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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1929-01-01 · 52 (28.12.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
5 (1929)
Issue
52 (28.12.1929)
Article
Februar
Date
1929-01-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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DabingejtcM tann in Mefet Begiebung Heiden, 06 bei Rläget im Jahre i'.>-7 noch im i&gicfe bei RreiSbauptmannfchaft »reiben feinen 4tfobiifi(j obet feinen »efentlicben Hufentball gehabt hat, wcnnfcbon ^llfinbei Umftanb fpricht, baf; et trotj (einen bereits im jabre IB2IJ unternommenen Weifen ins HuSlanb anfebeincnb [einen Söobnfib im DreSbner Bcgirl gunäcbft nicht aufgegeben, foiibern fich polizeilich ttfl tan I. September 1087 in .V. (einem Crt im ber Hmtsbauptmannfcbaft Bresben) abgemelbel bat, aber auch iticbi ins HuSlanb, lonbetn nach DtcSbcn. Huf [eben fjfaQ hat ber Kläger bis 9nbe 1 itiiT innerhalb bec- (Bemeinbebegitti ein fett« itänbigcl fflemerbe betrieben. 9t iit noch ictit als ,\nhabcr b*t feinen Kennen ttagenben Sitma im QanbelStcgijtet eingetragen. Roch feinen eigenen HuSfubtnngcn in Der Rlagfebrtft üt er WSi Weihnachten li'-T am (Bemtnne beS (BefcbnftSbettiebeS mit bei I öuiftc beteiligt getoefen. Ter felbftänbige Betrieb einel QanbeuV > gemerbei rourbe auch nicht Daburctj ausgefcbloffcn, bai; mit Beilufl j gearbeitet mürbe, hiernach üt bie Stcuetpflicbi beS RlägerS (fit Das Ralcnberjabr 1027 begtflnbet. Segen Die vöhe becihm (fit 1 Diefcs Jahr ootauSgablungSmeife abgefotbetten Settagl bat et feine (finmenbungen erhoben, pp. Hnlangenb bie Verpflichtung beS Rläget! gut Bezahlung bei 1 (Beuteinbciteuet ffit 1027, üt Die Rlage abjuioeljen. Iiis folgt bie Bcgtfinbung, »atum bie gerichtlichen Soften bec-; Verfahrens in boOem Umfang auf bie Staatstaffe übernommen werben.) Tic gefperri gebrueften Stellen iint im Urteil nicht Ijet« borgeboben. Räch bem HuSgang Dcc- Verfahrens bot bem OberoermaltungS« getübi tonnen mit feftfteOen: A. Hudj bac- ObcroerwaltungSgerid)! macht feinen Unterfchieb itoifcben JuDeutum uub ReligionSgcfefifcbafi im Sinuc bei (fit baS Vetbältnis beS einzelnen ',11 [einer (BtaubenSgemeinfcbaft geltenben (ftcfetye uub Berotbnungen. Et. Job. r Jube, ber in Sachten einen Sohnfib. gtünbet, gang gleichgültig, ob et Ha) als [Jreibenfer ober Diffioenl bezeichnet, ob er [agt, et [ei jübifebec Hbftatnmung, befenne iich aber mein gut ifraelttifcben [Religion, iit gut Steuerzahlung an bie (Bcmeinbe, in beten Begiil et mohut, beipflichtet -- fo lauge, als et nicbl bot bem StanbeSbeamten feinen HuSttitt ans ber ReligionSgefeQfcbaft ■ b e m 3 u beiu 11 in ertlärl hat. Iie C ttobernuminei l'.H'S bieieo ll'citlciluiuiobluitec. enthalt eine j Hulcinanbcrfefpung übet bie Kragt bet Befteuetung bet Zoten $anb. Ju Rummet 45 beS Reicb^gefefeblatteS Bon 1088, teil I, wirb [olgcnbeS (Befety beröffentlieht: (Befef) übet QinauSfebiebung bei Steuet Dcc- S 10 bocfflrunb-' ermerbfteuergefebes (Befteuerung ber toten ^anb) tiom!£e« lembet l'.^s. Ter 9teid)Stag h.it baS folgenbe QMeb befd)loffen, b.io mit .Sit' | itimmung beS 9teia)SratS hiermit oertunbel roirb: § 1. Die Veranlagung uub dr^ebung bei Steuer beS S l" bei (tttunbetmetbfteuetaeieffel wirb bis jut anbermeitigen gefe^lid)en j Regelung ausgefegt, § 2. ^aben bie nach i 1,1 fc*' ©tunbettoetWteuetgefe^rt Steuer», i'rlutuigen bie uaeli S -s bec- (^riinbertt>etbfteuetgefe(}eS Oorge> fchriebenen Mnjeigen an bie SteucrfteOen unterlanen ober bet* fjratet nber unoollitänbig erftattel uub finb in biefen QäOen bereits oteuerjufchläge, UrgtoingungSitrafen ober OrbnungSftrafen feft« gefegt toorben, fo finb bicic aufguheben. § 3. Tiejec' Qkfeb tritt mit bem tage feinet Serffinbung m Sfhcctft. 