Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 8 (1932)
- Issue
- 24 (21.10.1932)
- Date
- 1932-10-21
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG 21. Oktober 1932 Referate mit anschließender Aussprache veranstaltet. Das erste Referat findet Dienstag, den .'5. Oktober 1932, abends >A9 Uhr, Im Jugendheim, hlsterstr. 7. statt. Thema: „Die Erziehung in Lrez-.lisrael". Referent: Dr. M. Woskln-Nahartabi. Die Reihenfolge der kommenden Referate wird In der nächsten Nummer bekanntgegeben. Jüdischer Jugendbund „Franz Rosenzweig", Leipzig. Sonntag, den 23. Oktober, Situachs-Thora-Vergnügen. Beginn 7 Uhr im Saale des Jüdischen Jugendheims, Hlsterstr. 7. Näheres siehe Anschlag im Jugendheim. Mittwoch, den 26. Oktober. Vortragsreihe „Jüdische Geschichte", III. Abend. Referent: Herr Lehrer Peckel. — Freitag, den .'s. Oktober, Freitagabend-Feier. Leitung: Herr Kautor Jaffe. — Gäste herzlich willkommen. Jüdischer Arbeiter-Turn- und -Sportverein. Spartenversa m m - lang der Schwimmabteilung am Dienstag, dem 25. Oktober. 20 l hr. Im Volkshaus. Zimmer ist an der Tafel zu ersehen. Alle, die am Madeabend teilnehmen, auch die Schwimmsehüler. müssen erscheinen. Riegenführer und Techniker werden aufgefordert, Vorschläge zu unterbreiten. Stärkt durch aktive Teilnahme an den Trainingsstunden den .Indischen Arbeiter-Turn- und -Sportverein! An die Freunde und Besucher der Jüdischen Bibliothek Leipzig! Die schwierige finanzielle Lage der Bibliothek veranlaßt uns, die Leipziger iüdische Bevölkerung auf unsere Kulturaufgabe aufmerksam zu machen. W ir bitten um monatliehe Beiträge von 50 Pf. oder 1 M. Die Anmeldungen erbitten wir direkt an uns, eventuell auch telephonisch. Jahresbeiträge oder Einzelspenden erbitten wir auf unser Postscheckkonto 68 818. — Eine Reihe deutscher, jiddischer und hebräischer Zeitungen kann n a c h a b o n n i e r t werden gegen einen Betrag von 1—2 M. pro Zeitung. Für jedes Buch, das verliehen wird, sahen wir uns genötigt, 5 Pf, Lesegebühr einzuführen. Wir bitten freundlich darum, das zu berücksichtigen, da diese Lesegebühr strikte durchgeführt wird. Ferner sind wir für jüdische Bucherspenden nach wie vor sehr dankbar. Hebräischer Kindergarten „Teehijja'-, Plaffendorler Str. 4, II. Nachdem sämtliche Kindergartenräume neu renoviert und freundlich umgestaltet worden sind, beginnen jetzt mit Eintreffen der neuen, in Palästina gründlich ausgebildeten und an dortigen Kindergärten erprobten hebräischen Kindergärtnerin die Spiele und Arbeiten im Kindergarten wieder. Mit Rücksicht auf die ausschließlich kulturelle Bedeutung unseres Kindergartens ist auf Wunsch mancher Eltern und im Hinblick auf die gegenwärtige wirtschaftliche Lage die Gebühr auf 8 M. herabgesetzt worden. Anmeldungen werden täglich vormittags 9—10 Uhr und nachmittags 3 0 Uhr im Sekretariat, Pfaffendorfer Straße 4, II, entgegengenommen. Telephon Nr. 17 069. Schule iür die hebräische Sprache und Literatur „Teehijja". Piaifendorfer Straße 4, II. Fs wird jetzt eine neue Anfüngerklasse für (j 7Jährige Kinder gebildet, die