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Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1938-06-24 · 25 (24.6.1938) · p. Seite 4

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
14 (1938)
Issue
25 (24.6.1938)
Date
1938-06-24
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite -I JÜDISCHES (IE MF-: IN DE BLATT LEIPZIG 24. Juni 1938 Nr. ih.' und Uber fllo von Miarnchl und Aguda gemeinsam vorzunehmende] Verteilung der für den Schmitlo-Fonds des Keren Hajischuw ü^samiMolt^n i leider gemacht \\ urde 1 Die Siedlungen dea Hapoel-Hamisrachi begehen selbstverständlich daa Schmitto-Jahr nach dou Vnwnisungen der Rabbiner in Kreis Is a -i und werden muh Keren Tora wa Awoda unterstützt. H Gottesdienste Gemeindesyungogc. Freitag, L, 7. 1938, vbendgebet mil Predigt L9 Uhr Sonnabend, 8. V. 1988, Mnrgengebel 9 Ehr, Nachmittagagebel -_•<> .">.". lln, anschließend Lehrvortrag. Abendsebel 81.27 Uhr. Synagoge K.z Chaim, Otto-Scbill-Str. Freitag, L. T , Abendgebet L9.15 Uhr. Sonnabend, '->. 7., Morsengebel 8.80 I hr. Minchoh 17 Ehr anschließend Schulchan-Aruch-Erklärung von Herrn Rabb. Dr. 0 Iis. Vusgnng '-'1.27 Ehr Wochentags: Morgens 7 Ehr, abends Iii Uhr. TaTiiiud-Thorn-Synagoge, Koilstr. 4. Freitag, 1. 7., abends 19.80 i hr. Sonnabend früh S .'io Ehr, Mincha 17 l in. anschließend Mischnajit. luggang 2l.'_'7 Ehr. Wochentags: früh 7 Ehr, anschließend Mischnajit,! ibends 19.80 l'hr, anschließend Chaje-od »na, s Synagoge „Ohe! Jakob", Pfaffendorfer Str, 4. Freitag, i 7.,.' Vbendg. 19.30 Iflnr. Sabbat, 7„ Morgeng. 8.30 Uhr, Mincbag 17 Uhr. \hendg, 21.27 Ehr, Wochentags; Morgeng. 7, Abendg. 19.80 Ehr. Personenstandsnachrichten Geburten: 22. Mai 1938 Dr. med. Roberl Kiwiner und Fran Frieda geb. Leipziger, Ferdinand-Becker-Str, 10. oine Tochter ..Mirjam'. 25. Mai 1938 Ernst Wilhelm Wahrenberg und I ran Itta doli. Pettermann false Schweber, Nordslr.85, eine Tochter „Lea". 27. Mai 1988 lechok Altmann und Frau Eva geb. Groß, Salzgäßchcn 7. einen Sohn „I/ähar", R>, Mai 1988 Berlhold Sonder und Frau Dora geb. Willekind, Gustav- Adolf-Str. i'v eine n Sohn „Arno Ann".;i Mai 1988 Hermann Großnag und Frau Bertha.geh, Faiek, Nordstr. 41, eine Tochter „Hella Edith ". Neue Bücher Hermann Gundersheimer und Guido Schönberger: Frankfurter C!h an u k k aleuc h t e r aus Silber und /inn. [Notizblatt der Ofsi'l's-h.-ifi /ur Erforschung jüdischer Kunstdenkmäler Nr.84.1 Frankfurt a. M. 1967. Im Gesamtgebiel der Wissenschafl de s Judentums sind die mit der Kunst zusammenhangenden Fragen etwas stiefmütterlich behandelt worlen Noch Immer wiikt die lange unbestritten gebliebene These von der Kuneifeindlichkcil di r .luden nach, obwohl sie so oft schon widerlegt orden Ut Auch die vorliegende Untersuchung erhärtet erneut die .Freude am Schönen, die die luden erfüllte", und die in der Gestaltung hier Kultgerute lebendigen Ausdruck fand Kann auch auf die „Krage nach der Mitwirkung jüdischer Meister hei der Herstellung solcher W i rke ' durch die in Betracht gesogenen Beispiels keine belebende Antwort gegeben werden, so seugl f-ir den Kunstsinn der Juden doch die lietgesUlligo Ausstattuns der Geräte mit Jüdischen Symbolen, der doch ■ iio Anregung der jüdischen Auftraggeber zugrunde liegt. Auch die noch nicht hinreichend iietchtete Erscheinung, daß man im 18 .lahrhunderi wie übrigens auch früher) kein Bedenken trug, selbst au( Geraten, die eine KuitbesUmmung erfüllten, plastische menschliche Figuren anzuhringen, wird in manchen der hier vorgeführten Menoroth hei« gl fwuderholt S"gar in vollplastischer Ausführung): bevorzugt ist dahei das .ludith- Motiv; daneben stehen Krieger