Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 10 (1934)
- Issue
- 20 (18.5.1934)
- Date
- 1934-05-18
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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18. Mai 1934 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONMiEMEINI)E ZU LEIPZIG Seile 5 iiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiii^ | frof. Dr. 'Bernhard Xaurwitz |! tva Xaurwitz geb. Sdiidi ( Vermählte § | Hosten (Mass.), Xarward Itnioersilät. Qlogau-Cetpzig. | ^iiiHiiiniiMiiiiininnniiiiiiiininiininniiiiiiiuMiiniiniiiiiiinuiininniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii HANNY KLUGHAUPT - JULIUS SCHAUE. Leipzig Cl VERLOBTE Berlin N 58 Empfang: 21. Mai 1934, 12 — 4 Uhr, Leipzig, Funkenburgstraße 11. Kraft-Benzin Rar. rem 34 Pf. wir führen femer: Aral-Olex-Sfandard-Monopolin Obersclimier-Öl billigst. Sonder - Preise: Krall-Auf o-Ol 75 Pf. lOOprozentig Pennsylvan - Auto - Ol 1,25 Mit. Andere Markeu-Auto-Öle preiswert vorrätig Großtank am Schauspielhaus m.b.H. Tel. 387 72 — Leipzig — Elisenstr. 55 Gottesdienste Gcmeindesynagogc. Sabbatgottesdienst: Freitag, IS. Mai. Abendgebet 19 Uhr. Sonnabend, 1'). Mai, Morgengebet () Uhr. VI ochenfest-Qottesdienst: Sonnabend, 19. Mai, Abendgebet 2030 Uhr. Sonntag. 20. Mai, Morgengebet 9 Uhr, Tnora-Vorlesung 9,45 Uhr, Predigt (Rabbiner Cohn) 1(1,15 Uhr, Abendgebet 1') Uhr. Montag, 21. Mai, Morgengebet 9 Uhr, Thora-Vorlesung 9,45 Uhr, 1 redigt (Rabbiner Dr. Qoldmann) 10.15 Uhr, anschließend Seelenfeier; Nachmittagsgebet 20,25, inschließend Lehrvortrag (Rabbiner Dr. Qoldmann); Abendgebet 20,57 Uhr. Es wird darauf hingewiesen, daß die Predigten pünktlich be- ■ innen, und daß während der Predigten die Zugänge zu den Plätzen gesperrt sind. Die Herren, die hei den Vormittags-Gottesdiensten aufgerufen rden wollen, müssen bis 0,15 Uhr anwesend sein. Morgengottesdienst an Sonn- und bürgerlichen Feiertagen 7.30 Uhr, werktags 7 Uhr, Aheudgottesdienst 10 Uhr. Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst. Freitag, den Mai, Abendgebet l't Uhr. Sonnabend, den 20. Mai, Morgen-; het 0 Uhr, Nachmittagsgebet 20,35 Uhr, anschließend Lehrvortrag 1 tabbiner Cohn); Abendgebet 21,05 Uhr. Morgengottesdienst an Sonn- und bürgerlichen Feiertagen 7,30 Uhr, werktags 7 Uhr, Aheudgottesdienst 10 Uhr. Ez-Chaim-Synagoge (Otto-Schill-Str.) und Talmud Thora -Synagoge (Keilstr.): Freitag, den 18. Mai: Abendgebet 10.30 Uhr. Sab- I a: Morgengehet 8.30 Uhr; Mineha 17 Uhr. Schowuaus. Sah hat, den 10. Mai: Abendgebet 20.53 Uhr. S initag: Morgengebet 8.30 Uhr, Predigt (Ez-Chalm-Synagoge) 10.30 I lir, Abendgebet 20 Uhr. Montag: Morgengebet S.30 Uhr, Seelenfeier 10.J0 Uhr, Minrha I" Uhr, Ausgang 20.58 Uhr. Wochentag: Morgengebet 7 Uhr; Abendgebet 19,15 Uhr. Aus dem Gemeindeamt. Jüdische Badeärzte in Schlesien. Mehrfachen Anregungen entsprechend, geben wir bekannt, dal! in schlesischen Badeorten nachgehende jüdische Ärzte praktizieren: Dr. Hirsehberg in Altheide, Dr. Schafer in Flinsherg, Dr. Cohn, Frau Dr. Cohn-Wölpe, Dr. Marcnse San.-R. Dr. Preill in Kudowa, San.-R. Dr. Lacluuann in Landc>'k, Dr. Kuhn in Reinerz, Dr. Blumcnthal in Salzbrunn. Am Mittwoch, den 17. Ijjar 5694 (2. 5. 