von einer pädagogisch in Krez-Israel gut ausgebildeten und im palästinensischen Schuldienst erprobten Lehrkraft unterrichtet wird. Ls können auch in den bereits bestehenden Klassen II- VIII Schüler und Schülerinnen mit genügender Vorbildung Aufnahme finden. Bei unzureichenden Kenntnissen kann die Vorbereitung für eine dem Alter entsprechende Klasse an der Schule selbst erfolgen. Jede Klasse erhält zweimal in der Woche je zwei Stunden mit einer Zwischenpause ihren Unterricht. Das Schulgeld beträgt bei monatlich ca. 16—IS Schulstunden Kl M. pro Monat. Anmeldungen werden nachmittags 3 7 Uhr entgegengenommen. Sprechstunde des Schulleiters Dr. M. Woskin-Nahartabi vormittags 10—11 Uhr. nachmittags 6—7 Uhr. Telephon Nr. 17 069. Verein jüdischer Händler und Reisender zu Leipzig. Die Ziehung der der Lose zur Kohlenlotterie findet am 30. Oktober 1932 in unserer Geschäftsstelle, Berliner Straße 11, unter Aufsicht öffentlich statt. Die Mitglieder werden ersucht, an dem Verkauf der Lose regen Anteil zu nehmen. Im Interesse der Armen muß der Umsatz der Lose schnellstens vollzogen werden, zumal der Reinertrag dieser Lotterie zum Zwecke der Unterstützung bedürftiger Mitglieder dient. Durch Fleiß und guten Willen unserer Mitglieder wird diese allseits begrüßenswerte Arbeit zum Ziele führen. — Am Sonntag, dem 25. Dezember 1932, i Hilter diesjähriges „Chanukah-Pest" in dem C.-T.- (Alhambra) Saal statt. Die indischen Vereine Leipzigs werden höflichst aui unsere Veranstaltung aufmerksam gemacht und gebeten, ein eventuelles Vorhaben, das nur zum beiderseitigen Schaden, ganz insbesondere der Wohltat, führen kann, auf einen anderen Zeitpunkt zu verlegen. Jüdischer Sportverein Bar Kochba e. V., Leipzig. Heim und Geschäftsstelle: Flsterstr. 7. Figener Sportpark: Dübener Landstraße, Stra- Benbahn 14 und 16. — Tischtennisabteilung: Spielsaal Kuropa- Hochhaus. Den Wettkampf gegen „Blau-Gold" bestreiten wir am 30. und 31, Oktober mit zwei Mannschaften zu je 8 Herren und 4 Damen, wiederum in Leipzig Mit Rücksicht auf die bestehende Sportfreundschaft /.wischen „Blau-Gold", Dresden, und Bar Kochba, Leipzig, ist es für uns eine Ehrenaufgabe, unsere Gäste in Privatquartieren unterzubringen. Wir erwarten hier nicht nur die tatkräftige Unterstützung der Abteilungsmitglleder, sondern aller Gönner des Bar Kochba. Ouartiermeldungen erbitten wir freundlichst an die Adresse von D. Karclitzky. (johliser Str. 4 (Telephon 58565), Schon hellte sei auf den In wenigen Wochen stattfindenden Revauchekampf gegen die französische Nationalmannschaft mit dem Start des Weltmeisters Barna und der Weltmeisterin Fr. Sipos hingewiesen. Schwimmabtellu n g : Sonderübungsabend für die jugendlichen Mitglieder unserer Abteilung: Alle Jugendlichen bis zu 16 Jahren schwimmen nunmehr Dienstags von pünktlich 19—20 Uhr im Stadtbad, Finlaß 18.45 Uhr. Wasserspringen sowie sämtliche Stilarten des Schwimmens, wie: Brust-, Krowl-, Seiten- und Rückenschwimmen werden gelehrt. Nichtschwimmern wird unter bewährter Leitung das Schwimmen kostenlos beigebracht. Durch