Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 3 (1927)
- Issue
- 18 (6.5.1927)
- Date
- 1927-05-06
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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3. IJaiwnng, m. 18 6. mai 1927 ^k^nlJL^ N. J' IWK, Amtliches Nachrichten bh tyer GeMiein<leverw*ltHn kz X iqiongqe meindz &tj^tg Du Gemeindsblatt erscheint wöchentlich am Freitag. D>n Mitgliedern der Religionsgemeinde wird es unentgeltlich durch die Post zugestellt. Bezugspreis für Nicntmitgiieder monatlich 60 Pfennige. Anzeigenannahme: W. Teich», Glockenstraße 11, Telephon 14449 Schiiftleitunq: Gemeinderabb. Gustav Cohn, Leipzig, Löhrstr, 10, Telephon 29641. :: Druck uml Verlag: W. Teicher. Leipzig, Glockenstr. II, Telephon 14449. An zeigenpreise: Die 4 qespaltene mm-Zeile 20 Plg. Fa miiien- und kleine Anzeigen 10 Pfg. Umschlagseiten und Textinserate nach besond. Tai it. - Für den Inse ratenteil: J, Kühne. Rcichelstr. 7 (Telephon 14449). Die Schriftlcitung übernimmt für die unter dem Name» des Verfassers erscheinenden Beiträge und die Vereinsnachrichten nur die preßgcsetzliche Verantwortung. Nachdruck nur mit Quellenangabe und Genehmigung des Verfassers gestattet. Bericht Uber die Gemeindesitzung vom 2. Mai 1927 Amtliche Niederschrift Vor Eintritt in die Tagesordnung teilt der Herr Vorsitzende mit, daß Herr M.»x Hermann Heine anläßlich seines bevorstehenden Geburlstages der Gemeinde 10ÜÜÜ RM zur Vergrößerung des Kapitals der .Johanna und Hermann Heine- Stifturg' zugewendet hat. Es wird mit Dank tür den Spender von dieser hochherzigen Schenkung Kenntnis genommen. Ferner teilt Herr Vorsteher mit, daß Herr Max Rosenf eider und Frau Thekla Ulan perl zur Begründung einer Samuel und Johanna Rosenfelder-Stiftung 3000 RM gespendet haben mit der Bestimmung, daß die Zinsen für Wohltätigkeitszwecke und für Kadischsagen verwendet werdtn. Die Stiftung wird mit herzlichem Dank angenommen. Als Stellvertreter für Herrn Graf wird auf eine von Herrn Rabbiner Dr. Gold mann gegebene Anregung Herr Kantor Jaffe zum Unterrichtsausschuß gewählt. Hierauf wird zum Gegenstand der Tagesordnung: Beratung des Haushaltplanes 1927 28 übergegangen. Von einer allgemeinen Beratung wird, da das Wort dazu nicht gewünscht wird, abgesehen. Herr Breslauer gibt eine eingehende Übersicht über die Finanzlage, insbesondere über die voraussichtlichen Ergebnisse der Gemeindesteuern. Er stellt in Aussicht, daß, wenn die Berechnungen sich als zutreffend erweisen werden, unter Hinzunahme vorhandener Überschüsse mit einem Steuersätze von 12 "/„ gerechnet werden könne. Herr Vorsitzender teilt ein Gesuch des Vereins Ohel Jacob um Ermäßigung der Hypothekenzinsen auf 8" ,„ der jährlichen Tilgung und um Gewährung eines Beitrages mit. Der Vorstand schlägt vor, die Verzinsung vom 1. Januar 1927 ab auf 6"0 zu ermäßigen, die jährliche Tilgung auf 5000 RM zu beschränken und einen Beitrag abzulehnen. Es wird demgemäß einstimmig beschlossen. Bei Beratung der Ausgaben werden zunächst die sachlichen Unkosten des Religionsunterrichts Kap. (IIb 6 unter Erhöhung auf 2500 RM genehmigt; die Mehrbewilligung von 1000 RM ist als Beilrag zur Herrichtung von Klassenzimmern in der Religionsschule II bestimmt. Zu Kap. V Ritualbad. Nach Besprechung wird ein Antrag des Herrn Stein auf Bewilligung von 9600 RM abgelehnt und ein Antrag des Vorstandes auf 8000 RM angenommen Bei Kap. Via Unterhaltung der Friedhöfe wird der Betrag von 5000 RM aul 8000 RM erhöht. Bei Kap. VII a 6 c werden für die Ferienkolonie Dürrenberg 1000 RM eingesetzt. Kap. VIIa 12. Ein Antrag Dubiner, 3000 RM zu bewilligen, davon 2000 RM lür das Chaluzheim, 1000 RM zur Ausbildung Leipziger jüdischer Handwerker, wird genehmigt. Kap. X 7 lsr. Kindergarten. Ein Antrag von Frau Felsenstein auf Bewilligung von 4000 RM wird angenommen. Nr. 29 Hebräische Spri-chschule. Herr Tumpowsky beantragt Bewilligung v< n 3000 RM. Herr Dr. G 01 d s c h m i d t spricht lür die liberale Fraktion lur einen Beitrag von 1000 RM. Her- Dubiner ist mit Rücksicht aul die dem Religionsunterricht zugute kommenden Ziele der Sprachschule für Bewilligung des von der Leitung der Sprachschule erbetenen Betrages von 6000 RM. Herr S C h i c k stimmt für Bewilligung von 2000 R.U und stellt einen dahingehenden Antrag. Herr Rosenfelder beantragt 6000 RM. D<r Antrag Dubiner Rosenfelder wird abgelehnt. Antrag Tumpowsky ebenfalls abgelehnt, An tag Schick desgleichen: der Antrag des Voistandis auf 1000 RM wird einstimmig angenommen. Nr. 47 Bar Kochba. Es werden 1000 RM eingesetzt mit der Bedingung, daß beide Vereine sich in den Betrag teilen, falls sie sich nicht vereinigen. Für die Chebra Kadisda der Männer und der Frauen werden je 300 RM eingesetzt. Kap. lila 12. Zu Anschauungen für die Sd ülerbücherei werden 500 RM bewillig«, und der eingesetzte Betrag somit auf 2000 RM erhöht. Kap VII a 9 Studienbeihilfen. Von einer Erhöhung innerhalb des Haushaltplanes wird abgesehen. Ein Gesuch des Vereins Poale Zion wiid einstweilen zurückgestellt. Zu X 30 Ahawas Thora spricht Herr Goldrei für Bewilligung von monatlich 600 RM für die Unterrichtszwecke dieses Vereins. Herr Schick bittet um Vertagung der Beschlußfassung, wogegen Herr Dr. G o I d s c h m i d t ausführt, daß die Frage in den Fraktionen genügend geklärt sei. Die liberale Fraktion sei gegen eine Bewilligung, da der orthodoxe Religionsunterricht genügend organisiert sei. Herr Goldrei erwidert, daß die Verhältnisse seit dem vorigen Jahr sich nicht geändert haben und die Notwendigkeit der Unterstützung unverändert fortdaure. Herr Stein und Herr Dubiner unterstützen den Altrag auf Lewilligung, desgleichen Herr Wo II, der die Notwendigkeit der Ahawas Thora näher begründet. Herr Sachs bittet dringend um die Bewilligung, ebenso Frau F e I s e n s t e i l. Herr Stein verliest die Niederschrift über die Gemeind»- sitzung vom 24. Juni 1926 und betont nachdrücklich, dal die-