1934) verschied in Tel-Aviv mein Freund Herr Dow Beer Sudowicz. Herr Dow Beer Sudowicz war Mitbegründer der „Techijja"- Schule und ihr eifrigster Freund und Förderer. Er hat an dem Ausbau und der Erhaltung der „Techijja"-Schule mit einer Hingabe und Aufopferung wie kein zweiter mitgearbeitet. Alle, welche die Bedeutung der hebräischen Sprache und der Erziehung der Jugend im Sinne einer Wiedergebutt für den Aufbau des jüdischen Volkes und Erez Israels erkannt haben, werden mit mir diesem Vorkämpfer ein dankbares Andenken bewahren. In tiefer Trauer Dr. M. Wosfcln-Nahartabl, Leiter der „Techijja-Sehule. Unser lieber Freund und Mitkämpfer für den Judenstaat, der Mitbegründer unserer Ortsgruppen Dow Beer Sudowicz ist uns am 17 ljjar 5694 in Tel-Aviv durch den Tod entrissen worden. Er starb sein Lebensziel vor Augen. Sein Andenken ist uns Vorbild und Segen. Leipzig, den 24. Jjar 5694 Staatszionistische Organisation - Nationale Jugend Herzlia Ortsgruppen Leipzig. Personenstandsnachrichten. Barmizwa: Sonnabend, 26. Mai 1931, Hans Günther Luchtenstein, Sohn des Herrn Hugo Luchtenstein und Frau Hedwig geb. Markowitz, Würzen, rischerstr. 1, in der Gemeindesynagoge. Sonnabend, 26. Mai 1934, Alexander Saslawsky, Sohn des Herrn Levi Isaak Saslawsky und Frau Perel geh. Lewiii, in der Gemeinesynagoge. Todesfälle: 5. Mai 1934 Stefan Bravinann, ürassistr. 27. 7. Mai 1931 Adolf Tebrich, Leisnig. 8. Mai 1934 Georg Samson Nathan, Philipp-Rosenthalstr. 8 Eg. 9. Mai 1934 Abraham .Mendel, Kopenhagen, Eberhardstr. 10. Veranstaltungen. 5 jüdische Künstler aus Breslau, zurzeit auf einer Konzertturnee durch ganz Deutschland, gastieren am Sonnabend, den 26. Mai, abends 1 _.9 Uhr im grollen Saale des Vereins für Volkswohl, Watter-Blümel-Str. 7 (gegenüber dem Israel. Gemeindeamt). Die Breslauer Künstler fanden.mit ihren Darbietungen bisher in allen Stedten begeisterte Zustimmung des jfid. Publikums — besonders gut gefielen Überall die sauber gespielten Einakter Und Sketche — sowie auch die Solovorträge. Ernst und Humor wechseln ab in dem vielseitigen Programm, das von der Sängerin I lertha Arno, der Vortragskünstlcrin Hanin Golz, dem Schauspieler James Eisner, dein Schriftsteller und Regisseur Dr. Lutz Martin Schein und dein Komponisten Erich Siiuenauer geboten wird. In Anbetracht der schwierigen Lage der jüdischen Berufskünstler, die, da sie sonst keine Engagements mehr bekommen, gezwungen sind, sich auf diese Weise Arbeit und Verdienst selbst zu beschaffen, sei der Besuch dieser Veranstaltung allen Leipzigei Glaubensgenossen dringend empfohlen. Schließlich wird noch darauf aufmerksam gemacht, daß der Saal im „Volkswohl" für Konzerte und Kleinkunstabende gerade/u ideal geeignet ist (zentrale Lage, gute Akustik, keine störenden Säulen usw.), auch Hie Besucher der billigeren Plätze kommen voll und ganz auf ihre Rechnung. Eintrittskarten /u Mk. 1.50 und I. - bei den bekannten Vorverkaufsstellen (s. Inserat). Kabarettabend Meyerstein. Kabarett ist ein weiter Begriff. Wir wissen alle, was man in ihm unterbringen kann. Hier Niveau zu halten, ist nicht leicht, zumal dann, wenn zwei Bedingungen erfüllt werden müssen: Beschränkung auf judische und Heranziehung einheimischer Kräfte. Kur/ gesagt und die Kürze soll das Gewicht des Urteils unterstreichen Walter Meyerstein erfüllt diese Vorbedingungen und hält gutes Niveau. Das bewiesen seine sämtlichen bisherigen Abende. Würden die Darbietungen in letzter Zeit nicht so massiert, dann würde auch ein Massenzulauf des Publikums nicht ausbleiben. Die Herren Unternehmer sollten sollten sich da untereinander einigen, um die Gefahr einer Überfütterung des Publikums zu vermeiden. Zu dein letzten Abend vom 29. April Arthur Landen sagte an: mit sehr trockenem Humor, für meinen