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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1929-11-08 · 45 (8.11.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
5 (1929)
Issue
45 (8.11.1929)
Date
1929-11-08
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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Seite 8 GEMBINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN KELIGIONSGEMEINDE ZU LE1PZK; Nummer 45 PHÖNIX Lebensversicherungs- Gesellschaft Subdlrektlen leipng N 23, Springerstrane 34 Telephon 570 39 und Leipzig < 1, Humboldts träne 31 Telephon 252 47 Jüdischer Sludentenverein. Moritzstraße 23 Zu dem alljährlichen traditionellen Wlnterlosl des Vereint, so n n - abend, .cm!"■ November 1929, pünktlich 2W0 Uhr, in Jen Räumen des C e n t r a Il Ii e a t ers sinnt der bereits vor mehreren Jahren in Leipzig v oi a us\ er k a u f t e m Hause stOrmisch Beleierte Kammertflngei Dlmltri Smlrnoll, ehenr. Staatsoper St. Petersburg, der mit Recht „der russische Caruso" genannt wird. Sein RigolettO ..(•. wie sn trügerisch sind Welberhersenl" blieb den Leipzigern Iiis auf diu heutigen Tau unvergeßlich. Am Flügel I>r. Georges Dudkewitsch, ehem. Staatsoper Moskau, durch seine Kunst ihm gebührend zur Seite stellend. Außerdem Klavierkonzert von dem talentierten Klaviervirtuosen J. Nussenow, Lcipijg, Anschließend Hall mit .1 Kapellen: Die in Kauz Deutschland so schnell belieb) gewordene „Jazz-Teufel und Hexer" Weintraub-Syncopators (Berlin) mit ihren Hüliiienschaunuminern. M c r r y - B c r r y - B a n d und Balalaika-Orchester. Verschiedene Ueberraschungen werden für Unterhaltung sorgen. Kurzum, ein Abend, den man als Sensation der Saison bezeichnen kann. (Siehe Beilage und die nächste Nummer dieses Blattes.) Der Reinertrag wird zugunsten der notleidenden Mitglieder and zur Aulrechterhaltung der M e n s a des Vereins verwendet, unter Aufsicht der Herren Rabbiner Dr. F. (i o 1 d m a n n und M. N u s s e n o W. Verein Ahauas Thora (Talmud Tliora), Farberstr. 4/6. Büchsenausweis: J. Pelber 2.80, Qoldladen 1.40, Degen 3.50, Prau Stein 1.40, Frau Kanarek 0JJ9, J. Woll 2M. L. Qelles 1.50, Moschkowitseh IM, Prau Welntraub .1.57. Bender I. , Boritzer 16.05, (>. Unser 0.76, Frau Felber 5, . Frau Nebenzahl . (iitler 5. . W eiskirch 5.50, Frau Klar 5.50, Pomper 6. . Sender 6. . A. Frankel 2.25. M. Bild . K Qarlunkel 3.—, Krill K.72. Minni Birckner 18.20, S. Mandel 5.2n. Kies 6. . Hczger 0.50, Wand l—, Vogelhut I. . J. Kalius n.M. Frau Kalius 3.20, Frau Abusch 2. -. Eisen 1.15. Kohn 1.37, Bar 1.50, Scgal , Hasenlaul 174. Qeschw. Fibach 1.50. J. Kernkraut 1.54, Frau Holmann 5.44. Funt 3.10, Lessmann 1. . Feder ,t..M>, M. Rath 1.75, Qrumer 0.60, Tepler 0.73, Frau Hendelinann 3.M), Bernhard Bernstein 5 . M. Kanarek -M5, Kinzlinger 1.50, L. Blauner .1.12. Qersten 1.—. J. Tempel 36. . Frau Schmerler 1.57. Rosner 1.83, Frau Kreistmaiiii 13.11. M. Wydra .'.7s, Frau Hepner 8.55. F.. Hepner 2.50, L Merkin 5.60, Ch. M. Hecht 7 21. Dsyalosinsky 2.15. w. Welgier in.lt*. M. w. Epstein 4.40. H. Rubmstein 4 «7. Aron DsyaloWSk) 3J0, N. N.-Spende 10.—. Spendet bei ieder Gelegenheit für unsere Talmud Thora. Postscheckkonto Bit 36, Keren Kaiemcth Lejisrael (Jüdischer Nationalfonds) e. V. Leipzig, Keilstralie 4. Tel.: 10211, Postscheckkonto LeipziK 53341. Spcndenausucls (1 eilaasweis) R o s c Ii. Hasch a n a Ii - S p e n den: Friti Kroch, Max Eitingon, Hans Baum. Engen Rosenlelder je 25. Dr. P. Denel 20, l. Katgenellenbogen, Harry Assuschkewitz, Dr. F.. Scbmerel, Jacob Neumann |e 10, B. Chasin 8.50, L Nomls, M. Marmerstein, N. N. |e 5. Abraham Qraber, Fain |e 3, Mendel Qrünberg, N. N. Prunamky je 2. QeKhw. Uerscbnowiti i. M'ask'ir-Spenden: (Zu laum Kippur und Schmini Azereth) M. Abugo« in. S. Lotrowsky (<. B. Sudowics 5, I». Meth 3.!'