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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1932-01-22 · 4 (22.1.1932) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
8 (1932)
Issue
4 (22.1.1932)
Date
1932-01-22
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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22. Januar 1932 OBMBINDBBLATT DER ISRAKUTISCHEN HELiniOSSOKMEINDK ZU LEIPZIG Seite 7 Wochen-Zeittafel 22. bis 28. Januar 1932— 14. bis 20. Sch'wat 5692 1932 Januar Sch'wat 5692 Freitag 22. 14. Sonnabend 23. 15. S. B schallach Sonntag 24. 16. Montag 2r>. 17. Dienstag 2<i. 18. Mittwoch 27. Ii». Donnerstag 28. 20. Gemeindesynagoge, QottschedstraOe 28. Sabbatgottesdienst: Freitag, 22. Januar, Abendgebet 17,<M) Uhr mit Predigt (Rabbiner Dr. Qoldmann); Sonnabend, 23. Januar, Morgengebet 9,00 Uhr, Nachmittagsgebet 17,00 Uhr, anschließend Lehrvortrag (Rabbiner Dr. Qoldmann): Erklärungen zu den Haftarot; Abendgebet 17,32 Uhr. Morgengottesdienst an Sonn-und bürgerlichen Feiertagen 8,00 Uhr, werktags 7,30 Uhr, Abendgottesdienst 17,00 Uhr. Synagoge Ez-Chaim, Otto-Schill-Str. 4; Talmud-Thora-Synagoge, Keilstr. 4; Synagoge „Obel Jakob", Ptaltendorter Str. 4; Kolomea- Synagoge, Berliner Straße 4: Freitag, 22. Januar, abends 16,45 Uhr; Sonnabend, 23. Januar, früh 8,30 Uhr, nachmittags 16,00 Uhr, Ausgang 17,32 Uhr. Wochentags früh 7,00 Uhr (Talmud-Thora-Synagoge 7,15 Uhr) abends 16,45 Uhr. Bestecke! Bestecke! Galalith, Neusilber, in großer Auswahl, kaufen Händler und Wiederverkäufer zu konkurrenzlosen Preisen nur bei Levy, Keilstraße 4", Hoff ■ST Garnituren 24teilig Mk. 4.50 heaetal ist die Rolle des Peodor mit Irma (Mike, welche den jungen ensohn nht tut verkörpert und mit ihrem lockeren Gesang da« Knabenhafte glücklich charakterisiert: <lic Marina singt jetzt Marin Dahnen mit großem Tun und temperamentvollem Spiel. Die Figur dei weifelhaften S-Iniiskij (Ludw. Kybisch-Dresden! geriet gesanglich und darstellerisch etwas matt. Der priiehtigeu saflvollen tiestalt des Warlaam (Adolf Vogel) sei noch besonder« gedacht, Ganz ausgezeichnet wieder die eminent schwii'rigen Chöre. Die gllnnnde Aufführung inlerliell tiefen Eindruck. Or. R. Gewandhaus: SoliMtenabend Maria Ivoglln. Hin Volksentscheid ist nicht ".....' vernünftig. Das Publikum, das dem ursprünglichen Programm nur Lieder von Mendelssohn eine solche Interesselosigkeit zeigte. iii es den Besuch des Konzertes erst lohnend fand, als such Schubert nd Brahma angekündigt wurden, wird seihst sein Vorurteil korrigiert ihcn. Die Mendelssohn-Lieder der 2. Konzerthälflc, von Krau [vogOtl i sinnig gebundenen Zyklen vereinigt, wirkten in ihrer unnachahm ch feinen Wiedergabe unmittelbar frisch und betäubernd. so daU wir lern das Ursprüngliche Programm gehört bitten. Dein Oberaus schönen Koloratursopran der Künstlerin Hegen zarte Lieder am bestsn; die stimme, die im Ziergesang tlötengleich und treffsicher in die Ilgestriena Oktave hinaufklettert, erreicht im dramatischen Legate schon bei ihre Qrenss, So wurden die lyrischen Lieder ,.GrnB", „Lieblings- •chen", das echt romsntlsche „Neue Liehe", weiterhin Brahma herr» e „Nachtigall", „Da unten im Tale" und Schuberts ..Auf dem Was zu singen" y.u köstlichen Perlen vidier Glans und Adel. Michael chalsen begleitete prachtvoll wie immer. Dr. R. real Ilslbe-llslbrrHtam (im Mitteldeutschen Rundfunk). Im Kähmen ler Feierstunde, die der Mitteldeutsche itiindfunk dem Komponisten und Dichter Wilhelm Kienzl (anllBlich seines 75. tichurlstagcsi widmete, hatten wir, freudig ergriffene Gelegenheit, die weithin geschätzte H Unstlsrin in einem großangelegten Melodram zu hören. Gottfried Kelteine Legende „Die Jungfrau und die Nonne" schein) so raehl 1 ha ffeu