Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 8 (1932)
- Issue
- 18 (29.4.1932)
- Date
- 1932-04-29
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Nummer 1K die Bedeutung des L Mal in sprechen. Donnerstag, den •'>• Mali Himmelfahrt; Ausflug. Näherei wird Dienstag noch bekanntgegeben. — Bonntag, den 8. Mali Andel <l>• - Geburtstagsfeier unterer Malkinder im Heim itatt. Nur tOr Mitglieder. Jüdischer Bpertrerela Bar Kochha e. V„ Leipzig. Heim und Geschäftsstelle: Blateratrafie T. Bigener 8portpark: DObener LandatraBe, BtraBenbahn 14 u. 16. Am >l i t t w och, den I. Mal 1!»:>2, veranatallen wir gcimtinaam mit der Zionistiechen Vereinigung einen Bmpfang Hlr die Teilnehmer an der Makkabia. Wir werden u. a. Berichte von elnaelnen unserer Turnbrüder, die die großen Tage in Brei .Israel erlebt haben. höreu. Wir erwarten, da diese Veranstaltung gleichzeitig als Mitglieder- Versammlung gilt, daß unsere Turnbrflder und -Schwestern sieh sahireich daran beteiligen. — schw 1 mmabte 11 ung: Herr Dr. Boloweetachik spricht nunmehr beatimmt am M it twoch, den 11. Mai WIK!. pUnkllieh 2(1 Uhr, im Saale des .llidisehen Jugendheimes, KisteistraUe 7, Ober Sexual fragen der .lugend. Die gesamte jüdische .lugend ist hierzu eingeladen. — Training wie Immer: Dienstag 19,110 Iiis 21 Öhr im Stadtbad. Nach dem Schwimmen Heimabend im Bar Kochba-Heim. Dleaes Mal spricht Turnbruder Dr. Altmann Ober das Klaaaenproh I e m i u d e r j ii d i s e Ii e n (i e s e Ii i e Ii t o. Am I >ienstag, den 10. Mai 1982, tällt das Training aus. Dafür geht die gesamte Schwininuibteilung ins Westbad Lelpsig-Lindenau, wo unser Klubtwelkampl gegen SV. 1080 auagetragen wird. — Traditionsgemäß veranstaltet dir Sehw inimahtcilung eine 1'lingst fahrt nach „unserem" See hei Bad Scluniedeherg. Die Fahrt ist vornehmlich für unsere jugendlichen Mitglieder gedacht. Kosten einschließlich Hin- und Rückfahrt, l'clicrnachtung, Schlafsack und Milch M 3,:io. Baldigste Anmeldung bei den Führern ist unbedingt erforderlich. — Bch achabteilung: Unsere zweite ordentliche Generalversammlung findet Montag, den 2. Mai. 20,:>0 ehr, im Bridgelimmer des ('. T. statt. Tagesiirdiiung: 1. .Jahresbericht. 2. Kassenbericht. 3. Kntlastung des Vorstandes, 4. Neuwahl des Vorstandes, .">. Anträge. Ks ist Pflicht eines jeden Mitgliedes, all der Generalversammlung teilzunehmen. Der Hauptvoratand ist ebenfalls höflichst eingeladen. Unsere zweite Mannschaft kennte ihr letztes Verbandsspiel gegen Sportklub ..Wacker" zu einem eindrucksvollen Sieg gestalten. Wir gewannen 8 : 1 bei einer in Gewinnstellung abgebrochenen Hingepartie. Jüdischer Arbciler-Turn- und Sportverein. Auf Grund unserer gutbesuchten Veranstaltung am 10. April im t'entral-Theater haben sieh eine Anzahl Genossen angemeldet Diese haben die Gelegenheit, bei uns folgende Bportarten auaauttben: Fußball, Schwimmen und Turnen für Kranen und Männer. Das Training steht unter der Leitung von bewährten Kräften des Arbeiter-Turn- und Sport hu ndos. Eine gute körperliche Ausbildung ist deshalb gewährleistet und sollte von jedem die Gelegenheit wahrgenommen werden, Lei uns Sport zu treihen. Zur kulturellen Arbeit unter diu Jugendlichen haben wir die Einrichtung der Jugendabende geschaffen. Diese befassen sich mit allgemeinen Fragen der Arbeiterbewegung unter Berücksichtigung der Jugendfragen, im wesentlichen sind diese Abende ausgefüllt durch Beiträge der .lugendliehen selbst. Nächster .1 u g e n d a b e n d am 7. Mai im Heim der A. g. Naundörfchen 12. Thema: Jüdische Arbeiterschaft und Nationalitätenfrage. Trainingszeiten: Montag: Frauenturnen und Gymnastik 19.80 Uhr in "ler Frauen schule I.essingstraße. Mittwoch: Männerturnen 111.80 Ihr in der Frauenschuh- Lessingst ruße, Donnerstag: Schwimmen und Wasserhall im Stadtbad. BlnlaB 20.30 i'hr. Keren Kniemeth Lcjisrncl (Jiidiseher Nalionalfonds) e. V. Leipzig. Keilstr. 