Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt und Nachrichtenblatt der Gemeindeverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 14 (1938)
- Issue
- 13 (1.4.1938)
- Date
- 1938-04-01
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4 JÜDISCHES OEMEINDEBLATT LEIPZIG 1. April 1938 / Nr. 13 Slatt Karlen! Für die vielen Beweise der Teilnahme be:m Ableben unserer lieben Mutter, Schwester und Schwägerin Frau Hulda verw. <jU'r*on lagen wir hierdurch unseren aufrichtigen Dank. Leopold dieraon Leipzig, März 1538 Hnnni Tttrkl geb. Qerson David Jiirktion u. Frnii geb. Ileilbrunn Sonntag, den 3. April n>:*N 11I I Mj 1^ ■i«tolde«tochlMi«1 gegen .UxiHHA Bl ■ttteMratMhlaai Kl SS. und II A X I) II A I. LS P I E I, B auf dem Sportplatz des J.S. V. Bar-Kochba Beginn der V o r tt p i c 1 «> 13 Uhr Beginn der HaiiptMpiclo 15 Uhr Der Reinertrag der Spiele flielit wohltätigen jüdischen Zwecken und dem Kercn Kajemeth Lejisrael zu. Stall Karlen! Zu der 1.0.w, am Sonnabend, den 0. April 1938 in der Synagoge Bet Jehuda, Färberstraße ll stattfindenden JTXD "13 unseres Sohnes •liKMiuen laden wir nur hierdurch Freunde und Bekannte herz- ,,cnst e">- Kclmar Kur<-.<ht.vn Frau Lotte Kidusch Leipzig N 22, Gohliser Str. 1 kW. Lehrfrennd i ♦ « i Ihre Vermählung geben bekannt Walter AuMMtwilicru; Lore Lamm * i > Leipzig ♦ Uferstraße 19 Paris 3. April 1938 Berlin \ * Joachim Wallach Marie Wallach geb.Jakubowitsch Leipzig Vermählte 2<>. ). 1938 Jüdisches Lehrhaus Leipzig Es wird hierdurch bekanntgegeben, daß unser Lenrhaus vom 9. April bis einschließlich 26. April 1938 wegen Schulferien geschlossen ist. Es wird darauf hingewiesen, daß sich für folgende I ehrkurse in unserem Lehrhaus noch Teilnehmer melden können: für Kurzschrift: Lehrgang a) für Anfänger, Lehrgang b) für Fortgeschrittene. Lehrgänge) Einführung in die Eilschrift; für Französisch: Lehrgang a) für Anfänger ohne Kenntnisse, Lehrgang b) Anfänger mit etwas Vorkenntnissen, Lehrgang c) für Mittelfortgeschrittene, Lehrgang d) für Fortgeschrittene. Bevorstehende Veranstaltungen i April: Makkabi-Mitteldeutschland Schild-Mitteldeutschland Hand- und I ußballspiele auf dem Bar Kochba-Platz. II. April: lud. Kulturhund: Ldith Herrnstadt-Oettingen: Rezitationen. 24. April: Sportverein Schild: Vortragsabend: „Jüd. Auswanderung". 24. April: Sportverein „Schild": „1. Stunde Turnschau". 25. April: lud. Kulturbund: Opern- und Operettennbend. Mitwirke mh Rita Atlas/ und Lrnö (iarav, am Flügel: Erna Klein. 5. Mai: Konzert des CoUegium musicum. Neue Bücher Der Morgen. Februarheft. Im Leitartikel des Februarheftcs stellt Hans Bach in vollem Emst die Forderung nach einein „Judentum für alle l äge", das eine Sache des Lehens, nicht nur unverbindlichen Glaubens sein soll und gibt eine Antwort darauf, wie ein solches Leben aussieht. Eduard Strauß würdigt und feiert Martin Buber. Max Birnbaum charakterisiert die jüngste Wanderungsbewegung der Juden innerhalb Deutschlands in dem Sinne einer Binnenwanderung als Etappe /ui Auswanderung und weist auf die Folgen hin, die diese Entwicklung für die Struktur und Verwaltimgsform der Gemeinden nach sich ziehen muß. Oskar Guttmann greift das Problem wieder auf, wie eine jüdische Musik /u schaffen sei. - Das Feuilleton bringt eine kulturhistorisch reizvolle französische Arbeit „Purini in Comtaf" und einen Gedichtzyklus „Elegien" von Manfred Sturmann. — Werner C a h n ui a ii ii erweitert die Besprechung neuer Herzl Literatur zu einem Charakter« und Lebensbild des zionistischen Führer- Von den Glossen seien „Frauenideale", „Götter, Helden und Jiddisch", eine Erinnerung an Lord Byron und ein Nachruf auf Julian Arendt hervorgehoben. Neuerschienene Bücher: Edith Samuel (Tochter d. Rabb. S. Samuel, fr. Essen) bekannt durch ihre knnstler. Puppen, „Das lustige Regenwetterbuch". (Verlag Joseph Jastrow, Berlin.) Sport vom Sonntag (Von Unserem standigen Berichterstatter Deka.) Nun ist's endlich so weit, nach langem Muhen und natürlich auch Verhandeln steigt morgen das Sportereignis, auf das wir eigentlich chgas ZU lange haben warten müssen. Aber seien wir jetzt nicht streitsüchtig, sondern freuen uns, daß endlich doch die Vernunft gesiegt hat, und es auch im hiesigen jüd. Sport nunmehr kein Nebeneinandergehen mehr geben soll. Auf dem „Bar Kochba"-Platze treffen sich zwei mitteldeutsche Fuß- und Haiidballmaniischaiten des „Makkabi" und des „Schild" zugunsten der Winterhilfe und des ..KKL." Am letzten Sonntag brachte die Tischtennisjugend eigentlich schon den Auftakt zum morgigen Tag, zum Abschluß ihrer Wülterarbeit veranstaltete die „B.K."