. rschWollPuchs-Qarten: Pam. R. Fuchs tnL Jahrzt. 5 Bäume 30. Allgemeine Spenden: W. Zcllncr BZU. .'Sjalirigcm (ieschaftsiubilaum 25. Backer gratnlierl Qebr. Sigall zum Unizug 1 B. 6. Büchsen: Dr. M. Wulff 93. Frau R. Eitingon 25. Zionistische Ortsgruppe b.s5. Mendel I. I mi-1 a sehen : Martin Wang 1.16. Dei l'ianlst Siegfried Weinberger veranstaltete am vergangenen Sonn- ..'niij im Feurichsaalc wieder eine Studie. In einer reichhaltigen Vortrags* lolge lieB er durch seine Schüler leichtere und schwerere Stucke älterer und neuerer Meister, unter anderem von Bach. Beethoven. Chopin. Mendelssohn- Bartholdy, Mozart, Tscbalkowsky zu Qebor bringen. Auch für 2 eigene Werke hatte Weinberger gata Interpreten gefunden. Die Spieler einzeln hier zu nennen und zu würdigen, würde zu weit fuhren. Ich inuU mich begnügen, dein Lehrer höchste Anerkennung dafür zu zollen, dali es ihm gelungen 's'- m seinen Schillern Verständnis für gate Klaviermusik zu erwecken und sie d.ihin / nf ühren. dal! sie die ausgewählten Stücke in einer für ihr Alter sehr beachtenswerten Weise vortragen. Starker Beifall einer zahlreichen aufmerksamen Zuhörerschaft war der wohlverdiente Lohn für die aafgewaadte Mühe. Dr. W. Kr. Herausgegeben vom Vorstand der Israelitischen Rcligionsgcnieindc zu LeipziK. Verantwortlich für die Schrütleitnng Qemeiaderabbiaer Cohn. Versicherungen aller Art Sl4a^arnunffl Cohn Elsterstraße 24 — Feinspreeher lu!J 00 PURA Fernruf SSS SS Mi 830 ST Finalem Wittenberge- Str. reinigt u. färbt schnell u. preiswert Teppiche, Portleren Herrenu. Damengarderobe Kostenfreie Abholung und Wiederautellunt 38 / •arsgctOehen e, Fernruf 14494 Im November beginn! eine neue Ziehung der Sächsischen Landeslotterie, aul die die heutige Annonce der Lotteriekollektion Felix Fliess, LeipziK. autmerksan macht. Jeder der sein (ilück versuchen will, kaufe sofort bei dieser Koloktion. Celestlnti Surabc, der berühmte spanische Bariton, der in voriger Saison im Wohltatigkeitsfesl des Vereins israelitischer tiewerbet reibender mit seinen Vortragen stürmischen Erfolg erzielte, gibt am 17. November im Saale des Städtischen Kaufhauses einen Arienabend. Die Yossische Zeitung Sagt über Sarohe: „Dieser Baske ist unter den italienisch singenden Baritonisteli zur Zeit wohl der Ii e d e u t e II d s t e" und die Berliner MorgenpOSt: „Endlich wieder eine Stimme, die glücklich macht! . . . man kann wirklich nur Battistlnl silieren, der |a auch Sarobes Meister war." Karten bei C. A. Klemm und Fr. Just. Variete Drei Linden Im Reiche der Llllpuls. Wer hätte sich als Kind und auch noch in späteren Jahren wohl nicht an Märchen begeistert und erfreut. Wieder und initiier wieder konnte man die tieschichte vom Däumling, die Reise Uullivers ins Land der Zwerge lesen oder hören. Und nun sind gerade diese beiden Märchen zur Wirklichkeit geworden. Der rührigen Direktion des Varietes Drei Linden ist es gelungen, trotz der hohen Unkosten Schaden Wunder-LiliputS für den Monat November zu verpflichten. Zugegeben, dall man in früheren Jahren gegen das Zur.schaustellen von Liliputanern eine gewisse Abneigung hatte, mit Recht, denn was