die Vorverlegung des Uebungsabends ist die MfigUchkiit gegeben, daß unsere Jugendlichen bereits kurz nach 2o Uhr wieder zu Hause sein können. Wir hoffen, daß diese Maßnahme \ leie Litern dazu anregen wird, ihre Kinder zu uns zum Schwimmen zu schicken. Die älteren Mitglieder unserer Abteilung üben, wie bisher, von 20 bis 21 Uhr. Einlaß ist 19.30 Uhr, und pünktlich 20 Uhr beginnt der allgemeine Riegenbetrieb. Neben der neueingerichteten Männerriege und der bereits bestehenden Damenriege wird auch noch eine Frauenriegr gebildet. Wir bitten Interessentinnen für die Frauenriege, unseren Uebungsabend vorerst als Gäste zu besuchen, um sich ein Bild vom Leben und Treiben In unserer Abteilung zu machen. Unser Schwimmlehrer, Herr Meßke, wird überdies im Oktober mit dem neuen Schwinuukursus für Erwachsene beginnen. Rechtzeitige Anmeldung hierfür ist erforderlich. Nach dem Schwimmabend werden unsere Heimabende in unserem Heim, Listerstraße 7, in bekannter Art weiterhin abgehalten. 4500 Zertifikate erteilt! 4500 Zertifikate im Halbjahr gegenüber 330" Im ganzen vorigen Jahr bedeutet eine fast dreifache Absorptionsfähigkeit im laufenden Jahre. Die Wirtschaftshilfe Palästinas ist damit auch von der Regierung neu anerkannt. Freuen Sie sich mit! Sagen Sie es allen Juden weiter! Aber sagen Sie ihnen auch, daß alle diese Menschen, die heute nur Landarbeiter sind, übermorgen seßhafte Bauern werden wollen. Sie brauchen Boden, die Bodenreserve ist erschöpft. Fast 100 Jungen und Mädels aus Deutschland werden in diesem Winter hinüber gehen können. Welche jüdische Organisation ist noch imstande. In der heutigen Zeit so viele Arbeitsplätze zu schaffen wie wir? Aber wieviel mehr konnten die Freunde des Kcren Kajemeth Lciisrael tun, die jüdische Oeffentllchkelt, wenn sie sich mit allem Fifer z. B. der Fortführung dieser Tischrlaktlon widmen würden. Mitarbeiten! Spenden sammeln! Gelegenheiten für den Keren Kajemeth beachten! Rufen Sie uns an, wenn man Sie wegen Ihrer Rosch-Haschanah-Spende noch nicht besucht hat. Ueberweisen Sie Ihre Spende auf unser Postscheckkonto 53 341! Theater und Konzerte Die Meistersinger (Neues Theater). Die von einer gehobenen Festlichkeit getragene Neueinstudierung erscheint am glanzvollsten int Orchestralen. Brecher bringt die Riesenpartitur in strahlender Klarheil und Duchslchtigkeit, berückend im Klanglichen uiiil mit nicht zu überbietender liebender Sorgfalt. Auch die Regie Brügtnanns belebt bei Solisten und Chor das Schauspielerische aufs glücklichste. Wir hatten den Eindruck, als ob die Vertreter der Hauptrollen stimmlich etwas zurückhielten; ganz aus dem Vollen gab nur Osterkamps herrlicher Bad (Pogner). Von den Neubesetzungen gefielen besonders Neumanns ausgezeichneter Beckmesser und die liebreizende Erscheinung von Maria Lenz als Evchen. Dr. R. Betr. Jubiläumskonzert Barnet Licht. Wir werden darauf hingewiesen, daß das Jubiläumskonzert Barnet Licht, über das wir in der vorigen Nummer berichteten, nicht das Jubiläum des ABI., sondern das 25jährige Bestehen der Lichtscheu