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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1935-09-06 · 36 (6.9.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
11 (1935)
Issue
36 (6.9.1935)
Date
1935-09-06
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 6. September 1935 Denkt an die jüdischen Handwerker IIIIIIIII1IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIH bei Vergebung von Feiertagsaufträgen m Mitgliederlisten sind zu haben in der Geschäftsstelle M. Singer, Uhrmacher, Plauensche Str. 2, Tel. 27327 Talmud-Thora-Synagogo, Keilstr. l. Freitag, 6. September, abends 18,45 Uhr. Sonnabend früh 8,30 Uhr; Mincha 17 Uhr; Ausgang l'i,2o. Sonntag früh 7,15 Uhr. Wochentags: Früh 7 Uhr, abends IS,t> Uhr. Talmud-Thora-Synagogo, Keilstr. 1. Freitag, 13. September, abds. 18,30 Uhr. Sonnabend früh 8,30 Uhr; Mincha 1/ Uhr; Ausgang 19,10 Imiiut wieder hört man sagen: Nachbar'* Maßkleidung nullit Du tragen! Qualität, Geschmack, Preiswürdigkeit sind Kennzeichen meiner Arbeit Brühl 2.1 - Tel. 11» »7 .......v.....'"fe .........J v..... Wochentags: Früh 7 Uhr, abends 8,30 Uhr. Synagoge „Obel Jakob", Pfaffendorfer Str. 4. Freitag, 6. September, abends IS,15 Uhr Sonnabend, den 7. September, früh 8,30 Uhr; Mincha 17 Uhr; Ausgang 19,26 Uhr. Wochentags: Früh 7 Uhr; Mincha IS.-I5 Uhr. Synagoge „Obel Jakob", Pfaffendorfer Str. 4. Freitag, □.September, abends 1S,'3U Uhr. Sonnabend, 14. September, früh S,)n Uhr; Mincha 17 Uhr; Ausgang 19,10 Uhr. Wochentags: Früh 7 Uhr, Mincha IS,30 Uhr. Personenstandsnachrichten Geburten: I i. August 1935 Wolf Stein und Maryla geb. Kummer, Nordstr. 56, eine Tochter „Petra". I". August I'Hd Aron Mansbach und Maria Feige geb. Qniwosch, Eutritzscher Str. 19, einen Sohn „Jacob Juda". J<>. August 1935 Alfred Münzer und Gertrud geb. Seckel, Kohlgartenstralte S, eine Iechter Ingrid Dorothea. Ii a r m i z w a : -V111 Sonnabend, 7. September, Morst Rotenstcin, Sohn des Herrn Süßmann Rotenstcin und I ran geb. Korniauu in der Talmud- Thora-Synagoge (Keilstraße). Am Sonnabend, 14. September, Joachim Rath, Sohn iles Herrn Nathau Rath und Iran Hedwig geb. Himer, Grusiusstnßc 1, in der Gemeindesynagoge. \iu Sonnabend, 14. September, Simon Haber, Sohn des Herrn Nathau Haber und Iran Paula geb. D/cntsclsky, Konig-Johann-St,. 1 t, in der Beth-Jehuda-Schui, Färberstraße II. Trauungen: Am Sonntag, l. September, Fräulein Hanny Weigler, Waldstraße Ii, mit IKrrn Dr. Josef Kelemen. Bukarest. Todesfälle: Augu-t l'M5 I eige Soltes, Altenburg. >U. August l'lf> Josif Nurko, k'anst. Steiuweg 15 il. 26. August l'ii") Isaak Kalmanowitz, Auenstr. il. Aus dem Gemeindeamt Nachrichten des Sozialamtes: Für Mädchen und Jungen, die sich in der Umgebung Leipzigs in gärtnerischen Ausbildungsstcllen befinden, benötigt das Sozialami Fahrräder. Qcmeindemitglieder, die I ahrräder unentgeltlich oder leihweise zur Verfügung stellen Können, werden gebeten, ihre Adresse im Sozialami bekanntzugeben. im die Herbst-Alijah wird von den zur Auswanderung kommendm Familien wieder eine Weihe von Koffern benötig) werden. Da die I amilien oftmals nicht in der Lage sind, aus eigenen Mitteln diese Anschaffung zu machen, wird um freundl. Spenden gebeten. Aus der Zeit des im vergangenen Jahre abgeschlossenen Nähkursea befinden sieh in unserem Nähkursraum noch einige Nähmaschinen, di teil Eigentümer bisher nicht ermittelt werden konnten. Wir bitten höfl. um Bekanntgabe di r Anschriften. Konzerte. Gesellige Vereinigung deutsch-jüdischer Berufstätiger (G. V.). i. Musikabi nd, Die O. V. läßt es sieb angelegen sein, in iiireu Musikabi nden auch des öfteren jungen Komponisten den Vor/iig ZU geben, hu letzte Kompositionsabend brachte Werke von Rudoll Hönigsberg, Andrea-- Barban und Unis Erich Cohn. Letzterer wurde an gleicher Melle Khon näher gewürdigt. Er liebt vor allem, sich in Kleinmalerei /ti betätigen, was sich im „Capriccio" für drei Violinen und in den „Drei Liedern im Volkston" von neuem erwies schade, denn ei hatte die I ähigkeiten, ein geschlossenes Werk zu schreiben. Andreas Barban hat sieh den klassischen Stil zum Vorbild genommen. Seine Sonate I -moll für Klavier ist etwas /u langatmig; es fehlt hier besonders motivische Originalität und Kompostdenken Sie an Ihre | (jlückmunschanmgel i tionstechnik, auf diesen Gebieten muH er sieh noch mehr vervollkommnen. Sehr gehaltvoll waren die beiden Sätze „Scherzo" und „Rondo" (mit (Um I ugato). Andreas Barban spielte sein Werk selbst