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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1929-10-25 · 43 (25.10.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
5 (1929)
Issue
43 (25.10.1929)
Date
1929-10-25
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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Seite 8 (IHMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Nummer 43 PHÖNIX Lebensversicherungs- Gesellschaft Subdirektion Leipzig N 23, Springerstraue 34 Telephon 570 3» und Leipzig < 1, MumboldtstraOe 21 Telephon 3S247 Agudas Jisroel. Jugendgruppe Einladung: Hierdurch laden wir unsere Mitglieder WH1. zu den, .im mw mor. stattfindenden roapn ein. Schiunmplan: Am trat »jvw um 8Uhr: rnr» rften; um 15Uhr: rew ms ,-v:rs. Leiter: Herr Hirsch Merlan; um i<> Uhr: nraa rten Am rmr Vorabend: um 17.-10 Uhr: rwut rtwi mit anschl.meon; um 8 l"iir: rten (gemeinsam mit dein „ESRA"); um lx'H) Uhr: -:r:» ,-rcr. Von Montag bis Donnerstag um 19.30 Lhr: p-in:s risa rasa, l eitet Herr Daniel Kraul*. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet Der Vorstand. Keren Kajemeth Lejisrael (Jüdischer Nationalfonds) e. V. Leipzig, KeilstraUe 4. Tel.: 10211, Postscheckkonto Leipzig 533 41. Rosch-Huscha nah-Glückwunsch-Abiösungs-Spcn- J i. n (T eilaas weis): Hilfe durch Aufbau für Jen Jüdischen Natiimalionds: S. Schalbeun lüU, Dr. Pietrkowski, D. Adler je 5U, W. Reis, Hans Kroch je 20, Oskar Lainbek 15, Goldstein, Abr. Kuhn, N. L. Rieß, Albert Pfifferling je 10. Hirsch QoMberi 50, Luise Ariuwitsch 50, Kurt Wachtel, S. Maly je 30, Jascha Glikin, Hr. R. Chatnizcr je 20, M. Lehrfreund, D. üreisin je IS, S. Calmanowitz, S. Altmann, Dr. Kreinnitzer, Dr. Malbin, J. SpiaUMUM je 10, Carl CaluiaiiuVkitz, H. Eichner, Abisch Frenkel, H- Schneeball: und Söhne, M. Bohrer je 5, J. Kormann, S. Marsehak je 3, Lande ir. 6, Haus-Sammlung 7,35. Muskirsp enden in der Uhcl-Jakob-Synagogc i u r den K e r e n K a j e m c t Ii : Frau Ch. Lifschitz 20, Heimo Sender, E. Tänzer, üebr. Zucker, H. Sudowicz, M. Nebenzalil, M. Wydra je 10, üebr. Kagler, Ii. Katz je 6, Teller sammlaag Jum-Kippur: übel Jakob 18, Talmud-Thora-Synagoge 10.80, Jassyer Synagoge 11.25. Allgemeine S p e n d e n : S. Weingarten gratuliert Herrn Hölzer zur Verlobung seiner Tochter 12, J. Rubin anläßlich seiner Vermählung 10, M. Weinberg anläßlich (ieburt seiner Tochter Nina-Pcpi 5. Hachsen; B. Katz 3.60. Imi-Taschen: M. Weiser 1.38, N. Mnuchin 1.21, R. Pelz 0.50. Kinderfahnen ru Slmchath-Thora sind Freitag, den 25. Oktober, im Sekretariat des Jüdischen Nationalfonds. Leipzig, Keilstr. 4, II, in der Zeit von V—13 und 15—16 Uhr zu haben. Theater „Die Luxuskabinc" im Operettentheater. Die Uraufführung von JeSSClS „Luxuskabine" ist ein Erfolg geworden. Aber nicht allein die Operettenlueratur kann ihn verzeichnen, die Musik überhaupt ist bereichert. — Der theoretische Beobachter hat nämlich an diesem Werke erfahren müssen, daß Ii« Operette dazu berufen scheint. Kunstformen ihres eigenen und verhandle i Geltungsbereichs, die unterzugehen drohen, vor diesem Schicksal zu bewahren, daß ihr aber darüber hinaus die Aufgabe von der musikalischen Entwicklung zugeteilt worden ist, Grundformen zu verteidigen, die zum Wesen aller Musik [Chorea. In der Zeit eines musikalischen Chaos, da naehexpressionistisehe, und extreme Moderne Wcscnselciiiente wie Thematik und Melodik, Harmonik und Einheitlichkeit der Ausdrueksiorm mit ihrem Ansturm zertrümmert hat und durch mechanische Wiederherstellung polyphoner Schemata den üeist Oer Vorklassik beschworen möchte, ist eine solche Operette eine musikalische Beruhigung und Erquickung und stellt das stark erschütterte Vertrauen zur Musik wieder her. Die musikalischen (iedanken sind noch thematischer und melodischer Norm unterstellt, eine gesunde und eindeutige Harmonik und die doch angeblich überlebten und ersetzbaren Kunstformen der Opernmusik beherrschen die Partitur. Und dieses Werk ist keineswegs unmodern. Der Komponist weiß die Ergebnisse programm-musikaliselier Entwicklung ebenso geschmackvoll einzufügen, uie er sich harmonischer und instrumentaler Neuerungen bedient- Aber gerade ieiie äußerst vorsichtige und bedachte Anwendung moderner Gestaltungsart zeigt den Kunstler, dessen formale Beherrschtheit der modernen Sy mphonik als Vorbild dienen könnte. Inhaltlich ist diese einfache und in ihrer lebhaften Heiterkeit äußerst ansprechende und an guten Einfällen reiche Musik Ausdruck eines musikantlschea Empfindens, das — vermengt mit der Feinheit stilistischen