Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 21 (24.5.1935)
- Date
- 1935-05-24
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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Seite 3 ■Zionistische Vereinigung, Leipzig1 KURT BLUIWIENF ELDi ierusalem, spricht: Palästina — ohne Zionismus? MITTWOCH, 29. Mai, 20M Uhr, Sfädt. Kaufhaus (Ein«. Kupfergasse) Reservierte Karlen im Zionistischen Büro, Kellstrane 4, Telefon 102 11 Sonntag, den 26. Mai Montag, den 27. Mai pünktlich 20 *ft Uhr im Künstlerhaus Nikisch platz Oesamtl.: Fred Wald u. Adolf Kreiter Die jüd. Kleinkunstbühne „Der bunte Karren" Premiere!! Das jüdische Programm der Zeit „Das Schneiderl" - „Der Rebbe" - „Die Minnjenmänner" - „Im Cheder" - „Hachschara" - „Des Mädchens Klage" - „Whitechaple-Intermezzo" usw. - Sketche - Soli - Conference usw. Moderne Ensemblekunst im Kabarett JUdisdie Tänze jidd. u. deutsche Texte / jüd. Musik /12 Bilder / 2 '/2Std. Künstler. Unterhaltung Karten zu 1.— Mk., 1.50 u. 2.— Mk. in den üblichen Vorverkaufsstellen u. ab 19 Uhr an der Abendkaste Achtung? Donnerstag, 30. Mal, pUnktl. 83° Uhr abds., Krystallpalast, Ober. Theatersaal Willy Rosen-Revue Flügeln Willy Rosen — Erich Ziegler An 2 Dazu: Oerti Kuthan - Erik Elken - Hanni Rosen - Helmuth Wolff - Bianca Elzholz - Erich Wolff - Erich Ziegler - Leo Huth _Karlen zu Mk. 1.—, 1.50 (mim.), 2.— (num.) im Vorverkauf bei Zcllncr, Manelis, Willner, Wietepsky, Kaufhaus Brühl, Rose Neumann, M. W. Kaufmann anhing. Dann hielt Rechtsanwalt Dr. Lchrfreund eine uro''1 an_ gelegte Gedenkrede. Nach einer Skizzierung der Bedeutung Pilsudskis für Europa, würdigte der Redner das Verhältnis Pilsudskis zum Judentum, mit dem dieser in seiner Wilnaer Kindheit schon frühzeitig in Berührung gekommen war. Die Analogie der Geschicke des polnischen und des jüdischen Volkes war für ihn nach dein Siege der polnischen Freiheitsbewegung richtunggebend: Um der Unterdrückung der Juden ein Ende zu machen, schaffte er die aus der Zarenzeit stammenden antijüdischen Bestimmungen ab und trat immer für Achtung und Gleichberechtigung der jüdischen Minderheit ein. Der Redner würdigte dann l'ilsudski als heroisches Vorbild für den Neuaufbau des judischen Volkes und seines Landes. So wie er müßten die Juden Romantiker und Realisten zugleich sein, dem Traume nachgehen, von dem ller/l einst sagte: „Wenn ihr nur wollt, so ist es kein Märchen", und müßten rechtzeitig alle Kraft einsetzen, um die Organisation „eines Staates unterwegs" und ihres werdenden Nationalheims auszubauen und zu verstärken. Bevorstehende Veranstaltungen 26. u. 27. Mai: „Der bunte Karren" im Künstlerhaus. 27. Mai: Jüdischer Frauenbund: Vortrag Trau Clara Zeitlin. 28. Mai: Jüdischer Kulturbund: Kammermusikabcnd des Mendelssohn-Trios. 29. Mai: Vortrag Kurt Blumenfeld. 