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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1928-01-20 · 3 (20.1.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
4 (1928)
Issue
3 (20.1.1928)
Date
1928-01-20
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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Seite 6 Veranstaltung einer Hinrichtung, die Liebe zu ciott beigebracht werden sollte." Diese Behauptung ist irreführend. In Wirklichkeil schrieb ich das ,p. 93: „Die Liebe zu Qott mit dem ganzen flerzen und mit der ganzen Seele, die Hingabe des ganzen Seins und Lebens an die Gottheit, die völlige Aulopferung des Ichs, die die Quintesaenz der mosaischen Religion ist, wußte er dem in der Anfangsentwicklung sich befindenden Volke durch den Anschauungsunterricht, durch das tägliche Selun, durch den natürlichen Eindruck, durch die szenische Veranstaltung einer Hinrichtung, durch den Anblick der Opferung der Tiere beizubringen." vc.is die sonstigen Auslassungen des Rezensenten wegen meiner eingeschlagenen derben Polemik anlangt, so habe ich selbst in meinem Vorwort mit Nachdruck darauf hingewiesen und als Qrund derselben wortlich angeführt: „Ks muli doch mit Recht gefordert werden, dal! der Bibelkritiker VOraUSSetZUngsloS an seine Arbeit t^ehe, daß diese nicht wie es leider bei unseren Hibelkritikeru der Fall ist eine gekünstelte, den Tatsachen ins < iesieht schlagende sei. Die Mttliche l-'ntriistung darüber hat mir auch den eingeschlagenen Ton diktiert. Andererseits sind es Retourkutschen, womit die aggressive \iistli ucksweise unserer Gelehrten quittier! wird." Ich glaube es ruhig dem Leser überlassen zu können, zu beurteilen, ob die von mir vertretene Methode richtig sei oder nicht. Was mich betrifft, stehe ich nach wie vor auf dem Standpunkt, dal! zu (einem groben Klotz auch ein grober Keil gehört. Ergebenst gez.: Rabbiner Prof. Dr. Templer \\ ii geben selbstverständlich dieser Erklärung des Autors Raum, können es aber nicht tun. ohne loyalerweise auch dem Rezensenten du- Gelegenheit zur Aeußehmg zu Lieben, tr sehreibt uns dazu folgende Sat/e: < >h das in der Rezension Gesagte w irklich etwas anderes sajjt. als auden Sätzen entnommei werden muH. auf die der Aut >i )n seiner Erklärung nochmals nachdrücklich hinweist, diese Entscheidung dünte ih r Leser kaum fällen können. Die entsprechende Stelle ist ja angeführt worden, und so ausführlich angeführt worden, daß nicht einmal die Möglichkeit einer abweichenden, geschweige denn einer irreführenden Auffassung vorliegt. Vielleicht! weite der Verfasser etwas anderes sagen? Wir können doch aber nur lesen, was da steht! Bezüglich der Bemängelung des in der genannten Schrift beliebten polemischen Tones, muli wiederholt werden, daß auch bei einer Polemik persönlich herabsetzende Worte wie: , Skrupellosigkeil *. „bewußte Irreführung", „mutwillige Behauptungen" und dergl. weder geschmackvoll noch wissenschaftlich beweiskräftig sind. Auch in der Polemik soll dem Gegner der ernste wissenschaftliche Elfer und die aufrichtige Gesinnung nicht abgesprochen werden. Wir leisten mit unpersönlicher 1 indringlichkeil der Verteidigung des Judentums bessere I )ienste. C. ST€(l)P€L ALBERTOTTO LEIPZIG. WauenscheStr.2 msm . ■ -..» «. [yjJny 'nis j .„-■... CC übtw nyBPjnayn r« m$$mmz% Modernen Turnunterricht erteilt Ballettmeister Willy Markise der Tanzlehrer der vornehmen jüdischen |gj Gesellschaft Leipzigs. humboldtstrasse 26 - Telefon 26272 ■rl.iWimill.WIHfffflTffifl Amtliche Bekanntmachungen der Israelitisches Religionsgemeinde zu Leipzig Milzaus Unser orthodoxes (iemeinderabbinat macht folgendes bekannt: Es ist Pflicht des religiösen Juden, die Waren /u bevomigen, die unter der Aufsicht des Rabbinats der eigenen Gemeinde hergestellt werden. Da die einheimische Ma//ausfabrik SchmeidIer unter unserer Aufsieht stellt, so werden unsere Oemeindemitj. ii« dei ersucht, in den einschlägigen Qeschl.ten Mazzaus aus dieser Fabrik ni verlangen und ihre Bestellungen umgehend aufzugeben, damit die Fabrik sich auf den Bedarf einrichten kann. Leipzig, den Ib. Januar 1928. Der Vorstand der israelitischen ICeligionsgcmeinde zu Leipzig 4us dem Gemeindeamt Kalendarium 1927 Januar Tebeth 5688 Freitag 20. 27. Sonnabend 21. 28. Sabbath Woero Sonntag 22. 29. Viontag 23. 1. Dienstag M. 2. Mittwoch 25. 3. en Donnerstag 26 «'S Freitag 27. 5 I Sonnibend 28. 6. Sabbath Bo Max Singer /*> Js' g> &/s? Uhrmacher u. Juwelier Plauenfdie Str. 2 Fernsprecher 12732 7 Gegr. L J. 1906 Eigene Werkstatt * Uhren Juwelen Schmuck Veriobungs- Rin$e Silberne Becher, Schalen Körbe, Leuchter u. s. w. besonders preiswert!

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