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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1931-10-02 · 40 (2.10.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
7 (1931)
Issue
40 (2.10.1931)
Date
1931-10-02
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 GEMEIN DEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Nummer 40 — Jiigcndahrn <1. Am Sonnabend, dem t. Oktober Heimabende Das Programm desselben Hillen die Jugendlichen seihst aus. Im .1 ugcnilhoiin. Töpferstraße :t. Weginn punktich 20 Uhr. — M i tg Ii eder v e r i ■ m n - 1 u n g. Am Sonnabend, dem 10. Oktober im Volkehaul mit sehr wichtiger Tagesordnung. — Vom Sr h w i n m b et rI e b, Ks ist äußerst wirblig, selbst während der jetzigen Uebergangsxeit das Schwimmen rortauaetaen. Der Körper wird hierdurch den Witterungseinflüssen gegenüber wider« itandafähiger. Man beugt unangenehmen Brkältungaerachelnungen vor! Beauchl daher recht regelmäßig den Bade- und Sc hwiinninhciul. Jeden Donnerstag Im Stadtbad um II Uhr. llirsverein Israelit. (Jewerbetrelliender Leipzig. Unaere Geschäftsstelle befindet sieh jetzt Pnekhorstr. 7 1. Fernsprecher unverändert IM 10, Die Vereinigung ehemaliger Schiller der Höh. Isr. Schule 7.11 Leipzig. Gegr. 1980) veranstaltete am SS. September Im Saal der Schule einen Werbeabend, der auBerordentlich gut besucht war und unter dem Motto stand: »Wie kann iler jüdischen Schule zu Leipzig, welche sich in äußerst schwieriger Lage befindet, durch eine gemeinsame Aktion der Ehemaligen SchOler und aller Freunde der Schule geholfen werden?" Der Verlauf des Abends bewies. d&Q in Leipzig großes Interesse für unsere Bestrebungen vorhanden ist. Ks ist ganz selbst verständlich, daß nur durch eine Solche Vereinigung der Schule ideell um! materiell auf die Dauer geholfen werden kann, wie der Redner des Abends verschiedentlich betonte. I'm unsere Organisation au stärken und ausaUbauen, bedürfen wir der Mithilfe sämtlicher Khemaliger und bitten die noch nicht Ueteiliglen, uns durch ihr* Mitarbeit zu unterstützen. Der Abend sollte ein Auftakt für die im Winter zu leistende Arbeit sein. Bekanntlich ist die Schule ein privates, gemeinnütziges Unternehmen, welches nicht, wie öffentliche Schulen durch staatliche oder städtische Mitted unterstützt wird. Sie ist einzig und allein auf die leider nur zu oft wegen der schweren wirtschaftlichen Verhältnisse ermäßigten oder gar erlassenen Schulgelder angewiesen. Allen Schwierigkeiten zum Trotz ist es bisher vorläufig gelungen, die erforderlichen Mitted aufzubringen. Wie sich jedoch die Verhältnisse weiterhin gestalten werden, ist unschwer vorauszusehen. Das ganze Schulwerk, eins sich seit 2o .luhren behauptet hat. ist durch die wirt sehn ft liehe Lage beaonderain Krage gestellt Die sinaelnen Mitglieder des Vorstandes werden sich nun erlauben, in allernächster Zeit die Ehemaligen" persönlich aufzusuc hen, um ihnen ihre Mitgliedskarten zu Oberreichen. Allen, die zum tiedingen eies Abends beigetragen haben, sei hier noc hmals herzlie hst gedankt. Her Vorstand. Keren Kiijemcth Lcjisrucl (Jüdischer Nationalfonds e. V.). Leipzig, Keilstr. 4< Telefon W- 11. Postscheckkonto SSS41. Denkt an den Keren Kajemeth! Maakirapenden anl. .1 n m Kippur: lt. Sender .