Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 10 (1934)
- Issue
- 26 (29.6.1934)
- Date
- 1934-06-29
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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29. Juni J934 Kabarett - Abend jüdischer Künstler Ltg.: W. Meyerstein-Arro Sie werden lachen II Sonnabend, den 30.|nni, abds. 9 15 Uhr (n. Sabbath-Ende) im KUnstlerhaus: Das beste Programm dieser Saison mit |enny Poliah, |enny Laudsberg, Fritz Tochauer, Hedl Haas, »^„ää.'ä, Eintrittskarten zuMk.2.- , 1.50 u. 1. bei Zellner, Manelis, M.W. Kaufmann, Q.Willner.Rose Neumann, Schmeidler, Kaufh. Brühl, und an der Abendkasse. Eine Wochenendfahrt i Land d. Lachens bedeut. dies, unerhört lustige Künstlerabd.! Die glückliche Oeburt einer Tochter zeigen hocherfreut an Fritz Ooldniann und Frau <üiiMtel geb. Katxenstein Leipzig C 1, den 23. Juni 1934 Pfaffendorfer Straße 12 Viele notleidende Brüder warten auf Deinen Beitrag! zu geben, ist ein Unternehmen, für das weitgehende Beschränkung hinsichtlich des Stoffes unerläßliche Bedingung ist. Dies um so mehr, wenn an wichtigen Stellen der Verfasser die Quelle selbst sprechen läßt und dem Leser einen lebendigen Einblick in das Zeugnis der Zeit vermittelt. Eine solche „jüdische Geschichte" kann nur mit großen Strichen, mehr in Umrissen und andeutungsweise als in Bearbeitung auch der feinen Züge des Gesamtbildes gezeichnet werden. Dies ist dem Verfasser durchaus gelungen, hehr begreiflich, daß das Buch einen dankbaren Leserkreis gefunden hat, so daß nach kurzer Zeit eine zweite Auflage notwendig geworden ist: die mit kühnem Wurf gestalteten Bilder sind leicht faßlich, in anziehender Darstellung, nicht beschwert durch lehrhaftes Beiwerk, und durch all dies besonders geeignet, einen anregenden Oberblick zu gewähren, der den Appetit auf eine tiefer dringende Kenntnis der jüdischen Geschichte anreizt. Für die Grundhaltung, von der sich Prinz in seinem Buch leiten läßt, ist wohl eine Bemerkung aufschlußreich, wonach „Historie nicht nur heißt Mcihschenschicksale aufzuzeichnen, wie sie sich .wirklich' abgespielt haben, sondern die Dynamik und den Bruch von Menschen in einer Zeit darzustellen". Demgemäß stellt er immer wieder Persönlichkeiten in den Mittelpunkt der einzelnen Stücke. Damit mau lerne, „jedes Judenschicksal freudig und stolz" zu bejahen, will er begreiflich machen, „was für eine große und schicksalsreichc Geschichte das judcnvolk hat". Und dafür bieten die Persönlichkeiten gewiß so viel Anziehendes, gewähren sie die dankbare Möglichkeit leichtfließender Darstellung, die immer eine Volkstümlichkeit sichert. Es soll aber nicht verschwiegen werden, daß mau die Größe der jüdischen Geschichte außer in dem großen Schicksal doch auch in der großen aktiven Leistung begreifen kann, in der Wahrung und Mehrung jüdisch-geistiger Werte, in ihrem Beitrag zum Wachsen und Werden der allgemeinen Kultur. Uns will scheinen, als ob diese Betrachtungsweise in Prinz' Buche gewiß nicht übergangen, doch nicht so deutlich berücksichtigt ist, wie es gerade für die Aufgabe, die