienstag, den 20. Dezember 1932, nachmittags 16' 2 Uhr, im jüd. Jugendheim, Elsterstraße 7. Referat: Frau Recha Carlebach „Wie bete Ich and wie feiere Ich die jüdischen Feste mit meinem Kinde?41 GSste willkommen! Anläßlich des Heimgangs unseres geliebten Vaters Siegmund Gottlieb sind uns und den anderen Verwandten so unendlich viele ehrende Beweise des innigsten Mitgefühls zugegangen, dar) es^ganz unmöglich ist, jedem einzelnen zu danken. Auf diesem Wege wollen wir daher zum Ausdruck gebracht haben, wie wohl uns diese allgemeine und aufrichtige Teilnahme getan hat. Dr. Hellmuth Gottlieb Heinz Gottlieb auch ein anderes Moment darf für die deutsche Judenheit hierbei nick unbeachtet bleiben. Die politische Bedeutung und Wichtigkeit dies« Gcdcnkhuchcs ist von nicht zu unterschätzendem Wert. Sein Erscheitier wird nicht nur von allen jüdischen Kreisen, sondern in hohem Maß-, auch von maßgebenden politischen, nichtjüdischen Kreisen mit besor, derer Aufmerksamkeit erwartet. Es ist ein Dokument von höchste- Schlagkraft im Kampfo gegen die auf Entrechtung der deutschen Jude gerichteten Bestrehungen, die in der judenfeindlichen Agitation daiüjj begründet werden, daß die deutschen Juden im Kriege an Blut nicht d:; gleichen Opfer gebracht hätten wie ihre nichtiüdischen Mitbürger. Diestt Buch widerlegt diese Lügen in eindrucksvollster Weise und ist dahei für die deutsche Judenheit geradezu die beste Begründung für dij Rechte, die nicht zu erbitten, sondern gerade im Hinblick auf diestt Opfer zu fordern sind. Theater und Konzert Im 4. Sinfoniekonzert dirigierte Schuricht In ganz großer Fom Strauß' „Zarathustra", jenes Werk, welches als typisch für einen mvA kalischcn Rationalismus angesehen und heftig umkämpft wurde. Honte in einiger Distanz, erscheint es uns gerade am wenigsten Programm» tisch belastet: diese „Sinfonische Dichtung", die ihre Bezeichnung ml Recht trägt, wurde ausgelöst nicht vom Philosophen, sondern vom Dieb ter Nietzsche. Die Wiedergabe der differenzierten Partitur war cir Ruhmestat von Dirigent und Orchester. Die Solistin, Alma Moodie, di; das Mendelssohn-Violinkonzert spielte, erschien indisponiert, die Intonation ließ stellenweise zu wünschen übrig. — Wie anders Adolf Busd Im 7. Ocwandhauskonzert! Wenn dieser deutsche Meister Bach spie! (Violinkonzert A-Moll, Solosonate A-Moll), so fühlt man hinter den Fassadenwerk des Technsichen den authentischen, erlebten, nicht arbeiteten Bach, an dem nicht zu drehen und zu deuteln ist. — Köstlich Gaben höchster Orchcsterknltnr gab Walter in den beiden klassische Sinfonien, der O-Dur von Havdn (Nr. 13) und Beethovens Pastorale. Dr. R, Vereinsnachrichten Agudas Ilsroel, Jiigendgruppe Leipzig. Hierdurch laden wir mwverehrten Mitglieder zu der s. 0. w. am kommenden Freitag abenel irr Hause des Herrn Naftule Dodeles, Funkenburgstr. 16, part., stattfindende' Freitagabendfeier herzlichst ein. Gleichzeitig beehren wir uns, unser! verchrlichen Mitglieder. Freunde und Gönner zu dem s. 0. w. am tarnenden Mauzoc' Schahhos Kaudesch, den 19. Kisler, 17. Dezember 10.': in unserem Heini stattfindenden Doppcl-Sijum über die von uns geler:- ten Traktate Nedorin und Rausch haschonoh mit anschließendem PöH essen herzlich einzuladen. Im Rahmen der Sijum-Feler findet eine SchaSI Verlosung statt. Wir bitten, unserer Einladung zahlreich Folge zu leistet | Poale Zlon, Fberhardtstr. 