0S tutt am 1. nannat 1081 aufeer ftraft. Berlin, ben -22. Je einher 1088. SDet neid)Spräfibent. 0. ^nbenbuta. Ter Reid)Sminiftet ber ^Finanzen, ^ilferbing.; v£taatsonqof)öriqtoit unb Qlboptton Kul Rt.8 " 1088 -2'.> ber „~sübifrf)eu KrbeitS* unbBanbcrffirforgt".) Dafj hei ber Hboption eineo auSlänbiMcn Rinbel bureti ein; beutfchtS Shepaat unb ein.;- beutfa)en RinbcS bureti ein auSfanbi> 1 fcheS dhepaai bie StaatSangehorigteit ber 83eteiligten genau feft« geftedt »erben mufj, cocil ürfi banäch bie 8uftänbigteil ber mitn>ir> fenben Vehbtben uub fomil bie RechtSgfiltigleii ber Hboption ndi tet, ijt allgemein betannt. Xer »"vrane ber etaatSangehorigfeil mufj abei bei ber Hboption audb bann grofjer Werl beigelegt »erben, ipenn foDobl baS Stinb als aud) bie Hnnehmenben Seurfchc Hnb. Senn Rinb nimmt buta) bie Hboption nietit bie BtaatSangehStigteil ber Hnnehmenben an; fo behält g. SP. ein hanerifcljec. .Mino, bao oem einem preuftifd)en Shepaat abuptierl wirb, auch nach rechtlich burchgeführter Hboption feine banetifche HtaatSangehbrigfeit. Run aehort eS beJonbetS in lebtet Seil — gerabegu |U ben HKtäglidneiten, feine Staatsangehörigteil naa)n>eifen gu muffen mau beute nur an bie Hbftimiumifi.ii. H>aj; ,yt Vluclaiibrciieni; uteri erforberi biecnur eine geringe fRübe, hei einem an Rinbef« ftatt Hngenommcnen aber ift es beinahe eine Unmoglichteil Schon s - beS (Befc^es über bie (frnoerbung unb ben Betluft ber BunbeS« unb StaatSangehötigteil bom I. Quni i^to betonte aus« brfitffieh, bafj burch Hooption bie Staatsangehörigteil in einem Vunbesftaate nicji begtunbei »erbe. Das Weich*« uub Staats nugeborigteitSgefeh 00m 88. Juli 1018 hat bieS „ak< iiberfläffig fort gelaffcn" (bat. Romm. bon Ch. SWetjet [Ratl ÖeumannS wetlag lu S S. 52); beim hei ber HufgähHtng ber SKög(id)feiten, bie Staatc-aii|Vhiu"ioieit;u ertoetben 'S B) unb fie gu oerlieren (S 17), in bie Hboption uiettt angefühlt. 8tne folche begcfinbel alfo in oiefet viiiüeitt feinetfei Henbetung. Die iBeftatigung ber Hboption beroeifl nur, bafj ber iBettcffenbe als eheliches Rinb ber Hnnehmenben an lufehen üt, nicht aber, bafj er ihre StaatSangehötigfeit teilt. Die Jlugenbüuilei bg». HboptionSocrmittlungSfteDeit f<i' ben Hboptibcltern hei Srlebigung ber Formalitäten behilflich finb, haben baber bafär Seide gu tragen, bafj ber Hngenommene fpaterhin ahne Schmierigteit in bei Sage ijt, [eine StaatSangehötigfeit uriunblidj uacbgunieifcn. Qaben Hooptioeltetn unb »finb ohnehin bie gleiche StaatSangehötigfeit, fo cmpfiehli eS [ich alfo, nach ber HbopHon jüi baS Rinb fofort einen StaatsangehürigfeitSauStbeiS auSfieden gu (äffen. iBei Vetfcbiebenheil ber Htaaibangehörigteil bon Hboptio eftetn uub >finb iit eS unbebingl tatfam, bafj bie Hufnabme be-:- RinbeS in bai Staat, bem bie Hnnehmenben angehören, erfolgt. Tie Hufnabme in ben StaatSoerbtfnb ber Hnnehmenben mufj einem beutfchen Rinbe auf Hntrag bemiOigt »erben 7). B)ei einem auSlänbifchen Rinbe, bac- 0011 einem Dcutfchen aboptiert »orben ift, beftehl 'ein 8»ang hierfür; für bie Siubürgerung üub aber in!