Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 5 (1929)
- Issue
- 31 (2.8.1929)
- Date
- 1929-08-02
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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VugUSt 1929 OHMKINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seite 7 Aus dem Gemeindeamt Wochen-Zeittafel 1. bis 8. August 1929 — 25. Tamus bis 2. Aw 5689 •MMR 1 1929 August Tamus 5689 •'reitag 2. 25. Sonnabend 3. 26. S. Mattos-Mass'e Sonntag 4. 27. Neumondsweihe Montag 5. 28. Dienstag 6. 29. Aw Mittwoch 7. 1. Donnerstag 8. 2. (emeindesynagoge Sabbatgottesdienst: Freitag, 2. August 19 Uhr; Sonna did, 3. August, Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgebet 20,15 Uhr, a schließend Lehrvortrag (Rabbiner Dr. Qoldmann); Abendgebet .".48 Uhr. Morgengottesdienst an Sonn- und bürgerlichen Feiertagen - M) Ulir, Werktags 7 Uhr, Abendgottesdiensl 19 Uhr. Synagoge Ez-Chaim, Otto-Schill-Str. 4 Freitag, den 2. August 1929, abends 19.30 Uhr: Sonnabend, den August 1929, früh 8.30 Ulir; nachmittags 17 Uhr; Ausgang 20.4« Uhr. Wochentags: früh 7 Uhr; Wochentags: abends 19.30 Uhr. Talmud Thora Synagoge, Keilstr. 4 Sabbatgottesdienst Freitag abend 19,30 Uhr, Sonnabend früh \30 Uhr, Mincha 17 Uhr, Ausgang 20,48 Uhr. Wochentags früh 7 Uhr, Wochentags abnds 19,30 Uhr. Synagoge „Ohel Jakob", Pfaffendorfer Str. 4 Freitag abend 19.30 Uhr: Sonnabend früh 8.30 Uhr, Mincha 17 Uhr, Ausgang 20.4s Uhr. Wochentag früh 7 Uhr; Mincha 19,30 Uhr. Personenstandsnachrichten a) Q e b u r t e n. 25. Juni 1929 Meilecfa Qoldbaum und Rosa geb. Unger, Löhr'straBe 15, eine Tochter „Senta". H. Juli 1929 Max Nattenheimer und Irene geb. Elsner, Qustav-Freytag-Slr. 49, eine Tochter „Rosemarie". b) I' r a ii u ii g c ii. Sonntag, 21. Juli, Hermann Wiesenthal, Greiz, Brfickenstr. 10, mit Prlulein Breina Gebier, Greiz, Dcnkmalspluiy. 5. c) Todesfall c. 23. Juli, Willy Perls, Steinstr. 55. 26. Juli, Lina Dirnberg, Wettiner Str. 5. 2(>. Juli. Samuel Glasberg, Deibeln. 27. Juli, Hermine Kroch, Plagwitaer Str. 44a. Unter Aufsicht des orthodoxen Gemeinderabbinats stehen: a) Fleischereien: Moses Mild, (ierberstraße 48—50. Moses Frischer, Nordstraße 11. Osias Kohn, Hofmeisterstraße 6. Sally Löb, Ranstädtcr Steinweg 7. Jacob SchuBheim, Plauenscbe Str. 3—5. Rudolf Zellner, Gerberstralle 5. Wilhelm Zellner, Nordstraße 13. Das Fleisch soll an demselben Tage, an dem es gekauft wird, koscher gemacht werden. Wer das Fleisch durch nichtiüdisches Personal bringen läßt, muß fordern, daß das Paket durch den Schomer gesiegelt wird. b) Geflügclverkauf: Die vorgenannten Fleischereien. CORSO KONDITOREI KAFFEEHAU/ Bestellungen für feine Konditoreiwaren unter Tel. 202 14 oder im L«\den Augtif tuip'ats erbeten Inh.i ERNST FISCHER früher tangfjArlgCf Pachter der Konditorei „fürst ReR'IiskatKlcr ' c) Milch und Ii u 11 e r : J. Dartfeld, Yorkstraße 9. Erdg. r. S. Ringelblum, üerberstraße 43, Filiale: Luhmülilgasse, Ecke Eberhardstr. (Wohnung Nordstr. 