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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1927-12-09 · 49 (9.12.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
3 (1927)
Issue
49 (9.12.1927)
Date
1927-12-09
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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Nr. 4* > Seite t noitut. um mehi als fünfhundert Kindern den Winter erträglich zu nachen, aulbringen? — Auch gegen das Große ttumpfl der MenKh leicht ab, und wo er wiederholt rühmen durfte, büBl er nicht selten das Bewußtsein ein, immer wiedei anerkennen zu müssen. Oerade darutn mit;! auch an dieser Stelle auch in diesem Jahnwieder davon gesprochen werden, welch tiefen Eindruck die Ausstellung des Hilfsvereins hinterlassen hat, die am I. und 5 Dezember in der Geschäftsstelle des Hilfsverv ingezeigt wurde. Möchte sie allen denen, die es bisher versäumt haben, zum Zustandekommen der Sammlung nach ihren Klinten beizusteuern, eine Mahnung sein, ilies noch jetzt zu tun, damit der Vereinslei tung die Sorge um die Deckung der Kosten genommen wird. F.inc Stätte der Hildulf Winterstürme brausen jetzt durchs Land, heulend und tobend rei- Ben sie die letzten Reste des Sommers hinweg, Auch übet unserem Heimatland tosen noch Stürme, du feuerung steigt und mit ihr die Not Wie erfreut isl man da, wenn sieh gerade jetzt einHeimfindett wo mau sieh wohlfühlt, sich in feiner Gesellschaft gut amüsiert und fern aller Politik nur das Beste vom Besten zu hören bekommt, wo neben schönen Vorträgen aus Literatur, Kunst und Musik man auch die heitere Muse voll zu Recht kommen lältt — ja sogar moderne Verkehrsprobleme erörtert und das Gebiet der neuesten Technik streift. Gab man dort jüngstens ein gut geleitetes Konzert, das alle unsere Erwartungen bei weitem übertraf. Mit einem musikalisch feinen, technisch virtuosen Vortrag der Werke bewies Alexander C.hw olles, dafi er einei dei besten jüngeren Geiger unserer Zeit ist. Er bewältigte seine schwierige Vufgabe mit vollendetem Können und großer lieberlegenheit. W 1 könnt« Mexander Chwotlea das wohl zukunftsreichste (crgi im dei ' ii .• :>.« tri sein Ein < kenuß für sieh aber war die wahrhaft glänzende Begleitung, die durch Herrn Prof. Nestler am Flgd gespielt wurde I rwähne ich nur noch, daß noch einige Damen und Herren dieser Gesellschaft mit einer Kleinkunstbühne die willigen Zuhörer erfreute, daß man mil Tee und Kuchen seine Gäste bewirtete und sogar noch Pätersstra&e 14 (singerhaus) Markgrafensiraße 8 (gegenüber dem Ralskellei) F'i., Zbcrtodiersche Str. 24 Neusdi., riisenbahnstr. 48 Go., Hallische Str. 97 zum Tan/ aufspielen ließ, schließlich einen Flaggentanz, ich muß gestehen, ich habe ihn hier das eiste Mal ZU sehen das Vergnügen g( habt, einführte, so glaube ich, daß alle, die dieses Herbstkonzert besuchten, voll befriedigt heimkehrten und gern siih dieses Abends erinnern werden. Die letzten Abende machten die Besucher mit den Anfängen dei Mode, ihrer Entwicklung bis zur heutigen Vollkommnung bekannt. An Hand guter Lichtbilder und einem wohlgelungenen Vortrag des Leiters der Gesellschaft zeigte er uns, wie ursprünglich die Kleidung nur als Sehnt/, erst später als Schmuck sieb weiter und weiter entwickelte, wie dem auch sei, stets versuchte die Kultur sich dem Staude und Geschmack anzupassen, ja sogar jeder Stand, ob Bürger, Bauer, Hauer, Handwerker, Fürst, Jude, Söldner, trug im Mittelalter ein bestimmtes Kleid. Die französische Revolution ließ manches Mte fallen, brachte neue Formen auf, die aber im laufe des Jahrhunderts mehrfach gewandelt wurden, his schließlich nach Rokokozeit und Puderquaste sieh eine bestimmte Reform herausbildete, während sieh wohl die heutige Zeit in fußfreiem Kock und Bubikopf eine vollkommene Wandlung gefallen ließ. Eine dankbare Zuhörerschaft brachte dem Redner einen wohlverdienten Beifall. — Ist es nur ein knapper Ausschnitt, den ich Ihnen, geschätzte Leserin, erwartungsvoller Leser, gegeben ZU haben glaube, so will ich nunmehr auch verraten, wo dieses Idyll der Großstadt ZU finden ist; es ist das Leipziger Jüdisc h e \ b e n d h e i in unter der persönlichen I eihing des Herrn Dr. Solnw eetsehik. Er hat es verlanden, in kurzer Zeit, im grünen Saale des Zoo, eine St itte zu errichten, in der mau gern verkehrt und wo der gute Ton herrscht. Das ist die Gesellschaft, deren mau sich immer rühmen darf, ihr auch anzugehö neu. und nun kommen Sie bit;e, überzeugen Sie s'ch selbst und verges- Sie für Stunden die Sorgen des Alltags. Befriedigt werden auch 8i< mit einstimmen, es lebe die Stätte di r Bildung! Walter Friwalt. (T Juwelen« (Golc<2° suiimdl ßnIDbeirwaaTc'eirä In bekannter Preiswiirdigkeit Oscar F^flclh^er Gegründet 1872 Fernstn et her 13474 Petersstraße 15 Holtmanns Hof Neumarkt 16 ~n--- ■v ^mwff*Pw!N«~ ^^^//////rm\^--^^ Neuzeitliche formen Gunstige Preislagen Oscar (JÜarstat Sächsische JBrotxewarenfabrik icipzig^osentalgasse 2 Fernruf . 24863 13036 CQoöeroe JBeleucMungskorper für elektrisch Licht Zwanglose Besichtigung unserer Ausstellungsräume erbeten Um-u. Aufarbeitung vorhandener Beteuditungsköper in fachmännischer Weise zu billigsten Preisen

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