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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1935-08-02 · 31 (2.8.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
11 (1935)
Issue
31 (2.8.1935)
Date
1935-08-02
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 OEME1NDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG 2. August 1935 25. August: Gastspiel auswärtiger Künstler. I. September: Staatszionistische Organisation: Theaterstück „Ein junger Jude sucht seinen Weg" im Krystall-Palast. 5. September: (iastspicl des Berliner KuHurbundtheaters „Spiel im Schloß" von Molnar. 23. September: Gustav Mahler-Abend. Mitwirkende: Dr. Anneliese Landau, Wolfgang Hose, Fritz Lechner. Amtliche Bekanntmachungen Umbau im Gemeindeamt. In der Zeit vom 12. August bis 26. August 1035 weiden in den Räumen unseres Wohlfahrtsamtes Umbauarbeiten vorgenommen. Das Wohlfahrtsamt muh deshalb in der angegebenen Zeit geschlossen werden. Abfertigung kann nur in dringlichen Fällen vorgenommen werden. Sonstige Antrage sind schriftlich einzureichen. Leipzig, den 2«. Juli 1935. Wohlfahrtsamt der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Gottesdienste Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst: Freitag, 2. August Abendgebet 19 Uhr mit Predigt; Sonnabend, 3. August, Morgengebet ') Uhr, Nachmittagsgebet 20,15 I hr, anschlieliend Lehrvortrag; Abendgebet 20,45 Uhr. Gottesdienste an Werktagen in der Ei Chaini-Synagoge. Gemeindesynagoge. Gottesdienst am Tischoh B'aw: Mittwoch, 7. August, Abendgebet 20,30 Uhr, Donnerstag, 8. August, .Morgengebct. 7 Uhr, Nachmittagsgebet 13 Uhr; Tischoh B'aw Ausgang 20,32 Uhr. Gottesdienste an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst: Freitag, 9.August, Abendgebet IM Uhr mit Predigt. Sonnabend, 10. August, Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgebet 20 Uhr, Abendgebet 20,30 Uhr. Gottesdienste an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Ez-Chaim-Synagoge, Otto-Schill-Str. Freitag, 2. August, abends 19 Uhr, Sonnabend, 3. August, morgens 8,30 Uhr; Minchoh 17 Uhr. Ausgang 20,4t Uhr. Wochentag, morgens 7 Uhr, abends 19 Uhr. Ez-Chaim-Synagoge, Otto-Schill-Str. Freitag, <>. August, abends 19 Uhr. Sonnabend, 10. August, morgens 8,30 Uhr; Miuschoh 17 Uhr; Ausgang 20,32 Uhr. Mittwoch, 7. August, T i s c h o h - b'aw: Miuclia Fl Uhr; abends Uhr. Sonntag früh 7,15 Uhr. Wochentag, morgens 7 Uhr, abends 19 Uhr. Synagoge „Obel Jakob", Pfaffendorfer Str. 4. Freitag, 2. August, abends 1') Uhr. Sonnabend, 3. August, früh 8,30 Uhr; Mincha 17 Uhr; Ausgang 20,45 Uhr. T i sc ho'b'aw: Mittwoch, 7. August, abends 20,30 Uhr. Donnerstag, S. August, Ausgang 20,32 Uhr. Wochentags: Früh 7 Uhr, abends 19,30 Uhr. Talmud-Thora-Synagoge, Kcilstr. 4. Freitag, 2. August, abends 19,30 Uhr. Sonnabend, 3. August, früh 8,30 Uhr; Mincha 17 Uhr; Ausgang 20,45 Uhr. Sonntag früh 7,15 Uhr. Mittwoch, 7. August, Tischah-baw : Mincha Fl Uhr; abends 20,30 Uhr. Donnerstag, 8. August, Tischah-baw: Früh 7 Uhr, abends 19,45 Uhr. Wochentags: Früh 7 Uhr, abends 19,30 Uhr. Talmud-Thora-Synagoge, Kcilstr. 