mil Lanze und Schild u. a. — An neun bgebildeten Chanukkaleuchtern werden die hauptsächlichen Typen verdeutlicht: Truhen-, Tempel-, Schildform. Die den einzelnen l.fnchlern gewidmete Beschreibung belehr! den Laien idier das Betrachten des (leräls und regt Ilm dadurch an, die Formen der dein Kult dienenden Hegen stände verständnisvoll zu sehen. Dem Kenner hieien die Angaben er Beschau, Meislerzeichen, Maße usw. Handhaben, um da- Iiier Geitene fnr die eigene Forschung nutzbar zu machen. - Ks d:irf der Hoffi mg Ausdruck verlieh, ii werden, daß' der Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdsnkmllei durch diese gediegene \rheii asue Freunde zugeführt werden, um ihr die Möglichkeil zu schneller Folge von Puhli- I allonen dieser Art so erleichtern, C. Luitpold Wallachi Leopold /im/, und die Gmndlegnugdnr Wissjeav schafl des Judentums, t bor den Hegiiff einer jüdischen Wissenh .fi Frankfurt a. M. 1938. J. Kaufftnann, Jüdischer Buchverlag. Aus einer von der Lehranstalt für die Wissens« halt des Judentums preiggekrönleu Abhandlung enthält die schmale Broschüre grundlegende I ntersuebungen Obst den Begriff einer jüdischen Wisscnsfhafl Das was wii heute au Wissenschaft des Judenlmna kennen oder betreiben, j»«tit ,f Leopold Zunz. zurück, \\'<nu auch v .n diesem selbst eine systcrnslischa Äußerung nicht vorliegt, <lie seine Definition des Begriffs /ei^ ,- ihm) begründete, so lallt si< h aus seinen Schriften, besonders durch eingestreute Sätze erkennen, von welcher Wissensrhiflistiffiiianj ei sieb l'-it.-n Ließ. Wallach verfolgt in scharfsinniges Untersucbxng ilie.se Sparen und läßt ihn das Ergebnis in folgender Porniuriening lusamiacsi Cassen: .Wissenschaft wai ihm (Zons) Tslhslhssiniiiing des denkenden Ifsssn hen Bbei die eigentliche nnsdissimilllg seines Lebens '' In einer ■eigenen Definition kennzeichnet er die Aufgabe der Wissenschaft des Judentums dahin: ..Sie nullt einmal den ganzen jüdischen Lehensum: (historischen Erfuhrimgskomplex nach seinem eigenen, gewesenen Sinn Igehall messen und werten, dem alsdann die Bezugnahme dieser Erkennt [nis und Wertung auf das im Augenblick jeweils z.u formende Kulturldeal (zu folgen hat." Auch diese Auffassung folgt im wesentlichen der von |/unz vertretenen. Die Arbeil isi ein interessanter Beitrag zur jüdischen I Wissenschaftstheorie. C. Die „Jüdische Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik" veröffentlicht in ihrem soeben erschienenen Juni-Heft an leitender Stelle einen Aufsalz von Dr. Arthur Lilien thnl, der das Verhältnis von „Gemeinden und Reichsvertretung" charakterisiert wie es sich auf Grund des Gemeinde-Gesetzes vom 28. Mar/ 1988 zu gestalten haben «in!. Dr. Lilientha] geht davon aus, daß daa Geseiz. ein bewahrendes Element enthalte denn ,,<lie organisatorischen Grundlagen litr die Weiterarbeit der Gemeinden bestehen fort" —, und ein entwickelndes Element, aus dem ein durchorganisierter Aufbau der jüdischen Körper« ISchäften in einer Reichsorganisation notwendig folgen muH. Kür deren Gestaltung zeichnet er dio Richtlinien. — Material für ein weiteres hochaktuelles soziologisches Gebiet liefert Dr. Werner Cahninnnn, München, in einem Überblick „Zur Struktur der jüdischen Bevölkerung in Wlern". — Mehrere Beiträge sind Kragen des Sozialrecbta und der sozialen Arbeit gewidmet. So gibt Kritz Wit- Eelshöfer eine eingehende Darstellung der „Kleinrentnerhilfo" auf Grund der kürzlich vorgenommenen Ausdehnung des Per- SonenkreiseS und der Auflockerung der vermögensmkßigen Anforderungen. Für die Durchführung der „E r h ol un gsfB r snrgs für Kinder und Jugendliche", die jetzt im Vordergründe der