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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1928-08-10 · 32 (10.8.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
4 (1928)
Issue
32 (10.8.1928)
Date
1928-08-10
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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4. Jahrgang, Nr. 32 10. ftugust 1928 mn der Jsr&elitiscken AmtMchzs Nachrichten bis *cler CeMciMdevetw^ltHM &t^ig Oh 0 l l»U > > •'.•..int vCchtai'Ieh am Ft»'»«3. ca : .-t Isu ij.:i.:iäem«inde wird es un- MU*tLsi such «i« r usi mMMWU. uetu.j«, rata I ' ht»!.tji;eder monillich 60 Plonnige. Anzeigen inmhme <y -v..i.er. IwakrartraBa tlt Talaphan i4i«. SemtMattung: GeitKinferata. Ouataa Cor\ Leir-iq KV-.tr. 0. Telephon »Ml. :: Dru ,. und Ver.ag, W. T - Lai:»ig. Gbcken - U, Telephon .,.■:). Anaai i.v. i aa; Die 4geapa!tena mm-Zjilo .• Kamt 1 na kleine Anzeirran 10 P(g. Li lachtagaattan und Teitinssrate nach beasni. Tarif. - POi dm Inse Mtenteil. J. Kühne, Bauhflfatr. s» (Telephon 14449). Dia Sehrittlaitung Obamliarat fi- IIa ante: i*en Na-nen dea Veriaaaera aractiaiaai de. Baitrigi und dt. Vare.nsnacmtchlen nui dia pfW^aMtaJtohaVMtttVtfftMMJ. Nachdruck nur mit Quellenangabe und Genehmigung dea Vcrfaaaeia gaatättm, Gemeindesitzung Leipzig den 10. Juli 1928 (Nach der amtlichen Niederschrift). (Schluß) IV. Kaschrus. Der Vorsitzende bemerkt, daß, da in der vorigen Sitzung über die einzelnen Vorschläge bereits eingehend gesprochen worden ist, es sich nur darum handle, den Unterschied gegen Einnahmen und Ausgaben zu bewilligen..' Herr Stein erkürt sieli damit einverstanden undw i 11 das Nähert deirt Vorstand überlassen. Herr Dubiner erklärt sich dagegen und hal insbesondere Bedenken gegen die Kündigung der Aufseher, worauf der Vorsitzende bemerkt, dal! diese ja von den Fleischern wieder angestellt werden sollen. Herr Ooldrei. Die Einzelheiten konnten hier nicht beschlossen werden, ob ein Abbau möglich sei, stehe noch nicht lest; der bisherige Zustand sei der beste gewesen, Redner beantragt die Ausgaben auf 7(>(HI(I M zn erhoben. Herr Dr. Wohrizek. Die Fleischer haben mitgeteilt, Herr Rabbiner Rogosnitzky habe genügend Zeit, noch die Oberaufsicht über das Kaschrus zu übernehmen; er sei Fachmann. Durch diese Neuregelung würden die Fleischer keinen Auslall an Kunden haben, das Fleisch wird billiger werden. Die l Schlichter könnten auf 3, die Aufseher auf 4, vermindert werden. Lin fünfter könne auf Privatvertrag durch die Fleischer angestellt werden. Herr Outinann. Der Finanzausschuß1 hat 72000 M als Gesamtausgaben des Kaschrus beschlossen. Er bitte, es dabei ZU belassen und nicht, wie Herr Goldrei will, auf 7<>IHI!) M erhöhen. Herr Tumpowsky. Wesentlich sei, dali die Aufseher von den Fleischern bezahlt werden und dal! der Dajan die Oberaufsicht übernimmt. Herr Gelberg. Die von Herrn Ooldrei genannten 721100 M seien doch nur ein Berechnungsgeld, welches doch nicht notwendigerweise ausgegeben werden müsse. Der Vorsteher erwidert, es sei den Fleischern gegenüber wichtig, «lall die Ausgaben beschränkt •eerden. Herr Ooldrei spricht Nochmals über die Erhöhung auf 70000 M. Der Antrag Ooldrei Vvvird abgelehnt. Die