4. Freitag, 9. August, abends 19 Uhr. Sonnabend, früh 8,30 Uhr; Mincha 17 Uhr; Ausgang 20,30 Uhr. Sonntag früh 7,15 Uhr. Wochentags: Früh 7 Uhr, abends 19 Uhr. Neue Bücher Dr. Michael Traub, Durch Planung zur Verwirklichung, Aufgaben und Probleme des XIX. Zionistenkongresses. Berlin 1935, (Verlag Judische Rundschau.) Die Juden in Deutschland haben naturgemäß das Interesse, sich uber die Fragen, die den bevorstehenden Zionistcnkongrcß beschäftigen werden, /u informieren. Als ausgezeichneter Sachkenner übernimmt Dr. Michael Traub in dieser Broschüre die Aufgabe eines Führers durch diese Fragen. Etwa die Hälfte der Abhandlung wird VOO einem Bericht, die andere von einer Darstellung der Probleme und Aufgaben zionistischer Außen- und Innenpolitik eingenommen. Im Vordergrunde des Interesses steht der Kampf der Jewish Agency um eine erhöhte Zertifikatszuteilung, die insbesondere die notwendige Zuführung von Arbeitskräften erstrebt, ferner die Einberufung des Legislative Council. Um solchen außenpolitischen Ansprüchen den notwendigen Untergrund zu geben, zielen die Aufgaben und Forderungen der zionistischen Innenpolitik auf Intensivierung. Wie in allen Ausführungen unterstützt auch hier eine Fülle von Sach- und Zahlenmaterial die übersichtliche und auch für die weniger Eingeweihten verständliche Schrift. C. Die Prager Universität und die Juden. Der ehemalige Professor der Rechtsgeschichte an der Universität Halle a. S., Dr. Guido Kisch, ein geburtiger Prager, veröffentlicht eine umfangreiche Studie „Die Prager Universität und die Juden 1318 bis 1818". (Mit Beiträgen zur Geschichte lies Medizinstudiums von Guido Kisch, Mährisch-Ostrau 1935. Verlag Julius Kittls Nachfolger. Gr. S", 240 S. mit 2 Tafeln). Zu der Abfassung des Werkes hat der Autor zehn Jahre lang das Quellenmaterial gesammelt. Kisch weist nach, dall man zunächst von irgendwelchen Beziehungen der Prager Juden zur Universität nicht sprechen könne, da sie als ausschließlich katholisches Institut gegründet wurde und bis ins 1>). Jahrhundert diesen Charakter behielt. Daneben, aber von der Universität vollkommen unabhängig, entwickelte sich in der Prager Judenstadt ein hochstehendes geistiges Leben, dessen Reprisentanten allerdings recht einseitig nur die rein jüdischen Wissenschaften pflegten. Eine Ausnahme machte nur das Medizinstudium, dem die Prager Juden, wollten sie Medizindoktoren werden, an fremden Universitäten obliegen mußten. Kisch geht nun den Spuren dieser Prager Juden nach, die im 17. und 18. Jahrhundert an ausländischen Hochschulen zu Doktoren promoviert wurden, und bringt gerade zu diesem Kapitel sehr viel vollkommen neues und unbekanntes Material bei. tierade die ärztliche Tätigkeit brachte dann bestimmte Prager Juden, wie den Gemeindearzt Salman Gonipertz und seinen Sohn Moyses mit der Universität, die ein Aufsichtsrecht über das Medizinwesen der Judenstadt ausübte, in Beziehungen, ohne daß sich das Regime damals gelockert hätte. Erst das Tolcranzpatciit gestattete dann den Prager Juden den Zugaug zum Studium und später auch zu den I )oktorprüfungeii. Mit den Schwierigkeiten, die hauptsächlich von jüdischer Seite der Zulassung des ersten jüdischen Professors an der Prager Universität, Dr. Wolfgang Wessely, gemacht wurden, und der ersten