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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1934-04-06 · 14 (6.4.1934) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
10 (1934)
Issue
14 (6.4.1934)
Date
1934-04-06
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Seite b UEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIOIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG 6. April )M3 . Zu der am 14. April in der Hauptsynagoge Qottschedstr. stattfindenden Barmizwafeier unseres Sohnes Norbert laden höflichst ein Samuel GerstenblUth u. Frau Bertha Bleichertstr. 7 I. Empfang ab 12 Uhr Schulbücher aller Sdiulen bei M. W. Kaufmann, meint: „Treu — (Hauben! Nehmt's nicht schwer! Auch nur zwei Worte!-' halt er entgegen: „Ja — zwei nur! doch auf ihnen steht die Welt!" Und nur das Mißtrauen des Lehnsherrn rettet ihn davor, im Kampf um die Treuepflicht einem in der Bedrängnis der Verfolgung geleisteten Lid sich selbst und die Treue ZU seinem Volke zu opfern. Und noch einmal muH die Ahnherrin den an seiner Aufgabe Versagenden zur wahren Treue rufen. Die Nachricht vom Tode der über alles geliebten Frau lälit ihn zusammenbrechen, da er venneint, dem Ruf der Sterbenden, der zu ihm dringen wollte, nicht aufgeschlossen genug gewesen zu sein. Lr will die Krone nicht, weil er sich in die eisige Fclsgruft, die Tote aufgenommen hat, gezogen fühlt. Und wieder ruft ihn die Ahnherrin Ruth zur wahren Pflicht, und besiegt sein Zagen: „Über allen Sejen Thront noch ein Seien: andern Sejen sein!" So sieht der Dichter den jungen David: Umgeben von Getreuen, die in Schwerin Tagen sich bewährt haben, ringt er sich durch zu der schweren Aufgabe, König in Israel zu sein. „Der junge David" ist das erste Stück der von Beer-Hofmann angekündigten Trilogie, für die das vor 1' ■ Jahrzehnten erschienene Schauspiel „Jakobs Traum" den Auftakt gebildet hatte. David den Mann und David den (ireis sollen die weiteren Teile der Trilogie dichterisch nahebringen. Diese sieben Bilder, in denen der junge David in seinem Ringen und seinem Wollen lebendig vor uns ersteht, zeigen, dall Bccr-I lofmann der wahre (iestalter dieses gegeschichtlicn ungewöhnlich bedeutungsvollen Abschnittes jüdischer Vergangenheit ist. Lr ist es auch aus der Treue heraus, mit der an diese Vergangenheit herangegangen wird: Dieses Drameubuch unterscheidet sich von den meisten ihrer Art durch die bis in Einzelheiten genauen Regievorschriften, die das Bild der Landschaft, die Erscheinung der Personen in Kostüm und Schmuck auf Grund eingehender archäologischer Studien vorschreiben, um auch hier der Treue ZU dienen, wie auch die Wahl der Namen solch treues Versenken in die wissenschaftliche Literatur verrät. Mit um so größeren Erwartungen darf man der Fortsetzung des so wuchtig angepackten Werkes und seiner Vollendung entgegensehen und'nur hoffen, dal! man es bald als (ianzes auf sich wirken lassen kann. G. C. Veranstaltungen. Ostjüdischer Liederabend Rahel Ermolnikoff. Wie schon bekanntgegeben worden ist. veranstaltet der Judische Ausschuß für Kunstpflege am 8. April einen ostjüdischen Liederabend der gefeierten Interpretin dieses besonderen Gebietes jüdischer Liederkunst. Ls wird uns mitgeteilt, dall dieser Abend besonderes Interesse in weitesten Kreisen beanspruchen darf, da die Sängerin ihr Programm systematisch aufgestellt hat zum Vortrag kommen: religiöse Lieder, Liebeslieder, Wiegenlieder, Mädchenlieder — und die einzelnen Teile wie auch die einzelnen Lieder durch erläuternde Bemerkungen einleiten wird. Das Gottlieb-Streichquartett tritt mit der Pianistin Frieda Oottlieb zum erstenmal in Leipzig am 22. April im (irotrian-Steinweg-Saal vor das jüdische Publikum. Das Konzert verspricht einen auserlesenen Kunstgenuß, weil hervorragende Kräfte, unter Führung ihre-. Primgeigers, des Leipziger Violinisten und Violinpädagogen Musja Oottlieb, sich zu einem Streichkörper vereint haben, und auch in Anbetracht der ganzen Gestaltung des Konzertes, das einzigartige Werke der Musikliteratur vermitteln wird. Alles Nähere bezflgl. Programm und Eintrittskarten wird noch bekanntgegeben. Der 9. Bunte Abend dir Konzertdirektion Arthur Ehrlich unter Mitwirkung engagementsloser ifldischer Künstler findet am Sonntag, den Id. Aprii, pünktlich 8.15 Diu abends im Künstlerhaut >tatt. Das große Programm verspricht mit seinen vielseitigen Darbietungen den Besuchern der Veranstaltung einige genußreiche leichte Stunden in schwerer Zeit. Von besonderem Interesse wird diesmal das Auftreten von Frau Olla B a in h e r g e r (Leipzig), welche liebenswürdigerweise die Mitwirkung in selbstloser Weise zusagte, und ferner das Oastspicl von Willy Prager (Berlin), sein. Im uhrigen sei noch darauf hingewiesen, dali das Programm des 'l. Bunten Abends durchaus neu ist und noch weitere promi- .. ... ...... pAI---- IbJ Im M U..