*>. T e I le r a a m m 1 u n g in d e u S y n a gog e n : Obel Jakob IO.kT. Talmud Thors IMS, Jassyer Schul S..17. (i o Iii e lies llnrh Ludwig Marko wies: Ks gratulieren Herrn Ludwig Markowiez zum 00. Geburtstag: Arthur Flicss * <'o.. Zittau (Ba.), Arthur Kliess A Co., Reichenau (Ba.), Adolf Lach mann a Co„ Dobeln (Sa.), Adolf Lea ch mann A Co., Langensalaa (Thür.), Alfreil Laednnaiin. Mittweida (Sa.i Ja 100 M. 800. Herbert Markowlca-Garten: Ba gratulieren Hilde u. Dr. Ernst Markowiez zur Geburt eies Sedines Btefan Mena them heraliehst: Alfred Lachmann, Döbeln CS, Wilhelm Markowiez. Kurt Werner je 20. Pnui Iteier io. Familie Galun <■. Familie II. Krelatmann n. Dr. Mysch.'ilow :i. Dr. Brual Markowiez und Krau danken Freunden und Bekannten für die Glflckwünsche 20. Hilde und Brost Markowiez gratulieren Herrn Dr. Qttntber Friedlinder und Krau. Görlitz, zur Hochzeit II. Hilde und Brual Markowiez gratulieren Herrn Regierungaaaaesaor Dr. Frita Förder, Hamburg, zur Geburt eines Böhnes tt. - Allgemeine Spenden: Ks gratulieren Herrn Dr. A. Pietrkowski zur Genesung ,\. Mittelmann und Frag 12. s. Lehrfreund n. Oberrabbiner G h a j e s - G a r t e n : Dr. Wilhelm Friedentbai fi. T e I <■ g r a m m e : 10. — I m i t a s c Ii a n . Bofie Kormea 11.111. Kinderfahnen für Bimchath- Thora sind Freitag, den 2. Oktober, von 0— l:t l'hr und Veen 1.1 Hl l'hr im BOro, Keilstr. I. erhältlich. Theater und Konzert „Die lusige Witwe" (Leipziger Operettentheater). Lehen ..Lustige Witwe" mit ihren mehr als lo 000 Auffflhrungeu erweiat ihre Anaiehungakraft in unvermindertem Maße. Sehlager wiedas ..Viljalied", „Das Studium der Weiber"", ...letzt geh ich ins Maxim", nach denen wir vor taut -■" Jahren gi'tanzt haben, schmeicheln sich auch heute noch ins Publikum ein und rufen Iteifiillsstürme hervor, die um so mehr für Lehir sprechen, als bei der Neueinstudierung, im Gegenaatx zur vorher PURA remiot und tarbt schnell und preiswert Teppiche, Portleren Herren- und Damengardsrobs Fernruf sss ss u. sso st Kostenfreie Abholung und Wladeriustalluna Finalem Wlttenbergrer Str. ss / telagtMohen e, Fernruf 14414 dargebotenen „Srhünen Helena", Musik und Text nur geringfügige Aenderungen erfahren haben, von Modernisierungen kaum zu reden. Wie hätte der Beifall aber noch gesteigert werden können, wäreauf die Bühnenbilder auch in den anderen Akten, besonders im zweiten, die gleiche geschmackvolle Sorgfalt verwendet worden wie auf das gelungene ..Maxim" des letzten Bildes; wären die gesanglichen und mimischen Leistungen der Kinzeidarstelier noch ausgeglichener gewesen. Hermann Wold er (als Daniloi, der ausgesprochene Liebling dea OperettenpubUkums, gewinnt auch in dieser Aufführung dunh seine einschmeichelnde Stimme und schntispiiderischcn Fähigkeiten restlos die Zuschauer. Ganz ihm ebenbürtig aber zeigten lieh die anderen Kräfte nicht. Thia Klein dürfte als „lustige" Witwe mehr aus sie h heraus gehen, um nicht nur die 20 Millionen, sondern auch die wegen ihrer „Lustigkeit"begehrenswerte Witwe temperamentvoller zu repräsentieren. Leo W n n a Ii s (all Baron Zeta) zeigte' siedl der Aufgabe gewachsen, einen Wenig geschickten Diplomaten darzustellen, dem es recht schwer fällt, die Neigung seiner »anstandigen" Krau zu Liebeleien zu entdecken. Diese Krau verkörpert Gitta Mira recht ansprechend in ihrer ewig um ihre Anständigkeit zitternden Nervosität, besonders nett zu sehen als Anführerin im GrlsettentanS, bei dein sie gutes Können als Tänzerin erkennen lädt. Von den anderen Darstellern verdient Karl Waterstradt hervorgehoben zu werden, iler einen zwar unwahrscheinlichen, aber docdi in der Karikatur höchst lustig wirkenden Kanzlisten hinstellte. Beachtenswertes bieten die Chöre: besonders gelungen ist der Ausbrach der Männer und Weiber über die Schweredes »Studiums" der Weiber bzw. der Männer. Als