Habilitation eines Juden, des Dr. S. I. Kacmpf, schließt die Arbeit Kischs, die einen wertvollen Beitrag zur Geschichte der Universität und der Prager Juden darstellt und die Anregung zu weiteren Forschungen geben will. Verein zur Förderung ritueller Speisehäuscr. XXXV. Jahrg. Nr. 200. Das Verzeichnis des „Hamburger Vereins", seit laugen Jahren ein willkommener Führer für alle, die die traditionellen Speisegesetze beachten, wird in seiner neuesten Ausgabe (Juni 1035) besonders freudig begrüßt werden. Er ist Berater über die jüdischen (iaststätten, Hotels wie Speisehäuser, heute auch von vielen Ferien- und Geschäftsreisenden gerne aufgesucht, die früher der jüdischen Tradition fernstanden. Herausgegeben von Vorttand der israelitischen Religionsgemeinde in Leipzig. Schriftleitung: Oememderabblner Quitav Cohn, Leipzig; Cj. Walter Namel-Str. 10, III. Anzeigen : Verlag Elaa Qoldlrennd, Leipzig OS, CichorlusatraBe 3a. Anzeigenleiter: Emst Ooldfreund, Clcboriusstraße 2a. F0r die Aufnahme von Anzeigen in bestimmten Nummern und an bestimmten Platzen wird keine Oewihr übernommen. Druck: Druckerei der Werkgemeinscbaft, Leipzig Cl, Brflderttr.lS. D. A. II. 35.4150. Für den Inhalt der Inserate fibernehmen Gemeindevorstand und Schriftleitung keine Verantwortung. Vereinsnachrichten. Die Veröffentlichungen dieser Rubrik gehen von den Vereinen aus, die Schriftleitung trägt für sie lediglich die im Gesetz festgelegte Verantwortung. Hechaluz, Snif Leipzig. Es spricht am Sonntag, den I. ds. Mts., morgens 11 Uhr im Saale des Volkswohl, W'alter-Blüiiiel-Str., im Rahmen einer Galil-Pegischah, Naphtali Uuger, Giwath-Brenner, über: „Vor dem Kongreß". Alle (iemeindemitglieder sind herzlich eingeladen. Zionistische Vereinigung Leipzig. Unsere Mitglieder werden darauf hingewiesen, dall am Sonntag, den 4. ds. Mts., vormittags 11 Uhr, im Saal des Volkswohl, Walter-Blümel-Str., eine Kundgebung des Hechaluz. anläßlich der Galil-Pegischah stattfindet. Es spricht Naphtali Unger, Giwath-Brenner über: „Vor dem Kongreß". Wir bitten um zahlreichen Besuch der Veranstaltung. Jüdisch-Nationale Jugend Herz.lia (Betar). Am Sonntag, den I. August, vorm. 10 Uhr, findet im Heim Appell des gesamten Ken statt. Am 14. August beginnen die Iwrit-Kurse für die Jugendlichen unter 10 Jahren. Auch Jugendliche, die nicht dem Betar angehören, können an diesen Kursen teilnehmen. Rechtzeitige Anmeldung erforderlich. Anschrift: Landau, Arndtstr. 25 d, Tel. II 100. Zionistische Vereinigung Leipzig. Unsere Mitglieder bitten wir hiermit, an der am Montag, den 5 8., im Saal des Felix-Ooldmann-Hcims, Elsterstr. 7, stattfindenden M i t g I i e d e r v e r s a m m - 1 u n g recht zahlreich teilzunehmen. Es sprechen die Herren Dr. Fritz L o ebenste in und Dr. Ludwig L e h r f r e u n li über: „P r 0 b I e in e des IQ. Zionistenkongrcss e s". Zu der Veranstaltung haben auch sämtliche Scbekelzahler ..gegen Vorlage der Schekelquittung Zutritt. Junggruppe der ZkmJst. Vereinigung. Montag, den 5. August, beteiligen wir uns geschlossen an der Mitgliederversammlung d. Z.V. Montag, den 12. August, 21 Uhr, Wiederbeginn d. hebr. Kurs. f. Anf.

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