Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 7 (1931)
- Issue
- 49 (4.12.1931)
- Date
- 1931-12-04
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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4. Dezember 1031 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZD LEIPZIG Seite 6 Sonnabend 19. Dezember 1931 ChaiMika-Ball des J. S. V. Bar Kochba Uraufführung: „Juda Makkabi" In den Räumen des Centrai-Theaters Eingang Gottschedstraße Schauspiel mit Musik in 5 Bildern von Salo Ku nin Regie: Salo Kunin. Musikalische Leitung: Mihron Jakob. Chöre: „Hasamir", F. Gonsky. Bühnenbilder: Ettinger-Tel-Aviv 2 Tanz-Kapellen! lOO miwlrhende Philh. Orchester: Freudenberg Einlaß 8 Uhr — Beginn pünktlich 9 Uhr Bei Beginn der Aufführung werden die Saaltüren geschlossen! Vorverkauf: S. Preismann, Nikolaistr., Gebr. Felber, Nikolaistr. Ecke Brühl, M.W. Kaufmann, Buchhandlung, Brühl 8 und Althoff l»Ke von IHTtl wieder zur (IröBe und zum Kiilime /u Führen, und er in Beschickter Weise seine Anhänger Ober die Hohlheit seiner Pläne zu Wuschen gewuBt hatte, wuchs seine Popularität lawinenartig an. Verwunderlich genug, weil zahlreiche Momente denen, die hütten sehen wollen, längst die Augen hätten Offnen müssen. Dieser Mann, der. nach dem l'rleil seines Vorgesetzten, seine schlechte Brsiehung nicht verhüllen konnte, der durch eine von Jugend an betätigte Leidenschaft. Briefe zu Khreiben, Immer wieder Schwierigkeiten heraufbeschwor, konnte sich dem Fluche der Lächerlichkeit aussetzen, konnte, dem Friedenswillen der Franzosen zum Trotz, zweimal (1H87) die Gefahr eines Krieges mit Deutschland heraufbeschworen, konnte, während er als der radikal-republikanische Politiker auftrat, insgeheim mit den Monarchisten Besiehungen anknüpfen und unterhalten — aber man durchschaute ihn nicht, sah nicht, daü hinter all seinem Auftreten nicht Charakter, nicht ehrliche Gesinnung, sondern Ehrgeiz, nichs als Ehrgeiz stand. Lange hat es gedauert, Iiis einige Beherzte den Mul aufbrachten, den Hann zu brechen, ihn seinem Volke in seiner wahren Gestalt zu zeigen. Ks erübrigt sich, aus dem Bilde Polgerungen für unsere eigenen Verhältnisse aufzuzeigen. Wer das packende, schwungvoll geschriebene, auf tiefster Durchdringung der Tatsachen beruhende lluch liest, dem drängen sich die Vergleiche auf. Wenn ilie Einsichtigen die Lehren der Geschichte beachten, dann wird man in Deutschland wissen, was geschehen muH. bald geschehen muU. ben Jehuda. Wolf S. Ja co Ii so n. Urber das Knddisrh-Cclict. [Frankfurt a. MI öT>92. (Verlag des Israelit und Hcmmn O. m. b. II.) Das Büchlein faul auf knappem Kaum eine Fülle von allgemein interessierenden Bemerkungen über den sinn, das historische Werden und die rcligionsgcsctzlichon Bestimmungen des Kaddisch-Gebetes überhaupt und insbesondere des Waisenkaddischi zusammen. Bs wird in den weitesten Kreisen des jüdischen Publikums lebhaftem Interesse begegnen, Vereinsnachrichten An die Vercinsviirständc! Vor einigen Werben richteten wir un die VcreinKvnrstümlf ein Kund schreiben, worin «vir, mit Rücksicht aar die notwendig gewordene Einschränkung im Umfange des Textes, um weitestgehende Beschränkung in den Nachrichten der Vereine gebeten und uns ausdrücklich die nach Maßgabe des Ituums notwendigen KUrzungcn vorbehalten nahen. Wieder helle Beschwerden einzelner Vereine zeigen uns, duü es vielfurh noch an dem Verständnis für diese unsere Mall nahmen fehlt. Wir möchten deshalb nochmals versichern, daü wir uns zu solchen, sehr wider unseren eigenen Wunsch, nur infolge des Zwangs der Verhältnisse entschlossen baden. Ohne daß wir den berechtigten Wunsch der Vereine verkennen, von dem (iemcindehlntt für den Verkehr mit ihren Mitgliedern ausgiebigsten tieliraurh zu machen, müssen wir doch dufiir Sorge tragen, daß dem allgemeinen Inhalt des (Semeiadehlatts mich ausreichender Kaum belassen wird. Wir müssen deshalb nachdrücklich unsere Bitte wiederholen, daß den von uns gegebenen Itichtlinien