-Jugend ein fiir alle Jugendliche Leipzigs offenes Turnier, ZU dem zum erstenmal auch „Schild" etliche Vertreter entsandt hatte, und siehe da, auch nicht ein I inikclieu Disharmonie schwebte über dieser Veranstaltung, die dank der unermüdlichen Vorarbeit von Werner Leschziner und seiner begeisternden Hingabe an diese Sache reibungslos und glatt verlief, und es war bestimmt nicht leicht, die da/u gemeldeten 15(1 Jugendliche in Schach zu halten. Den Löwenanteil an Siegen holte sich Benek Stempel vom „B. K.", der neben dem ersten Platz im Knaben Einzel der Gruppe A vor Sigi Tempel, mit Salo Hol/er das Doppel w iederum vor Tempel und j. QradUS gewann und weiterhin im (iemischt-Doppel mit Ellen Borenfrcund als Partnerin Ober Ruth Silbermann und M. Schmerler Sieger blieb. Bei den Mädels der A-Klasse dominierten Ursula Cerf und Elli Mainzer vom „Schild" Leipzig Halle, und in der Gruppe B gewann Dora Rotter vor I riedel Keßler und F. Oradus vor B. I laschmann, Di außen auf dein B. K.-Plat/ trafen sich die I. Fuß- und Handballmannschaften des B.K. und „Itus"-Nürnberg und mau muß schon zugeben, daß vor allem die Gästcliaudhal'lcr arg enttäuscht haben. Diese Elf konnte den Hiesigen, die allerdings auch erst geraume Zeit /um Einspielen brauchte, in keiner Phase des Spiels auch nur im entferntesten gefährlich werden, das erzielte 7:1 gehl vollständig in Ordnung. Die Fußballer des B.K. hatten es mehrere Male in der Hand, oder richtiger in den Beinen, das bereits in den ersten Minuten von Nürnberg erzielte 1:0 zu korrigieren, aber 0 Sturm, wo warst du??!! nur eiil einziger saitiger Schuß von W ulff kam auf den Kasten, aber auch die Fünferreihe des (iasles war nicht mehr als ein Säuseln. Bei beiden Mannschaften überragten die Deckungsreihen, bei den Hiesigen w ir es Schindler und J. I cidmann, bei den Gästen übertraf der Mittelläufer Neubauer, der oft mit der ganzen Mannschaft hinten aushelfen mußte. Und morgen . . . gibt's, w ie bereits angekündigt, den Großkampf „Bat Kochba" „Schild". In den beiden Vorspielen treffen sich ah 1 Uhr die Mädels und Jugendhandballer und um 3 Uhr kommen die ersten Garnituren an die Reihe, die man auf beiden Seiten der größeren Kampfkraft wegen zu einer mitteldeutschen Einheit zusammengeschlossen hat . . . Diese Ankündigung allein müßte schon genügen, um den Ii. K.-Plat/ endlich mal wieder in Fülle und in Stimmung zu sehen, zumal diese Kämpfe gemeinnützigen /wecken dienen sollen Morgen kann und muß bewiesen werden, daß das endliche Zusammenarbeiten beider Vereine auch ein Zusammenstehen aller anderen gern und freudig bewirkt hat. Es ist nicht so sehr die Kraftprobe beider Verbinde, die sie zusammengebracht hat, als der edle /weck, dem der 3. April dienen soll. An Ihnen allen liegt es nun, daß der morgige Sonntag auch in finanzieller Hinsicht ein voller Erfolg wird!! Herausgegeben vom Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Redaktion: Gemeinde!ahliiner Gustav Cohn, Leipzig C I, Walter-Hliimel-Str lü, III. Anzeigen: Verlag Elsa Ooldlreund Leipzig C I, Reichsstraße 30/32, Fernsprecher 16722. Anzeigenieiter: fernst Ooldlreund, Cichoriussiraße 2a Fernsprecher 60771 Für die Aufnahme von Anzeigen in bestimmten Nummern und an bestimmten Platzen, tele* Ionisch und nach Anzeigenschluß aufgegebene Anzeigen wild keine Gewähr übernommen, ruck : lordan & Gramberg, Leipzig, Brüdcrstr. 19. D. A. IV. Vj. 37. 3143. Pr. L. Nr. 7 Vereinsnachrichten Frauenverein „Ruth". Die letzte Mütterberatung vor den Ferien findet am 6. April statt. Die nächste erst wieder am -I. Mai. Jüdischer Frauenbund. Das große Interesse an unserer Arbeit, das in dem starken Besuch unserer letzten Veranstaltung zum Ausdruck kam, durfte in vielen Frauen den Wunsch geweckt haben, sich unser.r Zweigstelle anzuschließen. Wir weisen darauf hin. daß Meldungen zu richten sind an: Frau Ilse Goldwasser, l uiikenburgstr. 16. Jährlicher Mindestbeitrag ist 5 Mk. Die „Blätter des Jüdischen Frauenbundes" (Bezugspreis vierteljährlich ')! Pfg.) können entweder direkt beim Verlag Max Lichtwitz, Berlin SW 1«), Neue (irünstraße 30, oder durch den Postboten, evtl. auch Über I ran Ilse Ooidwasser bestellt werden.