fürsorgerischen Arbeit stellt, liefert Herta Souhami, früher Bielefeld, jetzt Berlin. beachtenswerte A.....gungen auf Grund reicher praktischer IMahrungen. Weiler wird au« der \\ ohlfabrlsai heil einiger jüdischer Gemeinden und über die neuen f.iiiülicnrei hilichen Bestimmungen berichtet. Den Arzt und llygieniker weiden vor allem ...Medizinische Reise-EindrQcha aus Palästina" von Prof. Dr. Hermann Strauß, Berlin, und <>in Sitzungsbericht der Arzte-tiesellscliaft für Palästina (..Zum ArbsitsnfoMsm der Frau in Eres Israel") interessieren. Bevorstehende Veranstaltungen 8.Juli: Leichtathlet. Abendsportfesl des Sportvereins ,.Schild". Leipzig. — Einladungskämpte in Thekla, 10 Ehr. ß. Juli K..A.K..- Sonders band. iLJuli Jüdischer Kulturbund: Die jüdischen Meister der Operette In Paria Wien — Budapest. Konzert und Theater Jüdischer Kulturbund, Kranz Molnärs lustige Komödie „Delila" ist ein Werk, daS zwar in etwas seirhlein Humor schwimmt, aber doch das Publikum für einige Stunden von seinen Sorgen zu befreien vermag. Das Hamburger SchaUspielenseniMc verstand i"S. dieses Werk ohne iegliche Obertretbung in einem sehr flotten Zusammenspiel mit viel Tomperamenl wiederzugeben, Fritz Melchior als Virag war recht gut. nur liegt «eine eigentliche Stärke nicht auf diesem Itollengehiet. Seine Gegenspiderin liuth Manheim er gab die nicht leichte Partie der überlegenen Krau mit Grandes za, Steffi 1t os en b ■ u m als llonka war eine sehr raffinierte Peron, die in ihren Berechnungen überzeugend Schwankte, Walter Herz, als ihr Verlobter Iterenyi gab dein Trottel recht glaubhafte Züge. Ganz inagrimhihnot war Julius Kohle r als rührseliger Schankborsche. Die Regia unter Dr. Hans Buxbaiun war ronclglioh und wir hoffen, daß wir unter ihm im kommenden Winter mehrere ernste Werke zu hören bekommen. It Sport vom Sonntag (Von unserem ständigen Berichterstatter Deka.) Je mehr wir uns den Sommermonaten nah rn. um so seltener werden die grollen r:isensporllichen Veranstaltungen: Leichtathletik ist jetzt Trump! und sie heheiTSchl mit Itccht für etliche Wochen den grünen Rasen. Die drei Tierren des Dar Korhba am letzten Sonnlag g.-qen Makkabi-ChemaUs erbrachten zum Teil laastungiiiilßis den besten Beweis obigei Talsache, denn sonst hätte sich die kombinierte Kuitbalh'lr nic!:i so qullen müssen, das bereits in der 1. Hälfte feststehende 4:3 mit Ach und Krach bis zum Schlußpfiff zu halten. Chemnitz hatte in der 2. Halbzeit mehr als einmal die Möglichkeit, das Spiel zu seinen dunsten zu en - scheiden, zweimal versperrte ihm die Latte den Weg, meistens alier waren seine Schüsse zu wenn; plaziert. Hei den Hiesigen war der „Alle Herren' linke-Klügcl mit Weingarten Kajak der beste Mannschaftsteil; sonst er hr.ichlen einige der Mannschaft die falsche Ansicht, gegen solchen Gegnei sich durch leichtsinniges Spielen auszuzeichnen, aber gerade solche Mannschaften sind der beste Trainingspartner, weil sie die Möglichkeit bieten, das Spiel ohne innere Hemmung und Störung seinen Lauf gehen z.u hissen. Diese Lektion .gilt in nicht geringerem Maße der 1. Ilandballclf des Schild, in ihrem vorwöchigen Spiel gegen Jena ebenso die nötige Konzentration vermissen lieit, weil sie von vornherein wußte, ruutshocb Überlegen zu sein, scblieülicb aber doch unrein 6:1 zustande brachte Die Mädels des H.K. fertigten die Chemnitzer mit einem glatten 7 :0 at, ein schönes Ahschiedsgeschenk für Uusli fioldberg, die mit diesem Siege ihr letzte] Spiel für den hiesigen li.K. geliefert hat. Dbermorgsn verlätJt sie uns, um in Kiez, ihrem Ideal und hoffentlich auch dein jüdischen

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