30. Mai: Revue-Ensemble Willy Rosen u.a. 2. Juni: Palästina-Film: „Land der Verheißung". Amtliche Bekanntmachungen. Verlängerung der Geltungsdauer der Steuerordnung. Hierdurch wird bekannt gegeben, dali durch Verfügung des Sächsischen Ministeriums für Volksbildung vom 14. Mai 1935 die von der Gemeindesitzung vom 15. April 1915 beschlossene Verlängerung der Geltungsdauer der Steuerordnung vom 2. Juli 1034 / 22. November 1034 20. März 1935 bis zum 31. März 1936 genehmigt worden ist. Die Steuerordnung liegt in der Zeit vom 27. Mai bis mit 11. Juni 1935 im Gemeindeamt Waltcr-Blümel-Sfr. 10,1 zur Einsichtnahme aus. Leipzig, den 20. Mai 1935. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemciudc zu Leipzig. Statt Karten. Zu der s. G. w. am Sonnabend, 1. Juni in der Talmud-Thora-Synag., Keilstr, stattfindenden Barmizwahfeier unseres Sohnes Salomon laden wir hierdurch Verwandte und Freunde herzlich ein. Aron Lederberger u. Frau Jetti geb. Wanderer. O Ihre Blumen von Lance :<;-: Tauchaer Str. 16 — Tel. 9 87 89 — MajarjUM Ins Hau» Gottesdienste Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst: Freitag, d. 24. Mai, Abendgebet 19 Uhr; Sonnabend, den 25. Mai, Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgebet 20,30 Uhr, anschließend Lehrvortrag; Abendgebet 21,04 Uhr. Gottesdienst an den Werktagen in der Ez-Chaiin-Synagoge. Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst. Freitag, 31. Mai, Abendgebet 19 Uhr mit Predigt. Sonnabend, 1. Juni, Morgengehet 9 Uhr, Jugendgottesdienst mit Predigt 15,15 Uhr, Nachmittagsgebet 20,40 Uhr, anschließend Lehrvortrag; Abendgebet 21,13. Gottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Talmud-Thora-Synagoge, Keilstr. 4. Freitag abend 19 Uhr. Sonnabend früh 8,3t) Uhr, Mincha 17 Uhr; Ausgang 21,04. Sonntag früh 7,15 Uhr. — Wochentags früh 7 Uhr, abends 20,30 Uhr. Ez-Chaim-Synagoge, Otto-Sehill-Str. Freitag, den 24. Mai, Abendgebet 19 Uhr. Sahbat, den 25. Mai, Morgengebet S,3() Uhr; Mincha 17 Uhr; Ausgang 21,04 Uhr. Wochentag: Morgens 7 Uhr, abends 19 Uhr. Ez-Chaim-Synagoge, Otto-Schill-Str. 4. Freitag, den 31. Mai, abends 19 Uhr. Sonnabend, den I. Juni, morgens 8 Uhr; Minchoh 17 Uhr; Ausgang 21,13 Uhr. Wochentag: Morgens 7 Uhr, abends 19 Uhr. Synagoge „Ohel Jakob", Pfaffendorfer Str. 4. Freitag, 24. Mai, abends 19 Uhr. Sonnabend, den 1. Juni, früh 8,30 Uhr: Mincha 17 Uhr; Ausgang 21,13 Uhr. Wochentag: Früh 7 Uhr, abends 19,30 Uhr. Personenstandsnachrichten O e b u rt en: 17. April 1935 Mendel Grünberg und Leonore geb. Fakler, Prendelstralic 15, eine Tochter „Marion". Kammermusikabend Mendelssohn-Trio Leipzig — Werke von Mendelssohn, Mozart und Tschaikowsky — 8.15 Uhr pktl. im Weissen Saal des Zoo Voranzeige fttrJunl: tiastsp lel des Herl iner Kulturbundes „© stjttdischer Bilder bogen'* Jüdischer Kulturbund Zweite kostenlose Mai-Veranstaltung / Nur für Mitglieder Dienstag, äH. Hai — Lichtbildkarten nicht vergessen I