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Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1938-04-14 · 15 (14.4.1938) · p. Seite 5

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
14 (1938)
Issue
15 (14.4.1938)
Date
1938-04-14
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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;4. April 1938 / Nr. 15 JODISCHES GEMEINDEBLATT LEIPZIG Seite 5 Auto- Reisegepäck- ' sofortige Deckung bei Antragstellung Versicherung Krankenversicherung mit freier Arztwahl Alle Geschäfts- und Privat-Versicherungen General-Agentur Wolf Gindsberg Leipzig C 1 . Gottschedstraße 30 Fernruf 27210 heim, Karlsruhe und Freiburg. Der erste Teil des Heftes ist brennenden Fragen der jüdischen Klein- und M i tt e 1 g e m e i n d un gewidmet, Dr. Ludwig Landau schildert in einer reizvollen und scharfsinnigen Skizze „Gestalt und Leben", Grete Goldsch in icM, Breslau, bespricht Beobachtungen der fürsorgerischen Praxis beim Zuzug in Großgcmeinden. Die Aussprache über die Gestaltung der jüdischen Gegenwartskunde wird von Alfons ROsenberg und Fritz Aronstein weitergeführt, die wieder neue und recht verschiedenartige Gesichtspunkte beisteuern. Von den kürteren Beitrügen sei erwähnt ein Bericht von Lilli Guggenheim nher den H e i I pä d a gogi s c h e n Fortbildungskurs und ein Beitrag „Vor der Berufswahl", in dem Gertrud Israel den soeben erschienenen „Wegweiser"' in Verbindung mit den zu gleicher Zeit erlassenen Anordnungen für den Arbeitseinsatz Jugendlicher würdigt, ' Konzert und Theater Im Konzert des Colleglum musicum am 5. Mai kommt unter anderen Werken ein Violinkonzert von Vivaldi zur Erstaufführung; daneben Klavierwerke von Ravel, Scriabine und Chopin. Jüdischer Kulturbund: Rezitationsabend. Ein Rezitationsabend von Edith Herr ns tadt-Oetti ngen ist ein tiefes Erlebnis. Diese Meisterin der Sprechkunst vereinigt in sich alles, was dieses Kunstgebiet erfordert: vollendete Sprachtechnik, fein durchgebildete Mimik und wahres Erleben der Dichtungen. Die Wahl des Programms war besonders auserlesen, und wir hörten Perlen jüdischen Geistes. Vorwiegend ernst waren die Werke gehalten: „Die toten Bäume" von M. Wertheimer, „Ezechiel", Kap. 37, übersetzt von M. Buber, „Tröstung" von Manfred Sturmami, das viel dramatische Kraft besitzt. Etwas Heiterkeit brachte „Jaschkel Schepsel" von E. Herrnstadt- Octtingen in die Programmfolgc, obzwar auch hier ein wenig Bitteres mit beigemischt war. Den Höhepunkt erreichte die Künstlerin in Stefan Zweigs „Rahel rechtet mit Gott", hier gestaltete sie tief innerlich einen menschlichen Seclenztistand, der in der hohen Sprache Zweigs erschütternde Wirkungen hervorbrachte. Dankbar nahm das Publikum diese wertvollen Darbietungen auf, und es wäre wüiischenswert, daß man öfter solche Abende veranstaltet, denn das wäre wahre Kulturarbeit. tt. Erfolge Leipziger Künstler. Uns wird mitgeteilt, daß die Leipziger Künstler Anny Pomeranz und Walter Lach mann, gemeinsam mit Herbert Z e r n i k - Berlin (vorzüglich begleitet von Edith Russak-Plauen und Leo Schönbach-Halle) in „Bunten Abenden" der Konzertdirektion Ehrlich, veranstaltet von den Kulturbünden Dessau und Plauen große Erfolge erzielten. Sport vom Sonntag (Von unserem ständigen Berichterstatter Deka.) Am letzten Sonntag herrschte auf allen Sportplätzen vollkommene Ruhe, und der kommende Montag bringt nur drei Handballspiele auf dem Sclüldplatz, die aber durch den Gegner, den „J.B.C." Ilcrlin immerhin eine gewisse Bedeutung erlangen, weil dieser es war, der Schilds Partner im bevorstehenden Vorrundenspiel um die Schildmeisterschaft am 24. April auf hiesigem Platz, die „J.S.G." Berlin erst vor kurzer Zeit einwandfrei 6:3 schlagen konnte. Der „J.B.C." (Jüdischer Boxclub) gehört heute unbedingt zu den besten jüdischen I landballmannschaftcn Deutschlands, spielt doch fast die gesamte frühere Meisterelf der „J.S. G." seit einer Saison in seinen Reihen. Für Schilds I. Elf, die diesmal in entschieden verstärkter Formation antritt, ist diese Mannschaft, die außerdem ihre II. Herren und I. Jugend mitbringt, dadurch ein guter Prüfstein für den acht Tage später stattfindenden Meisterschaftskampf gegen „J.S.G." Berlin. Die Spiele beginnen um 14 Uhr, so daß also der kommende Montagnachmittag nicht angenehmer als auf dem Schildplatz verbracht werden kann.