• Hbf. 8 beS ®efeb^8 Erleichterungen gegenüber anbern HuSlänberit gegeben. Ter Hntrag erfolgt nach bouenbetem it> Sebensjahrc burch Das Rinb mit 8uftimmung beS Hnnehmenben als gefe^lichem Ver ttetet, fonft bura) biefen felbft. Hutjer ber tatfache ber Hboption iit hierbei bie betgeitige StaatSangehörigteil beS RinbeS nachgu roeifen: Sin eheliches Rinb ermirbt burch bie (Bebott bie Staats* nngebörigteil bec- Saterb, ein uneheliches bie ber SRuttet; babei üt aber;u beachten, baj; bie ebelieben Minbet einer StaatSangehötig feitsänberung beS BlternteilS, bem bie elterliche (Bemalt gufteht, folgen, mähtenb ein uneheliches Rinb [eine StaatSangehorigfeit he halt, auch menn bie SKuttet - etiva burch Qeirat mit bem Hnge hörigen eines anbern SunbeSftaateS ober einem HuSfänber — eine anbte ermirbl >>; 1 unb Btenet a a. C. S. 88). Sei einem ehelichen Rinbe mufj alfo bie StaatSangehörigteil be! Sätet! gut Seit ber VlbiU'tion — »eil biefer bannt bie elierliche (4ema(l verliert, baS Rinb etmaige Henberungen feinet StaatSangehötigfeit nicht mein luiuuaehen mürbe , hei einem unehelichen bie ber SRuttet gut;{eii ber (Bebutt beS Rinbe! nad)ge»iefen »erben. Bei fjfinbellinberit genfigl bie (BebuttSutfunbe, »eil Rc bis gum BctoeiS beS Segenteils bie Hngeftörigteii in bem Staate ettoetben, tu bem fie aufgefunben »erben i|j 4). Durch bie Hufnahmc bc<- Rinbe! in ben StaatSocrbanb, beut bei Hnnehmenbc angehört, betlietl e! nicht (eine Sugehötigteil ,11 bem BunbeSftaate, beut e! bisher angehörte; »irb biete hoppelte Staats angebötigteit nicht getofinfeht, fo 111111', nach bei Hufnahme bie Cnl laffung aus bem ootigen BunbeSftaate befonbet! bcanttagl »etben. Raa) S :,s bec- (Befe^el mufj bie Urfunbe für bie Hufnafnne eines Deutfchen in einen anbern BunbeSftaal foftenftei erteilt »etben; bureii bac- HbänberungSgefeb bom .r>. Rooembet 1088 uub bie Bei orbnung über Sebfihren für bie drteifung Don . . . Hufnabme urtunben 00m 87, Suni 1084 iit biete Beftimmung bahin geänbett, bat; hierfür afS ^Öd)ftfah bei Bettaa 0011 10 W,;u erheheu ijt, fo bat) neuetbingl ben Hboptioelttm fui bie Henbetung ber Staats angebötigteit bei Rinbe! immer noch befonbere Roften entftebjen. Hu! borftehenben HuSffihrungen gehl flar heroor, mit »eich gtofjen Hchroierigfeiten für Den Hngenommcnen ber RachmeiS feiner staatsangehörigfeil in fpäteren Jahren betfnfipfl üt, menn fie nichl gleich bei ber Hboption utfunbluf) feftgefteOi »itb, beim fonfl he beutet biefet Radnoei! für ihn - - abgefehen bon Der Unannehm lichten. Den Behötbtn bie Jatfadie ber Hboption uub eMntueQ bei unehelichen (Bebucl auSeinanbetfeben gu muffen bie Rormenbig feit, feine leiblichen SItetn auSfinbig |u mächen unb ihre Staats angehörigteil \ur Seil ber Hboption bgw feinet Qkburl feftgufteflen, maS natf) fo langet;>eit oft gar nicht mehr burchffihrbat fem toirb. 9t iit Derftänblid), baj; bac- Jiieieli jirl) baoor fetnihen mill, bafj HuSlanbet, bereu (Einbürgerungsantrag aogemiefen üt, im Bcejc bei Hboption bennoch bie Roglichtcit haben, bie beulfdie Staatcauae hötigteil gu etnetben. Sine berartige Veftimmung haben benn auch alle aufterbeutfehen Bänbci mit HuSnahme bon ^apan; auch in Solen oeht bie StaatSangebörigteil bec Hnnehmenben »ie in .Xatau auf beu Hngenommcnen über, abet nur nenn e! lief) um cm un eheliche-:-, noch nicht 1^ ^ahre alte! Rinb hanbelt *. l?ciit aber mchi eingufehcn, aul tnelchem Scunbe Die Sngehörigteil bec- Hnnehmen Den gu einem beuticlteu Sunbciftaal iiiclu mit ber Hboption oul bar- Rinb, bal einem anbern betttraen BunbeSftaate angehött, ühei gehen fou. Sine entfptechenb« (BefeheSfinberung mürbe bie oben Qcfd)itberten sefttrierigfeiten au! bem B3ege räumen uub Bbetbies Moiten tiitb Htbeitcn, Die Die Stlcbigung ber betreffenben Hntrögc becurfachen, erfparen. (Stent Sgct im „.•Jentiaihlatt ffit Sucjenb recht unb Sjugenbrnohlfahrt'', -<'• Jahtgang, Rt. r».i 6gl. Xr. AÜrer: Tie Vlboplion, üeaitiiuntion unb bie RinbeS' anerfennung im internationalen Recht. 1018. Berlap bec- VIT i'., S. 16.

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