Ausgaben werden auf 72000 M und die Einnahmen auf 57800 M festgesetzt und die nähere Regelung dem Vorstand überlassen. t V. Ritualbad. Herr Stein verweist auf die Eingabe des gesetzestreuen Verbandes, welche verlesen wird. Er bemerkt, das Bad müsse geschlossen werden, da es der erhöhten Ausgaben halber nicht bestehen kann. Herr Breslau er erwidert, die Eingabe habe dem Finanzausschuß, Vorgelegen, es seien aber trotzdem nur 6000 M bewilligt worden, Weil ,man der Meinung sei, daß es billiger bewirtschaftet werden kann. Herr Stein beantragt Erhöhung auf 0000 M, dem schließt sich .Herr (j0ldr ei au. Nach weiterer kurzer Besprechung wird die Erhöhung auf ouuo M abgelehnt und die Einstellung von 6000 M angenommen. VI. Bestattung s w e s e n wird nach dem Entwurf angenommen, wobei Herr Markendorf bittet, den Bestattungsgehilfen wöchentlich 3 Mark zuzulegen. VII. Wohlfahrtspflege. . Herr Seiinger wünscht, dali keine Almosen gegeben werden, sondern produktive Hilfe geleistet werde. Es müsse eine Berufsberatungsstelle und eine Ai bcitsvcnnittliiiigsstelle eingerichtet werden. Er habe alles Vertrauen zu Herrn Qottlieb, aber es müsse schon ein geschulter Beamter angestellt werden, wie es wo anders längst der Fall sei. Er schlägt vor, eine Kommission zur Beratung der Umgestaltung zu wählen. Herr B res lau er bittet Herrn Seiinger, seine Vorschläge schriftlich zu bringen, sie winden sofort dem Ffirsorgeausschuß uberwiesen werden. ' Herr Qottlieb. Die Anträge seien zum großen Teil schon jetzt verwirklicht, es bestehe bereits eine Beratungsstelle, eine Darlehnskasse u. a, Anfragen von Stein und Dubiner bezüglich Pellachunterstützung u. a. wurden vom Vorsitzenden beantwortet. Der Verwaltungsdirektor gibt Auskunft über Posten 0 (Ausbildung jüdischer Handwerker). Kapitel VII wird hierauf angenommen, ebenso Kapitel V111 Ruhe,, Witwen- und Waiscngchältcr usw. Zu IX wünscht Herr Seiinger Näheres über Posten 1 zu wissen (Verfügungsgeld des Vorstandes). Herr Breslau er lehnt die Beantwortung ab, da die Verfügung ausschließlich Sache des Vorstandes sei. Herr Tumpowsky bittet Punkt 3 Zeitschriften usw. künftig zu trennen. Kapitel IX wird angenommen. X. Beiträge. Herr Seiinger bemerkt, der von Poale Ziou geforderte Beitrag sei für die allgemein zugängliche Tee- und Lesehalle bestimmt, er beantragt 1000 Mark, Herr (iutmann ist für Bewilligung von 300 Mark. Herr Tumpowsky beantragt 500 Mark. Der Antrag Seiinger wird abgelehnt, der Antrag Tumpowsky angenommen. Zu Nr. 2 Jnttet Herr Tumpowsky, die Gemeinde möchte ihre Stellung zum sächs. Verband nachprüfen. Leipzig habe im Gegensatz seiner Grolle nur 4 Vertreter, so dali die kleineren Gemeinden uns überstimmen können. Er ersucht den Vorstand, eine Aenderung herbeizuführen. Herr B res lauer begrüßt diese Anregung. Bei Gründung des Verbandes seien Q Sitze beantragt, aber nur 4 bewilligt worden. Der Antrag Tumpowsky wird einstimmig angenommen. Zu Nr. 3 Centralverein erklärt sich Herr Dubiner gegen Bewilligung, da der Verein die Zionisten bekämpfe. Herr Tumpowsky bemerkt, da die leipziger Mitglieder entgekommend seien, könne man dafür stimmen.

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