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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1928-10-12 · 41 (12.10.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
4 (1928)
Issue
41 (12.10.1928)
Date
1928-10-12
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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4 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Neue Bücher Eduard Lamparter, i>as Judentum in seiner kultur* und religionsgeschichtlichen Erscheinung. Gotha 1928 (Verlag Leopold Klotz). Unter den mannigfachen Neugestaltungen, die aus dem Gären unserer Tage heraus reifen, empfinden wir nicht ohne Genugtuung das Werden einer neuen starken Erkenntnis von der Pflicht /ur Wiedergutmachung. Vielleicht al> Reaktion auf die Beschwichtigung des Qe> Wissens im Kample des Alltags regt sich gnade eben das Gewissen in aiien tiefer veranlagten, nach Wahrheit suchenden Menschen. Solchem Antrieb verdankt «auch das vorliegende Werk seine Lnt- (tehung. bange genug haben wir berechtigte Klage darüber fähren müssen, dali besonders in Kreisen der christlichen I heologen in einer — nicht immer unbewußt entstandenen — unwahrhaftigen Darstellung vom Judentum gesprochen wurde. In jüngster Zeit mehren sich die Zeichen, dali auch dort Ehrlichkeit und Gerechtigkeit ZU siegen beginnen. 1 ainpaiters vornchmliclistes Verdienst ist es, dali er den Mut aulbringt, offen mit dieser seiner ehrlichen Lieberzeugung vor die Welt zu treten, die gegen die aus Feindseligem Hab, zum wenigsten aus unverantwortlicher Unkenntnis geborenen Verunglimpfungen zeugt. Es sei, das ist der leitende Gedanke, schon langst Pflicht der Manner der christlichen Wissenschaft gewesen, mit einmutigem Wahrheitszeugnis der Flut des Antisemitismus zu begegnen. „Je mehr die Wahl heil und das Wissen über das Judentum unter unserem Volk verbreitet wird, um so mehr werden diesem die Augen über die deutscher und christlicher Oesinnungurl widerstreitende Natur des Antisemitismus aufgehen. Mit warmem Herzen weist der gelehrte Verlasser, der sich ungewöhnlich tief in das Judentum eingefühlt hat, aus Geschichte und Gegenwart die hoben Kuiturleistungen der Juden nach und zerstreut die verleumderischen Beschuldigungen des Antisemitismus, um schließlich anzuerkennen, mit welchem uneigennützigen Eifer wir Juden bemüht sind, an dem Gedeihen der Gesamtheit mitzuwirken, und seine christlichen Mitbürger zu mahnen, dali sie im Judentum nichts anderes sehen „als eine kultur- und rcligionsgeschichtliche Erscheinung, die mit Ehrfurcht erfüllt." — Dem Werke ist eine weite Verbreitung unter den Christen zu wünschen. Aber auch Juden werden ungewöhnlich viele Anregung und Belehrung aus ihm empfangen, wenn wir Juden auch manche Gestalt und manchen Vorgang anders sehen. G. C. Jüdischer Jugendring Der Gymnastik-Abend beginnt nunmehr bestimmt am 15. Oktober. 19 Uhr bis 21 Uhr, in der Herder-Schule (Oberrealschule Sud), Ecke Scharnhorst- und Südstralle. Verantwortlich für diese Veranstaltung: Max Hojda, Körnerstr. 47, Es stehen den Jungen und Mädchen je eine eigene Turnhalle zur Verfügung. Leitung des Abends bei den Jungen durch einen geprüften Sportlehrer, bei den Mädchen, falls sich an den eisten beiden Abenden genügend Teilnehmerinnen ein- Der Bubikopf, Dauerweller. Wasserwellen Haarfärber, j durch Spezialisten Richard Lorenz, Brühl 4 finden, von da ab ebenfalls durch eine geprüfte Sportlehrerin. i Besuch der Gymnastik-Abende wird denen zur moralischen p gemacht, die aulier der Schule und der Fahrt keinem weiteren c geltem Körpertraining obliegen. Die nächste i ührersitzung des Jugendrings findet am 1(>. Okl 2U,1j Uhr im Kameraden-Heim, Wächterstr. J2, statt. Progra Führertag am 21. Oktober; Abendleier am 20. Oktober; Innenai i und Innenorganisation des Jugendrings. Nach 20,30 Uhr können spitkommende nicht mehr hereingelassen werden. Nochmals wird bekanntgegeben, daii die Anmeldungen zum i tarra-Kursus (Leiter: ,\\a\ Hojda, Ort: Kameradenheim, Zeit: j. ., Mittwoch ab 20 Uhr) bis spätestens lä. Oktober au Max Hi Körners tr. 17, abzugeben sind. Interessenten, die sich nichträi;i melden, können wegen der dadurch bedingten Hemmung nicht : eintreten. Am 20. Oktober, 20,30 Uhr, finde! nunmehr im Saale des Judis n Jugendheims, Universitätsstr. jj-jI. eine geschlossene Feier •» Jugendrings voi dei geladenen Gemeindevertretung, dehn Rah. und den Vorstanden der jüdischen Vereine sla'.t, ZU der ton den i q Jugendring angeschlossenen Bünden nur die Führer zugelassen Alle Jugendring-Mitglieder haben in Kluft zu erscheinen. Sonntag, den 21. Oktober, >• l hr, Beginn der Führertagung im turfreundehaus Groß-Steinberg. tbfahrt dir Teilnehmer (säm: Führer der Bunde) o Uhr ab Leipz. Hbhf. Rückfahrt am \ mittag alle Munden möglich. Jeder sorgt für eigene Vcrprovia rung, da sich wegen des gemeinsamen Kochens Schwicrigki ergeben haben und /uuel Zeitverlust entsieht. Es sind die I ührer a i mitteldeutschen jüdischen Jugendbünde eingeladen worden. Refer Dr. Lubinski und Dr. Mayer, Berlin, über: Soziale Arbeit de rjinliseben Jugendbünde. Hans Oesterreicher Zionistische Frauengruppe Am Sonnabend, den Ii. Oktober. 20,30 Uhr hält im Jüd. Jugendheim, Universitätsstr. 20-21 Trau Zimmels aus Tel-Aviv einen Vortrag über „Frauenarbeit in Palastina'' und bitten wir um reuit zahlreiche Beteiligung. Gäste willkommen! Jüdischer Jugendbund Leipzig Bunter Abend (Zur Eröffnung der Winterarbeitszeit 1028i am Mittwoch, den 17. Oktober 102S, 20,15 Uhr in der löge, Arndtstr. 1: Rezitationen aus der Bibel nach der neuen sprachkünstleiis bedeutenden l ebertragung von Buber-Rosenzweig. ..Prag mich wai ein W ctt-l ragcspicl. Es stehen drei schöne Preise zur Verfügung Geselliges Beisammensein (mit Musik). Preisverteilung und heitere Einlagen. Wir hoffen, dali der vielversprechende Abend un¬ Mitglieder und Freunde vollzählig versammeln wird. DerVorstai SINGER Nähmaschinen in artbewähr, Erleichterte Zahlung« s bedingungen SINGER Nähmaschinen AMiengeseflsthafr' In Leipzig: C I, Petersstraße 14 (Singerhausi * S 3, SQdstrafie 26 * W 31, Zsd ochen-die Straße 24 •> N 22, Hallesche Str. 97 * 0 30, liisenbahnstr. 48 Centrai-Theater Betriebe Anton Schneider C.T-Caslno das eleganteste Tanz-Cabarett Der große Erfolg! Künetierische Leitung: Direktor Kurt Kaiser

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