sich Prinz gestellt hat, förderlich gewesen wäre. Es gibt einen weiten Kreis von Juden, denen der Blick auf eine schicksalsreiche Vergangenheit Anlaß zur stolzen Bejahung der jüdischen Zukunft wird; es gibt aber einen gewiß nicht engeren Kreis von Juden, die für diese Bejahung einen Sinn nicht nur im Dasein und in der Erhaltung der Gemeinschaft erkennen, sondern in dem Bewußtsein der Verpflichtung, eine Kulturleistung fortzusetzen, die die Juden in ihrer Geschichte aufzuweisen haben. Zur Stützung solcher Gedanken scheint uns das Buch von Prinz nicht genug zu geben. Dieser Hinweis soll keineswegs die Anerkennung der hervorgehobenen Vorzüge des Buches aufheben. Das, wie erwähnt, auch buchtechnisch ausgezeichnete Werk wird wieder zahlreiche Leser finden und ihnen die jüdische Geschichte näherbringen. G. C. Bevorstehende Veranstaltungen. l.Juli: Hcrzl-Peier auf dem Bar-Kochba-Platz. S.Juli: Agudas-Jisroel. Vortrag R.-A. Dr. Isaak Breuer, Ffm.: Ercz- Jisroel.!5. Juli: Bunter Abend im Kiinstlcrhaus Unter Mitwirkung verschiedener Künstlerkräfte. Herausgegeben vom Vorstand der israelitischen Religionsgenieinde zu Leipzig. Schrillleitung : Oemeindenbbiner Oustav Cobn, Leipzig CI, Walter Blümel-Slr. 10, III. Anzeigen: Verlag Elsa Ooldfreund, Leipzig O 5, Cicboriusstraße Ja. Anzeigenleiter: Ernst Ooldfreund, Cichoriusslraße 2a. Druck : Druckerei der Werkgemeinschaft, Leipzig Cl, Brüderstr. 19. Für den Inhalt der Inserate übernehmen Gemei ndevorstand und Schriftleitung keine Verantwortung. Vereinsnachrichten Für Mitteilungen in dieser Rubrik wird ein Unkostenbeitrag von KM. —.20 für die Zeile erhoben. Die Zeilengcbühr ist spätestens am Montag nach Erscheinen der jeweiligen Nummer an unserer Gemeindekasse während der üblichen Kassenstunden zu entrichten. Bei nicht rechtzeitiger Zahlung können weitere Mitteilungen des betreffenden Vereins nicht veröffentlicht werden. DR. MED. 1ACK H ELICZ ER SABINE HELICKER geb. Neumann Rom/Italien Vermählte Leipzig C 1 Via Cavour 266 29. Juni 1934 Bund Deutsch-Jüdischer Jugend (Deutsch-jüdischer Jugendkreis.) Am Sonntag, 1. Juli, treffen sich die Fähnlein 2, 3, 5 und 6 pünktlich an den verabredeten Plätzen zur Treffahrt mit der O.-G. Chemnitz. — Die Formulare betr. des Sommerlagers sind schnellstens ausgefüllt abzugeben. Jüd. Jugendbund „Franz Rosenzweig". Wochenprogr. v. 1. bis 7. Juli: So. Geschlossene Teilnahme an der Herzl-Gedenkfeier auf dem Bar-Kochba-Platz. — Mo. Heimabend (Werczberger: David).— Di. Sprachkurse. — Mi. Sport. — Do. Kameradschaftsabendc. — Die Aktion „Für Hilfe und Aufbau" ist von jedem Bundesangehörigen intensiv fortzusetzen! Erfolgsmeldungcn an Ludwig Hahn. Staatszionistische Organisation. Das Erscheinen aller Mitglieder zur Herzl-Feier ('s. o.) ist obligatorisch. Heimabend der Schomrim-Gruppe regelmäßig Montags 21.15 Uhr im Heim. Der Schulungskursus wird während der Sommermonate aus technischen Gründen nur noch jede dritte Woche abgehalten und von Mittwoch auf Montag verlegt. Der nächste Kursus findet Montag, 2. Juli 1934, abends 8,15 Uhr im Heim statt. Jugendbund „Herzlia". Sonntag, l.Juli 1934, vormittags 10 Uhr Appell im Heim. 11 Uhr daselbst Herzl-Feier. Unentschuldigtes Fernbleiben wird bestraft. Au der von anderen zionistischen Jugendbünden veranstalteten Herzl-Feier beteiligen wir uns nicht offiziell, da wir hierzu nicht eingeladen worden sind. Zionistische Vereinigung Leipzig. Donnerstag, 5. Juli, abends S1 ., Uhr, im Jüd. Jugendheim, Elsterstr. 