hei der Einreichung der Munuskrifite Kerhnung gelragen wird. Die Srhriftltg. Zeire .Misrnrhi und Krüh Haimar. Leipzig. Wie wir schon in der letzten Nummer des Gemeindeblattes angekündigt haben, findet s. G, w, am nächsten Bchabbath, dem 5, Dezember, 10,80 Uhr im Saale des .lugend heims. ElsterslraUe 2, unsere Ghanukkafeier In diesem Jahre statt. Wir haben in Anbetracht der augenblicklichen Wirtschaftslage, von einer Feier grüBeren Stiles aligesehen, hoffen jedoch, daß die Eltern unserer Ghawerim und unsere Freunde und Gesinnungsgenossen auch diese Gelegenheit dazu benutzen werden, um die Arbeit und das Ziel unseres Bundes kenensulernen, indem sie diese Ghanukkafeier mitmachen werden. Anderseits erlauben wir uns nochmals auf den guten Zweck unserer Feier hinzuweisen, deren Brtrag dein Aufbau und der religiösen Arbeiterschaft Brei Israels, dem Kcren Thora und Awnda zuüieBt Agudns Jisroel Jugendgruiiiie. Leipzig, Färberstr. 8. Wir gestatten uns hierdurch, unsere verehrten Mitglieder zu der n-*« am kommenden Freitagabend atfPi 'c ras* im Hause des Herrn David Steinmarder. < Ineisena ust r. I statt ßndenden Freitagabend und G h a n u k k a Feier herzlichst einzuladen. Sonnabendabend um '.'II I hr findet im Heim ein gemütliches Beisammensein anläßlich Ghanukka statt, und bitten wir um pünktliches und zahlreiches Erscheinen. Jüdischer Jiigcnilhiiud „Frau/. Itasenz«c'g" Leipzig (Anschr. Ludwig Halm. C I. Wintergartenstr. 6). Hi nte Abend 20,48 I hr (Ghanukkah Be ginui Fre 11 a gabe n d f eie r. Wie bereits an gekündigt, hat die Leitung Herr Lehrer Wercz berger übernommen. Am Dienstag, dem s. Dez.. i'ii.;;n l'hr, feiern wir unser Ghanukkah Fest im Saale lies jüdischen Jugendheimes, Wir haben mehrere Unberraschungen vorgesehen; wer aber noch zum Gelingen des Abends beitragen will, versieht sich, sowohl mit geistigem (Besitationon und Liedern), als auch mit materiellem (Aepfoln und Nüssen) Stoff. Zum Tanz spielen die bo rühmtesten Kapellen (Jack Hylton, Horvsth Bnndor, ßemard Bttc) auf den schönsten Grammophonplatten, die durch Verstärker übertragen werden. Ilrilh-Ilanlim. I. Am Sonntag, dem 8. Dezember, pünktlich 18 I hr. limlet im äaal des jüd. Jugendheimes unsere Bundesfeier statt. Die Feier ist nur Tür die Ghawerim des Brith Ilaolim. Alis dem Programm: Klavier. Ansprache und Kordelverleihung, Bprechchor, Sinei der Bolle lim. Theateraufrührung der Zophim, JOngerenorchcster usw. 2, Am 8chabbat r> l'hr linden die letzten Proben zur Bundesfeier statt. Alle ChaWerim, die sieh an den verschiedenen Aufführungen beteiligen, müssen pünktlich am Bchsbbat zu den Proben erscheinen. Sämtliche hebräischen Kurse sind von Montag auf Donnerstag von Hl 21 l'hr verlegt worden. Hanhalath Agudah. Orthodoxer Kindergarten. Alu Sonntag, dem Ii. Dezember. I8JH Chr. tili det im Kindergarten eine Ghanukkafeier unserer Kinder statt, zu der wir hierdurch die Kllcru und Freunde unserer Sache einladen l'oale Zinn Leipzig und Moses-HesH-Cruppc. Sonntag, den Ii. De sember wird von einem .jüdischen Jugendverein ein Palästina film des Ken n Kajemeth im Welttheater aufgeführt. Da die Eintritts preise ungewöhnlich niedrig sind, empfehlen wir allen Ghawerim den Besuch der Filmveranstaltung. Freitag, den II. Dezember spricht l 'ha wer I >r. It. A I I n a u u : Da s Klassonprnbl 0 in i i. d 0 r JÜDISCHER GESANGVEREIN „HASAMIR" / Leitung: Herr Fabian Gonski Sonnabend, 12. Dezembc 1931, 20 Uhr, im Metropol, Gottschedstr. 13, unter freundl. Mitwirkung der Herren Santo Sonini (Bariton), Michael Milet (Bau), Paul Niederland (Tenor), Natie Woolf (Cello), am Blüthner-Flügel Frau Dr. Rabinowitz. Zur Aufführung gelangen u. a. Werke von Ferd. Hiller, Schkliar, Silberz, Rambam, Low, Weiner. Anseht. Kabarett und Tanz. Auftreten der „Hasamir-Harmonists" Kart*";ti Vorverksu »bei Oer Fa **• W. k-iutmarn, Brühl 8 ,s>owiö bei den Mitgliedern und an der AbondkäSM. Proi* M. f.— einschl. Steuer __"*_' __■___■__■ ._• _ _ ___ JCamect