24 Erdg. t.), Fcrnsprech- Nr. 234 10. Chaim Zipscr, Nordstr. 35, Hof (Wohnung: Berliner Str. 18IV.) (Die Aufsicht erstreckt sich nur auf die ausdrücklich als „koscher" gekennzeichneten Waren.) d) Backwaren: Salomon Lotrowski, Berliner Straße 13. Schmeidlcr, Ranst. Steinweg 28—32. Fernsprech-Nr. 255 68: Filialen: Ranstädter Steinweg 45 und Nordstraße 26. Für Schokolade besteht keine Aufsicht. e) Speise h äuser: Chmelnitzky, Reichsstraße 22. Manelis, Katharinenstraße 20. Kolonialwarengeschäfte stehen während des Jahres nicht unter Aufsicht. Die Verbraucher müssen deshalb selbst prüfen, ob die Waren koscher sind: dies gilt ganz besonders von Butter, Käse und Kakcs. f) Neue Bücher Georg Frendenberg. Grenzen der Ethik. Ein kritischer Versuch. Leipzig 1927 (Felix Meiner). Die Forderungen der Fthik scheinen unvereinbar mit dein Leben. Ethik .■>u!!i -.ich als ' ctztCS «nd Höchstes für den lebenden, (und das bedeutet den ernst lebenden) strebenden Menschen dar. Dann aber dürfte der Mensch kein anderes kennen als eben nur die Ethik, dürft« keinem anderen als eben ihr Wert beimessen, müßte also entweder das aiilierhalh des Ethischen sich vollziehende Leben oder Sie seiher verneinen. Dieser Problematik gegenüber gelaunt die vorliefende Untersuchung zu dem Erlebnis, daß die Ethik, abgctrenzt gegen die anderen Punktionen des (ieisles. keinen Anspruch aui Anerkennung als Höchstes erheben darf; neben dem Wahren und dem Künsilerisch-Qnten stein als eine eigene Welt das EthUcb-Qute, Jede ist für sich cu verstehen; eine künstlerische Leistung wertet und rechtfertigt die Kunst voll sicli aus, wie eine wissenschaftliche Entdeckung innerhalb der Wissenschaft selbst ihren vollen Sinn und ihre Bedeutung erweist bzw. erweisen muß. Niehl anders soll und kann die sittliche Handlung vom Standpunkte der Ethik aus. und nur VOM ihm aus. gewettet werden. Eine Rangordnung unter diesen ..Welten" ist abzulehnen; es ist unmöglich, spezifiscli wissenschaftliche and spe/ifisch künstlerische Werte mit ethischen überhaupt EM vergleichen. Gerade dadurch aber, daß jede dieser Welten scharf fegen die anderen ibgegrettZl wird, wird der selbständige Figcnwert der Klink (wie auch der anderen Oehiete) ganz durchschaut und eriaßt. — Lediglich diese sllgeineinc Grundlegung bildet den QefCMtand dir vorliegenden Untersuchung. An ..die spezielle und schwierige Aufgabe, im einzelnen zu zeigen, wie diese Idee der ethischen Well sich entfaltet und die einzelne ethische Forderung, die historischen Sittenlehren tragt und begründet" geht der Verf. nicht heran. Wir möchten Herren-Httte Das Beste in allen Preislagen ■eise-, spori, Yomi, SdMleran« Kinder PliiMzen Julias noiier, Pctcrsstr.so und Gohlis, Hallische Str. 87—«9 /■ OchHi mtck Witckt, Krawatttn und HmnurtUul