Chöre zu feiern bestimmt war. Operetten-Theater. Von Freitag bis Sonntag finden die letzten vier Aufführungen der „Bajadere" statt. Die Sonntagnachnüttagvorstellung 3!4 Uhr gelangt zu kleinen Preisen zur Aufführung. — Dienstag, den 25. Oktober, geht anläßlich des 30jährigen Bestehens des Operetten- Theaters eine Welturaufführung, und zwar „Freut euch des Lehens' von Johann und Josef Strauß, bearbeitet von Bernhard Grün, in Szene. Das Buch stammt von Julius Wilhelm und Peter Herz. Beide Herreu sowie Bernhard Grün werden persönlich der Uraufführung beiwohnen. Herausgegeben vom Vorstand der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Schrittlettung: Gemeinderabbiner Oustav Cohn, Leipzig C 1, LöhrstraBe 10, III Anzeigen: Verlag Ernst Ooldfreund, Leipzig 0 5, Cichoriuistraße 2a. Druck: Gebr. JunglianB, Leipzig O 5, Taubchenweg 26. Redaktionsschluß für Nr. 25: Dienstag, den I. November, früh 10 Uhr. m über 35 gaftre altbetoährt** S&att*. unb einrefDemftt«! »ei B«*U«, ftt*f>, «rt«Uaaftr<t««rt*a AaaHMnajrip t altn *JpMf> «• Ott* } Geschäftliche Mitteilungen (Ohne Verantwortlichkeit für die Schrittleitung oder die Gemeindeveiwaltung.) Ein neues Sonnen- und Llcht-Kurbad hat in Leipzig, Brühl 25, im Hause der .Goldenen Eule' seine Horten geöffnet. „Kurbadc- und Bestrahlungsanstalt Sonne" nennt sich das n ue Unternehmen, und sonnig sind alle Räume, die schon beim Eintritt das Gefühl de« Geho'gcnseins erwecken. Die neue Kuranstalt zeichnet sich durch die Einrichtung getrennter Behandlungsräume für Frauen und Manner aus, und jeder einzelne Raum ist so blitzsauber gehalten und mit allen neuzeitlichen Errungenschaften der Bestrahlungsnchandlung versehen, daß von vornherein eine gewisscnhalte Behandlung gewährleistet ist. In der vielseitigen, einem nichtigen Arzt unterstehenden Behandlungswcise fast aller Leiden und Krankheiten sind eingereiht: Hochfrequenz-, Radium-, Röntgen-, Helium-, Vierzellenbad-, larblicht-Bestrahlungen, Langwcllen-Inhalaiion, Vlbrationsmassagen, medizinische Bäder aller Art, elcktr. Lichtbäder, Korberduschen, Hand- und Sportmassagen, die von geschultem Personal ausgelUhrt werden. In dieser Vollkommenheit und Zweckmäßigkeit verfügt d.is Kurhad Sonne Uber eine Hochleistungsapparatur, die jedem Hilfesuchenden die Gewähr bietet, seine Gesundheit und damit seine Sclbstheilkraft wiederzuerlangen. Aber auch dem Gesunden ist hier eine Heilstätte geboten, in der er Entspannung, Erholung und Pflege nndet. DM Preise sind volkstümlich gehalten und unterliegen hei Minderbemittelten Sondervereinbarungen. Sichere Existenz Für eingeführte Touren suche ich einen zuverlässigen jungen Reisenden, der bereits mit Erfolg Privatkundschnft besucht hat. Schrift). Angebote erbeten an Kaufhaus Jacoö FncMMM. nesteiviu/Thor. Nach langjähr. Assistententätigk., msbesond. bei Herrn Dr. med. dent. et phil. Max Lewin, habe ich, nachdem ich bis zu seinem Ableben mit ihm zusammengearb. habe, dessen Praxis Übernommen. Dr. Leo Spler, Zahnarzt Leipzig C 1, Orimmaische Straße 21 Sprechz. 9-i, 3-6 - Telephon 14025