4. Tel.: 1112 11. Postscheckkonto: BS 4L Kine leere Büchse bedeutet: keine Arbeit für die landwirtschaftlich ausgebildeten t'ha- Iniim, Kine rolle Büc hse bedeutet! Boden! Boden bedeute 1 Arbeil und Siedlung Sonntag ist wieder Büchsen leening! Tuen Sie da* ihre für Palästina! — Unsere Helfer sind mit Auaweil des Sekretariats, der den Stempel des Keren Kajcmetb, die Unterschrift des Sekretärs, Fritz Fraenkel, und die genaue Datumsangabe enthält, reraehen, I ai• ■ Helfer sind verpllichtet. eine Quittung zu gehen: si,- werden gebeten, auf der gleichen Quittung gegensuoulttleren. Abil 0 h D n d B e k k ■ F r ä n k e 1 t! a r l e n: Ahisch Fränkel und Flau gratulieren Herrn Max Buslik und Frau geb. Steinmarder zur Herrenhüte / Mützen ^•naanjjnw Niedrigste Gruppenpreise J& JULIUS MÜLLER ^^^^§^^ jetzt: Markt, im Alten Rathaus ^^i^^k Schillerstraße 6a ■ Gohlis, Hallische Straße 87/89 Hochzeit ",, Abisch Fränkel und Frau gratulieren David Kestenbnuni und Frau I, Qeburt d. Sohnes 3. Familie S. L, Fuchs-Hain: S. L. Fuchs unl. Jahrselt s. Vaters B; Allgemeine Spenden: N. N. anL Geburt v. Raphael Kestenbaum 25. Vermählung Max Bild u. Bertha Vogel 5. J, Zederbautn 1.30. Rudi Aronsohn 1.7"», Vera Pohle 1. — P e s s a i' Ii - A ti s W 6 i s folgt. — B ü 0 h s e n: Blomberg Ii.--. — I m i - Tasche: Rapeport 1.40. — Wir machen auf das Böhmsche Buch „Der Keren Kajemeth" freundlichst aufmerksam <M. I,—), ebenao auf die Vogelschaukarlen von l'alästina zuiu Preise von M. 0,7.°i. Bin lieft mit 10 Telegrammen wird zum Preise von M. 8.- abgegeben. Wir machen auf die Veranstaltung: Begrüßung «ler Mnkkabiah-Teilnehmer an anderer stelle aufmerksam, Theater und Konzert »Fluch des Krieges" (Zur Aufführung eines Werkes von Wilhelm Rettich). Der Leipziger Judenheit dürfte Wilhelm Kettich. der ehemalige Leiter unseres Haupt-Synagogenchors, Sohn eines hiesigen allverehrten Getneindemitgliedus, noch recht in Erinnerung sein. Seine musikalische Kntwicklung hat ihn als einen bedeutenden Liederkomponisten und Symphoniker unserer Zeit aufgezeigt: auch als tIpernkompo- Ulal hat er beachtliche Krfolge eingeheimst. Im Rahmen eines Konzerts der Volks-Singakademie lernten wir nun ein neues hochinteressantes Werk von ihm kennen. Zu wundervollen Nachdichtungen chinesischer Lyrik von Klahuiid hat Kettich ein Musikwerk geschaffen, das den großen Zug einer symphonischen Dichtung in Tönen an sich trügt. Die an sich zu verschiedenen Zeiten entstandenen Gedichte sind in der dargebotenen Zusammenstellung zu einer wirkungsvollen Einheit geworden, die das Thema „Fluch des Krieges" überaus packend illustrieren. Die Musik geht den Feinheiten zarter Worte wie der Wucht tiefer Anklagen mit ergreifendem Mitempfinden nach. Sowohl die bei allein Wechsel wohldurchdachte Folge der Sologesänge. Männer-. Frauen- und gemischten t'höre, als auch die ttrchosterheglcitiiiig bewegen sich in einer Ton spräche, die