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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1928-10-26 · 43 (26.10.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
4 (1928)
Issue
43 (26.10.1928)
Date
1928-10-26
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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(iLMLINI)F.BLA TT DUR ISRALIITISCI IF.N RELIOIONSQEMEINDE ZU I.Ell'ZIO Seite 7 Ni'i: kW gii i Erh i n-ii Pfl< Kii: ,,r ausgesetzt sind und vor dem Unheil, das sie anstiften können. WÖChcntlch tritt an den Vorstand das dringende Ersuchen um lufnahme von Kindern heran, das nicht berücksichtigt werden i in so unerllßHchea Erfordernis eine Erweiterung des Kinde? iwäre, wie konnte mau daran denken, wenn die Mittel /in Hing des bereits bestehenden nicht reichen? Die Kinder mfts0he, kräftige Nahrung bekommen, sie brauchen ordentliche alter da/u gehört viel OeU; deshalb so'lte sieh keiner, der jn , I age ist, lielfen /u können, dieser Liebespflicht entziehen. i lsr, Kindergarten hat soeben seinen Mitgliedern und Freunden die diesjährige Chanukah-Bitte zugeschickt. I assen Sie den Ruf nicht ungehört verhallen. I 'liehen Dank aueh an dieser Stelle denen, die schon für Mianul gespendet haben. Ceti adverein deulscher S:aatshürjjcr jüdischen Glaubens |h Centraiverein deutscher Staatsbürger e. V., Ortsgruppe Leipzig, veranstaltte am Montag, den 22. Oktober l(J2S im Hotel Sachsenhol 9 nie erste Mitgliederversammlung, in der Herr Dr. Maus Reichgiai . stellvertretender Syndikus der Zentrale in Berlin, „zur politischen l äge" sprach. 1K Redner wies einleitend darauf hin, daß die Judenitage äugenntck h wieder sehr aktuell sei. Dies sei aueh daraus ZU ersehen, daß die Reichsregierung sieh veranlaßt sehe: ein.- eindeutige Erklärung regen den Antisemitismus abzugeben, wie es anläßlich der in der ki enen Woche in Berlin stattgefundenen Kundgebung des Centi Vereins gegen die Friedhofsschändungen geschehen ist. Zur i i - .. dieses politischen Problems isi ea notwendig, da'! man sich mit den Qegnern der Judenfrage auseinandersetzt; so müsse m r de ii ernst nehmen wegen ihrer revolutionären Taktik, die bisher tierhalb von vier Jahren zu 62 Friedhoufsschändungen und /ii ut eheuren Angriffen in der Presse geführt hat. Es ist n twendig, dal' man auf der Mut ist gegen die antisemitischen Parteien, gen die antisemitische Presse und gegen die Wehrverbände, d e alle eine zügellose antisemitische Agitation treiben. Aueh sei nicht zu litersehen, daß sie über eine ungeheure, weit ausgedehnte Tigespresse verfügen. Der Referent führte weiter aus, daß man he' einer Bei htung der politischen läge nicht vorübergehen kann an dem Problem der Strafgesetzgebung. Der < entrialverein hat eine Deiksdlriff verfaßt, in der Vorsehläge gemacht werden, um die ' uctcen der Gesetzgebung in Hinsieht auf jüdische Fragen zu eersi tpfen, da sich bei Behandlung von Delikten wie Religionsbeschimpfung, Aufrciz'injj .um '■' lassenln1'. KolIcktivhA-'..! mi . »*• >•: Jvr alten Oi tgebung Mißstände ergeben haben. Der < entratvere'n kämpft mit den Mitteln des Rechts, indem er alle Anwürfe mit strafrechtlicher oder zivilrechtlichen .Wittein beantwortet. Die Klagen der deutle! Juden finden Qehör, weil man eingesehen hat, daß nur dann ge> küt wird, wenn es sieh um Verletzung des Rechts und nicht um he Sonderinteressen handelt. Dieses Moment i-t auf den Erfolg der Niifklärungsarbcit des ( Yutrahcivilis zurückzuführen. Dem Rechts* k;u; des < entratvereins ist ein Kampf ge)f ilgl um die Oewinnung d.s 'I ii Mcntchen i"it allen Mitteln d r im derneri i t;< 'anda Der tei Der wirtschaftliche Beweggrund des Kampfes tii't zurück ge¬ Kampf des Centratvereins ist anders, als der der politischen Partei Jen idveüen Motiven, dun Oedanken dei Recht'*;"l der inität. tu Referat folgt ein Appell des Herrn Rabbiner Dr IViv Goldi und des Vorsitzenden, Herrn Julius Krause, au de Mitgl d r. n Aktivität unbedingt verstärkt werden muß. Weill Kali mt 'ium Ht au de \ i \ 1928 Ok'obei Chesdiw S689 Freitag 27 13 Sonnabend 28 14. Sabbath Leai-i'cr.o Sonntag M 15. Morta« 30. 16 Dienstag 31 17 Mittwoch l 18 Dunnerstag 2. .9 Kieita^ 3 20 Bonnsjend 4. 2\. >ar>natn W'ajero Gottesdienste Gemeindesynagcge Sabbatgottesdienst: Freitag, 26, Oktober, Abendgebet 17 Uhr mit Predigt (Rabh. Cohn), Sonnabend, 27, < >kt. Morgengebet ') Uhr, Nachmittagsgebet 17,(15 Uhr, anseht. I ehrvortrag (Rabb. Cohn); Abendgebet 17,30 Uhr. jf Baus der fiüe tj 6 m D B Damenbiite ■ Kinderbüte S i x x 6ro$$fes Speziai'Unternebmen Deutschlands Zentrale: Ceipzig, Brühl 5 x PILI A L E N : Efipzio, Brühl 6 „ 6Mmmal$cb?r Sieinwen 15 lUindmüMcnsira^e 24 €H«nba!>iwra$se u „ «undorfersirasse 15 Breite ecke Beuchaersfr. Petcrsstr. w 41 Dresden, Cbemnitj, Stettin, Itlagdeburg, Siargard i.P, €rfurt, Jena s m Gl M r o o ®90gg ®& mmei- :ji Sonnabend, 27. Okt. pOnkll. 9 Uhr abds, Feurichsaal, Sehulslr. 1 y Diskussions-Abend f Referent; Prof. Dr. Heinrich Loewe, Berlin Thema: Was erwarten wir von einer jüdischen Schu'e? FREIE AUSSPRACHE! Alle Gemeindeangchörigen sind henlidisl eingeladen. Jüdische Volkspartei Leipzig I

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