mit feinem musikalischen Sinn. Seine vier Lieder /eigen eine recht gefällige Linie und Helen Stark saug sie mit innerer Anteilnahme und gutem Vortrag. Die Klavierstücke von Rudolf Hönigsberg sind im Charakter der Salonmusik gehalten, doch sind sie nicht ohne einen gewissen Schneid, namentlich die „Burleske". Aenne Hoffmaiin brachte die drei Stucke mit pianistischem Schwung /u Gehör. Außerdem beteiligten sieb liebevoll au den Ausführungen der Werke: Hildegard Cohn (Note), Margot Kamerling (Violine), Gerd Hoffmann (Violine), Waller Kamerling (Violine). Alles in allem war es ein Abend, der jüngeren Kräften Gelegenheit gab, ihr Können unter Beweis zu stellen, um daraus Ansporn und Freude ZU schöpfen. It. Jüdischer Sport. (Von unserem ständigen Berichterstatter Deka.) .....es hat nicht sollen sein! Mit diesen Worten eines bekannten Liedes kann mau den sonntägigen Fußball-Schlußkampf des hiesigen „Schild" um die Reichsmeisterschaft des „Hundes" überschreiben; denn so viel unglückliche Umstände auf diese 'III Minuten zusammengeballt, sah man noch selten in einem solch wichtigen Treffen, und dabei lag doch das 1:3 und die dadurch evtl. notwendig gewordene Verlängerung so greifbar nahe. Die Leistung des Siegers soll jedoch damit keinesfalls geschmälert werden, er hat den Sieg verdient dank seiner reiferen I aklik, und er hat ihn auch verdient, weil eben die Diesigen au ihrem entscheidendstell läge spielerisch gegenüber früher nicht wiederzuerkennen waren. Nervosität am Anfang eines grollen Spieles ist vollauf verständlich, ebenso sind schon „Orößere" an solchen lagen an ihrer Aufgabe gescheitert, aber die Leipziger vergaben den Sieg wohl /um grollen teile durch den wenig kameradschaftlichen Geist Einzelner, die sich ihren Mitspieler und nicht den Fußball als ihr Streitobjekt aiisersaheu. Über die Mannschaftsaufstellung au sich soll hier nicht gesprochen weiden, jeder Spieler ist in seiner Leistung Schwankungen unterworfen, aber so schwankend wie am letzten Sonntag sah mau manche Leute noch nie. Dem Torwart schien das Pech wirklich au den Sohlen ZU kleben, in anderen Spielen wären bei ihm die beiden ersten Tore nie gefallen. Seine sichtliche Nervosität wirkte natürlich „infizierend" aul seine Vorderleute, so dall der 3. Treffer Frankfurts, ein Selbsttor des rechten Verteidigers, damit begreiflich werden kann, trotz dem waren die beiden Backs mit der Läuferreihe der noch befriedigende Teil der Mannschaft. Im Sturm war es eigentlich nur der Halbrechte, der das zeigte, was man sonst VOII dei ganzeil Keine als Selbstverständlichkeit erwartete; mit einem herrlichen Schräg- Schuß brachte er auch Leipzig beim Stande von 0:2 auf 1:2 heran, und der endlich nach vorn gegangene Mittelläufer schaffte es schließlich auf 2:3, in seinem Kopfe und auch bei den Zuschauern sah man beinahe noch den Ausgleich, aber sein rechtes Bein tat nicht den „grollen" Schub, der doch so viel bedeutet hätte. Beim Sieger überragte die schlagsichere Hintermannschaft, voran der Älteste der 22, der linke Verteidiger und die beiden Außen, von denen der rechte es sogar den Leipzigern angetan hatte, weil er demonstrierte, was zu einem richtigen Fußballspieler gehört, Schnelligkeit und Körperbeherrschung. In technischer Beziehung l>esali der Unterlegene wohl das Obergewicht, aber oieses allein kann keinen Sieg erringen, wenn nicht das kleine „Etwas" noch hinzukommt, das eben die Mainstädter besaiten, und das sie glücklicher Sieger werden lieft. Geleitet wurde der Kampf von Bieber-Berlin, gewiß korrekt, aber zu sehr zerpfiffen, SO dall selten das Spiel richtig in Schwung bleiben konnte und die Spieler selbst dadurch von ihrer Aufregung nie völlig frei wurden. Auch das vorangegangene Handballspiel konnte wenig begeistern. Nicht die Niederlage ist es, die zu denken gibt, sondern das völlige „aulicr-l orm-sein" mehrerer Spieler, und die starke Konzentration der ganzen Spielhandlung auf i bis I Leute. Angefangen beim Torwart, dem die schlechte Deckungsarbeit seiner Vorderleute besonders in der zweiten Hälfte das Halten sehr erschwerte, bis zu den Außenläufern und Außenstürmern, war die Mannschaft dieses Mal ein grobes I rage/eichen, und so viele waren naturgemäß am Sonntag Zeuge der beiden Treffen, von denen das zweite doch die Krönung der einjährigen Arbeit bilden sollte. Das Höchste wurde zwar noch nicht erreicht, ist es aber nicht schon vollauf genug, es

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