tief zu Herzen geht und dein Dichterwort, zu ungeahnter Wirkung verhilft. Wir kennen Wilhelm Kotlich als Freund einer mehr beschaulichen musikalischen Bedewciso: die Kantilene ist seinem Wesen gemäßer. Wenn er in diesem Werke oft genug in loldenechaftllche Krregung gerät, so verrät das die noch heule nachklingende Stärke des eigenen Kriegserlebniiaea, das in diesem Werke einen unsagbar lebendigen und einen großen Ausdruck gefunden hat. zumal die Aufführung unter D i d a in. der sich länger als ein Jahr in vorbildlicher Treue um das Werk gemüht hat. eine glanzvolle war. Wilhelm Rettich hat sich mit seinein neuen Werke in die vorderste Reihe der Tondichter unserer Zeit gestellt. Wir glaiihen seiner Schöpfung einen bedeutungsvollen Weg prophezeien zu können. „Gaspnrone" von Millürkrr (Neues Operettentheater). Die Lebenskraft von Operetten, die vor drei und mehr Jahrlehnten vom Können ihrer Autoren zeugten, haben wir in unserer Operettenhilhlie im letzten Jahre wiederholt aufs neue erwiesen sehen dürfen. Kein Wunder, daß auch ..tiasparonc". von Millöcker selbst als sein Liebliugswerk bezeichnet, bei seinein Mclodicnrcichtuni und einer doch recht spannenden Fahel sich auch heute noch als wirksam erweist. Die textliehe Neubearbeitung hätte allerdings manchen Schleppende fernhalten können: die Anpassung der Musik an den modernen Geschmack unter voller Ehrfurcht vor der ursprünglichen Melodie ist sicher nur von Nutzen gewesen. Gespielt wurde äußerst Hott und anziehend. Hermann Wolder sang die Titelrolle wieder als der unwiderstehliche, schnell iilwr gründlich verliebte Kavalier, der das Herz der Gräfin-Witwe Carlottu (Martha Stirn) schnell besiegt und den Itivalcu Siudulfo (Franz Kochel) leicht aussticht. Kineii durchtriebenen Bürgermeister stellt Arthur Klaproth hin. amüsant, wenn er Amtsmiene aufsetzt, wie wenn er späte Liehesgefilhle zu erkennen gibt. Einen ganz verschmitzten und doch feigen Schinuggelwirt Balgt Hanns P o 1 s c h e r. der seine ansteckende Lustigkeit an der Seite der reizenden ..Spanierin" Sora (Kita Walda u) besonders in Tanaduetten entfaltet. Bunte Szenen in farbenfrohen Bühnenbildern, z. T. sehr anerkennenswert, suchten dein siziliaiiischen Schauplatz gerecht zu werden. Mithin: eine löbliche Aufführung, die den reichen Beifall des Publikums durchaus verdiente. G. ('. Herausgegeben vom Vorstand der Israelitischen Keligionsgemeinde zu Leipzig. Verantwortlich lür die Sehriftleitung: Gcineinderahhiner Cohn. Die inmitten in herrlichem Frühlingsschinuck prangender Landschaft liegende Gaststätte „Rodelbahn Kienitz" ladet zum Besuch ein. Küche und Keller bieten das beste. Kapelle Laux konzertiert und spielt täglich zum Tanz. Wer also ein paar genußreiche Stunden verleben will, mache einen Auslbig nach der Uodclhahn Kienitz. Der in jüdischen Kreisen bestens bekannte Damen- und Herrenfrisiersalon Kdunrd Neubauer, Nordstr. 17, bietet Gewähr für fachmännische individuelle Bedienung zu zeitgeinäUen Preisen, es empfiehlt sich daher, den Salon Ed. Neu bauen hei Bedarf zu berücksichtigen. Et gib) nicht» Bessere« zur Beruhigung von Hin und Nerven, ebeneo zur Erfrischung bei Mattigkeit und Ueberanetrengungen. Für Nachkurc-., bat Herl-, Nerven-, Frauenleiden, Bad M. 1.65. aS/OX Sauerstoff» BÄDER „Ratsehllg* fo r Badekuren Ii» Haut", von Medizinalrat ft.a(|a Dr. med. R. Lurz bearbeitet, Vi rOtlS durch Mas ELB A.-Q, Dresdci 28