13. Freita" den 16. Dezember. 20 Uli findet im Heini ein Ausspracheabend über allgemeine politische Tage' fragen statt. — Alle Chawerim werden aufgefordert, restlos zu der ar| 20. Dezember Im Jugendheim stattfindenden Borochow-Gcdcnkfeicr. dii wir gemeinsam mit der ISAJ. und dem Brith-Haolim veranstalten. Hf erscheinen. Der Vorstand. Jüdische Arbeltergemcinschaft. Ranstädter Stclnweg 8/10. III (Goldene Laute). Sonnabend, den 17. Dezember. 20 Uhr, findet im Helm de Jüdischen Arbeitergemeinschaft unter Mitwirkung des Arbeitcr-Mandrlinenorchcsters ein musikalisch-literarischer Abend statt. Wir bitten tnr pünktliches Erscheinen, da das Programm sehr inhaltsreich Ist. — Jeder Donnerstag marxistischer Schulungskursus. Jüdisch Akademische Gemeinschaft zu Leipzig (JAG.). D a nt der freundlichen Zusage einiger Künstler ist es uns gelunger. für unser am 17. Dezember in sämtlichen Räumen des Krvstallpalastf stattfindendes Winterfest außer unserem Hauptstar Irene de Noiret ei: ausgezeichnetes Rahmenprogramm aufzustellen. Der In Leipzig bekannt! Tänzer Ottar Witow wird mit zwei Tänzen, einer ..Spanischen Pliartasic" und einem „männlichen Rhythmus" seine großen künstlerischer Fähigkeiten zeigen. Nany Intrator und Billy Golwyn bringen eigene Ja«- kompositionen auf zwei Flügeln, während Siddy Bicnert einige heiter; Rezitationen vortragen wird. Für eine ausgezeichnete Stimmung soree; die bestens bekannten Kapellen Pieoaclillv-Band (Gebr. Weiser) nn^ Walter Kamerling. Für genügende Abwechslung werden eine Mokkadiele, eine Bar und andere Zelte sorgen. Mitglieder unserer Organisation erhalten zu unserem Wintcrie* verbilligte Karten zum Preise von 1 M. Karten an der Ahcndkas« gegen Studentenausweis. Gleichzeitig bitten wir alle diejenigen Mitglieder, die uns hei den Vorbereitungen hei unserem Fest behilflich sei' wollen sich bereits um 7 Uhr im Krystallpalast einzufinden. Jüdischer Jugendbund ..Franz Rosenzweig". Mittwoch, den 21. Dezember. 20.45 Uhr, „Der Talmud" (Fortsetzung). Referent Herr cani phil. Burgk. Mittwoch den 28. Dezember, findet unsere Chanukafeie' mit anschließendem gemütlichen Beisammensein mit Tanz statt. Begin' 20.30 Uhr. Unkostenbeitrag 30 Pf. Gäste sind herzlich willkommen. Schwesternbund der Leipzig-Loge. Das Chanukah-Fest für linsen Kinder findet am Sonntag, dem 18. Dezember, um 15.30 Uhr H ..Sachsenhof" statt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen wiri gebeten. Verband jüdischer Frauen für Palästina-Arbeit. Dienstag, den 20. D*j zember, 16.30 Uhr, im Jüdischen Jugendheim, Elstcrstr. 7, Vortrag Vjj Frau Recha Carlebach über „Wie bete ich und wie feiere ich die 10* sehen Feste mit meinem Kinde?" Jüdischer Gesangverein ..Hasamir". Voranzeige: Unser groß'* Vergnügen mit Ball und Uebcrrascluingen findet Sonnabend, den 28. W nuar. statt. Jeder Interessent halte sicli für diesen Tag frei. Bnrochow-Gedenkfeicr. Anläßlich des 15. Todestages des grolle' Theoretikers und Führers der Poale-Zion veranstalten die jüd!c''!1' sozialdemokratische Arbeiterorganisation Poale-Zion. die JSAJ. und de' Brith-Haolim Dienstag, den 20. Dezember. 20.30 Uhr, im Saale dc Jüdischen Jugendheims. Elstcrstr. 7. eine große Borochow-Gedenkfei''' Die Feier wird von musikalischen Darbietungen. Rcziationen revolutionärer Dichtung, Sprechchören, Gesängen jiddischer und hebräischer Lif