__ H<rrau>Kci;ehtn i'sn Vorstand der imelitisclicn KeliKionsKemrinde Lrip/it;. Redaktion: Gemeinderahhiner Oustav Cohn, Leipzig C I, Walter-Bliimel-Str 10 III. Anzeigen: Verlag Elsa Ooldfreund Leipzijf C 1. Reich Vitra He 30/32, Fernsprecher 16722. Anzeigenleiter: Ernst Ooldlreund, CichoriusstraDe 2a Fernsprecher 60771 Für die Aufnahme von Anzeigen in bestimmten Nummern und an bestimmten Pläwn, telefonisch und nach Anzeigenschluß aufgegebene Anzeigen wird keine Oewähr übernomnv n. Druck: lordan 8t Qramheri'. Leipzig. Rriiderstr. IQ D. A, I. Vj. 38. 3000. Pr L Nr 7. Vereinsnachrichten Verein jüdischer Händler und Reisender Leipzig. Aufruf zur Generalversammlung. Alle Mitglieder werden hiermit aufgefordert, am Dienstag, dem 10. April, pünktlich 15 Uhr im Jugendheim, Ludendorffstr. 7, zu einer Generalversammlung zu erscheinen. Tagesordnung: Umwandlung des Vereins in „Verein polnischer Reisender und Gewerbetreibender" oder Auflösung des Vereins. Schriftliche Anträge sind an den Vorsitzenden, Herrn B. Rosenberg, Ferdinand Rhode-Str. II, zu richten. In Anbetracht der Wichtigkeit der Tagesordnung wird erwartet, daß kein Mitglied die Versammlung versäumt. Der Vorstand. Jüdischer Kulturbund. Sämtlichen Besuchern unserer Veranstaltung am II. April wurde ein Zettel folgenden Inhalts ausgehändigt: Um das unliebsame Gedränge in den Vorräumen des Theaters in Zukunft zu vermeiden, tragen wir uns mit dem Oedanken, das System eventuell in Zukunft zu ändern. Wir möchten unter unseren Mitgliedern abstimmen lassen, ob das bisherige System, Zahlung an der Abendkasse von RM. 0,30 für Programm, Garderobe usw. zu jeder Veranstaltung beibehalten werden soll, oder ob wir generell von allen Mitgliedern, auch denjenigen, die eine Veranstaltung nicht besuchen sollten, mit dem monatlichen Mitgliedsbeitrag einen Zuschlag von RM. 0,30 erheben, der auch bei zwei Veranstaltungen im Monat die Gebühren abgelten würde. Damit würde die Abfertigung erleichtert und beschleunigt werden. Wir werden nach der höchst abgegebenen Stimmeiizahl uns entscheiden, und wir bitten um recht deutliche Ausfüllung des beifolgenden Abrisses. Mitgliedsnummer: Name: Straße: Ich bin für Beibehaltung des bisherigen Systems. Ich bin für Erhebung von RM. 0,30 Zuschlag zum monatlichen Mitgliedsbeitrag. Um auch den Mitgliedern, die zufälligerweise die Veranstaltung nicht besucht haben, Gelegenheit zu geben, sich au der Abstimmung zu beteiligen, bitten wir diese, uns kurz mitzuteilen, welches System sie vorschlagen. Der Bescheid muH Mitgl.-Nr., Name des Mitgliedes und Adresse enthalten. Schluß der Abgabe der Bescheide wird auf den 25. April festgesetzt. Die Ermittlung dei abgegebenen Stimmen findet im Beisein eines Beauftragten der Jüdischen Gemeinde zu Leipzig statt. Die Beschlußfassung ist endgültig. Die evtl. neue Regelung wird dann ab 1. Mai 1938 eingeführt. Sportverein „Schild" Leipzig. Geschäftsstelle: Kl. Fleischerg. 8, Aufg. A, II. — Ostermontag, den 18. ds. Mts., Handballspiele gegen J. B. C. Berlin: 14 Uhr jugend, 15 Übt 2. Herrenmannschaft, 16 Uhr 1. Herrenmannschaft. Wir gliedern ab Mai 1933 unseren Sportabteilungen eine Kinderabteilung (Alter 4—8 Jahre) an, die unter der Leitung unserer Turn- und Sportlehrer I). Katzmaun und Inge Cohn stehen. Schriftliche Anmeldungen an die Geschäftsstelle. Ruckfragen Montags 18—19 Uhr. U | .1 .VV nach Rezept Reparaturen — Mm Mm M MÄ MJ MmjM preiswert und schnell Plaue Fer nsche St raBe 2 n r u f N r. 27327 ll.rnnuhor *|\<„||t: J. Jakuhowitsch SarcJbmd Kassa—atmlnen Reparatur-Werkstatt Leipzig C1, Eberhardstr. 10 Fernsprecher 14185 1 Zimmer-Vermietung 1 1 schönes, möbliertes Zimmer per 1 5. besonders prsw. zu vermieten. Goldfaden, Keilstraße 18 Sdiönes, neu voran. Zimmer leer, Küchenbenutzung.. I.-W.-Kl., Bad, per 1. 6, evtl. 1 5. zu vermieten. Keilstraße 6. Ptr., rechts. Outmöbl. Zimmer (evtl. 2), Bad, Fernruf 17738, zu vermieten. Hausangestellte vorh. Funkenburgstraße 21. III Zentrum 2 schöne leere Zimmer (evtl. I Zi). mit eig. Küche, per 1.5. günstig zu vermieten. Karlstraße 20, II, r. Kaufmann. 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