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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1934-05-18 · 20 (18.5.1934) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
10 (1934)
Issue
20 (18.5.1934)
Date
1934-05-18
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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18. Mai 1914 Sonnabend, den 26. Mai 1934, abds. 8.30 Uhr im grollen Saale des Vereins für Vo I k s w o h I Walter-Blümel-Str. 7 1 ,iKfefh'cKicdi"kunsü)üh," Der Schmink-Kosten III Hertha Arno, Hanni Qolz, James Eisner, Erich Simenauer, Luz M. Schein Zur Aufführung gelangen außer Solo-Vorträgen aller Mitglieder des Ensembles lustige Einakter u. Sketche; u. a.: Der selige Blodi — — Das |ubiläum etc. Eintrittskarten zu Mk. 1.50 und I.— bei M. W. Kaufmann, Brühl 8 Leihbücherei Q. Willner Nordstr. 29 sowie Rest. Manelis u Zellner Qeichmack etwas zu ungewollt trocken. Als Leipziger fungierten Lily Schenkalowski, eine junge Pianistin mit erstaunlicher Fingerfertigkeit und einem fast zu großem Kraftgefühl: am Piano haperte freilich noch. Walter Lewens — unser" Tenor, der in alter Sicherheit in schwindelnden Höhen der Tonskalen herumkletterte und unserer auf lyrische Tenöre versessenen Zuhörerschaft unerhörte i Ihrenwelde bot. Aber was ist unser Klein-Parls gegen das grolle der Seine, das uns zum zweiten Male seine Beatrice Waghalter gesandt hatte. Hier wirken Stimme und Technik, Bildung und Intelllgenz, Sicherheit und äußere Erscheinung zu einer Symphonie zusammen, die ihres Sieges stets gewiß sein darf. Und doch — was wäre der Abend ohne Ilse Walter gewesen? Ein Kunstgenuß? Was war er mit dieser quicklebendigen, sprudelnden Berlinerin? I in Stück Lebensfreude! Diese Berliner Range mit dem urwüchsigsten Humor, den ich erlebt habe, darf wirklich bald wiederkommen, >ie ist eine Wohltäterin der Menschheit. M. J. Neue Bücher. Zur Geschichte der Judenemanzipation veröffentlicht Fritz Friedländer im neuesten Heft der Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums einen sehr wichtigen Beitrag. Er beleuchtet die Auseinandersetzung zwischen dein bekannten preußischen Juristen (ieheinir.it Streckfuß und jüdischen Verfechtern der Gleichberechtigung ums Jahr 1831. Manches in den (iründen und Gegengründen mutet an, als wäre es in unseren Tagen geschrieben. Im gleichen Heft berichtet Max Wiener über neuere Schriften zur Bibelwissenschaft (z. B. Bubers „Königtum Gottes"); Moses Gaster setzt seine sehr lehrreichen Untersuchungen zur vergleichenden Sagenkunde fort, und Bernhard Heller ergänzt ihn. Die M(iWJ wird in diesem Jahr mindestens in gleichem Umfang erscheinen wie im vorigen, da das Januarheft bekanntlich dank auswärtiger Spenden stark erweitert werden konnte. Man abonniert die „Monatsschrift", indem man Mitglied der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums in Berlin wird und den jährlichen Mindestbeitrag von Mk. 10.— an die Gesellschaft (Postscheckkonto Berlin Nr. 7030) sendet. Vereinsnachrichten Agudas Jisroel Jugendgruppe, Färberatr. 