Gciclunacks bei allem rhythmischen Vorwärtstreiben jede dynamische Härte vermeidet und im Qaasea den Eindruck eines farbenfreudigen Werkes darbietet. Die Behandlung der Holzbläser und des Schlagzeuges zeigt von starkem instrumentalem Können des Komponisten, der die Ausdrucksmittel der romantischen Oper Verständnisvoll weiterzubilden versteht. Neben mehreren, sehr feinen Streicherstellen. die noch eine frühroinantisehe Orundlagc erkennen lassen, muß das schwungvolle Tutti zu Eingang des 3. Aktes als Versicl heruntfen 1 alter Art •••Eft am Ebnen er aß« 24 und Cohn — Fernsprecher 168 66 PURA Flllal.nl Wltt.nb.rg.r Str. reinint u. larDt schnell u. preiswert Teppiche, Portieron Herrenu. Damengarderobe KoKenfrci« Abholung und WIcdersusMUung 38 / ■•■aaraUlohen 8, Fernruf 1*454 orchestrische Leistung rühmend hervorgehoben werden, das zu symphonischer Beachtlichkeit gelangt. Jessel hat — wohl bewußt — der Johann Siraußscheu Art nicht ganz entraten wollen und durch geschmackvolle Verwendung der Walzer in Thema und Unterbau dem musikalischen Gesamtbild einen warmen Hintergrund gegeben. Ebenso muß als sehr dankenswert erwähnt werden, daß die abwechselnde Benutzung älterer Gattungen der durch komponierten Form vorgezogen worden ist. obwohl sich das Melodram nicht ganz bewähren konnte, denn seine Aufgabe bleibt es. dramatische Spannungen durch ekstatische Musik zu überwinden — etwa wie im „Fidelio" und „Freischütz" — während et hier mehr den Dienst des Seco-Rczitativs versehen mußte. Das geschah mehrfach auf Kosten der Musik, die gerade an diesen Stellen wertvolle melodische Eingebungen aufzuweisen hatte. Dem Komponisten bot sich in dem lustspielmäßigen, keineswegs seichten Stoff (wenn man einmal von der poetischen Form absieht), ein sehr geeignetes Material und so entstand eine glückliche Mischung von Operette und Komödie. Und so wurde auch gespielt. Das Lustspiel in diesem Werke stand im Vordergrund, und — dabei wurde die Musik etwas zu sehr unterhaltende Beigabe. Dirigent und Orchester wurden in Abtönung und Tempo der Partitur durchaus gerecht. Die Solisten spielten mit einer bewunderungswerten Frische und Uberzeugender Einfühlung. Aber ein Mehr an Musikalität hätte diesen Eindruck - vor allem auch im Duett und Terzett — erheblich verstärken können, (ilänzend hat sich Lizzi N a t z I e r ihrer Aufgabe entledigt. Auch sie ist nicht ganz frei von zu starker Betonung des rein „sprechenden" Moments in der vokalen Darstellung. Wer aber mit solcher Natürlichkeit singt und spielt und in ungezwungenstem Übermut auf den Brettern herumtollt, lebt seine Rolle und ist wirklich zünftig. Das österreichische Element — jene sprühende Freiheitlichkeit gepaart mit Gemüt und ästhetischem Gefühl - ist zu echt, um erworben zu sein. K I a p r 0 t h und P o I s c h c r waren ebenbürtige Partner in der komischen Darstellung. Das Publikum spendete starken Beifall und war sehr dankbar — jenes Publikum, das seihst im Kaffeehaus seit Bestehen des in Dissonanzen und instrumentalen Verzerrungen sich erschöpfenden Jazz nicht mehr das findet, was es gestern in Jessels ,,Luxuskabine" gesucht hat. und was ihm mit vollen Händen dargeboten wurde. Dr. Oo. Verantwortlich für Schriftleitung und Verlag: Oemeindcrabbiner Q. Cohn, Leipzig, Löhrstr. 10 III. Anruf: 296 41. VON OER REISE ZURÜCK Dr. med. dent. G. Birkenruth Bruhl »J prakt. Zahnarzt Fcrn.pr. 187 70 Im November beginnt eine neue Ziehung der Sächsischen Landeslotterie. auf die die heutige Annonce der Lotteriekollektion Felix Flicss, Leipzig, aufmerksam macht. Jeder der sein (ilück versuchen will, kaufe sofort bei dieser Kollektion. liarbarlna-Mascottc. Das heutige Inserat enthält einen Gutschein, worauf »ir unsere Leser besonders aufmerksam machen möchten. Dr. Smltt'sche Töchterschule, Leipzig C I, Jacobstr. 2. Wir weisen unsere geschätzten Leser auf das im Innern unseres Blattes befindliche Inserat der Dr. Smitt'schcn Töchterschule ganz besonders hin. Die Schule, die auf ein 80jühriges Bestehen zurückblickt und Uber hervorragende Lehrkräfte verfügt, ist allen Leipziger Kreisen wegen ihrer rühmlich Dekanaten Lehrmethode nur zu empfehlen. Schülerkonzert. Am Sonnabend, den 2. November, um 7.30 Uhr. findet im Feurichsaal. Schulstraße I. das Schülerkonzert des hiesigen Pianisten Siegfried Weinberg er statt. Karten an der Abendkasse. r Leopold Lyssow Stcckner-Passage, Tel. 29183 empfiehlt Schokoladen von Kohler, Heller, Lindt Rumpelmayer, Hamann V^alkSChloß neu aufgenommen

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