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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1935-05-24 · 21 (24.5.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
11 (1935)
Issue
21 (24.5.1935)
Date
1935-05-24
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 24. Mai 1935 Vor<l<>r-<iiolilia 2 leere Zimmer in mod. Hause, mögl. Südlage und Balkon von Herrn ges. Off. m. Preis E.W. 210 bei Wietepsky, Brühl 52. In s. gut. Hause, best. Zentrumsl. ZIMMER m.Centrlhz.,fl.w.u.k.Wass.preisw. zu verm.Off.u.E.0.14S,Anz.-Verw. Xcdiherndi. 5 Zimmerwohnung mit reich). Nebengelaß in ruhiger, bester Wohngegend Leipzigs zu verm. Oefl. Off. u. E.G.146, a. d. Anz.-Verw., Cichoriusstr. 2a. LS.IÄS toB.fottfw.aiiw Nim 7Alltvilml Suche bei grolizüg. modernen Leuten bei nUl LBiULUIIII nur zeitgem. Miete eleg. Wohn- und kl. Schlafzimmer m. all. Komf. Preisoff. 21 P., Kaufmann, Brühl 8. (ev. 1 leer) N22, Blumenstr. 1, I r. 1 gr. sonn. 2 fenstr. Schlafzi., p. sof. od. 1. Juni zu vermieten. Walter-Blümel-Straße 11, II, lks. leer oder einfach möbl. preiswert zu vermieten. Packhofstr. 3, H Ir. zu verm. Funkenburgslr. 8 pt. r. 2 möbl. Zimmer i. Xontr. sep. Eing., el. Li., Bad , l.-W Kl., an Einzelpers. od. Ehep. m. od. ohne Küchenb. per sof. zu verm. 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S. 11. Mai 1935 Ferdinand Brandt, Eisenbahnstr. 6. 16. Mai 1935 Braue Schwarz false Linden, Humboldtstr. 23. 20. Mai 1935 Rcinhold Ooldmann, Kreuzstr. 2. Austritte aus der Israelitischen Rcligionsgcscllschaft. Nach geltendem sächsischen Recht bedeutet der Austritt aus der israelitischen Religionsgesellschaft den Austritt aus dein Judentum; nach unserer Friedhofsordnung hat der Austritt aus dem Judentum den Verlust des Anrechtes auf Beisetzung und auf eine etwa früher erworbene (irahstelle auf unseren Friedhöfen zur Folge. Schülerin Erika Gertraude Boy, geb. 9.2.1022. Reichsstr. 26. Schülerin Ruth Elfriede Boy, "geb. 19.9.192(1, Reichsstr. >o. Aus dem Gemeindeamt. Aus der Jacob Plaut'schen Stiftung sind Zinsen an jüdische Verwandte zu verteilen. Als verwandt sind solche Personen anzusehen, die von dein Ehepaar Her/ (in sei Plaut, geboren in Reichensachsen und der Iran Caroline Plaut, geb. Wach, in ehelicher direkter Linie abstammen. Meldungen sind bis zum 15. Juni 1935 zu richten an das Kuratorium der Jacob Plaut-Stiftung, Berlin C2. Rosenstralie 2 4. Bildungskurse der Gemeinde. Dienstag, 28. Mai 10 35, 19,30 Uhr: Kurs Dr. woskin ,.Maimonides", Hehr. Sprachschule, Pfaffendorfer Straße 4. Jüdischer Sport. (Von unserem ständigen Berichterstatter Deka.) Endlich mal wieder eine Qroß-Veranstaltung heim „Bar Kochba". Neben Fuß- und Handballspielen war es vor allem der glänzend verlaufene Boxabend in der Turnhalle der Höh. Israel. Schule. „Bar Kochba" Breslau entsandte mit einigen Boxern seine l.lland- und l ußballelf, die auch beide die Überlegenheit der Niesigen anerkennen mußten Seine Handballer zeigten wohl ein sehr nettes Feldspiel, aber vor dem Tore wagte niemand, oft in günstigster Position, einen Wurf, man tändelte hin und her. als oh einer dem anderen die Verantwortung überlassen wollte. Leipzig brachte eine recht bunte Mi.....Schaft aufs Feld, und gerade die Ersatzleute waren die Besten. I)er Torwart hielt einige Sachen fabelhaft, und der jugendliche Halblinke spielte wie ein „Alter". Die Mannschaft als QanzeS spielt, jedoch nicht wie erwartet, obwohl es gegen diesen Gegner ZU einem 5:1 langte. Auch die I. Fußballelf konnte noch nicht begeistern, das Verhältnis untereinander ließ oft zu wünschen übrig, allerdings spielte -ii auch seit langer Zeit erstmals wieder einigermaßen komplett. Ein luftiger Wind ersehwerte außerdem die Ballberechnung, so daß der Ball sich oft in höheren Regionen bewegte. Breslau war ein schneller und harter Gegner, aber auch diese Elf zeigte sich Ziemlich harmlos vor dein Tore, SO dal! auch sie mit '3:! das Nachsehen hatte. Von den unteren Mannschaften gewann die Knaben- Handballell gegen die Schule 6:3, die I. Knaben-Fußballer fertigten mit einem mäßigen Stürmerspiel „Misrachi" 2:0 ab, während die II. Knaben mit 0:7 gegen ,.Lsra" arg unter die Räder kamen. Das Schönste des läge, war dem Abend vorbehalten, denn eine großaufgezogene Box-Veranstaltung bildete den