6. Hierdurch laden u ir unsere Mitglieder und Freunde zu unserem Schewuaus-Nacht- U rnen am kommenden Mauzoe Schabhos Kaudesch um 2'2.'i0 Uhr in unserem Heim, Färberstr. (), höflichst ein. Anschließend Droscho und Dawncn. Erfrischungen sind vorgesehen. — Schiuriinplan und Betzelten wie sonst. Verein Mischnajos. Schabbos Lrew Schwuaus IS Uhr l'irke I Uvaus. Am 2. Tag Schwuaus 18 Uhr Droscho. Leitung H. Merkin. Jüdischer Jugendbund „Franz Rosenzweig". Infolge der Feiertage fällt unser Heimabend in der kommenden Woche aus. — Dienstag, den 22. Mai, hebräische und englische Sprachkurse. — Mittwoch, den 23. Mai, Sporttraining auf dem Bar Kochba-Platz, Delitzscher Landstraße, ab 18 Uhr. — Donnerstag, den 24. Mai, Gruppenabend der einzelnen Kameradschaften. Habonim noar chaluzi. Vom 10.—18. d.M. wird das diesjährige I imdcsseminar des Habonim noar chaluzi in Gut Winkel bei Berlin durchgeführt Der Bund, der heute ca. 5000 Menschen umfaßt, bemüht sich, dort seine Anschauungen zu vertiefen und seine Ideologie auszubauen. — Im Anschluß an das Seminar findet vom 19. bis 22. d. M. in Leipzig die grolle R c i c h s f ü h r e r t a g u n g des Bundes statt. Es werden sich etwa 200 Chawerim, die Führer der einzelnen Ortsbünde hier treffen. Am 18. d. M. wird das Seminar nach Leipzig verlegt und hier zum Abschluß gebracht. Am 19. abends wird die Tagung im Saal des Jugendheimes eröffnet. Die I ihrertagung wird sich mit Fragen des Bundes, der Erziehung, der chaluzischcn Bewegung und der neuen Aufgaben befassen. Im Rahmen dieser Tagung wird eine große Kundgebung gemeinsam mit der zionistischen Ortsgruppe, am Montag, den 21.5., um 21 Uhr im Auguste-Schmidt-Haus (Dresdnerstr. 7) stattfinden, zu der wir hiermit einladen. Es werden Sereni, Liebenstein und Uiawerim der Bundesleitung sprechen (siehe Inserat). Am Dienstag wird die Tagung mit einem Abschlußneschef beendet. Fachausschuß der ambulanten Gewerbetreibenden im Centraiverein deutscher Staatsbürger jüd. Glaubens. Der Fachausschuß veranstaltet am Dienstag, dem 22. Mai, 20,30 Uhr im Saale des Jüdischen Jugendheims (Elsterstr. 7) eine Versammlung aller jüd. Anmliörigen des ambulanten Gewerbes. Zur Beratung stehen Fach- Ingen von besonderer Bedeutung. Zutritt für alle Fachinteressenten der Gemeinde. Schach. Nächsten Dienstag, den 22. Mai, gibt I. Gothelf eine ^imultanvorstellung. Spielberechtigt sind alle. — Jeden Dienstag Klubabend im österreichischen Vaterlandsheim, Klostergasse 3. Staatszionistische Organisation, Nationale Jugend „Herzlia". Wöchentlich: Mittwoch 18—19 Uhr Sprechstunde in Organisationsangelegenheiten Hainstraße 7,11. — Mittwoch, den 23. Mai, abends 8l/4 Uhr, Vortrag des Präsidenten der St.O. im Großen Saale des Städt. Kaufhauses. Näheres s. Inserat. Alle Mitglieder haben zu erscheinen. - Sonnabend, den 26. Mai, nachmittags 5 Uhr, Oneg Schabath bei Dr. Qoldwasser, Herlossohnstraße Ii (nur für Mitglieder). Mittwoch, den 30. Mai, abends 20 Uhr, Ausspracheabend im Heiin, Tauehaer Straße 5 (für Mitglieder und eingeführte Gäste). Vo rank ü ndigun g. Herr Dir. Qeorg Kareski-Berlin, der bekannte zionistische Gemcindcpolitiker und ehemalige Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Berlin hat nach Zusammenschluß aller judcnstaatlerischcii Verbände Deutsehlands in der Staatszionistischen Organisation deren Leitung übernommen. Herr Kareski hält am Mittwoch, den 23. Mai in Leipzig im Städt. Kaufhaus einen öffentlichen Vortrag über das Thema ,,Judenstaat — die einzige Lösung der Judenfragen". Näheres zu ersehen aus dem Inserat in der heutigen Nummer des Gemeindeblattes. Bei dem zu erwartenden großen Andrang empfiehlt sich die Sicherung eines reservierten Platzes zum Preise von RM. I.