7, Mitgliederversammlung. Es wird der neue Bildstreifen: „Jerid Ham isracli" (Levante Messe in Tel Aviv 1934) gezeigt. Vorher einleitender Vortrag über Industrie in Palästina. Agudas Jisroel-Jugendgruppe. Am Sonntag, 8. Juli, 20,30 Uhr, spricht R.-A. Dr. Isaak Breuer, Ffm., über das Thema: Erez-Jisroel. Ort der Veranstaltung: Künstlcrhaus. Psalterion-Chor und jüdisches Orchester. Nachdem sich dankenswerterweise bisher ca. 100 Damen und Herren als Förderer dieser Organisation eingetragen haben, wird für Montag, 2. Juli, eine Zusammenkunft aller Mitglieder und Förderer eüiberufen, zwecks Gründung eines eingetragenen Vereins. Die Besprechung findet abends 1 „9 Uhr in der Humboldtstraße 1 statt. Handelsbank Iwria e. G. m. b. H. Die Genossenschaftsbank verlegt ihre Geschäftsräume mit dem l.Juli 1934 nach Ritterstr. 23,29, Oelßners Hof, 1. Stock, Tel. 15831. Der Umzug in die neuen größeren Räume hat sich durch den steigenden Geschäftsumfang des Unternehmens notwendig gemacht. Wie die Bank mitteilt, hat sich ihr Geschäft im ersten Semester 1934 erfreulich entwickelt. Die Anzahl der Genossen hat sich seit Ende 1933 verdoppelt. Die Bank führt alle einschlägigen Geschäfte aus, führt laufende Rechnung, Sparkonten für Private, erledigt den An- und Verkauf von Effekten und Devisen. Zur Führung eines Guthabenkontos ist Mitgliedschaft zur Genossenschaft nicht erforderlich. Es wird um gefl. Beachtung der Anzeige der Firma Sächs. Büro- Maschinen- und -Material-Vertrieb Fritz Hesse, Leipzig C t,Tauchaer Str. 10, Tel. 22854, in der heutigen Nummer dieses Blattes gebeten. Obengenannte Firma liefert allen modernen Bürobedarf und ähnliche Artikel preiswert, gut und prompt. Sie erhalten durch die Firma nicht nur sämtliche bevorzugten altbewährten Fabrikate, sondern auch die letzten Neuheiten der Branche; in jedem Falle kommen nur erstklassige bzw. zweckentsprechende Waren zur Lieferung. Auf jede Anfrage wird Ihnen gern und für Sie unverbindliche Auskunft erteilt. Bei eintretendem Bedarf in allen einschlägigen Artikeln wolle man sich vertrauensvoll an die obige Firma wenden. Ein Versuch wird Sie sicherlich in jeder Hinsicht zufriedenstellen. Letzter Termin zur Einlagerung la Briketts zu billigsten Sommerpreisen. Bestellen sie sofort Fernruf 3106) bei Kohlen-Porges, Kaiser Wilhelmstr 43 Die Schuhmacherei S. Eisen, Hainstr. 21 (Durchg. Gr. Fleischergasse 9) repariert Ihre alten Schuhe wie neu. Ein Versuch wird Sie überzeugen. Beachten Sie bitte das Inserat in der heutigen Nummer. Das selbsttätige Waschmittel Persapon, ist das Fabiikat einer jüdischen Firma. 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