^vl.nn^ n l-n^AanL.. »Xaa«l .l~ft iiv.hu aUSwfUuaJC min inisl^l 1*111«Ii imiiui v »ii fci-.si.Ii^ii alnu, jO II.!!; der Abend alles bisher Gebotene übertreffen wird. Für genügenden < Irdnungsdienst im Saale ist Sorge getragen. Auch werden mir so viel Karten ausgegeben, wie Sitzplätze vorhanden sind. Infolgedessen und in Anbetracht der hohen Unkosten können ErmiBigungskarten für Erwerbslose und Studierende nur an der Abendkasse dann ausgegeben werden, wenn unverkaufte Plätze vorhanden sind. Um ferner falschen Gerüchten entgegenzutreten, sei noch Statt Karten I Zu der s. G. w. am Sonnabend, den 14. April 1934 Kodesch P.'Schmirni früh 9 Uhr in drrjassyer Schul, Gerberstraue 50/52 stattfindenden Barmlzwah iTISÖTD unseres Sohnes Josef laden wirnur hierdurch alle Verwandle, Freunde und Bekannte herzlichst ein. Kiddusch, Qohliser Str. 6. M. Walnraudi n. Frau» Zu der s. O. w. am Schabbos kodesch P.'Schmini d. 14. ds. Ms in! der Synagoge Keilstraße 4 stattfindenden mXÖ"13 ■ Feier unseres Sohnes I a m a r laden Verwandte uud Bekannte herzlichst ein. ■MM DzlaloszynsM und Frau, Nordstrane 33, I Tr. Ruth Inge Einschlag Albert Salzer Leipzig grüßen als Verlobte Tel-Aviv, 3. April 1934, Hajardinstreet 11 Nürnberg erwähnt, dall sich die Leitung der Bunten Abende immer noch nach wie vor allein in den Händen der Konzertdirektion Ehrlich befindet. 1. Kindernachmittag des JUd. Kinderchors und -Orchesters. Wie wir aus den Ankündigungen des Geineindehlattes wissen, bemüht sich der Dirigent unseres Synagogenchors, Herr Barnet Licht, seit einiger Zeit um die musikalische Schulung unserer Kinderwelt. Die ersten Früchte seiner Arbeit zeigte er in dem „Kindernachmittag" am 25. März, der in der Aula der Höh. Isr. Schule abgehalten wurde. Drei-, zwei- und einstimmige Lieder, darunter ein dreistimmiger Kanon, wurden vorgeführt und mit bemerkenswerter Reinheit in der Intonation, sowie reicher Nuancierung in der inhaltlichen Wiedergabe zu Gehör gebracht: für die kurze Arbeitszeit eine immerhin ermutigende Leistung, und eine Freude zu erkennen, mit welcher Liebe die Kinder bei der Sache waren und welches musikalische Verständnis sich bereits in den jungen Seelen entwickelt hatte. Einer etwa drohenden Einförmigkeit war durch die Violindarbietungen des jugendlichen Geigers Leon Babad, durch das liebenswürdige Klavierspiel von Fräulein Aenne lloffmann und durch den von Herrn Markise einstudierten und ganz reizend gelungenen Czardas einer Schar von 21 kleinen und kleinsten Tänzerinnen vorgebeugt. Das den Nachmittag heiter beschließende Kasperletheater war gewili gut gemeint, aber doch wohl zu wenig vorbereitet, so dall der Ausklang etwas turbulent wurde. Herrn Licht wünschen wir aufrichtig weiter besten Erfolg. Hauskonzert bei den Alsaten. Der Alte Herren-Verband der Aisatia veranstaltete in den stimmungsvollen Räumen seines Hauses einen gutbesuchten Konzertabend jüdischer Künstler, der sich durch das hohe Niveau des Gebotenen auszeichnete. Wir hörten zum ersten Male den Soiosopran des Synagogenchores, Frau Löwenberg-Peiser, in weltlichem Programm, und wir müssen uns wundern, dall wir der einheimischen Künstlerin noch nicht in öffentlichen Konzerten begegnet sind. Die Sängerin verfügt über eine Kaufm. lernende ses. Rabinowicz 8t Co., Brühl 49 vorzust. Montag zw. 9. u. 10 Uhr Beabsichtige eine 4-6 Zimmerwlig. *> mieten. Wer beteiligt sich daran? Es kom. n. anst. u. ruhige Mensch, in Frage. R. W. 20 Rosa Wolff. König -Johannstr. 2_ Möbliertes ZINNER f. bess. Herren od. Damen per sof. od. sp. zu verm. All. Comf. Trepp.-Btl., Innenkl. Elktr. Licht. Yorkstraße 9 — Flaschmann. Besseres Ehepaar m. 2. 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