— im Vorverkauf bei Buchhandlung M. W. Kaufmann, Brühl S. Preis aller übrigen Plätze an der Abendkasse RM. -.50 und RM. —.25. Gruppenverbandstag der Zionistischen Ortsgruppen Sachsens. Sonntag, den 27. Mai, vormittags 10 Uhr, findet im großen Saal des jüdischen Jugendheims, Elsterstr. 7, der Gruppenverbandstag der Zionistischen Ortsgruppen Sachsens und der benachbarten Gebiete statt. Im Mittelpunkt der Tagesordnung steht ein Referat des Herrn RA. Benno Cohn, Berlin, über „Die gegenwärtige Lage des Zionismus". Am Nachmittag wird Herr Dr. Preiß, Berlin, ein ausführliches Referat über „Zertifikatsfragen'' halten. Reichsbund jüdischer Frontsoldaten Ortsgruppe Leipzig. Em besonderer Fall gibt uns Veranlassung darauf hinzuweisen, daß die von uns ausgestellten Mitgliedskarten lediglich Ausweise für die Mitgliedschaft in der Ortsgruppe unseres Bundes sind. — Eine Legitimation persönlicher oder sonstiger Art ist damit in keiner Weise verbunden. — Die Benutzung der Karten zu anderen Zwecken ist unzulässig. Deutsch-Jüdischer Jugend-Kreis. Nach Aufhebung der Aufnahmesperre können jetzt Neuanmeldungen beim Ortegruppenleiter Karl Heinz Moses, Thomasiusstr. 2211, vorgenommen werden. Sprechstunde des Ortsgruppenleiters: Mittwochs 20-21 Uhr im Jüdischen Jugendheim (Konferenzzimmer). Leiter des Landesverbandes Mitteldeutschland ist Joachim Goldmann, König-Johann-Str. 17 I. Schule für hebräische Sprache und Literatur „Techijja", Leipzig Cl, Pfaffendorfer Str. 4, II. Um anderslautenden Gerüchten entgegenzutreten, wird hiermit zur Kenntnis gegeben, daß Herr Dr. M. Woskin-Nahartabi auch weiterhin nur tn der „Techijja"- Schule wirken und die Schule unter Beibehaltung ihrer Ziele, Eigenart und pädagogischen Methode weiterführen wird. — Es ist eine neue Anfängerklasse für 6—7 jährige Kinder gebildet worden. Unterricht Montag und Mittwoch von 4—6 Uhr. — Ferner ist ein neuer hebräischer Intensiv-Kursus zustandegekommen. Unterricht Montag und Mittwoch von 19'/ä—21 Uhr. — Anmeldungen werden noch entgegengenommen. Auskunft im Sekretariat der „Techijja"-Schule, das täglich von 9-13 und 15—19 Uhr geöffnet ist (Tel. 17069). Herausgegeben vom Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Schrittleitung: Qemeinderabbiner Oustav Cohn, Leipzig Cl, Walter Blflmel-Str. 10, III. Anzeigen : Verlag Elsa Ooldireund, Leipzig 05, Cicborlusstraße 2a. Anzeigenleiter: Ernst Ooldireund, Cichoriusstraße 2a. Druck: Druckerei der Werkgemeinscbaft, Leipzig Cl, Brüderstr. 19. Für den Inhalt der Inserate übernehmen Gemeindevorstand und Schriftleitung keine Verantwortung. Die Schuhmacherei S. Eisen, Hainstr. 21, Durchg. Gr. Fleischergasse 9, macht auf ihren Betrieb aufmerksam. Auf Grund seiner Qualitätsarbeit hat Herr Eisen großen Zuspruch bei der jüdischen Bevölkerung gefunden. Machen Sie einen Versuch und Sie werden bestimmt zufrieden sein. Auf Wunsch wird grünes Lcder verarbeitet. Dafür erhalten Sie Garantie für sechs Monate Haltbarkeit. Bitte, berücksichtigen Sie bei Bedarf die Schuhmacherei S. Eisen.

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