man da sah. waren arme verkrüppelte Menschen. Bei Schacfera Liliputanern ist das aber etwas ganz anderes, sie sind vollkommen gerade und normal gebaute Menschen nur klein, ganz winzig, zierlich klein sind sie, aber sie haben Freude am Leben und an ihrem artistischen Beruf und sie verbitten es sich ganz entschieden, etwa bemitleidet zu werden. Voller Fröhlichkeit sind sie immer zu Scherzen aufgelegt, alle haben durchweg den Schalk im Nacken sitzen. Und was für ..grolle" Artisten sind doch diese kleinen Leute! Linen richtigen eigenen Zirkus haben sie. mit Zwergpferdchen. die in feiner Dressur vorgeführt werden, mit einer sauber gerittenen hohen Schule, mit einem glänzenden dreifachen Jockeyakt, mit Clown und August und Stallmeister kurzum, mit allem, was zu einem Zirkus gebort. Die Leistungen, die mau hier sieht, siad artistisch so hochwertig, dall mau nach einigen Minuten vollkommen vergessen hat, dall man Liliputaner vor sich sieht. Und dann erst der zweite Teil, die Varictd-Schau! Hier ist alles Leben, alles Beweglichkeit! hin Stepptanz, von zwei Herren mit imponierender Exakthell getanzt, leitet ein. Ihm folgt etwas, was man einlach als entzückend bezeichnen mal: Zwei Damen und zwei Herren im RokokokostUm tanzen gravitätisch, peinlich genau und mit sichtlichem Ehrgeis, ein allerliebstes Menucttclicn. ganz köstlich ist das, wie lebende Meißner l'orzellanfigürchen sieht das aus! Vier weitere Mitglieder der Truppe zeigen sich als Kunstradfahrer von Format, 2 Liliputaner bringen einen akrobatischen Tanz, bei dem die Körpcrkrüftc der kleinen Leutchen verbluffen, ebenso wie bei den 8 römischen Qladlatorcn, die ihre Haiidstände usw. genau so sauber und exakt drücken wie ihre „grollen" Kollegen. Dann sieht man noch eine ausgezeichnete Kautsehukarbeit. ei len technisch vollendeten XylopbonvirtBOSen und zum Schlull auch ein koStBntUch prächtiges Ausstattung finale mit Qesang, Marsch und Tanz. Das Qaasa ist, wie schon gesagt, ein zur Wirklichkeit gewordenes Märchen, das jung und alt die gleiche Freude, das gleiche Fjitzücken bereitet. Erwachsene, die wieder einmal Kindheit serinnerangeu wachrufen wollen, haben hier eine wunderschöne tielegenheit. und die Mütter, die mit ihren Kindern einmal zur Nachmittagsvorstellung gellen, werden bei der jubelnden Freude, die im Hause herrscht, seihst wieder zu Kindern werden und etwas Schöneres kann es doch kaum geben, als Kind mit den Kindern zu sein. Außerdem sind noch 7 erstklassige Varieteakte. gänzlich neu für Leipzig, engagiert. Im Kunslsalnn Franke (iottschedstraiie 8 (neben Reichskanzler), der in seinen Räumen vornehmlich erstrangige (iemälde und Plastiken alter Meister zur Schau stellt, sind zur Zeit einige hervorragende Oalerieattckc zu besichtigen, unter anderem das berühmte Werk von F. I* a b Ii i : Die weiße Sklavin, ein ungemein stimmungsvolles (iemälde von Charles W a u I e r s : Aus vergangenen Zeiten, sowie erstklassige Fiu/clwcrkc von Carl Spitzweg. Moritz V. Schwind, J. Caffi, Edmond Loayot, Jules DuprOs. T>. Lawrence, Canaletto. Feuerbaeh. Tischbein, Ziem, Torre, Bieter Brueghel. Die Ausstellung ist geöffnet von N 19 Uhr und ohne jede Verbindlichkeit zu besichtigen. PARKETTREINIGEN abhobeln, abspanen, wachsen und bohnern, IJnuleumreinigcn, Staubsaugen, Fensterff< reinigen auch in Privatwohnungen. LB IPZI G, Blücherstraße 4 Kostenloser Vertreterbesuch Max Looac / Telefon 10740 .SAXONIA aa

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