Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 7 (1931)
- Issue
- 44 (10.10.1931)
- Date
- 1931-10-10
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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;10. Oktober 1031 OEMBINDBBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seit« 7 Wochen-Zeittafel 30. Oktober bis S.November 1931 — 1!». bis 25. Cheschwan 5692 1931 Oktober Cheschwan 6692 Freitag 3(>. 19. Sonnabend 31. 20. S. Wajero November Sonntag 1. 21. Montag 2, 22. Dienstag 3. 23. Mittwoch 4. 24. Donnerstag ä. 25. Gemeindesynagoge, Gottschedstraße 28. Sahbatgottesdienst: Freitag, 30.Oktober, Abendgebet 17,00 Uhrmit Predigt (RabbinerCohn); Sonnabend, 31. Oktober, Morgengebet 9,00 Uhr, Nachniittagsgebet 17,00 Uhr, anschließend Lehrvortrag (Rabbiner Cohn): Die Gebete der Juden: Die Psalmen; Abendgebet 17,31 Uhr. Morgengottesdienst an Sonn- und bürgerlichen Feiertagen «,00 Uhr, werktags 7,30 Uhr, Abendgottesdienst 17,00 Uhr. Synagoge Ez-Chaim, Otto-Schill-Str. 4; Talmud-Thora-Synagoge, Kellstr. 4; Synagoge „Obel Jakob", Pfattendorfer Str. 4; Kolomea- Synagoge, Berliner Straße 4: Freitag, 30. Oktober, abends 10,45 Uhr; Sonnabend, 31. Oktober, früh 8,30 Uhr, nachm. 16,00 Uhr, Ausgang 17.31 Uhr. Wochentags früh 7,00 Uhr, abends 16,45 Uhr. Jüdische Bibliothek, K eilst rufie 4. l>n unsere vielfachen Mahnungen, die Bücher zu retournieren, bei einem Teil unserer Leser keine HeaclitunE finden, fordern wir alle Leser, die von uns bereit! schriftlich gemahnt worden sind, auch auf diesem Wege auf. ihre l'fliebt im Laufe der kommenden Woche reatloa zu erfüllen. Sollten die Bücher in der kommenden Weiche nicht eingehen, werden wir die, die Itihliotliek schüdigenden Leser ö f f e n 11 i C Ii an den Pranger stellen, indem wir ihre Namen veröffentlichen. Auch Führer und Mitglieder fast sämtlicher Jugendgruppen sind darunter. Wir werden außerdem in Zukunft diesen Lesern Zahlungsbefehle in Höhe der Itücberpreise zustellen lassen, falls auch diesmal unsere Mahnung erfolglos bleibt. Keren KaJemeth LcjisrucI (Jüdischer Nntinnulfonds e. V.), Leipzig. Keilstr. -4, Telefon 102 11, Postacheckkonto US41. Sonntag, den 1. November: Beginn der ersten Büchsenleerung 5(HI2! Erleichtert unseren Helfern, die mit Ausweis des Sekretariats versehen sind. Dalumangahe und Unterschrift des Sekretärs Kraenkel, die Arbeit, jedoch Überzeugt euch von dem Ausweis. Die Helfer sind verpflichtet. Quittungen zu geben, auf denen der Spender gegenzeichnet. — A b i sc Ii u n d B e c c a F r n n k c 1 - 11 a r t e n : A. Krunkel und Frau anl. Maskir 6. — 1 s n n <• H e p ne r- Stiftung: S. L. Fuchs gratuliert zur Verlobung von Frl. Irmgard Hepner/L. Ginsburg •>. Allgemeine Spenden: .1. Schwarz gratuliert Herrn l>r. l'ietrkowski Ii. Die D U n a in-Q U o te : Die (ielegcnheitsspende wird vom KKL. für den Gedanken der Dunum Verpflichtung als Criindlngc angesehen. Die t'eliernalune einer Verpflichtung soll bis Bnde Mär/, den Betrag für einen Dunum im Werte von M. 1IH). erbringen. Kille Anzahl