Abschluß. Man weiß nicht, was mau mehr loben soll, die Schaukämpfe der Knaben, die mit einer Liebe und Begeisterung bei der Sache waren, daß auch ein Boxgegner sich an diesem Sport begeistern mußte, oder die Kampfe voll W ucht und Kraft der Großenj Das meiste Interesse erweckte natürlich der deutsche Makkabimeister und 2. Makkahiah- Sieger Kronfeld, Berlin, der gegen Halber, Dresden, auch nach Punkten gewann. Herrlich seine Technik und seine Ruhe, mit der er den körperlich überlegenen Gegner abfertigte, aber wer macht es dem Dresdner nach, mit 30 Jahren gegen einen solchen Meister in den Ring /u treten! Vielleicht noch spannender verlief das Treffen Hochhäuser, Breslau, gegen Joel, Berlin, das Unentschieden war der gerechte Ausgang. Ebenso ging der Eröffnungskampf /wischen Lieser II, Leipzig, und N au manu, Breslau, aus, obwohl der Letztere seinen Gegner um fast Kopfgroße überragte. Li es er I mußte dafür gegen den stärkeren Hein, Breslau, ein k. o. einstecken, ebenso der hiesige I I e f t I e r gegen den Breslauer Stark; trotzdem hielt sich II. in Anbetracht seines ersten Kampfes reehl gut. Im letzten Gang holte Wilkomirski, Leipzig, einen Überlegenen Punktsieg gegen den noch unerfahrenen Isaaksohn. Breslau, heraus. Zu den Einleitungskämpfen traten nur l eipziger Bar Kochbaner In den Ring. Süßkind gewann gegen Grad us, I rieb was sei bezwang Henzinski. Horn holte sieh den Punktsieg gegen Meyer, und im niedlichsten aller Kämpfe siegte Scßler gegen I ieser III. Der ganze Abend war wirklich wahre Propaganda für den schönen Boxsport. Beim „Schild" gab es nur ein winziges Spielchen mit einem 2:0-Sieg der II. Knaben gegen eine Schulmannschaft. Herausgegeben vom Voritand der israelitischen Rellgionsgemeinde ju Leipzig. C 1_, Walter Blümel-Str. 10, III. Schriftleitung-. Oememderabbiner Ouslav Cohn, Leipzig ( Anzeigen : Verlag Elsa Ooldlreund, Leipzig OS, CicborlusstraBe 3a. Anzeigcnleiler: Ernst Ooldlreund, Clcboriusstraße 2a. Für die Aufnahme von Anzeigen in bestimmten Nummern und an bestimmten Pützen wird keine Ocwähr übernommen. Druck: Druckerei dei Werkgemeintcbalt, Leipzig Cl, Braderslr.lt. D. A. I. 35. 4250. Für den Inhalt der Inserate übernehmen Gemeinde vorstand und Schriftleitung keine Verantwortung. Vereinsnachrichten. Die Veröffentlichungen dieser Rubrik gehen von den Vereinen aus; die Schriftleitung trägt für sie lediglich die im Gesetz festgelegte Verantwortung. •\gudas Jisrocl. Jeden Schabbos nachm. 1 .<> in der Färberstr. II nach gemeinsamem Minchogebet Mussar-Schiur des Herrn Rabbiner Rogosnitzky, zu dessen reilnahme Jugendliche aller Richtungen herzlichst willkommen sind. Rcicbsbund jüdischer Frontsoldaten, Ortsgruppe Leipzig, Ge- ■___| Schäftsstelle: Dr. Jacobe, Markt 8, Aufg. A.III. Tel70251. |f{1«J Sonntag, den 26. Mai, nachm. Kl Uhr, findet auf dem [Kirf Schild"-Sportplatz in Hiekla das VorschlulSruud -iispiel PM1M um die nandball-Reichsmeisterschaft zwischen „Sehild"- yC^r Leipzig und J.T. s. <:. 05 Berlin statt. Unterstützung unserer Kampfmannschaft durch restloses Erscheinen ist Pflicht. Der Gruppenverbandstag der zionistischen Ortsgruppen Mitteldeutschlands findet am Sonntag, den 26. 5., vormittags III Uhr, in den Räumen der Leipzig-Loge, Arndtstr. I, statt. Zutritt haben nur Mitglieder der zionistischen Ortsgruppe Es spricht Herr Land gerichtsdirektor a.D. Alterthum über: Die Einordnung der deutschen Aliah in Lrez Israel. Herr Dr. Franz Meyer, Berlin, uber: Die Gestaltung der zionistischen Arbeit in der nächsten Zeit. Verein Polnischer Kaufleute und Gewerbetreibender e. V. Leipzig. Wir geben hiermit bekannt, daß am Sonntag, den 26. Mai 1935 um in Uhr vormittags im Theatersaal des Krystall-Palastes anläßlich des Ablebens des Marsehalls lozcf Pitsuuskl eine Akademische Trauerfeier, stattfindet. Die Teilnahme an dieser Feier ist unbedingte Pflicht eines jeden polnischen Staatsbürgers. Eintritt für jedermann frei. Tennis-Club Leipzig „Rot-Weiß". Vereinswettkämpfe auf unserer Anlage: Sonnabend, 25. Mai und Sonntag, 26. Mai 1935 gegen Tennis- Abteilung Bar Kochba, Berlin. 10 Herren, 5 Damen. Donnerstag, 30. Mai l'Jiö (Himmelfahrtstag) gegen Tennis-Club Grunewald 39. 8 Herren, I Damen. I Juden! Zahlt den Schekel! J

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