Ganzes Verdient die Aufführung, für die eins Orchester, unter Leitung von Kriedi Wittmahn, eine sorgfältige Musik bietet, die Anerkennung, die das Publikum ihr zollte, wenn auch unsere l'elierzeiigtmg nicht vorenthalten sei, elaß Dr. Fried iiianns Klinstlerstab noch bessere Leistungen bringen wird. vn. Herausgegeben vom Vorstand der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Verantwortlich für die Schriftleitung: Gemeinderabbiner Cohn. Anseigenverwaltung: August Pries, Leipzig, Stadtvertreter J. Kühne. Leipzig. Bauhofatraße 0, durch Fernruf 203 25. Schluß der Anzeigenannahme: Dienstag abends. Platzvorsehriften werden nach Möglichkeit berücksichtigt. „Kleine Anzeigen" und Familienanzeigen zu crmilßigtem Preistarif. Annahme für kleine Anzeigen bis Dienstag mittags: Buchhandlung M. W. Kaufmann. Leipzig C 1. Brühl 8. Zirkus Straßburger in Leipzig. Wer am Sonnabend früh, seinen Geschäften nachgehend, <|ie Auffahrt der Wagenkolonnen vom Zirkus Straßhiirger beobachtete, wird erstaunt gewesen sein, am Abend auf dem Rückwege eine kleine Stadt am gleichen Platze zu linden. Elrkut Straßbiirger. am Sonnabend früh in Leipzig eintreffend, brachte am gleii heu Tage abends seine' Premiere, der TaUSSUde beiwohnten, und die Tauaende wieder voll befriedigte. Mit Uber 100 Wagen führte das Unternehmen Ober!>oo Tiere, darunter Prachtexemplare exotischer Herkunft, Leipzig zu, ea. 1.10 edelste Rassepferde, und eine große Anzahl von Raubtieren. Straßburger nennt man mit Recht den hau der 1000 Wunder. Kaleidoskopgleich rauscht an unseren Augen eine bunt wirbelnde, seltsame, höchste Kunst und tollkühnen Wagemut verratende Schau erster zirzensischer Meisterstücke vorüber, eine Nummer größer und besser als die andere. Klassische Dressuren, exotische Pieeen, ehine stäche Gaukler, südafrikanische Fakire, ein besonderes grundloses Schau spiel: Die fliegenden acht Teufel, hoch oben im Rondell der Zirkiiskupped atemraubende Luftakte, Marcbenspiele, die arelberflhmten vier Bronetta. eine OOrdleche t'lowngruppe von höchster Originalität, römische Kampf spiele, Raubtierelressuri-n unübertroffener Art mit boxenden und riu geuden Löwen, radfahreuden und rollaclnihlaufendeii Bären, prachtvollen Kisbärcn. Reitertruppen aus Kaukasiens wilden Steppen, groUartig' Blefantendreeauren, traditionelle Hohe Schulen, kalifornische BeeMrwen fabelhafte Jockeys, zoologische Schaustücke ersten Ranges, ukrainisch Nationalsänger und Tänzer, Rifkabylen, Neger, Marokkaner, Araber al verwegenste Springer iiml Pyramidenlinucr der Welt, kurz: Zirkus Strub" burgi-r läßt nichts vermissen. Kein Besucher sollte sich Dach dem (Sc miß des ersten Teiles die Resie htigutig des Tierparks entgehen lassei Ks ist nicht möglich, cliili ein zoologischer Garten einzelne Tiergruppe in solchen Variationen zeigen kann. Ueberraacbend ist das Pferdemat< rial und es ist nicht notwendig, besonderer Pferdefround zu sein, ui beim Anblick dieser prächtigen Tiere freudig übe mischt zu werdei Darum jetzt für Leipsig nur eins Parole: Niemand verasnme sich ariedi einmal dem Zauber „Zirkus" für einige Stunden hinzugeben. Zill. Straßbiirger aber wünschen wir, was er verdient, für die Dauer seine Leipziger Gastspiels ein stets volles Haus. FürNscnkuren.bel Hers-, Nerven-, Frauenleiden BiOXSAUERSTOFF-BÄDER Es gibt nichts Besseres zur Beruhigung von — Herz und Nerven, ebenso zur Erfrischung bei Er Mattigkeit u. Ueberanstrengung. Bad M 1.80 Er In Apoth. u. Orog. Max Elb A.-G., Dresden 28

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