von Zlonisten haben sieh verpflichtet, ein Heft zu übernehmen. Deutschland soll IMXKI Diinain. also M. :!IIII(MI(I auf diese Weise für den KKL. zusammenbringen. Theater und Konzert Zweites (;e« andhauskonzert. Das 2. Oewandhauskon/.ert eröffnete Bruno Walter mit der Ouvertüre zu Glncks „Iphigenie in Aulls", außerordentlich stark und zwingend in der feierlichen Strenge und dem hoheitsvollen Ernst, womit (iluck die Welt der griechischen Antike charakterisiert. Bruckners ..Sechste" fand ihren Höhepunkt in dem wundervollen Adagio. diesem unvergänglich Schönen Sang aus tiefstem Gefühl, dessen Steige rang im QegenaatS zu anderen langsamen Sätzen Bruckners nicht zu einer dynamischen Peripethie führt, sondern sich, erschütternd in seiner Binfschheit, in einer durch 2 Oktaven absteigenden As-Dur Tonleiter singend entlädt. Das Maestoso des ersten Satzes hätten wir uns etwas langsamer gewünscht, breit und feierlich, wie Nikisch es nahm. Stürmisch gefeierter Solist war Adolf Busch mit der Schlechthin vollendeten Wiedergabe von Brabms' Violinkonzert. Dr. It. Krste CewiindhnuN-Knmniprmusik. Bruno Walter als Kammermusik spieler war das beglückende und stürmisch bejubelte Krlebuis dieses ebenfalls sehr gut besuchten Abends. Kannte man Walter als bezaubernden .Mozartspieler, so zeigte er hier in einein prachtvoll-männlichen Beethoven (Klaviertrio B-Duri eine neue Seile seines liebenswerten Künstler- 1 iiins. Weiter standen auf dem Programm das D-Diir-Strcicbuuiutctt von Mozart und. besonders schön, schlackcnlos und betörend süU gespielt, das herrliche a-moll Quartett von Schubert. Dr. It. Umgezogen nach Frankfurter Straße 6 1. RoMersieln Klempnerei und Installation für Gas und Wasser Dach-Reparaturen — Neueindeckungert Fernruf 1 75 56 „Pro und anti", das seitgemMe Kabarett des jüdischen Jugendbundes „Franz Hosenzweig", Leipzig, tritt, wie bereits mitgeteilt mit einer neuen Veranstaltung auf den Plan. Wir sind heute in der Lage, einige Namen aus dem reichhaltigen Programm bekanntzugeben. Hans-Heinz Kalinann vom Alten Theater Leipzig, der Leiter und Conferencier dieses Abends, hat verschiedene junge Künstler Verpflichtet, deren Namen für Erstklassiges tiewähr bieten. Ks seien u. a. genannt: Sidy Bienstock. Annedore Zimmermann, Kuth Jovan, Walter Tarrach und Leo Müller. - - Gespannt darf man ferner auf das Debüt der ..("> Appealers" sein. Außerdem haben die „ILisaiiiir-liarmniiists" ihre Mitwirkung zugesagt. Herausgegeben vom Vorstand der Israeli tischen Religionsgemeinds zu Leipzig. Verantwortlich für die Schriftleitung: Gemeinderabbiner Cohn. Anseigenverwaltnng: August Pries, Leipzig, Stadtvertreter J. Kühne. Leipzig. Bauhofstraße 9, dureh Fernruf 203 25. Schluß der Anzeigenannahme: Dienstag abends. Platzvorschriften werden nach Möglichkeit berücksichtigt. „Kleine Anzeigen" und Familicnanzeigcn zu ermäßigtem Preistarif. Annahme für kleine Anzeigen bis Dienstag mittags: Buchhandlung M. W. Kaufmann. Leipzig C 1. Brühl 8. 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