für die Ausmalung durch Orchester. Der Wechsel von Sliiu "Hilgen und Situationen: das Sehnen der Nonne nach dem Lehen der Welt, die Schamhaft-Verlangende erste Begegnung mit dem Kitter, der lubelnd die WaR vergessende Kitt zur Hurg. und all die ganze Fülle Kellerscher Zeichctikunst verlangen geradezu nach <ler Vertonung. Die Kusseseichnete Darbietung des Werkes durch das Leipziger Sinfonie- Orchester (Dir.: Theodor Blumer), vor allem aber unsere Krau Toni tlslbe-Hslberstam als Sprecherin überzeugten wiederum von dem hohen Werte der so wenig gepflegten Kunstgattung des Melodrams (vielleicht tans besonders wirkungsrsieb im Kuudfunkl: so spannt und packt den Höht die Legende, dal) ihm jede Phase wie Wirklichkeit so deutlich vor das geistige Auge tritt. Die Tiefe und die Kraft, mit der die Künsl I lehn das Kmplindcu der Nonne gestaltet, wird durch die Musik zu ganzer l'.röBe gesteigert. So hört mau in ihren Worten das Küchlein rieseln: Mehl den seidenweichen Teppich des Waldhodeiis: zittert, wenn um ihr Los gewürfelt wird; sieht sie stolz sieh auflehnen gegen den Fremden, der ungemlnnt sie minnen möchte, und fühlt ergriffen mit der Zurück gekehrten das gewaltige Rrbeben Uber das Wunder, dafl die Jungfrau ihren Oaug ins „Leben" gutgeheißen und nur den leisen Vorwurf hat: du biet ein hiUchcn lang ausgeblieben! Kin ganz starker F.indrin k. der ein Stück ganzer Kunst nahegebracht hat. <'. Maria Uapp-Janowskaja-Abend. Am :tll. Januar (20,15 Clin tritt die an anilereu Orten mit groBer Begeisterung aufgenommene Sängerin Maria Kapp-,lanowskaja zum ersten Male in Leipzig (Städtisches Kaufhaus) im Kähmen eines Quartetts auf. Die Künstlerin hat sich die Aufgabe gestellt, das ..Jüdische Volkslied" aus der Degradierung zu Zwecken des Kabaretts oder der Tanzveranstaltungen auf das hohe künstlerische Niveau des Konzertsaals zu hellen, das ihm gebührt. Die Berichte Ober ihre Bemühungen lassen erkennen, dal) sie überall grolle F.rfolge verzeichnen kann. Der nicht nur als Gelehrter, sondern auch als Muelkkenner hochgeschätzte Prof. Albert Bin stein hat der Künstlerin wärmste Anerkennung ausgesprochen. Mau rühmt ihr seelisch bezwingende Hingabe, starkes Temperament, auch in der mimischen Unterstütsung ihres charaktervollen Bingens nach. „Ungewöhnlich schöne Stimme, bezaubernd, brillant. Koloratursängerin allerersten Ranges, seelenvoller Vortrag, reiche Modulierung". das sind einige der Worte, mit denen sie beurteilt wird. Nach alledem darf mau dem Abend mit hohen Erwartungen entgegensehen. Herausgegeben vom Vorstand der Israelitischen Keligionsgemeinde zu Leipzig. Verantwortlich für die SehrifUcitung: Gemeinderabbiner Cohn. Anzeigenverwaltung: August Pries, Leipzig, Stadt Vertreter I. Kühne. Leipzig, BauhofstraBe 9, durch Kernruf 203 25. Schluß der Anzeigenannahme: Dienstag abends. Platzvorschriften werden nach Möglichkeit berücksichtigt. „Kleine Anzeigen" und Familienanzeigen zu ermäßigtem Preistarif. Annahme für kleine Anzeigen bis Dienstag mittags: Buchhandlung M. W. Kaufmann, Leipzig C 1, Brühl 8. Zlgarren-Borhenek-Neueröffnung. Bine gute Zigarre und diese preiswert ist jedermanns Wunsch. Beides vereint linden Sie stets im neu eröffneten Geschäft der Firma Kochenek. Plat.....sehe Str. S/S. Bin Versuch wird auch Sie davon überzeugen. Versldierun^en aller Art Slcttmund Cohn Eliterstraße 24 — Fernsprecher 15068 Preisobbauf Liefere Anzüge) MM erstkl, Stoffen sowie Verarbeitung für nur 90 Mk., mit zugebrachten Stoffen nur 50 Mk. Tel. ioi 55 §<flineldermelsier H. Horn Lebende Hühner sowie frische Eier aus eigener Farm täglich eintreffend Alfred Hildebrand / moiherei Tel. 12234 Ranstädter Steinweg, Ecke Naundörfchen

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